Alles untersuchen lassen was untersuchbar ist?

  • Ersteller des Themas Elmo
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Elmo

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Hallo,

manches Mal frage ich mich, ob wohl all die Untersuchungen, die an Epi-Katzen vorgenommen werden nötig sind und wirklich weiterhelfen. Keine Frage, Blutbilder (gaaanz grosse) und auch,
je nach Fall Herzuntersuchungen, und sowas finde ich sehr wichtig, aber wenn es dann bei den Kernspins oder Computertomographien weitergeht, da frage ich mich schon manches Mal ob das wirklich nicht den Rahmen sprengt (denn, vor allem, was sieht man beispielsweise in einer Computertopographie, das anschliessend bei der Behandlung weiterhilft?)
Gestern habe ich folgenden Link gepostet gefunden und wollte euch diesen Artikel nicht vorenthalten.
Leider ist er in englischer Sprache, aber für den einen oder die andere vielleicht dennoch interessant?
http://www.slate.com/id/2176521/pagenum/all/#page_start

Liebe Grüße
und ein schönes Wochenende

Andrea
 
27.10.2007
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Elmo

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Zeitumstellung nicht vergessen!

gelöscht, gehört in einen neuen Thread...
 
Zuletzt bearbeitet:

Bettina_K

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Hallo Andrea,

ja das hab ich mich damals auch gefragt, als das mit Luzie begonnen hatte.

Bei uns war es sogar so, dass der TA einer Tierklinik nicht mal ein Blutbild machen wollte oder nur eine einfache Untersuchung des Allgemeinzustandes, sondern sofort ein MRT und eine Liqua-Untersuchung sowie Herzultraschall machen wollte! Auf meine Frage, ob wir dann, wenn Epi durch diese Untersuchungen bestätigt sei, mit einer Medikation beginnen könnten, meinte er nur, dass wir Luzie dann einschläfern lassen sollten!!!! Hä???? Erst teure Untersuchungen und dann einschläfern lassen????? Nee....

Ich habe dann den TA gewechselt und diese neue TÄ (ohne megatolle Ausstattung) hat dann bei Luzie ein großes Blutbild gemacht und den Allgemeinzustand untersucht. Nach Abschluss dieser Untersuchungen wurde sie dann auf Luminal eingestellt und hat super darauf reagiert. Keine Anfälle mehr und ein glückliches Leben.....bis zum 09.10.......:cry: :cry: :cry:

Ich glaube, dass, wie in meinem Fall, dieser TA der Tierklinik aus meiner Unwissenheit Profit schlagen wollte....denn aus der Verzweiflung heraus würde man alles machen, was nur möglich ist.
 

Elmo

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Hallo Bettina,

Auf meine Frage, ob wir dann, wenn Epi durch diese Untersuchungen bestätigt sei, mit einer Medikation beginnen könnten, meinte er nur, dass wir Luzie dann einschläfern lassen sollten!!!! Hä???? Erst teure Untersuchungen und dann einschläfern lassen????? Nee....
Ja, genau das ist der Knackpunkt, der, wie ich finde, in dem Artikel auch schön auf dem Punkt gebracht worden ist.

Ich habe hier doch eigentlich immer nur Erfreuliches über Luzie gelesen, was ist denn passiert?

Liebe Grüße
Andrea
 

Elmo

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Hallo Bettina,

das ist ja schrecklich und tut mir total leid.

Liebe Grüße
Andrea
 

Merlin03

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Oh Bettina,

das tut mir so Leid! Ich konnts gar nicht glauben als ich das gelesen hab. Ich hab mich damals so gefreut als das bei Luzie mit der Tabletteneinstellung nach dem ganzen hin und her mit der Tierklinik geklappt hatte...

Sei lieb gedrückt,
Steffi mit Fellnasen
 

Gewitterkatze

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Hallihallo,

nach langer Zeit gebe ich auch mal wieder meinen Senf dazu, insbesondere, da ich dieses Thema sehr interessant finde!

Danke für den interessanten Link Andrea. ::w

Ich persönlich habe bis vor kurzem kaum etwas mit TAs am Hut gehabt, wenn man von den regulären Impfterminen für unseren Hund und die ein oder andere Verletzung bei selbigem absieht.

