Ängstliche Katze aus dem Tierheim eingewöhnen

Diskutiere Ängstliche Katze aus dem Tierheim eingewöhnen im Anfängerfragen Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo ihr Lieben! Ich brauche ein paar Tipps im Umgang mit meiner neuen Mitbewohnerin. Vorab kurz meine Situation: Mein Mann und ich wollten...

claukat

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Hallo ihr Lieben!

Ich brauche ein paar Tipps im Umgang mit meiner neuen Mitbewohnerin.

Vorab kurz meine Situation:
Mein Mann und ich wollten einer schon älteren Katze aus dem Tierheim ein neues Zuhause geben. Uns wurde dann Ellie ans Herz gelegt. Sie ist 10 Jahre alt und war nun etwa ein halbes Jahr im Tierheim. Über die genaue Familiensituation davor weiß ich nur, dass sie eine Einzelwohnungskatze war. Im Tierheim sagte man mir, dass sie sehr scheu sei, sie würde sich mit den anderen Katzen zusammen nicht wohl fühlen. Beim Vorbesitzer sei sie aber angeblich zutraulich gewesen. Ihr würde es gut tun, wenn sie es schön ruhig hat.

Am Dienstag haben wir sie zu uns geholt. Uns wurde empfohlen, dass wir sie am besten zuerst nur in einen Raum lassen, wo sie natürlich alles hat, was sie braucht.

Wir haben sie im Wohnzimmer einquartiert. Wir haben ihr einen Kratzbaum besorgt (da ist ganz unten auch so eine Höhle, wo sie sich zurückziehen kann), in einer anderen Ecke steht ein Kuschelkörbchen
und noch eine Versteckmöglichkeit ein großer Pappkarton.

Sie hat ein Katzenklo und natürlich Futter- und Wassernapf.

Nachdem das Transportkörbchen neben dem Katzenklo geöffnet wurde dauerte es keine 10 Sekunden, da rannte sie sofort in die erstbeste Ecke, hinter den Karton, der in der Ecke vor der Couch stand. Dann hörte man es ein paarmal noch trappeln und damit war Ellie unter dem schmalen Spalt unter der Couch verschwunden.

Wir haben versucht, sie nicht zu "bedrängen", haben aber viel mit ihr geredet, haben teilweise auf der Couch sitzend uns normal unterhalten und uns gegenseitig vorgelesen, damit sie unsere Stimmen hören kann. Ab und zu haben wir uns auch mit Abstand vor die Couch auf den Bauch gelegt, damit sie uns auch sehen kann. Wir haben ihr nicht in die Augen gestarrt, aber ihr so langsam zugeblinzelt und ganz lieb mit ihr geredet.

Den ersten Tag und die erste Nacht wurde kein Futter angerührt und das Katzenklo blieb unbenutzt. Dafür hat sie unter die Couch gemacht.

Den ganzen zweiten Tag war sie auch weiter unter der Couch, wir haben weiter mit ihr geredet. Weil sie scheinbar noch gar nicht gefressen und getrunken hatte, haben wir ihr aus Sorge eine Untertasse mit Wasser unter die Couch geschoben. Dann habe ich ihr, bevor wir abends raus sind, nochmal frisches Wasser und Futter diesmal direkt vor die Couch gestellt an die eine Ecke und das Katzenklo auch direkt vor die Couch geschoben an die andere Ecke (es stand davor weiter weg).

Heute Nacht war sie dann endlich mal draußen, denn sie hat den Napf mit Nassfutter leergefressen und auch ein wenig Trockenfutter, was ein bisschen weiter weg von der Couch lag. Im Katzenklo hat sie zumindest rumgescharrt, hat aber noch nicht reingemacht.


Soviel erstmal zur grundsätzlichen Situation.

Wofür ich jetzt einfach noch Tipps bräuchte ist: Kann ich jetzt noch etwas tun, was ihr die Eingewöhnung erleichtert? Sie tut mir so Leid, den ganzen Tag da platt auf dem Boden zu liegen (da ist wirklich nicht gerade viel Platz unter der Couch) und sich nicht rauszutrauen.

