Artikel aus "Geliebte Katze"

Diskutiere Artikel aus "Geliebte Katze" im Impfungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, habe mir heute die neue Ausgabe von "Geliebte firstKatze" (2/2004) gekauft. Unter anderem fand ich dort folgenden Artikel (S. 5)...

Leetah

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Hallo zusammen,

habe mir heute die neue Ausgabe von "Geliebte
Katze" (2/2004) gekauft.
Unter anderem fand ich dort folgenden Artikel (S. 5):


Keine Angst vor Impfungen

Nachdem Meldungen über Fibrosarkome an der Impfstelle bei Katzen viele Katzenbesitzer verunsicherten, hat die EMEA (European Agency for the Evaluation of Medical Products) alle verfügbaren Daten zu diesem Phänomen ausgewertet. Danach ist die Häufigkeit dieses bösartigen Hauttumors in den USA wesentlich häufiger als hier, wo eine von 500.000 Katzen erkrankt. Immer geht dem Tumor eine chronisch entzündete Impfstelle voraus. Amerikanische Tierärzte scheren auf Wunsch besorgter Besitzer das Fell rund um den Injektionspunkt. Sollte sich dort innerhalb von zwei Monaten die Haut verändern, lässt sich ein Tumor im Frühstadium komplett entfernen. Doch, siehe oben, das Risiko ist denkbar gering.


Wollte das nur mal hier einstellen für all diejenigen hier, die die "Geliebte Katze" nicht beziehen.

Liebe Grüße

Leetah
 
17.01.2004
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

patchouli

Gast
Heissa,

ich habe das auch gelesen und finde das reichlich interessant. Eine Meinung habe ich noch nicht - kommt bestimmt 8)

Liebe Grüße
Patchouli
 

Lilly

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Hallo Leetah,

Du weißt bestimmt, daß ich Deine geschilderten Erfahrungen in Deinen Beiträgen hier sehr schätze, aber diesen Artikel kann ich so nicht als realistisch ansehen. Die ZS kaufen wir auch monatlich, dieses Heft haben wir aber noch nicht vorliegen

Über das Thema Impfen informiere ich mich ja schon seit längerer Zeit (Sita ist eine Epi-Katze und Maya hat eine Autoimmunkrankheit, darum bin ich da immer etwas "hinterher"). Und ich kenne wirklich nur Berichte, bei denen hier in der Bundesrepublik die Zahlen der Erkrankungen am Impfsarkom zwischen 1:1000 bis 1:5000 (und damit meine ich nicht die Berichte von Frau Peichl) liegen.

Hiermit:
Danach ist die Häufigkeit dieses bösartigen Hauttumors in den USA wesentlich häufiger als hier, wo eine von 500.000 Katzen erkrankt

ist ja wohl ganz Europa gemeint, und das kann ich nicht glauben. Wenn in der BRD die o.g. Wahrscheinlichkeit doch ziemlich sicher ist, wie können dann Statistiker auf solch einen Wert kommen? Das kapiere ich wirklich nicht. Oder habe ich jetzt einen Denkfehler? In gesamt Europa wird ja bestimmt längst nicht so häufig geimpft wie hier, und wird z.B. im Ostblock solch eine Impfstatistik geführt?

Da ich diesen Artikel noch nicht kenne, möchte ich hier einfach mal meinen "Vorbehalt" diesbezüglich der Richtigkeit der Statistiker anmelden...

Liebe Grüße,
Iris

P.S. Klaus sucht gerade noch mal auf dieser EMEA-Seite, aber die ist ja sooo umfangreich
 

SilviaHunger

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Hallo Leetah, Patchouli und Lilly,

aber mal abgesehen davon, dass die Statistik vielleicht nicht hinhaut bzw. unrealistisch ist .... was haltet Ihr davon, dass dem Impfsarkom immer eine chronische Entzündung vorausgeht?

Das höre ich zum ersten Mal (kenne mich auf dem Gebiet aber auch wirklich nicht aus). Ich meine, das wäre ja wirklich toll, dass man auf diese Weise (Impfstelle scheren und auf Veränderungen beobachten) sowas wie ne Früherkennung betreiben kann - mit entsprechend guten Heilungschancen, sollte sich tatsächlich ein Sarkom entwickeln.