Nachdem wir Anfang des Jahres Epi bei einer unserer Katzen diagnostiziert haben, ist das Wartezimmer des TAs fast wie ein zweites Wohnzimmer. :?
Daher gebe ich hier mal die Entwicklung meiner TA-Beziehung(en) wieder:

Am Anfang war ich froh, dass der TA der kleinen Maus eine Therapie verpaßt und offentsichtlich eine klare Marschroute hatte. Mein Vertrauen war hoch und damit ging eine gewisse Blauäugigkeit einher, die ich naturgemäß erst im Nachhinein erkannte.

Als die Anfälle sich wieder einstellten und der TA zu "trisseln" begann, merkte ich, dass man sich am besten selbst schlau macht. An dieser Stelle vielen Dank ans Forum und insbesondere an Andrea, ihr habt mir sehr geholfen!

Und doch bin ich kein TA und muss mich streckenweise immer noch "blind" auf ebenjenen verlassen (können). Doch ich habe gelernt und es zu meiner Verhaltensmaxime bei Vets gemacht, dass man seinen gesunden Menschenverstand schärfen und gebrauchen muss, wenn man im Behandlungszimmer ist, und dass man einen Scheiß (tschuldigung :oops: für die Ausdrucksweise) darauf geben sollte mit welchen Blicken man von welcher Seite auch immer bedacht wird.

Konkretes Beispiel bei uns: die Diskussion um den Sinn eines CTs.
Blutbild - ok.
Röntgen um Herz und Lunge zu checken - ok.
CT um einen Hirntumor zu erkennen - warum?

Nach einem kurzen Gespräch war dem TA klar, dass ich nicht zu überreden bin und er meiner logischen Argumentation (folgt gleich) zustimmen musste.
Mein Gedankengang dabei war folgender:
die Katze hat schon einige Monate Epi, bei einem bösartigen Tumor wäre sie entweder schon tot, oder die Veränderungen wären schwerwiegender (nicht "bloß" epileptiforme Anfälle). Bei einem gutartigen Tumor wäre es sehr unwahrscheinlich, dass dieser operabel ist. Man würde zwar dann wissen, dass da ein Tumor ist, aber die Therapie würde sich eigentlich nicht verändern. Und auch hier wären andere (zusätzliche) Ausfallerscheinungen zu erwarten. (Benigne Tumore wachsen m. E. im Allg. nicht so rapide, als dass das ein Problem werden würde.)
Ein Problem mit dem Herzen müßte sich noch mit anderen Symptomen melden. Wenn es das tut, kann man immer noch ein CT machen.

UND: die Narkose, die ja nötig wäre, stellt gerade bei einer EPI-Katze ein erhebliches Risiko dar!

Die Liebe zu meinem Tier in allen Ehren, aber zum einen bin ich kein Goldesel und zum anderen muss und will ich doch immer Effektivität/Nutzen und Risiko miteinander in Bezug setzen.
Natürlich kann ich alle Untersuchungen machen lassen, wenn mich das beruhigt, aber es steht die große Frage im Raum, ob ich meinem LIEBLING in jedem Fall einen Gefallen damit tue.

Ich habe mich persönlich so entschieden, dass ich so viel wie möglich und so wenig wie nötig "ausprobiere" bzw. machen lasse.

Und ich bin vergleichsweise misstrauisch geworden (ist sicher nicht immer angebracht, aber ich war von meiner eigenen Blauäugigkeit und Naivität ziemlich geschockt).

Darüber hinaus finde ich es wichtig, dass man sich - egal für elchen Weg man sich entscheidet - darüber im Klaren ist, dass jede Entscheidung ungewollte und auch unschöne Konsequenzen haben kann. Ich für mich bin mir sehr bewußt darüber, dass bei meiner kleinen Maus der Tod immer mit am Pokertisch sitzt. :( (Anm.: Ich finde das ist ähnlich wie die Entscheidung pro oder contra Freigängertum. Auch dabei habe ich schon eine geliebte Katze verloren, aber ich denke, dass wenn die Möglichkeit gegeben und das Risiko nicht allzu hoch ist, die Katze diese Möglichkeit bekommen sollte.)

Puh, das ist doch recht lang geworden, ich hoffe es interessiert Euch trotzdem. :roll:

VLG
Gewitterkatze
 

Gewitterkatze

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Liebe Bettina,

es tut mir sehr leid, was mit Luzie passiert ist. Da sitzt der Schock tief und das Ohnmachtsgefühl wirkt übermächtig. Aber lass Dich nicht unterkriegen.

Die kleine Luzi wird am anderen Ende der Regenbogenbrücke auf Dich warten.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

LG
Gewitterkatze
 

Bettina_K

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Am Anfang war ich froh, dass der TA der kleinen Maus eine Therapie verpaßt und offentsichtlich eine klare Marschroute hatte. Mein Vertrauen war hoch und damit ging eine gewisse Blauäugigkeit einher, die ich naturgemäß erst im Nachhinein erkannte.