Was würdet ihr mir den raten, wie ich mich am besten verhalten soll - eher mal längere Zeit auch am Tag ganz alleine lassen, damit sie sich vielleicht auch am Tag mal herauszukommen traut? Oder doch eher viel Zeit bei ihr im Raum verbringen, damit sie nicht total alleine ist und ein bisschen mit ihr sprechen?

Eine Eingewöhnung ist wahrscheinlich für viele Katzen aufregend, aber ich möchte es ihr so gut es eben geht irgendwie "leichter" machen, weil sie eben sehr ängstlich bzw. scheu ist und ich denke, das kann ja auch nicht schön für sie sein, tagelang mehr oder weniger bewegungslos auf so flachem Raum zu liegen. Und ich mache mir Gedanken, weil sie das Katzenklo noch nicht benutzt.

Wenn sie einen anschaut, ist sie aufmerksam, aber nicht irgendwie panisch. Sie kann sich ja unter der Couch sicher fühlen, sie hat genügend Abstand zu uns und wir versuchen nicht, nach ihr zu greifen oder so.


Lieben Gruß und danke für jeden Tipp

Claudia
 
12.04.2012
#1

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Gast

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Flora

Flora

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Hallo Claudia!

Herzlichen Glückwunsch zum kätzischen Neuzugang ::w !

Ellie (ein hübscher Name) ist anscheinend wirklich scheu, aber du wirst sehen, dass sie sich bald aus ihrem Versteck heraustraut...
Für mich hört sich das alles sehr gut an. Besonders, dass ihr sie nicht bedrängt und ihr genug Zeit gebt.

*Hier* ist ein interessanter Artikel über die Eingewöhnung von scheuen Katzen. Besonders den Tipp, im gleichen Raum zu schlafen (d.h. wenn man sich auf die Couch legen kann, ohne Ellie ganz einzuquetschen :wink:) finde ich gut. Und ein bisschen vor der Couch mit einem Spielzeug herumzuwedeln, kann nie schaden...

Alles Gute
 

waldi

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Hallo liebe Claudia!
Das ist superschön von Euch, einer älteren Katze ein Zuhause zu geben.
Ich bin der Meinung, wenn sie schon nach der 1. Nacht gefressen hat, ist das das Beste überhaupt, andere fressen und trinken tagelang nichts. So scheu ist sie dann m.M. nach gar nicht. Ich würde sie nicht extra alleine lassen, sondern alles so machen wie bisher, damit sie sich schnell an die neuen Gerüche, Geräusche und ihre Menschen gewöhnen kann. Du wirst sehen, in ein paar Tagen - oft ist es so ca. 1 Woche - sieht alles ganz entspannter aus.
Wäre schön wenn Du dann weiter berichtest über die Maus.

Lg
Waldi
 

claukat

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Danke, das macht Mut. Ich bin einfach ein bisschen unsicher, weil ich keine Erfahrungen mit eigenen Katzen habe und mein Wissen jetzt nur angelesen haben und ich möchte mich, wenn es irgendwie geht, so verhalten, dass es gut und hilfreich für sie ist.
Ich bin auch zwiegespalten, was die Einzelhaltung betrifft, aber da sie quasi ihr Leben lang Einzelkatze war und mit den Katzen im Tierheim nicht wohlzufühlen schien, wusste ich nicht, ob es für sie besser wäre, gleich noch eine zweite dazuzunehmen. Man riet mir, sie alleine zu nehmen.
Aber da mein Mann und ich jetzt vorerst ihre einzigen Ansprechpartner sind, soll sie sich natürlich mit uns wohlfühlen und keine Angst vor uns haben.