Eure Meinung dazu würde mich mal interessieren.

Gruß,

Silvia

P.S.: Wo bleiben meine Manieren :oops: - danke für den Hinweis, Leetah!!! :lol:
 

Zorro

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Hallo,

trotz intensiver Suche war ich nicht in der Lage, auf der Seite von EMEA eine Publikation diesen Inhaltes zu finden. Allerdings habe ich nur mit deutschen und englischen Begriffen aus diesem Zusammenhang gesucht (impfen, Sarkom, Impfung, vaccine, vaccination, sarcoma ...). Die Seite ist grauenhaft unübersichtlich, und vielleicht bin ich auch einfach zu blöd.

Die genannte Statistik vermag ich auch nicht zu glauben. Hier nur mal schnell weitere Fundstellen zu diesem Thema:

http://www.impf-report.de/jahrgang/2003/37.htm
http://www.fibrosarkom.de
www.barfers.de/impfen.htm
http://www.geocities.com/~kremersark/aafp.html (englisch)

In allen bisherigen Aussagen (aus Europa!) ist von einer Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Sarkoms von 1:1000 bis 1:10000 die Rede.

Silvia hat eine interessante Frage auf den Punkt gebracht. Die Aussage mit der Entzündung als Vorläufer des Sarkoms steht oben in Form einer absoluten Tatsache, ist uns aber bisher nicht bekannt.

Weitere Quellenangaben wären hilfreich. Wir holen uns die Zeitschrift auf jeden Fall einmal.

Viele Grüße,
Klaus
 
Nika

Nika

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Hallo
 
Laut Prof. Hirschberger, Uni München gehört das Fibrosarkom zu den häufigsten äusserlich sichtbaren Geschwulsten bei der Katze. Das Fibrosarkom macht 5 - 12 % aller Tumoren und 12 - 25 % der Hauttumoren bei der Katze aus. Soweit ich mich erinnere, wurde das statistisch mit 1:10 000 angegeben.
Die Entstehung eines vakzine-assoziiertes Fibrasarkoms wird wie folgt erklärt: Direkt nach der Impfung treten an der Impfstelle entzündlich veränderte Umfangsvermehrungen auf, die selten schmerzhaft sind. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion und zu einem unkontrollierten Wachstum von transformierten Mesenchymzellen. Daher sollte man die ersten 3 Monate nach einer Impfung auf Wucherungen bzw. Verdickungen an der Impfstelle achten.
Ich glaube, ich habe als betroffene irgendwann zu dem Thema einige Links eingestellt.
 
einen habe ich gefunden http://www.vetmed.uni-muenchen.de/med1/pdf/hi/fibrosarkom.pdf
 

Leetah

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Hallo @ all,

Ich wollte mit diesem Artikel keinesfalls zum Allgemeinen Impfen aufrufen. Hab ihn nur in der Zeitschrift gefunden und ihn hier eingestellt, um eure Meinungen dazu zu hören.

Wir impfen unsere Miezen jährlich und werden auch dabei bleiben (wir haben einen Freigänger).

Über die in diesem Artikel genannten Zahlen war ich auch überrascht. Ich kann mir diese "Abweichung" nur dadurch erklären, dass es wahrscheinlich mehrere Statistiken gibt bzw. dass sich diese Zahlen wirklich auf ganz Europa beziehen.

Die Feststellung, die in diesem Artikel getroffen wird, nämlich dass es in den USA deutlich mehrere Fälle von Impfsarkomen gibt, könnte ich mir u.U. aber schon erklären.
Die sog. Impfsarkome werden ja nicht durch den Impfstoff selbst, sondern durch die Zusätze (Konservierungsstoffe) ausgelöst, die dem Impfstoff zugesetzt sind (bitte korrigiert mich, wenn meine Infos überholt sind). Da in den USA ja z.T. andere Impfstoffe verwendet werden als hierzulande, kann ich mir schon vorstellen, dass die Inhaltsstoffe der dortigen Impfstoffe möglicherweise karzinogener sind als hierzulande...

