Aggression

Diskutiere Aggression im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Wenn die Aggression nicht aus einer Krankheit oder einer Verhaltensstörung erklärbar ist, dann ist sie meist zielgerichtet und an eine Situation...

Sabsi

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Wenn die Aggression nicht aus einer Krankheit oder einer Verhaltensstörung erklärbar ist, dann ist sie meist zielgerichtet und an eine Situation gebunden. Es kann dabei um eine Rangordnungsfrage, um Beutefang, Partnerwahl, den Nachwuchs oder um den Eigenschutz gehen.

Obwohl die Aggression in den meisten Fällen also situationsbedingt ist, kann sie sich sehr unterschiedlich zeigen. Den sogenannten Kommentkampf, den Beschädigungskampf und die Kampfspiele
.
Letztere lassen sich vor allem bei Kitten beobachten, spielen aber durchaus auch bei den erwachsenen katzen eine Rolle. Sie sind nicht wirklich ernst gemeint und dienen vor allem dem spielerischen Einüben des Kampfverhaltens.

Hingegen ist der Kommentkampf schon eher eine Art Kräfte messen. Aber auch er zielt nicht darauf ab den Gegener ernsthaft zu verletzen.
Richtig brutal wird es erst, wenn ein Beschädigungskampf entsteht. Einer der beiden Kontrahenten bleibt meist schwer verletzt oder sogar tot zurück.
Ja, auch das liegt in der Natur der Katzen.
Experten teilen die Formen des Zornes, der Aggression, auch noch ein: in Spielaggression, Angstaggression und Beuteaggression.


Das Problem beginnt in den Kinderschuhen
Wenn die Katze die Zähne zeigt, kommt das
dennoch nicht von ungefähr. Wie beim Menschen liegt das Grundübel oft schon im Aufwachsen. Werden Kitten zu früh von der Mutter getrennt oder herrschen schlechte Aufzuchtbedingungen, kann das die Seele der Katze schon ramponieren.Legt sie erst einmal ein aggressives verhalten an den Tag, ist es ideal, wenn man die Möglichkeit hat, die ersten Wochen retour passieren zu lassen.
Das ist relativ einfach wenn man das Tier selbst aufgezogen hat, gestaltet sich aber schwierig wenn man es aus Züchterhand bekommen hat oder eine Tierheimkatze zu sich nimmt. Darum sollte sich jeder sein Tier ganz genau anschauen bevor man es zu sich holt, außer man traut es sich zu mit einer Problemkatze umzugehen. Für einen erfahrenen Katzenhalter dürfte dies sicherlich kein Problem darstellen.
So ein Ernstfall muß natürlich nicht eintreten, aber möglichen Verhaltensstörungen sollte man sich gewachsen fühlen. Denn es macht es für das Tier nicht besser, wenn man es zwar zu sich nimmt, aber dann bald wieder zurückbringt.

Das Umfeld als wesentlicher Wohlfühlfaktor
Regelmäßiger Freigang kommt jeder Katze entgegen. Aber auch eine katzengerecht gestaltete Wohnung (Kratzbäume, Spielsachen, Kuschelecken) ist eine gute Basis, damit das Tier sich wohlfühlt. Denn die wenigsten verzweifeln an der Begrenzung des Raumes, sondern vielmehr an der Unmöglichkeit ererbte Verhalten auszuleben.
Wer tagsüber außer haus ist, sollte zudem dafür sorgen, daß der Vierbeiner nicht vereinsamt. Vernachlässigte Tiere neigen dazu, Verhaltensstörungen zu entwickeln. Diese äußern sich dann meist in zerkratzten Tapeten und intensiv riechenden Pfützen. Unsauberkeit und Zerstörungswut sind oftmals erste Anzeichen einer tiefen Unzufriedenheit.
Aggressionen gegenüber dem halter sind dann manchmal nur mehr eine Frage der Zeit. Ist man berufsbedingt, also ganztägig außer Haus und möchte sich trotzdem eine Katze als Lebensgenossen anschaffen, empfiehlt es sich deshalb, bereits vor diesem schritt darüber nachzudenken, ob man nicht Zweien ein Zuhause geben will.
Zwei Katzen (oder eine ganze Gruppe) praktizieren sämtliche Varianten eines sozialen zusammenlebens: Sie spielen miteinander, kuscheln gemeinsam, betreiben gegenseitige Ohrenpflege, tragen Meinungsverschiedenheiten miteinander aus und fressen gemeinsam.
Folglich ist es für sie nicht so schlimm, wenn die Bezugsperson mehrere Stunden abwesend ist, wie für eine Einzelkatze.

