Ach je...

Diskutiere Ach je... im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Ich glaube ich brauche mal Eure geballte Ladung an Erfahrung, Tierpsychologie und Mitgefühl Mara ist seit 3 1/2 Tagen bei uns. Sie ist eine...

Alberta

Registriert seit
28.01.2003
Beiträge
753
Gefällt mir
0
Ich glaube ich brauche mal Eure geballte Ladung an Erfahrung, Tierpsychologie und Mitgefühl
Mara ist seit 3 1/2 Tagen bei uns. Sie ist eine zierliche Tigerdame, die wohl irgendwann entsorgt wurde und recht lange auf der Strasse lebte. Vielleicht ist ihr halber Schwanz ein Relikt aus der Zeit.
Am ersten Tag hat sie noch gefuttert, ein wenig. Am zweiten einen Teelöffel am dritten nichts. Heute gab es für sie gekochtes Zanderfilet mit etwas Butter, denn sie legt kleine Kieselsteine ins Klo. Dieses exquisite Mal liess
sie dann doch nicht an sich vorrüberziehen und hat wohl sage und schreibe 20g gefuttert. :cry:
Eigentlich sieht sie in mir keine Bedrohung, sie sieht mich Futter bringen und Klo saubermachen und findet es offensichtlich O.K., wenn ich sie mit ruhiger Stimme "zutexte". Nur ein Tierarztbesuch wäre unmöglich, da bräuchte ich schon ein Pusterohr mit Betäubungspfeil. Sammy sage ich immer, jetzt solle er mal was tun. Aber eigentlich bin ich ja froh, dass er nicht mal mehr faucht. Er guckt nur. Legt sich hin und guckt sie an. Letzte Nacht sass sie auf einem seiner Fensteraussichtsplätze und rief. Sie ruft wie ein Pfau, sie rief in die Nacht und ich lag nebenan im Bett und hatte Tränen in den Augen. Sie wirkt so zerbrechlich und verschreckt und einsam. Sammy wirkt wie ein sorgloser Yuppie, der das interessant findet, aber dann ist auch Sofa angesagt. Nein, Sammy ist prima, er ist so vernünftig, neugierig und verschmust, er kann nur offensichtlich mit Mara noch nichts anfangen.

Was kann ich tun? Welche Bachblüten (ich Laie, ich), was auf die Speisekarte? Nur gekochtes Zanderfilet? Sie nimmt nichtmal Aldileckerlis!!!!
Ich sollte nicht undankbar sein, es ist ein Geschenk, dass bisher alles so gut verlaufen ist.
Hilfe, Hilfe, Hilfe. Sammy war ja schon derbe im Hungerstreik, aber die Lütje toppt es.
Was meint Ihr?
Alberta
 
28.04.2003
#1

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Ach je... . Dort wird jeder fündig!

Hatshy

Gast
Hallo Alberta,

leider muß ich aufgrund meiner mangelnden Katzenerfahrung passen. Aber mein Mitgefühl ist Dir sicher! Die arme Kleine leidet anscheinend ganz furchtbar, obwohl sie es bei Dir sicher am allerbesten hat. Und Du hast ihr einen so schönen Empfang bereitet. Ich hoffe, die anderen können Dir mit mehr Tips helfen.

*knuddel*
Caro
 

Myre

Gast
Liebe Alberta
Das du dich um die kleine Sorgen machst, kann ich mir gut vorstellen. Die erste Zeit mit zusammengeführten Katzen ist immer ein Nervenkratzer. Aber auch wenn sie traurig guckt: Bei dir geht es ihr sicher besser als da, wo sie herkommt.

Zu deinen Futterprobleme: Wenn sie genügent trinkt, kannst du erstmal ein paar Tagen mit dem TA-Besuch warten. Versuch dann einfach mehrere Dosen- und Trockenfutterprodukte durchzuprobieren. Katzen mögen meistens nur das essen, was sie als klein serviert bekamen. Bei einer ausgesetzen Katze ist das sicher nicht Sanderfilet in Buttersoße gewesen :wink: . Gegen die Verstopfung hilft täglich ein Teelöffel Katzenmalz oder Speiseöl, was immer sie gerne ißt. Der Tierarzt hat hoch-kalorische Nahrungszuschüsse zum aufpeppeln, die auch meistens gut ankommen.