Am meisten würde mich jetzt natürlich freuen, wenn sie irgendwann auch tagsüber ihr Versteck verlassen würde. Aber sie darf sich natürlich damit Zeit lassen.
 

waldi

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ja "mutmach". Es ist natürlich als Anfänger immer leichter, eine Babykatze zu holen und sich so da reinzugewöhnen - quasi. Denn die sind natürlich meist pflegeleicht, verkriechen sich nicht usw.
Aber auch mit einer erwachsenen katze klappt das natürlich, nur braucht es eben etwas länger und Geduld, Geduld, Geduld - das Zauberwort schlechthin bei Katzen. Und wg. Einzelhaltung würde ich mir jetzt mal erst gar keine Gedanken machen. Manche Katzen sind sich selbst Genüge, und ab 10 Jahren zählen sie ja schon zu den Senioren und schlafen meistens sowieso. Ich habe zur Zeit 6 Katzen und keine bräuchte die andere - teilweise im Gegenteil:roll: Lass die Maus zu sich kommen, das wird ganz sicher klappen, wenn sie jetzt auch noch gleichzeitig mit einer anderen - wieder neuen - Katze klarkommen müsste, würde das alles nur noch mehr erschweren, so ist es für sie ganz sicher leichter.

Lg
Waldi
 

claukat

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Lass die Maus zu sich kommen, das wird ganz sicher klappen, wenn sie jetzt auch noch gleichzeitig mit einer anderen - wieder neuen - Katze klarkommen müsste, würde das alles nur noch mehr erschweren, so ist es für sie ganz sicher leichter.
Ja, das habe ich mir eben auch gedacht. Es hätte ja auch sein können, dass eine zweite Katze sie dann noch mehr eingeschüchtert hätte, zumal sie davor eben auch keine andere Katze bei sich hatte.

Mir tut es halt irgendwie so Leid, dass sie da jetzt so ungemütlich liegt den ganzen Tag, weil ich denke, Katzen mögen es doch auch gern kuschelig und bequem. Aber ich kann es schon verstehen, dass sie sich da momentan einfach am sichersten fühlt.

Mit der Zeit wird sie hoffentlich merken, dass die zwei Menschlein ihr nichts Böses wollen, sie nicht einfangen wollen usw. und dass wir sie gern haben.

Ich kann halt nicht so einschätzen, wieviel Aufmerksamkeit ihr im Moment guttut. Deswegen versuche ich, es nicht zu übertreiben, indem ich stundenlang vor der Couch knie, gehe aber immer mal wieder hin und rede ein bisschen mit ihr.
 

cremie

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Hallo Claudia!

Ich habe schon einige scheue Katzen aufgenommen und ich finde auch, Du machst das super gut. Mach einfach weiter so und Du wirst sehn, es wird nicht lange dauern bis die Süße sich vortraut. Hab einfach die Geduld, bis sie von alleine kommt. Auch wenn Sie schon etwas älter ist, hilft es vielleicht, mit einer Schnur oder einem Spielzeug vor dem Sofa zu spielen. Oder ein kleines Bällchen zu ihr rollen zu lassen. Oder ihr auch mal ein Leckerli ein Stück unters Sofa zu schieben.

Wünsche Dir viel Spaß mit Deiner Elli,

liebe Grüße
Doro
 

Tinker

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Auch wenn Saskia und Spatz lediglich mindestens 10 Monate alt waren, als ich sie aus dem Tierheim zu mir holte, sie müssen vorher durch die Hölle gegangen sein. Scheu, panisch - ich hätte wochenlang, bei Saskia monatelang heulen können.

Beide sind Schmuser geworden, Spatz intensiver und inzwischen gar nicht mehr scheu (wir gehen ja auch auf die 12 Jahre zu) Saskia nach wie vor skeptisch mit allem, was fremd und unverhofft ist, aber mit mir total dominant Kuscheleinheiten fordernd.

Ich finde, ihr macht das gut. Vor allem das Reden miteinander. Ein paar Ideen habe ich dennoch:

Kartons, mit einer Öffnung, mit vorne ganz offen, mit Handtüchern drinne und mit Handtüchern als Vorhang in der ganzen Wohnung verteilt. Im Prinzip so, dass die Katze durch die Wohnung gehen kann und alle paar Meter so einen Karton vorfindet, der für die Menschen erst mal Tabu ist.

Ich würde feste Fütterungszeiteiten einführen, damit die Fellmaus zwischen Futter und eurer Aktivität eine Verbindung herstellen kann.