Falsche Behandlung
Der Umgang mit einer Katze erfordert gewisse Kenntnisse. Wer sich über die Bedürfnisse und Ansprüche des Tieres hinwegsetzt, verursacht ebenfalls Verhaltensprobleme.
Ein Beispiel: Wer seine Katze auf den Arm nimmt und sie festhält, obwohl sie deutlichen Unwillen signalisiert, kassiert höchstwahrscheinlich ein paar Tatzenhiebe. Reagiert man darauf auch noch selbst zornig und bestraft die Katze, eskaliert das Problem. Das Tier bekommt es unter Umständen mit der Angst zu tun und hegt ab diesem Zeitpunkt Aggression gegen den "renitenten" Besitzer.
Noch ein Beispiel: Man sollte seine Katze prinzipiell in Ruhe fressen und sich mit der fellpflege beschäftigen lassen. Sie kommt von selbst, wenn sie fertig damit ist und Lust hat gestreichelt zu werden oder zu spielen. Noch einmal zur Bestrafung: Lautes Schreien oder gar Schläge sind zur Bestrafung eines jeden Tieres, so auch der Katzen, ungeeignet.

Sie sind hochsensibel und reagieren auch rasch auf unangemessenes menschliches Verhalten. Die Folge ist dann ein Tier, das sich mit allen Mitteln zur Wehr setzt, wenn es sich in die Enge getrieben fühlt.

Dieses ist nur der erste Teil. Es folgt dann noch ein weiterer wie auch Stress Aggressionen auslösen kann und wie man dem entgegenwirken kann.
 
13.07.2004
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

Sabsi

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2. Teil

Stressverursacher
Es gibt Situationen die von vornherein stressverdächtig klingen. Katzen lieben ein geregeltes Leben und sind Neuerungen gegenüber meist nicht besonders aufgeschlossen. Ganz besonders deutlich wird das bei einem Umzug in eine neue Wohnung, bei Urlaubsfahrten, neuen Einrichtungsgegenständen, wenn der gewohnte Tagesrhytmus nicht mehr eingehalten oder eine zweite Katze ins haus geholt wird. Nicht zu vergessen, auch der Verlust eines menschlichen oder tierischen Freundes kann Trauer und Stresssymptome hervorrufen.

Auch Gerüche oder Geräusche können für Katzen unerträglich werden: Das schrill kreischende Kleinkind, das ewige Disco-Gestampfe, des Radios oder Maschinenlärm, beleidigen ihr feines Gehör.
Manche Tiere mögen auch keine Nikotinschwaden, Alkohol- oder Kochdunst. Und selbst von uns als angenehm wahrgenommene Düfte, wie ätherische Öle oder Parfüms, können bei Katzen Stress und in weiterer folge Aggression hervorrufen. Gar nicht zu reden von Reviermarkierungen der Artgenossen, die bei ängstlichen Einzelkatzen eindeutige Verhaltensveränderungen nach sich ziehen können.