Nochmal zu den Statistiken:
Iris, du hast folgendes geschrieben:
Und ich kenne wirklich nur Berichte, bei denen hier in der Bundesrepublik die Zahlen der Erkrankungen am Impfsarkom zwischen 1:1000 bis 1:5000 (und damit meine ich nicht die Berichte von Frau Peichl) liegen.
In der Berufsschule wurden uns andere Zahlen genannt: Damals wurde uns "eingeimpft" :wink: , dass eine von 10 000 Katzen ein Impfsarkom entwickelt.
Nun diese Statistik aus der GK:
Danach ist die Häufigkeit dieses bösartigen Hauttumors in den USA wesentlich häufiger als hier, wo eine von 500.000 Katzen erkrankt.
Vielleicht handelt es sich tatsächlich um unterschiedliche Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen...?

Jedenfalls bin ich schon gespannt darauf, was Klaus herausfindet.
Wäre, zugegebenermaßen, schon ein bisschen enttäuscht, wenn sich herausstellen würde, dass "Geliebte Katze" Unwahrheiten verbreitet... :evil:

Liebe Grüße

Leetah
 

Leetah

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Ui, überschnitten! 8O
 

Zorro

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Ich wollte mit diesem Artikel keinesfalls zum Allgemeinen Impfen aufrufen.
Hallo Leetah,

das haben wir auch nicht so verstanden.

Über die in diesem Artikel genannten Zahlen war ich auch überrascht. Ich kann mir diese "Abweichung" nur dadurch erklären, dass es wahrscheinlich mehrere Statistiken gibt bzw. dass sich diese Zahlen wirklich auf ganz Europa beziehen.
Letzteres kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Um einen Durchschnitt von sagen wir 1:5.000 auf 1:500.000 herunterzudrücken, dürfte somit in den weiteren Ländern eine Häufigkeit von nur 1:50 Millionen auftreten! (Auch wenn das eine Milchmädchenrechnung ist, die Relation stimmt.)

Somit wäre ich eben an diesen "mehreren Statistiken" interessiert, konnte sie aber bei EMEA leider nicht finden.

Da in den USA ja z.T. andere Impfstoffe verwendet werden als hierzulande, kann ich mir schon vorstellen, dass die Inhaltsstoffe der dortigen Impfstoffe möglicherweise karzinogener sind als hierzulande...
Das klingt plausibel, zudem wenn man weiß, daß in den USA solche Themen viel lockerer gehandhabt werden als hier.

Vielleicht sollte man bei GK einfach mal nach der konkreten Quelle fragen. Die drucken ja (hoffentlich) auch nicht einfach so irgendwas.

Und Monis Beitrag scheint die Aussage mit der vorausgehenden Entzündung zu erhärten.

Viele Grüße,
Klaus
 

Zorro

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Vielleicht sollte man bei GK einfach mal nach der konkreten Quelle fragen.
Damit es nicht nur beim "man sollte bei Gelegenheit mal" bleibt, habe ich eben folgende E-Mail an die Redaktion geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der aktuellen Ausgabe von "Geliebte Katze" ist nach unseren
Informationen ein Artikel mit folgendem Inhalt zu finden:

============================
Keine Angst vor Impfungen

Nachdem Meldungen über Fibrosarkome an der Impfstelle bei Katzen viele
Katzenbesitzer verunsicherten, hat die EMEA (European Agency for the
Evaluation of Medical Products) alle verfügbaren Daten zu diesem
Phänomen ausgewertet. Danach ist die Häufigkeit dieses bösartigen
Hauttumors in den USA wesentlich häufiger als hier, wo eine von
500.000 Katzen erkrankt. Immer geht dem Tumor eine chronisch
entzündete Impfstelle voraus. Amerikanische Tierärzte scheren auf
Wunsch besorgter Besitzer das Fell rund um den Injektionspunkt. Sollte
sich dort innerhalb von zwei Monaten die Haut verändern, lässt sich
ein Tumor im Frühstadium komplett entfernen. Doch, siehe oben, das
Risiko ist denkbar gering.
============================

Wären Sie so freundlich, mir eine genaue Quelle für die Angabe der
Häufigkeit des Impfsarkoms 1:500.000 zu nennen? Auch bei intensiver
Suche in den Publikationen der EMEA konnte ich eine solche
Information nicht finden. Üblicherweise wird in Deutschland von einer
Häufigkeit 1:1.000 bis 1:10.000 ausgegangen.