Länger als 3 Tage mit dem TA-Besuch würde ich aber nicht abwarten, und sollte sie irgenwelche Krankheitszeichen aufweisen, solltest du lieber sofort hingehen. Wenn ans einfangen gar nicht zu denken ist, frag doch mal dein TA, ob er nicht ausnahmsweise ein Hausbesuch macht. Er hat bestimmt Verständnis für deine verzwickte Situation. Ich hoffe für dich, daß es nicht notwendig wird, sondern daß sie von selber wieder ißt.

Bachblüten sind im übrigens nicht sonderlich nahrungsreich - kann ich nicht empfehlen :wink: (Jetzt zerfleischen mich die BB-Verfechter).

Viel Glück, und lass von dir hören.
 

Anonymous

Gast
Liebe Alberta,

auch von mir erstmal eine geballte Sendung Mitgefühl und Streicheleinheiten an euch alle!

Ich bin zwar auch noch ein BB-Laie, aber ich würde sagen, Rescue (Notfall)-Tropfen sind sicher angebracht in Deiner Situation.

Ansonsten kommt es darauf an: wie ist Maras Zustand? Ist sie gesund (Fell glänzend, Nase, Augen, After?) Ist sie mager? Wo kommt sie her, wo war sie bisher? Ist sie "nur" seelisch aus dem Gleichgewicht oder kann sie auch körperlich krank sein? Nur wenn Du hundertprozentig ausschließen kannst, daß sie krank sein könnte, kannst Du mit einem TA-Besuch noch warten. Ansonsten würde ich dringendst dazuraten.

Was das Nicht-Fressen anbelangt: es kann eine Schutzhaltung sein wegen Erkrankung und Verletzung, es kann an der Veränderung und an Irration liegen, es kann auch einfach nur sein, daß sie nichts "vertrautes" im Napf sieht. Es kann auch gut sein, daß sie vor Sammy Angst hat. Du solltest die beiden lieber trennen, bis sich Mara sicher fühlt und eingewöhnt hat. Gerade bei ihrer Vorgeschichte und dem von Dir beschriebenen Verhalten wird sie übervorsichig sein.
Es kann auch sein, daß sie eine schwere Zahnfleischentzündung hat und deshalb nicht fressen kann.
Das war bei Skrållan so: sie kam aus diesem Notfallprogramm zu uns und hatte nach der Beschlagnahmung bereits acht Wochen in einer Tierpension hinter sich. Wir dachten, dort sei sie gut aufgehoben gewesen. Pustekuchen. Sie fraß überhaupt nicht, obwohl sie recht munter war, nicht ängstlich und noch dazu sehr mager, und der TA am Montag (sie kam Sonntag) stellte fest, daß sie vor Schmerzen nicht mehr fressen konnte. Ich war absolut schockiert über meine eigene Blindheit, weil sie gar keinen kranken oder beeinträchtigten Eindruck gemacht hatte.
Wir haben dann ncoh eine Weile gebraucht, um herauszufinden, daß sie auch nicht alles frißt, was so für Katzen üblich ist. Sie geht nur an bestimmtes Trockenfutter und an alles, was breiig ist.
Wenn Katzen bestimmtes Futter oder bestimmte "Zubereitungen" von Futter nie als eßbar kennengelernt haben (von Muttern oder Geschwistern), sind sie unter Umständen zu vorsichtig und fressen es nicht.
Serviere ihr dohc mal alles, was so denkbar ist: einen Löffel Joghurt Natur oder Sahne, Trockenfutter, etwas Thunfisch natur aus der Dose, ein paar Häppchen von verschiedenem Naßfutter, verschiedene Leckerlis, Pasten (besonders Nutrical vom TA oder Käsepaste vom Tierfuttersupermarkt. Acuh ein Stückchen Käse, notfalls auch etwas Wurst - ggf. kennt sie nur das als wirklich eßbar? Von allem aber nur überschaubar oder abgezählt viel, damit Du es kontrollieren kannst.
Solange sie aber trinkt und nicht fruchtbar mager ist, ist es nicht so schlimm, wenn sie ein paar Tage lang nichts oder kaum was frißt, sofern sie einigermaßen gesund ist.