Nun wollen wir handeln
Ist die Katze erst einmal garstig, ist ersteinmal Geduld und Verständnis angesagt. Zwangsmaßnahmen sind gänzlich ungeeignet und würden die Aggressionsbereitschaft nur erhöhen.
Experten empfehlen, besser ganz genau zu überlegen, in welchen Situationen die Katze besonders aggressiv reagiert, und zu versuchen genau diese Situation zu entschärfen.
Das heißt in der Praxis: Will sie nicht gestreichelt werden, so hat man das zu einfach zu akzeptieren. Mag sie es nicht, wenn fremde Besucherhände in ihr Kistchen greifen, sollten diese das unterlassen. Leidet sie, wenn sie zu oft den Ort wechseln muß, sollte man sie z.B. nicht mit auf Reisen nehmen.
Selbstverständlich sind das nur stellvertretende Beispiele für viele andere individuelle Problematiken, die auftreten können.
Im Fall des Falles sollten Sie jedenfalls rasch Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten. Er kann zusammen mit Ihnen darüber entscheiden, wie weiter vorzugehen ist. Als alternative Behandlungsmöglichkeit bieten sich etwa Bachblüten oder das Versprühen von Pheromonen in der Umgebung der Katze an. Unterstützung finden sie im Bachblütenforum.
Pheromone sind sind körpereigene Duftstoffe, die Katzen selbst auch abgeben, z.B. wenn sie ihren Kopf an bestimmten Stellen reiben.
Gestresste Tiere fühlen sich durch die Pheromone wieder sicherer. Je nach Problematik können "Feliway" oder "Felifriend", die beide beim Tierarzt erhältlich sind, angewendet werden.

Geht gar nichts mehr und entwickelt sich ihr Zuhause tatsächlich trotz aller Gegenmaßnahmen weiter zu einer Katzen-Kampfarena, dann hilft nur mehr der Gang zum Tierpsychologen. In Österreich gilt Denise Seidl (www.tierpsychologie.at) als erfahrene Kapazität auch in schwierigen Fällen.
Ich hoffe jemand kann uns auch einen erfahrenen Tierpsychologen in Deutschland und in der Schweiz nennen. :?

Vorbeugen ist allerdings, wie immer, auch hier besser als heilen. denn aggressives Verhalten hat stets eine Ursache.

Wer bei der Auswahl seiner Katze gezielt vorgeht, seinem Tier von Beginn an einen artgerechten Lebensraum einrichtet und ihm katzengerechte Zuwendung und Pflege angedeihen läßt, wird in den seltensten Fällen Probleme mit dem Vierbeiner bekommen.

Jetzt bleibt mir noch, Ihnen viel Freude mit Ihrem neuen Mitbewohner zu wünschen! :wink:
 

silbertabby

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Liebe Eva,

dankeschön für den tollen Beitrag – der sollte meiner Meinung auch unbedingt ins Schatzkästchen aufgenommen werden!

Liebe Grüße ::knuddel
 

Toniluk

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Wow... 8O
und wieder etwas gelernt :P
Super Beitrag

Toniluk
und
 

Susanne Desic

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Prima Beitrag, sehr interessant!
 

livi

Guest
Hallo,

der Beitrag ist wirklich toll! Danke, daß Du so viel Zeit investiert hast, den ganzen Text einzutippen!
Die Passage "Katze nicht gegen ihren Willen festhalten" als Beispiel finde ich besonders wichtig - schließlich ist der Dosi verantwortlich für einen Katzengerechten Umgang mit dem vierbeinigen Mitbewohner - und nicht das Miez als "Unterhaltungsgegenstand".
Das kann man nicht oft genug erwähnen! :D

Lg Livi
 

baghera

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Hallo Eva,
ein Beitrag der sehr zum Nachdenken anregt und mich veranlasst, mein Verhalten unserem Mitzekater gegenüber zu überprüfen. Danke für die vielen Tips und Fingerzeige
Heike
 

Polliee

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Hallo Eva,

Danke für diesen super Beitrag!!!!!!! Wirklich sehr informativ!

Liebe Grüße
Polliee
 

christel

Guest
Hallo,
danke für den interessanten Beitrag. Der passt wie die Faust auf´s Auge, zu meinem Problem.

Vor einigen Tagen hab ich mir aus dem TH meine beiden "Neuen" geholt. Peter und Paul sind zusammen abgegeben worden und sollten auch zusammen vermittelt werden. Angeblich waren sie beide Wohnungskatzen. Wie alt sie sind weiß ich noch nicht, wir müssen diese Woche erst zu TA. Wobei Paul wahrscheinlich der ältere ist.