Wenn ihr euch auf der Couch was erzählt, würde rufen (ich hatte damals gepfiffen) und Leckerlies oder Trofu schmeissen. Gerne weit weg von euch, den Kontakt wird sie dann schon aufnehmen.

Mit der Maus reden ist prima (ich habe Saskia Krimis vorgelesen), dabei immer mal anschauen, mit den Augen blinzeln und wegschauen. Möglichst nur heimlich anhimmeln - man himmelt seine Katzen ja an.

Auch wenn es schwer fällt: wenn sie kommt erst mal nicht anfassen. Nicht mit der Hand als Streichelaktion. Hand hinlegen und dadurch anbieten. Sie kommt.

Sobald die Katze zurück weicht, so tun, als wäre gar nix.

Dazu: Mehr als zwei Klos an zwei Orten anbieten. Und höflich zurückweichen, wenn die Fellmaus aufs Klo geht.

Mit Fummelbrettern arbeiten. Also, neben der Couch ein Fummelbrett aufstellen und Katze machen lassen.

Katze oft ansprechen. Blinzeln.

Ansonsten: Normal leben.

LG Tinker
 

claukat

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Danke für die Anregungen, Tinker! So einen Karton mit Eingang und Handtuch drunter haben wir so ein, zwei Meter hinter der Couch stehen. (Wir dachten ja ursprünglich gar nicht, dass sie unter den Spalt da drunter passt... :oops::p) Wir können bestimmt auch noch ein paar mehr aufstellen.

An Anfassen ist im Moment sowieso noch überhaupt nicht zu denken, der nächste Schritt wäre ja erstmal, dass sie irgendwann auch tagsüber rauskommt und was ich jetzt so von erfahrenen Leuten gehört habe, kann das ja durchaus noch dauern.

Ja, das fällt echt schwer, sie dann nicht so direkt anzuschauen, aber das mit dem Blinzeln machen wir immer.

Es ist schön zu hören, dass auch ganz scheue Katzen mit der Zeit etwas zutraulicher werden. Wenn sie keine Schmusekatze wird, dann ist das eben so. Sie soll es halt gut bei uns haben.

Ich sehne mir jetzt immer (wenn man nach 2 Tagen schon von "immer" sprechen kann :lol:) schon den Abend herbei, weil ich denke, das ist die Zeit, in der sie sich endlich raustraut.

Es ist auf jeden Fall sehr spannend, wie es weitergeht. :wink:
 

bubibub

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Hallo Claukat,
lese hier fleißig mit und freue mich, dass Du Elli ein zu Hause gegeben hast. Bin schon gespannt wie die Geschichte bei Euch weiter geht. Jetzt frißt sie ja und dann wird sie wahrscheinlich das Kaklo benutzen. Also freue mich wieder von euch zu lesen. Wirst sehen das wird alles gut.
 

Katerina

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Hallo Claukat,

ich finde es auch wunderschön, dass Ellie bei euch so ein liebevolles und rücksichtsvolles Zuhause gefunden hat!
Wir haben vor zehn Jahren Klärchen zu uns genommen, die damals vier war. Sie lebte mit über zehn anderen Katzen zusammen in einer privaten Katzeninitiative und wurde uns als sehr verschmust und anhänglich beschrieben.
Die erste Woche verbrachte sie hinter dem Ofen in der Küche und wir waren heilfroh, wenn sie etwas gefressen hat. Dann verbrachte sie ein Vierteljahr bei uns, in dem sie fast ausschließlich auf einem bestimmten Fensterplatz lag, nach draußen guckte und einfach nur depressiv wirkte. Das mit dem "verschmust sein" stimmte. Sobald ein Besucher kam, saß sie auf seinem Schoß und schnurrte. Es hatte etwas von: "Bitte nimm mich mit, mir gefällt es hier nicht." Uns guckte sie nicht mit ihrem hübschen puscheligen Hintern an. War nicht leicht auszuhalten ...
Dann hatte sie offenbar verstanden, dass sie jetzt hier zu Hause ist. Und langsam zeigte sie ihr wahres Gesicht: das der größten Kampfschmuserin, die wir je hatten.
 