Lasse haben wir auch aus diesem Bestand bekommen wie Skrållan, aber erst vor fünf Wochen, nachdem er schon bei Leuten untergekommen war. Dort vertrug er sich nicht mit dem Altkater. Da er sehr scheu war, sich nicht anfassen ließ und große Angst hatte, bin ich erstmla nicht mit ihm zum TA, ich wollte etwas abwarten. Laut den vorherigen Haltern war er kerngesund.
Ich hab es sehr bereut. Zuerst, als er uns mysteriöserweise ausbüxte und zwei Tage fort war. Er kam zum Glück wieder, ich bin dann sofort mit ihm zum TA und habe zu meinem Schrecken erfahren, daß er uns nicht nur eine mehrfache Katzenschnupfeninfektion mitgebracht haben muß (Smilla hatte sich schon vor seinem Verschwinden angesteckt), sondern es stellte sich auch heraus, daß er einen schwer vereiterten Backenzahn hatte, der ihm große Schmerzen bereitet haben muß. Außerdem war er - wohl aus Kostengründen - nicht ausreichend geimpft, d.h. das "komplett durchgeimpfte" Tier war nur ein einziges Mal (keine zur Grundimmunisierung notwendige Wiederholungsimpfung) und auch nur gegen Katzenchnupfen und -seuche geimpft. Nix Tollwut, nix Leukose, obwohl so angegeben.
Gut, das habe ich ja gesehen und erfahren, als ich ihn abholte, aber der Kerl tat mir so leid, daß ich ihn auf jeden Fall mitgenommen hätte. Ich hätte ihn aber auch erstmal trennen sollen bis nach dem Besuch beim TA.

Wenn es soweit ist und Du Mara zum TA bringen willst, geh das ganz ruhig an. Stell den Korb/Kennel auch mit einer kuscheligen Decke einfach so in den Raum, in dem sie wohnt, dann kennt sie ihn schon. Am besten aber vorher gut auswaschen, damit er nicht mehr nach Sammy riecht. Und dann etwas Baldrian reintropfen, das ist interessant.
Du kannst ihr auch etwas Baldrian ins Trinkwasser geben und, wenn möglich, auf die Pfote oder ins Fell tropfen.

Ganz allgemein wird eine ruhige Atmosphäre sicher viel helfen. Also möglichst keine lauten Geräusche, keine laute Musik, gedämpftes Licht, Rückzugsmöglichkeiten und viel Zuwendung, auch wenn das nur verbal stattfindet. Und gib ihr die Möglichkeit, sich in einem Raum für sich sicher zu fühlen/sicher zu werden. Wenn sie das nicht hat, kann es sein, daß sie nie aus ihrem Schneckenhaus herauskommt.

Nun hoffe ich, daß wir Dir helfen konnten und daß es bald besser wird. Und ich hoffe sehr, daß es Deiner Mara zumindest gesundheitlich soweit gut geht. Aber wenn Du Dir nicht sicher bist - auch wenn es noch so stressig wird für sie, ein TA-Besuch muß dann sein.

Fühl Dich gedrückt, und liebe Grüße,

Neckarhex
 

GIGI

Gast
Liebe Alberta!

Auch von mir ein herzliches Miao und viel Mitgefühl!

Ich habe am Wochenende gelesen, dass "essgestörte" Katzten Ihr Futter lieber essen wenn es mit Kräutern oder etwas Katzenminze bestreut wird?! Ausprobiert habe ich es allerdings noch nicht, jedoch fährt unser Casanova total auf Salbei und Liebstöckel ab - er knabbert mit vorliebe daran.

Vielleicht hilfts - ich (wir) drücke(n) Dir alle Däumchen und Pfötchen, damit es Deinem Findelkind wieder bald super geht.