Nun stelle ich fest das Peter den Paul, vorzugsweise Vormittags, richtiggehend attakiert. Paul sitzt ruhig irgendwo rum und Peter springt auf ihn drauf und beißt ihm in den Nacken, dann flüchtet Paul und Peter wie ein bekloppter hinterher. Ernsthafte, d.h. blutendet Verletzungen hab ich noch nicht entdeckt, nur ein paar Fellbüschel mußte ich einsammeln.
Peter ist auch sonst sehr unruhig und rennt oft laut weinend und maunzend durch die Wohung.
Paul ist meißt sehr ruhig.

Hab sie auch schon lieb miteinander gesehen, wenn sie sich gegenseitig das Köpfchen geleckt haben, ist aber eher selten.

Ist das normal? Oder hat mich das TH geneppt und sie wollten einfach nur 2 Katzen auf einmal loswerden? Sind sie vielleicht gar keine Wohnungskatzen und der Peter will einfach nur raus? Das darf er ja bald.

Was meint ihr?

Christel
 

zaunreiterin

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Die spielen nur

Nun stelle ich fest das Peter den Paul, vorzugsweise Vormittags, richtiggehend attakiert. Paul sitzt ruhig irgendwo rum und Peter springt auf ihn drauf und beißt ihm in den Nacken, dann flüchtet Paul und Peter wie ein bekloppter hinterher. Ernsthafte, d.h. blutendet Verletzungen hab ich noch nicht entdeckt, nur ein paar Fellbüschel mußte ich einsammeln.
Peter ist auch sonst sehr unruhig und rennt oft laut weinend und maunzend durch die Wohung.
Paul ist meißt sehr ruhig.

Hab sie auch schon lieb miteinander gesehen, wenn sie sich gegenseitig das Köpfchen geleckt haben, ist aber eher selten.

Ist das normal? Was meint ihr?

Christel
Das machen Arnold und Tilly täglich mehrmals und ich halte das für SPIEL, zu dem sie sich auch wechselseitig einladen. Suesslix (wesentlich älter!) läßt sich das nicht bieten und setzt sich auch mal feste zur Wehr. Dann wird aus "Spaßkloppe" schon mal eine ernste Auseinandersetzung mit Kreischen und Heulen, die jedoch stets aufhört, wenn ich frage, ob ich helfen kann. (Vielleicht bin ich etwas unwirsch, wenn ich nachts um 3 geweckt werde...)
Sonst sind die 3 aber lieb miteinander, vor allem die beiden Kater.
Aus meiner Sicht ist das also völlig normal.
 

pauli-der-kater

Guest
ich habe das problem jetzt auch!
Von einem tag zum anderen hasst meine Katze den Kater ich hoffe das legt sich bald wieder. Vielleicht sollte ich sie einfach aufeinander zu lassen.

Der Lange info-Text war echt informativ8O
 

Uschi-mach-kein-Quatsch

Guest
Aggression gegen Artgenossen

Hallo liebe Katzenfreunde,

auch mein Kater wurde von einem Tag auf den anderen sehr grob gegenüber einer unserer Katzendamen.

Wir haben drei Katzen, die wir im Sommer 2004 zusammen von einem Bauernhof auf unseren Bauernhof geholt haben. Die Kätzinnen sind nun ca. 9 Monate alt, der Kater ca. 2 Jahre.