claukat

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Uns guckte sie nicht mit ihrem hübschen puscheligen Hintern an. War nicht leicht auszuhalten ...
Dann hatte sie offenbar verstanden, dass sie jetzt hier zu Hause ist. Und langsam zeigte sie ihr wahres Gesicht: das der größten Kampfschmuserin, die wir je hatten.
Das ist toll - ich würde mich natürlich freuen, wenn Ellie auch mal zur Schmuserin wird. Aber wenn sie nur nicht immer unter der Couch hockt, bin ich schon froh. Ich will ja, dass sie es bequem hat und das ist es in ihrem Versteck nun wirklich nicht. ::?
 

claukat

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Guten Morgen!

Juhu, Ellie macht tolle Fortschritte!
Gestern Abend saßen mein Mann und ich hier auf der Couch und haben ferngesehen. Wir hatten kein Licht an, nur den Fernseher.

Irgendwann hörte man es rascheln und tappsen (da hat sie sich unter der Couch hervorgearbeitet) und dann: "Schmatz, schmatz, schmatz!", hat sie ein bisschen gefressen.

Es hat sooo viel Überwindung gekostet, ganz ruhig sitzen zu bleiben und normal weiter zu reden, als ob gar nichts wäre.

Nach einer Weile machte sie ein paar Schritte in die Raummitte und warf einen Blick auf uns, dann ging sie in den hinteren Teil des Raumes, probierte verschiedene Plätze zum Hinsetzen aus und putzte sich ausgiebig.

Ich würde sagen, sie war mindestens eine Stunde hinten im Raum, bevor sie wieder unter der Couch verschwand.

Wir haben ein paarmal vorsichtig zu ihr hingeguckt, haben uns ansonsten einfach weiter unterhalten und so getan, als wäre gar nichts Besonderes.

Wir waren richtig glücklich! :lol:

Es ist wirklich spannend, wie es jetzt wohl weitergeht. Vielleicht kommt sie ja so nach und nach öfter oder länger raus. :-)
 

Katerina

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Es ist wirklich spannend, wie es jetzt wohl weitergeht. Vielleicht kommt sie ja so nach und nach öfter oder länger raus. :-)
Da bin ich mir ganz sicher! Ihr zeigt ihr ja deutlich, dass sie von euch nichts zu befürchten hat.
Wir waren damals (es gab noch kein Katzenforum, wir hatten noch kein Internet) nicht so schlau und haben versucht, Klärchen mit den hübschesten Federbüscheln hinter dem Ofen vorzulocken. Hätten wir sie einfach in Ruhe gelassen, wäre es vielleicht schneller gegangen.
Wobei wir ihre "depressive Phase" wahrscheinlich so oder so nicht hätten verhindern können. Mit ihren vier Jahren hatte sie schon hinter sich: als Kitten von einer kroatischen Insel gerettet worden zu sein, dann bei der Frau von der Katzeninitiative gelebt zu haben, vermittelt worden zu sein an eine junge Frau, die sich drei Jahre später in einen Mann verliebte, der keine Katzen mochte und die sie an die Frau von der Initiative zurückgab. Dort lebte sie dann, bis sie zu uns kam. Also waren wir ihr fünftes Zuhause in vier Jahren. Ich denke, sie hatte einfach das Schnäuzchen voll und wusste gar nicht mehr, wo sie hingehörte.

Aber bei Ellie sieht es ja bisher wirklich gut aus. Ich freue mich auf weitere Fortschrittsberichte!
 