Im voraus vielen Dank und herzliche Grüße,
Viele Grüße,
Klaus
 

Leetah

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Hallo Klaus,

na, da bin ich ja echt mal gespannt auf die Antwort (schade, dass morgen Sonntag ist... :( )

Liebe Grüße und noch ein schönes Rest-WE wünscht euch

Leetah
 

Lilly

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Hallo Ihr Lieben,

hat er gut gemacht, der Klaus :)

Laut dieser Statistik 1:500.000 und bei 6 Mio Katzen in Deutschland, die jährlich geimpft werden (wenn überhaupt), würden jahrlich gerade mal 12 Katzen am Sarkom erkranken - und das wäre sowas von selten, das würde keinen Menschen interessieren und diese Impfdiskussionen gäbe es überhaupt nicht.

Liebe Grüße an Euch und ein schönes WE,
Iris
 

Silberling

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Hallo,

was ich noch interessant finde ich die Aussage von Laboklin, dass das Risiko wohl vor allem wohl Impfstoffabhängig ist (so wie Leetah auch vermutet):

Es wird außerdem erst seit Einführung inaktivierter Impfstoffe mit Adjuvantien gegen diese beiden Virusinfektionen in den 80iger Jahren von Fibrosarkomen in Impflokalisationen berichtet. Die beigefügten Zusatzstoffe, Adjuvantien, kommen nur in den inaktivierten Impfstoffen vor, stimmt das so? Zusätzlich zum Laboklinbericht habe ich an anderer Stelle gelesen (müsste aber suchen, ich habe es nicht abgespeichert), dass genau diese Imfstoffe im Verdacht stehen, an der Bildung von Impsarkomen beteilligt zu sein - ein Grund, warum wohl doch lieber mit Lebendimpfstoffen geimpft wird (die wiederum auch Nachteile haben, aber wohl im Punkt Sarkomen nicht so risikobehaftet sind).

So habs ich verstanden, ansonsten korrigiert mich bitte.
 

Leetah

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Hallo Iris & Agnes,

@Iris
Jo, find ich auch! ::t2
Hoffe, dass die von GK morgen gleich antworten... *gespanntbin*


@Agnes
Es wird außerdem erst seit Einführung inaktivierter Impfstoffe mit Adjuvantien gegen diese beiden Virusinfektionen in den 80iger Jahren von Fibrosarkomen in Impflokalisationen berichtet.
Dieser Zusammenhang war mir bis jetzt auch noch nicht bekannt! Wird ja immer interessanter hier! Hast du zufällig auch Studien darüber? Die würden mich wirklich total interessieren!!!
Hab mich gerade ein bisschen kundig gemacht über inaktivierte und Lebendimpfstoffe. Wen es interessiert:

http://www.felisvikingos.de/impfungen.htm

Auf der Seite bitte ganz nach unten scrollen. Dort sind alle Impfstoffe, deren Hersteller und ihre Beschaffenheit (lebend oder inaktiviert) aufgeführt.

Leider hilft mir das jetzt auch nicht viel weiter... :(
Zwar gibt es bei Katzenseuche/Katzenschnupfen-Impfstoffen die Möglichkeit, zwischen lebenden und inaktivierten Impfstoffen zu wählen, aber die Tollwut-Impfstoffe sind leider alle inaktiviert. :( Ich glaube mich zu erinnern, dass die uns damals in der Berufsschule gesagt haben, dass es verboten ist, mit lebenden Tollwuterregern zu impfen.
Die Leukose-Impfstoffe sind auch alle inaktiviert, bis auf das Leucogen von Virbac. Dieser Impfstoff wird gentechnisch hergestellt... soll angeblich auch der Zuverlässigste unter den Leukoseimpfstoffen sein.