Plötzlich wurde der Kater sehr aggressiv gegenüber Minu, eine der zwei Kätzinnen. Wir führten das auf die beginnende Geschlechtsreife der Katze und die vielen "potentiellen Väter aus der Nachbarschaft" zurück, und ließen den Kater kastrieren. Aber das Problem blieb. Mittlerweile wurden die beiden Weibchen sterilisiert - wieder hofften wir, dass der Kater dann wieder ruhiger wird (wenn er sich nicht vor Nachwuchs von "Konkurrenten" fürchten muss), aber nichts änderte sich. Es ist schon so schlimm, dass Minu sich gar nicht mehr allein im Haus bewegen traut und sich die beiden nicht in einem Raum aufhalten können. Wenn der Kater sie doch erwischt, reißt er ihr büschelweise Fell aus, Minu schreit jämmerlich und ist danach den ganzen Tag regelrecht geschockt, schnurrt und spielt nicht mehr. Gegenüber Minu´s Schwester ist der Kater lammfromm. Was hat das zu bedeuten? Er behandelt Minu wie "Beute", das ist kein Spielchen zwischen Artgenossen mehr!

Die drei haben sich schnell gut eingelebt, haben Freundschaft mit sämtlichen Nachbarskatzen geschlossen und erleben jeden Tag neue Abenteuer rund um unseren Hof. Es ist auch immer jemand zu Hause, der Ihnen jeden Wunsch erfüllt. Spielzeug und Futter stehen immer bereit, jede hat mehrere Stamm-(Schlaf-)Plätze, abends wird geschmust, usw. Ich wüsste nicht, was wir falsch machen.

Ich hoffe jemand kann mir schnell wirksame Ratschläge geben!
 