Viele Grüße von mir und Casanova
 

Anonymous

Gast
Hallo Alberta,

wenn eine Katze sehr ängstlich und schüchtern ist, kann es schon mal vorkommen, dass sie bei einem Umzug mit Katzenzusammenführung nicht frisst. Ist ja alles auch recht aufregend für sie und sie wird unter Anspannung/Stress stehen, da mag man gar nicht fressen (das kennen wir ja auch, wenn wir aufgeregt sind, z.B. vor einem Bewerbungsgespräch, Prüfungen oder stressreiche Zeit, da kriegt man keinen Bissen hinunter). Es muss also nicht bedeuten, dass sie krank ist. Wenn ich an den kleinen Kater meiner Freundin denke, der war sowas von verängstigt als er zu ihr kam, hatte vorher auch schon schlechte Erfahrung gemacht, und als er neu kam, hatte er sich die ersten Tage nur zitternd verkrochen und tagelang nichts gefressen. Eine Woche hat er sich vor Angst nur von Sahne/Milch ernährt, die ersten drei Tage gar nichts. Sobald er aufgetaut war und sich mehr heraustraute, hat sich sein fressen dann normalisiert und die eine Woche Sahne-fasten hat ihm nicht geschadet, hat er ja hinterher alles wieder aufgeholt.

Nun auch wenn die Reaktion halbwegs normal (für ängstliche Katzen unter Stress) bzw. nachvollziehbar ist, allzu lange sollte sie nicht hungern. Deshalb versuch einfach alles mögliche, um ihr das Fressen schmackhaft zu machen. Z.B das Fresschen vorher warm machen, damit sich ein verführerischer Duft entwickelt, und alle möglichen Sachen, auf die Katzen so abfahren, ausprobieren, z.B. Tatar mit einem Löffelchen Joghurt, Katzenmilch, Thunfisch, Hefeflocken ins Futter gerührt, ein warmes duftendes Hähnchen usw. Leider hat da jede katze ihren eigenen Geschmack und da du Mara noch nicht so kennst, musst du da wohl etwas rumprobieren. Ich habe bei meinen Katzen gute Erfahrung mit einem warmen, gebratenen Hähnchen vom Imbissstand gemacht, das hat einen tollen Duft, die gewürzte Haut entfernen oder abwaschen, und ein paar Stückchen davon einfach mal anbieten. Vielleicht fährt sie auch auf Fischgeruch ab, dann könntest du auch ein bißchen Fischöl ins Futter geben, das ist hochwertig und gut bei Verstopfung.

Es ist ja nur vorrübergehend bis Mara's Anspannung sich gelegt hat und sie wieder normalen Appetit entwickelt. Den Fressnapf würde ich dann in die Nähe ihres Verstecks stellen und abwarten, vielleicht frisst sie auch erst nachts, wenn alle schlafen und es in der Wohnung still ist.

Und die Bachblüten sind in der Tat nicht sehr nahrhaft, aber sie können Mara helfen, dass ihre Angst, Anspannung sich legt und sie sich etwas mehr traut und wieder Appetit entwickelt.
Empfehlen kann ich da

Rock Rose-->hilft gegen Panik, Schrecken, Anspannung aller Art, hilft das die Katze etwas gelassener wird.
Star of Betlehem--> hilft bei großem Schrecken, Traumata, großen seelischen Belastungen, egal wie lange sie zurückliegen (du weißt ja nicht, was Mara alles erlebt hat), hilft der Katze, das sie sich besser neu orientieren kann.
Mimulus--> hilft bei konkreten Ängsten, z.B. Angst vor der neuen Umgebung und vor Sammy oder euch, hilft der Katze mutiger zu werden, Honeysuckle--> ist ein Seelentröster, wenn die Katze mit neuen Umständen nicht gut klar kommt, sich zurückzieht und trauert.
Diese Mischung müsste ganz gut für Mara sein, Dosierung, Zubereitung kennst du ja schon.