Nun, wie gesagt, hilft mir leider alles nicht viel weiter... :(
Meine TÄ arbeiten mit den Impfstoffen von Virbac, folglich sind die Katzenseuche/Katzenschnupfen-Impfstoffe dieser Firma Lebendimpfstoffe. Tollwut ist (wie bei allen Firmen) inaktiviert. Der Leukose-Impfstoff ist gentechnisch hergestellt. Ob das, in bezug auf die Entstehung von Fibrosarkomen nun günstiger oder ungünstiger ist, weiß ich nicht. Mir ist hauptsächlich wichtig, dass meine Miezen den zuverlässigsten Leukoseschutz bekommen, der derzeit auf dem Markt ist.

Bei uns ist die Situation wie folgt:

Sissi:
Perserkatze vom Züchter, 10 Jahre alt
Sie kam als Kitten zu uns und war bereits komplett grundimmunisiert gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Leukose und FIP. Da sie bei uns gesicherten Freigang genießt und wir auf der Terrasse manchmal Besuch von einem Streuner bekommen, und da wir sie früher manchmal mit zu unserer Verwandschaft nahmen, die im Ausland lebt (Stichwort: Grenzübertritt), ließen wir sie auch noch gegen Tollwut impfen.
Auf Empfehlung meiner TÄ (die an mir übrigens keinen Cent verdienen, da ich alle Impfungen zum Einkaufspreis bekomme 8) ), lassen wir sie jährlich nachimpfen, auch FIP, obwohl ich von der Impfung nicht viel halte. Allerdings war sie damals, als bei der Züchterin die Erstimpfung erfolgte, Coronaviren-frei (wir haben die negativen Testergebnisse beider Elterntiere gesehen) und so hoffe ich, dass sie vielleicht wenigstens einen minimalen Schutz durch die Impfung erhält...

Charly:
Thaikater, zugelaufen, bald 16 Jahre alt
Als Charly 11jährig zu uns kam, war er bereits seit 10 Jahren nicht mehr geimpft worden. Lediglich die Grundimmunisierung hatte er bekommen 8O (vom Züchter). Er war die ganzen Jahre Freigänger. Nach Rücksprache mit unseren TÄ ließen wir ihn gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut impfen. Auf die Leukoseimpfung verzichteten wir, da die TÄ meinte, dass er in all den Jahren des Freigangs wohl mehrfach Kontakt zu dem Virus gehabt hatte und damit fertiggeworden war, auch ohne Impfung.
Auch Charly wird jährlich geimpft (besonders wichtig ist uns hierbei die Tollwut, denn wir wollen nicht riskieren, dass er "im Fall der Fälle", falls nämlich im Landkreis irgendwann ein Tollwutfall gemeldet werden sollte, eingeschläfert werden muss...).

Tommy:
Thai-Hauskater-Mix, 12 1/2 Jahre alt, mit 11 Jahren von Vorbesitzern übernommen
Tommy kam auch 11jährig zu uns und war sein ganzes Leben lang Wohnungskater gewesen. Als wir ihn bekamen, war er sehr krank (FUS) und deshalb konnten wir ihn nicht gleich impfen. Als er dann gesund war, bekam er die Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose (wg. Kontakt mit Charly, nur zur Sicherheit...). Er war von den Vorbesitzern niemals geimpft worden.
Auf die Tollwut-Impfung verzichteten wir, da er auch bei uns nur in der Wohnung lebt.
Auch Tommy wird jährlich nachgeimpft.

Mit unserem kleinen Neuzugang werden wir es wohl genauso handhaben wir mit Tommy: Die erste Impfung gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose hat sie bereits erhalten. Bald wird nachgeimpft und dann behalten wir vorerst auch bei ihr den 1-Jahres-Turnus bei. So lange, bis das neue, amerikanische Impfschema (hoffentlich) auch von Seiten der Pharmaindustrie, der TÄ, des Gesetzgebers (Tollwut) und der Wissenschaft (und zwar geschlossen, nicht nur einzelne Berichte) bestätigt wird. Wenn all die genannten Institutionen "grünes Licht" für das neue Impfschema geben, bin ich sofort dabei!
Aber bis dahin gibt´s bei mir keine Kompromisse!