Mario

Guest
Katze greift Hund und Mensch an

Hallo zusammen,

ich hab auch ein "kleines" Problem mit einer der Katzen meiner Stiefmama. Sie hat 2 Hauskatzen, die noch nie ein anderes Tier kennengelernt haben, erlebt haben. Jetzt haben sich meine Eltern einen Hund zugelegt. Dieser ist noch ein Welpe und manchmal etwas wild. Die eine Katze (Shila) hat ihn von Anfang an angefaucht und es gab keine Annäherung bei den Beiden. Die Andere (Cindy) hat sich schon mehr angenähert, d.h. beschnuppert, laufen normal aneinander vorbei, usw. Es ist nun so, dass der Hund sich nicht gegen die Katzen wehrt. D.h. wenn Shila ihn anfaucht, zieht er den Schwanz ein und trollt sich. Ist teilweise auch verständlich, da er sich unterordnen muss als "Neuer" und dies als Welpe auch noch tut. Es gab jetzt allerdings 3 Vorfälle, die das Leben meiner Eltern mit den 3 Tieren nun erheblich erschwert. Der erste Vorfall sah so aus: Shila hat den Hund angefaucht, dieser ist erschrocken und hat gewinselt/geschrien. Daraufhin hat Cindy ihn angegriffen. Was sehr merkwürdig war, da sie sich ja gut mit ihm verstanden hat. Wir vermuten, dass es etwas mit dem Winseln/Schreien von dem Hund zu tun hat. Auf jeden Fall ist Cindy auf den Hund los, er rennt weg (anstatt sich zu wehren) und sucht auf dem Balkon unter meinem Stuhl Schutz. Die Katze hinterher, will sich auf ihn stürzen. Ich hab sie mit meiner Hand abgewehrt, damit sie den Hund nicht verletzt. Ich habe damit gerechnet, dass sie jetzt verschwindet, allerdings hat sie keine Ruhe gegeben und ist wieder auf ihn los. Ich also wieder mit meiner Hand versucht ihre Pfotenschläge abzuwehren und prompt hatte ich einen Teil ihrer Kralle in meiner Hand stecken. Daraufhin konnte mein Papa sie dann in's Zimmer, runter vom Balkon drängen. Die Balkontüre war zu und sie saß auf dem Fensterbrett und ist patroulliert. Sie hat nur den Hund und mich fokusiert und ist auf- u. abgelaufen. Es sah so aus, als würde sie darauf warten, dass einer von uns Beiden reinkommt, damit sie sich auf uns stürzen kann. Ich fand das Ganze ziemlich verrückt und musste schließlich aber rein, um mir mein Blut von der Hand zu wischen. Ich bin also ziemlich zügig an der Katze vorbei und mach die Badtüre auf. Ich habe mich (warum auch immer) rumgedreht und die Katze saß in Sprunghaltung hinter mir. Das heißt, sie ist mir hinterhergerannt und wollte mich gerade angreifen. Ich hab sie vor Schreck angeschrien und dann im Bad "verschanzt". Sie hat sich daraufhin verzogen. Die andere Katze, hatte sich aus dem ganzen Geschehen rausgehalten und sich relativ verstört verkrochen. Jetzt ist es so, dass sich diese aggresive Katze wieder beruhigt hatte (auf den Hund bezogen) und sich dem Hund gegenüber ganz normal verhalten hat. Jedoch mir nicht mehr. Jedesmal, wenn ich zu Besuch war, ist sie gleich in Angriffshaltung (gefaucht, Ohren angelegt, geduckt) und hat mich nicht mehr aus den Augen gelassen. Dann kam der zweite Vorfall. Ich habe bei meinen Eltern geschlafen und bin nachts, ohne Licht anzumachen, auf mein Zimmer zugelaufen. Plötzlich habe ich die Katze vor meiner Zimmertüre lauern sehen. Ich habe das Licht angemacht und sie saß geduckt da und fauchte mich an. Ich habe dann meinen Papa gerufen, damit er sich zwischen uns stellt, damit sie mich nicht wieder angreift. Nun kommt der 3te Vorfall. Ich habe mit dem Hund auf dem Balkon gespielt und Cindy (die Aggressive) war ganz am Ende des Balkons gelegen. Ich bin mit dem Hund auf sie zugekommen und habe dummerweise nicht auf sie geachtet. Meine Mama hat daraufhin gemeint, wir sollten damit aufhören, weil Cindy schon wieder gefaucht hat. Ich hab mir also den Hund geschnappt und wollte mit ihm reingehen, um eine Eskallation zu vermeiden. Der Hund ist aber erschrocken, als ich ihn auf den Arm genommen habe und hat wieder geschrien. Daraufhin ist die Katze wieder ausgerastet. Meine Mum hat noch versucht, sie festzuhalten, jedoch hat Cindy sich gewehrt und ihr in die Hand gebissen und gekrallt. Ich hab die Beine in die Hand genommen und bin mit dem Hund nach innen gesprintet, weil ich wusste, es war zu spät. Die Katze ist uns hinterhergehechtet, rein in die Wohnung und ich habe es gerade so geschafft, noch die Zimmertür hinter mir zuzuschmeißen. Wir waren alle wieder fertig. Die Katze war wieder verstört. Ich bin echt am Ende mit meinem Latein. Ich bin mit Katzen aufgewachsen, hatte nie Probleme, kenne ihr Verhalten, usw.! Sowas habe ich noch nicht erlebt. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte, bzw. einen Tierpsychologen kennt, der sich dieser Sache mal annehmen könnte.