ZweiBKHBaerchen

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Ich schalte mich da mal spontant ein, und zwar finde ich, dass ihr das ganz lieb und einfühlsam macht mit der kleinen Ellie.
Das ist bestimmt der Anfang einer wundervollen Freundschaft:-).
Viele Grüsse,
Sabine
 

bubibub

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Hallo Claukat,
das ist suuuper. Wirst sehen es wird jeden Tag ein bißchen mehr und irgendwann ist alles normal.
Wir haben vor über einem Jahr einen älteren Kater(Lucky) aus dem TH geholt. Zu unserem Opi Charly, weil seine Schwester gestorben war. Lucky hat immer Angst vor mir gehabt, aber nicht vor meinem Mann. Wir schlafen getrennt und wenn ich meinem Mann abends gute Nacht gesagt habe, ist der Lucky immer fort gerannt usw.
An meinem Verhalten in der Wohnung habe ich nichts geändert und nun hat gestern der Lucky in meinem Arm gelegen und geschlafen. ::bg
Bin schon gespannt wie es bei Euch weiter geht. ::w
 

Tinker

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Ihr macht das toll. Und ja, es ist schwer, nicht zu reagieren. Ich kann mich da gut an meine Anfänge erinnern.

Dennoch: behaltet eure Geduld. Diese Katze zeigt, dass sie irgendwann eine wundervolle Mitbewohnerin sein wird.

LG Tinker
 

claukat

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Da bin ich mir ganz sicher! Ihr zeigt ihr ja deutlich, dass sie von euch nichts zu befürchten hat.
Wir waren damals (es gab noch kein Katzenforum, wir hatten noch kein Internet) nicht so schlau und haben versucht, Klärchen mit den hübschesten Federbüscheln hinter dem Ofen vorzulocken. Hätten wir sie einfach in Ruhe gelassen, wäre es vielleicht schneller gegangen.
Ja, ich muss auch sagen, ohne die ganzen tollen Tipps aus dem Internet hätte ich sie wahrscheinlich total bedrängt und mit allen Mitteln versucht, sie da aus dem Versteck rauszuholen.

Wir sind auch als Kinder auf dem Reiterhof quasi auf "Katzenjagd" in den Ställen/ Heuschobern gegangen, weil wir sie so gern streicheln wollten, sie aber nicht sozialisiert waren. Hat natürlich nie geklappt, weil sie schlauer und schneller waren als wir. :lol:

Tagsüber bleibt Ellie momentan nach wie vor im Versteck. Habe jetzt ein paarmal zu ihr unter die Couch geschaut, sie schien wieder hauptsächlich zu schlafen. Würde mich jedenfalls freuen, wenn sie bald auch mal am Tag rauskommt. Vielleicht wird es ihr ja mit der Zeit auch mal zu unbequem da unten und sie freundet sich mit ihrer Kuschelhöhle an. :-)
 

Melli06

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Passt zwar nicht so ganz, aber wäre vielleicht noch ein ergänzender Tipp: Wir sind vor 1,5 Jahren umgezogen und haben von unserem Tierarzt den Tipp bekommen in der neuen Wohnung "Feliway" zu verwenden. Dass ist so ein kleiner Apparat, der an die Steckdose angeschlossen wird und Pheromone ausstrahlt die der Katze ein Gefühl von Sicherheit vermitteln soll.

Für meine Katzen war es der dritte Umzug und sie haben sich noch nie so schnell an die neue Umgebung gewöhnt, wie jetzt bei unserem letzten Umzug. Das Zeug wird eure Katze natürlich nicht von null auf hundert zutraulich machen, aber es besteht ja die Chance, dass sie sich in der neuen Umgebung etwas schneller sicherer fühlt ;-)
 

Mary Jane

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Liebe claukat,

mein Leo war auch so einer, der sich zum Anfang nur versteckte. Ist mir zugelaufen und wurde wahrscheinlich ausgesetzt. Nach zwei Wochen stand er dann schnurrend in meinem Bett.

Ich hatte das damals als Aufforderung ihn streicheln zu dürfen aufgefasst, ich wurde durch ein paar Hiebe eines Besseren belehrt. Das ging so ein halbes Jahr ungefähr. Ich durfte ihn 16 Jahre lang behalten, er wurde vom Angsthasen zum Schmusebär, aber auf dem Arm tragen mochte er nie.

Ganz viel Geduld, mit Ellie reden (sie versteht mehr als Du ahnst) und es wird sich einfinden.

LG Mary Jane
 
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