Als die Anfälle sich wieder einstellten und der TA zu "trisseln" begann, merkte ich, dass man sich am besten selbst schlau macht. An dieser Stelle vielen Dank ans Forum und insbesondere an Andrea, ihr habt mir sehr geholfen!


Mein Gedankengang dabei war folgender:
die Katze hat schon einige Monate Epi, bei einem bösartigen Tumor wäre sie entweder schon tot, oder die Veränderungen wären schwerwiegender (nicht "bloß" epileptiforme Anfälle). Bei einem gutartigen Tumor wäre es sehr unwahrscheinlich, dass dieser operabel ist. Man würde zwar dann wissen, dass da ein Tumor ist, aber die Therapie würde sich eigentlich nicht verändern. Und auch hier wären andere (zusätzliche) Ausfallerscheinungen zu erwarten. (Benigne Tumore wachsen m. E. im Allg. nicht so rapide, als dass das ein Problem werden würde.)
Ein Problem mit dem Herzen müßte sich noch mit anderen Symptomen melden. Wenn es das tut, kann man immer noch ein CT machen.

UND: die Narkose, die ja nötig wäre, stellt gerade bei einer EPI-Katze ein erhebliches Risiko dar!

Die Liebe zu meinem Tier in allen Ehren, aber zum einen bin ich kein Goldesel und zum anderen muss und will ich doch immer Effektivität/Nutzen und Risiko miteinander in Bezug setzen.
Natürlich kann ich alle Untersuchungen machen lassen, wenn mich das beruhigt, aber es steht die große Frage im Raum, ob ich meinem LIEBLING in jedem Fall einen Gefallen damit tue.

Ich habe mich persönlich so entschieden, dass ich so viel wie möglich und so wenig wie nötig "ausprobiere" bzw. machen lasse.

Und ich bin vergleichsweise misstrauisch geworden (ist sicher nicht immer angebracht, aber ich war von meiner eigenen Blauäugigkeit und Naivität ziemlich geschockt).

Darüber hinaus finde ich es wichtig, dass man sich - egal für elchen Weg man sich entscheidet - darüber im Klaren ist, dass jede Entscheidung ungewollte und auch unschöne Konsequenzen haben kann. Ich für mich bin mir sehr bewußt darüber, dass bei meiner kleinen Maus der Tod immer mit am Pokertisch sitzt. :( (Anm.: Ich finde das ist ähnlich wie die Entscheidung pro oder contra Freigängertum. Auch dabei habe ich schon eine geliebte Katze verloren, aber ich denke, dass wenn die Möglichkeit gegeben und das Risiko nicht allzu hoch ist, die Katze diese Möglichkeit bekommen sollte.)
Genauso sehe ich das auch! Ein gewisse Blauäugigkeit war bei mir auch, zumal man eben kein TA ist und denkt, dass was er sagt, hat Hand und Fuß....Im Grunde genommen kann ich dem TA der TK "dankbar" sein, dass er mir eine Einschläferung vorgeschlagen hat, denn nur dadurch bin ich aufgerüttelt worden und hab mich selber schlau gemacht. Durch intensive Suche im Netz bin ich dann auf dieses Forum gestoßen und die Foris haben mir zu einer zweiten Meinung geraten, was meiner Luzie, zumindest damals das Leben gerettet hat!:cry:

Was mich nur damals fast wahnsinnig gemacht hat, war diese Aroganz des TA´s.....ich wurde behandelt, als hätte ich mir eine Kaffeemaschine gekauft, bei der es ich nicht mehr lohnt, dass man sie richtet....:roll:

Liebe Bettina,

es tut mir sehr leid, was mit Luzie passiert ist. Da sitzt der Schock tief und das Ohnmachtsgefühl wirkt übermächtig. Aber lass Dich nicht unterkriegen.

Die kleine Luzi wird am anderen Ende der Regenbogenbrücke auf Dich warten.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

LG
Gewitterkatze
Mein großer Trost ist, dass ich jetzt weiß, dass sich Luzie nicht mehr mit dieser Krankheit rumschlagen muss.....wer weiß, was noch alles gekommen wäre ::? ::?

Jetzt sitzt sie am anderen Ende des Regenbogens und kann zusammen mit Ratzi auf uns warten......:cry:
 
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Epilepsie 3

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