Vielen Dank, Mario
 

Nofret

Guest
Aggresion

Halli Hallo
toller beitrag der mir vieleicht ein klein wenig hilft,denn genau dieses Problem habe ich mit meinem Stubentiger.Seit 3wochen habe ich nun diesen teufel dies ist auch nicht meine erste Katze um erhlich zu sein habe ich solch ein Aggresives verhalten wie bei meinem noch nicht erlebt bin da im Augenblick etwas ratlos aber vieleicht hat noch jemand nen Tip.die vorgeschichte meines Stubentigers ist mir bestens bekannt der arme Kater wurde stark vernachlassigt,unregelmäsiges futter als mal tagelang garnichts.Kater miaut nicht und faucht auch nicht sondern greift sofort an ohne irgendeines zu tuns
besonders schlimm seine Nächtlichen Angriffs Attacken die und das ist wörtlich zu nehmen Blutig sind für mich wohlgemerkt ein sprung ins Gesicht biss ins Auge usw.
von seinen watschen mit seinen Krallen will ich garnicht erst reden,alles was in der wohnung steht wird angegriffen selbst die Kaffeemaschine ist nicht sicher.was mache ich? ich lasse ihn ganz in ruhe er kommt ganz von alleine macht er auch
legt sich in meinen arm,brummt wien Rasenmäher reibt sein Köpfchen an mir worauf ich den eingehe und ihn streichel...ergebniss von einer Sekunde auf die andere verhaltens änderung und ich habe die Krallen im Gesicht das selbe passiert auch wenn ich ihn nicht streichel der Angriff kommt beisen und zu schlagen mit allem was er hat.zur info der Stubentiger ist Kastriert ca.2,5 jahre wurde von der Katzenmutter verstoßen mit der Flasche großgezogen ist kein Freigänger wuchs in einer Familie mit Hunden auf wurde abgegeben weil einer der Hund von einer wildkatze angefallen wurde und dieser nun gegen den Kater ging,kater wiederum wurde in einem zimmer eingeschlossen (5 monate) wo sich dann keiner mehr um ihn Kümmerte bis er jetzt bei mir landete und ich das alles ausbaden darf..:(laut tier arzt ist er kerngesund und ein Energie bündel.ps.auch der hat es zu spüren bekommen konnte mir aber keinen Rat geben.Frage nun..wie schaffe ich es den rabauken friedlicher zu stimmen?besonders was die Attacken angeht..Ich stimme ihnen voll und ganz zu Schrein oder Prügel ist Quatsch und macht nichts besser....aussperen aber auch nicht oder bleibt da nur der Gang zum Tierpsychologen kenn hier aber keinen.Ich habe mich jedenfalls entschlossen den Kampf aufzunehmen und ihn nicht wieder weg zugeben was letztendlich auch nichts besser machen würde.wer weiß brauche wahrscheinlich sehr sehr viel geduld..wäre aber für Tips sehr dankbar...
es Grüßt Nofi
 

MiSs UnDeRsTo0d

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huhu ::w
Also ich habe folgendes Problem (hoffe das es hier zu passt):
Ich habe eine Katze knapp 2 Jahre alt und einen Kater bald 1 Jahr alt.
Als wir sie bekommen haben, gab es erst stress zwischen den beiden. Dann haben sie sich aneinander gewöhnt. Seit bald nem Jahr sind die beiden unzertrennlich geworden. Schmusen, Spielen alles.
Nur heute sind sie gleich 2 mal direkt aufeinander losgegangen. Und das war kein Spaß. Meine Schwester wollte zwischen gehn, und hat gut was abbekommen. Meine Katze ist schon länger kastriert. Und der Kater wurde am 4.1.06 auch kastriert. Und zwar war das heute so: Unsere Katzen sind reine Hauskatzen. Aber es gibt in unsrer nachbarschaft viele Katzen die draussen rum lungern. Die Katze einer nachbarin kommt öfters vor das Fenster von meinem Zimmer (wo auch die Katzen meistens sind) Meine Katze ist dann nervös geworden und jaulte rum und ist immer ans Fenster gesprungen ect. Dann kam der Kater dazu. Meine Katze hat sich dann umgedreht ihn gesehen und ist richtig auf ihn los gegangen. Dann war erstma Funkstille weil die Katzen getrennt wurden. Jede in ein anderes Zimmer. Dann sind sie wieder aneinander geraten und sofort auf einander los gegangen. Nun halten wir sie erstmal getrennt, bis wir wissen was wir machen sollen. Wollen ja nicht das den Katzen was passiert. Die Katze zuckt bei jeden geräusch zusammen und ist verstört würde ich sagen. Ich möchte die beiden echt nicht trennen. Kann es sein das es wegen der anderen Katze war? Oder wegen der Kastration? Oder vielleicht ein erneuter Macht kampf? ::?
Bitte Helft mir. Freue mich über jede antwort.
Mit freundlichen Grüßen.
Sabrina

p.s.: Jetzt hab ich echt Angst bitte helft mir. Über die nacht war ruhe als die Katzen getrennt waren. Aber als wir sie wieder zusammen lassen wollten, wollte meine Katze (2 Jahre) wieder auf den Kater los gehen. Und er macht nichts. Geht nicht mal in die Angriffsstellung. Was sollen wir machen? Wenn das nicht aufhört, will meine Mum meine Katze weggeben. Das bring ich nicht über Herz. Bitte helf mir! :cry: :cry: :cry:
 