Hätte ich vier Wohnungskatzen, die absolut keinen Kontakt zur "Außenwelt" haben, hätte ich u.U. mit mir reden lassen. Aber durch unseren Charly, der sich, (obwohl bereits im betagten Alter) immer noch ständig Raufereien mit anderen Katern liefert und durch die Besuche unseres Streuner-Katers, der auch bei uns im Garten die eine oder andere "Hinterlassenschaft" zurückläßt, sehe ich meine Miezen (auch die reinen Wohnungskatzen) einem ständigen Infektionsdruck ausgesetzt. Deshalb werden wir auch weiterhin (vorerst) jährlich impfen.
Und das ganz unabhängig von den Berichten von Frau Peichl oder dem o.g. "Entwarnungsbericht"!


Liebe Grüße

Leetah
 

Silberling

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Hallo Leetah,

Du hast meine Gedanken exakt wiedergegeben, danke, ich hätte es nie besser sagen können.

Zum Zusammenhang Totimpfstoff-Risiko f. Sarkome:

Bei Labobklin ist mir diese Erklärung schon lange aufgefallen; sobald ich etwas Zeit habe, suche ich raus, wo ich es noch gelesen habe, aber ich bin mir gnz sicher, dass ich es an mehreren Stellen gelesen habe. Aber Laboklin hat sicher auch verlässliche Quellen dafür. Ich bleibe dran, denn ich finde es enorm wichitg, sich in dem Bereich umfassend zu informieren.

Liebe Grüße...
 
Nika

Nika

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Noch etwas zu dem Thema:
 
Bezüglich Fibrosarkome unterscheidet man das vakzine-assoziierte Fibrosarkom (sogenanntes Impfsarkom), das Feline Leukose Virus-assoziierte Fibrosarkom (Katzen, die FelV positiv sind) und das nicht virus-assoziierte Fibrosarkom, das sich hauptsächlich bei Katzen ab einem Alter von 10 Jahren durch Verletzungen, Irritationen, Entzündungen entwickeln kann.

Vakzine-assoziierte Fibrosarkom
Ein Anstieg der Anzahl der Fibrosarkome wird aufgrund der vermehrten Vakzinierung in der Umstellung der Injektionstechnik bei der Impfung von der intramuskulären auf die subkutane Injektion vermutet.. Laut Studie erhöhen besonders Mehrfachimpfungen die Gefahr einer Tumorbildung. Das Risiko einer Tumorentwicklung liegt 5 Mal höher, wenn eine Mehrfachimpfung verabreicht wird. Das Risiko, nach einer Impfung zu erkranken, steigt bei geimpften Tieren gegenüber nicht geimpften Tieren bei einmaliger Impfung um 50 %, bei zwei Impfungen um 127 % und bei drei oder vier Impfungen am selben Applikationsort um 175 % !
Vakzine-assozziierte Neoplasien entwickeln sich drei Monate bis drei Jahre nach der Impfung, wobei sich die Mehrzahl der Tumoren innerhalb eines Jahres entwickeln. Tollwut- und FelV.Impfstoffe enthalten Adjuvantien, zb. Aluminium Hydroxid oder Aluminium-Phosphat. Diese stehen in Verdacht, lokale Entzündungen hervorzurufen, was später zur Proliferation und tumorösen Umwandlung von Fibroblasten und Myofibroblasten führen kann. Tumorentwicklungen sind aber auch nach Applikation von Impfstoffen ohne Adjuvantien bekannt. Totimpfstoffe scheinen ein höheres Risiko einer Tumorinduktion als Lebendimpfstoffe aufzuweisen. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Impfungen, die Tumorentwicklung ist bei Totimpfstoffen grösser als bei Lebendimpfstoffen und bei FeLV- oder Tollwutimpfstoffen grösser als bei anderen Impfstoffen.
 