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MiSs UnDeRsTo0d

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Also etwas neues gibt es schon. :-)
Die beiden Spielen schon wieder zusammen.
Das liebe schmusen gibt es nich nicht.
Aber sie vertragen sich. Mein kleener Kater ist etwas verpielt deswegen läuft mein Mäusschen ab und zu auch noch weg.
Aber ich finde es hat sich sehr zum guten gewandelt und ich hoffe es bleibt auch so und wird wieder so wie vorher. Aber es sieht ja gut aus. =)
Melde mich sobald es etwas neues gibt.
Mit sehr freundlichen Grüßen
Sabrina :-)
 

Zaubermaus90

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Katze greift Freund an

Hallo,

ihr müsst mir helfen, ich weiß sonst nicht mehr weiter….

Ich und meine Katze sind immer Einzelgänger gewesen (6 Jahre) , doch seit ca. 4 Monaten habe ich einen Freund der auch ab und zu bei mir ist.

Jetzt hat sich aber meine Katze innerhalb der letzen 3 Wochen stark verändert und greift meinen Freund an, ich meine so richtig mit beißen und kratzen.
Mich faucht sie nur an, aber nur wenn mein Freund da ist.

Mein TA kann mir auch nicht helfen.

Ich weiß nicht mehr weiter, kann mir jemand helfen?
Ich will meine Katze und meinen Freund behalten…..HILFE

Sonja
 

Nellas_Miriel

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hallo zaubermaus!
das ist traurig - aber wo die eifersucht hinfällt! vielleicht hilft es wenn du ihr zeigst, wenn dein freund da ist, wie sehr du sie liebst?
und es gibt von bachblüten globolus gegen aggression, die eben aufs seelische wirken...und es scheint ja ihrer seele schlecht zu gehen!
die gibts im internet oder hier im süden beim dehner!
lg und toi toi toi
nellas::w



Hallo,

ihr müsst mir helfen, ich weiß sonst nicht mehr weiter….

Ich und meine Katze sind immer Einzelgänger gewesen (6 Jahre) , doch seit ca. 4 Monaten habe ich einen Freund der auch ab und zu bei mir ist.

Jetzt hat sich aber meine Katze innerhalb der letzen 3 Wochen stark verändert und greift meinen Freund an, ich meine so richtig mit beißen und kratzen.
Mich faucht sie nur an, aber nur wenn mein Freund da ist.

Mein TA kann mir auch nicht helfen.

Ich weiß nicht mehr weiter, kann mir jemand helfen?
Ich will meine Katze und meinen Freund behalten…..HILFE

Sonja
 

kissbaby1401

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Hallo zusammen,

Wir haben ein großes Problem mit unseren beiden Katzen.
Vergangene Woche Mittwoch haben wir unser Katze "Juslin" kastrieren lassen. Seit 2 Tagen atakiert sie die andere Katze "Jade" wo sie nur kann. Jade kann sich nicht mehr richtig frei in der Wohnung bewegen ohne das Juslin sie direkt angreift und anfaucht. Sie braucht nur vom Schrank runter zu springen um evt in ein anderes Zimmer zu gehen und schwups kommt Juslin direkt auf sie an. Vor der kastration war Jade die dominantere und hat auch ab und zu mal ihre Schwester geärgert und gescheucht, aber das kam nicht jeden Tag vor.

Wir trennen die beiden dann sogut wie es geht für ne Zeit von einander, aber das scheint nicht wirklich was zu bringen.
Wir wissen nicht warum sie das macht und wie wir uns in dieser Situation verhalten sollen.

Ich bin für jeden Ratschlag und Tip von euch dankbar, der uns evtl helfen könnte.

LG
kissbaby
 
Thema:

Aggression

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