Ich habe folgende Email noch verschickt und hoffe auf Antwort:

 
Sehr geehrter Herr Prof.Dr. Hirschberger

in der aktuellen Ausgabe von "Geliebte Katze" wurde ein Artikel mit folgendem Inhalt veröffentlicht.:

============================
Keine Angst vor Impfungen

Nachdem Meldungen über Fibrosarkome an der Impfstelle bei Katzen viele
Katzenbesitzer verunsicherten, hat die EMEA (European Agency for the
Evaluation of Medical Products) alle verfügbaren Daten zu diesem
Phänomen ausgewertet. Danach ist die Häufigkeit dieses bösartigen
Hauttumors in den USA wesentlich häufiger als hier, wo eine von
500.000 Katzen erkrankt. Immer geht dem Tumor eine chronisch
entzündete Impfstelle voraus. Amerikanische Tierärzte scheren auf
Wunsch besorgter Besitzer das Fell rund um den Injektionspunkt. Sollte
sich dort innerhalb von zwei Monaten die Haut verändern, lässt sich
ein Tumor im Frühstadium komplett entfernen. Doch, siehe oben, das
Risiko ist denkbar gering.

Anhand Ihrer Studien bezüglich des vakzine-assoziierten Fibrosarkoms bei Katzen wird jedoch von einer Häufigkeit der Erkrankung in Deutschland von 1:3000 bis 1:10000 ausgegangen.
Ich bin nun verunsichert, welche der Zahlen denn nun zutreffen. Da ich Mitglied in einem Katzenforum bin, ist auch dort die Verunsicherung sehr gross.
Könnten Sie mir bitte mitteilen, inwieweit die Zahlen der EMEA auf Deutschland anzuwenden sind.
 
Vielen Dank im Voraus
Mit freundlichen Grüssen
 

Silberling

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Totimpfstoffe scheinen ein höheres Risiko einer Tumorinduktion als Lebendimpfstoffe aufzuweisen. Das Risiko steigt mit der Anzahl der Impfungen, die Tumorentwicklung ist bei Totimpfstoffen grösser als bei Lebendimpfstoffen
Hallo Moni, danke, genau das meinte ich. Der Text stammt auch von der Laboklinseite, oder? Es wäre ja schon mal eine Möglichkeit, die man dann hätte, um das Risiko zumindest zu minimieren, wenn man wirklich auf Lebendimpfstoffe ausweicht. (Ich weiß, dass es da andere Kritikpunkte gibt aber das Sakomrisiko würde wenigstens deutlich sinken und das scheint mir das Schlimmere Übel zu sein). Bei Seuche und Schnupfen wird aber ja meistens auch mit Lebendimpfstoffen geimpft, bei mir und Freuden, mit denen ich Impfpass gewälzt habe, ist das zumindest so.
 
Nika

Nika

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Hallo Agnes
 
nein, das habe ich aus einer Studie seitens Prof.Dr. Hirschberger entnommen, den ich zu dem Thema ja auch angeschrieben habe. Er war an einem Forschungsprojekt zu dem Thema beteiligt.
 
Nika

Nika

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Ich habe soeben folgende Antwort erhalten

 
Sehr geehrte Frau XXX,

wäre es Ihnen möglich, mir die Datei von EMEA als Attachment zu schicken?



Viele Grüße
 
J. Hirschberger



Prof. Dr. Dr. habil. Johannes Hirschberger
Dipl. ECVIM-CA; hon. Dipl. ECVCP
Medizinische Kleintierklinik
der Universität München
Veterinärstraße 13
D - 80539 München
Tel.: +49 (089) 2180-2640
Fax: +49 (089) 2180-5913
 
Ich hoffe, Klaus erhält eine Antwort auf seine Anfrage, ich habe leider genannte Zeitschrift nicht, steht dort keine Quellenangabe ? Über Infos wäre ich dankbar, (zum einen ist mein Englisch nicht so gut und zum anderen finde ich auf der EMEA-Seite nichts zu dem Thema) damit ich die weiterleiten kann.
 
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