Das größte Problem wird sein, wie die Tropfen in die Katze hinein bekommen. Erstmal kannst du tgl. 16 Tropfen in ihren Trinknapf geben (wenn Sammy versehentlich davon mittrinkt ist das überhaupt gar nicht schlimm). Da Mara aber den gesamten Wassernapf nicht austrinken wird, ist das zuwenig. Du kannst versuchen ihr vier Tropfen auf Leckerli in der Hand hinzuhalten, manche Katzen fahren regelrecht auf mit Bachblüten präparierte Leckerlis ab und schlecken die bereitwillig. Wenn du ihr Fresschen hinstellst, da natürlich auch vier Tropfen drauf tun. Wenn du sie schon berühren/streicheln kannst, könntest du die Tropfen auch auf ihr Köpfchen reiben, oder du gibst vier Tropfen auf ein bißchen Paste, die du ihr aufs Pfötchen schmierst. Jedenfalls müsste sie viermal am Tag irgendwie vier Tropfen bekommen, an den ersten zwei Tagen könnte das sogar mehrmals am Tag sein.
Vielleicht schleckt sie ja auch ein bißchen Sahne gleich weg, da kann man prima vier Tropfen reingeben. Für den Notfall kann es ja auch ruhig mal gezuckerte Kondensmilch sein, ist zwar mega ungesund, aber für den Notfall und für den ersten Tag mal (als einmalige Sache), da wird das schon nicht schaden, Hauptsache sie nimmt erstmal irgendwie die Tropfen auf und nimmt überhaupt erstmal was zu sich.

Noch brauchst du keine Panik zu haben, drei Tage mal hungern, das hab ich bei ängstlichen Katzen bei einem Besitzerwechsel schon erlebt, zumindest hat sie ja schon ein wenig Zanderfilet bekommen, also ihre Verdauung ist ja nicht völlig im Stillstand. Irgendwann wird der Hunger sie auch übermannen, dann ist es wichtig, das leckere Sachen gleich in ihrer Reichweite stehen. Und wenn sie halt nur das Zanderfilet angerührt hat, dann gibt es eben die ersten Tage nur Zanderfilet, ist doch nur vorrübergehend für die ersten Schreckenstage.

Ich drücke alle Daumen für die kleine Mara, dass sie sich bald etwas entspannt und ihre Angst überwinden kann.
 

SilviaHunger

Registriert seit
02.10.2002
Beiträge
753
Gefällt mir
0
Hallo Alberta,

warum die Katze sich so verhält (hat sie Schmerzen? Ist sie sonstwie krank? Ist's die Psyche - fremde Umgebung, fremder Kater, kein Freigang?) kann man ja anfangs nie genau sagen. Aus der Entfernung schon gar nicht. Ich würde aber auch denken, wenn das zwei drei Tage so weitergeht, dass sie gar nicht frißt, dann (irgendwie) ab zum TA.

Was die Nahrungsaufnahme angeht: Hochkalorische Nutri-Cal-Paste? Oder irgendne andere - z.B. Multi-Vitamin von Gimpet? Damit sie überhaupt was zu sich nimmt. Hast Du Ihr schonmal Frischfleisch vor die Nase gehalten? Ein bisschen Hühner- oder Rinderherz oder Rinderhesse (oder auch gekocht)? Bedenklich finde ich auch eher, dass sie bei dem wenigen Fressen kaum Wasser kriegt. Ich würde es auch mit nem "Drink" versuchen: Wasser mit Yoghurt oder Kefir oder Quark verrührt. Vielleicht schlabbert sie das. Oder ggf. laktosefreie Katzenmilch mal probieren?

Mehr kann ich leider auch nicht raten. Ist ja auch traurig für Dich , dass sich der Anfang so schwierig gestaltet. Aber Kopf hoch, das wird noch. Ich drücke die Daumen.

Viele Grüße,

Silvia
 

linda

Registriert seit
20.01.2003
Beiträge
152
Gefällt mir
0
Hallo Alberta!

Mein Kätzchen ist ja auch ein kleiner Schisser, allerdings in viel geringerem Ausmaß. Da ich auch grade erst das Problem in Angriff nehme kann ich dir auch noch nix raten, aber ich will dir ganz viel Mut und Geduld wünschen! Es wird bestimmt gut!
Und wenn ich weiß, was man machen kann, dann sag ich dir auf alle Fälle Bescheid!

Liebe Grüße, LInda
 

Alberta

Registriert seit
28.01.2003
Beiträge
753
Gefällt mir
0
Hallo Ihr Lieben,
da kann man mal sehen, was Euer Daumendrücken so bewirkt!!! Mara hat gefuttert, nein, ehrlich gesagt hat sie wie ein kleines Schweinchen geschlungen. Heute bin ich erstmal losgezuckelt und habe Bachblüten nach Wolkes Empfehlung geholt und eine ganze Kollektion an Pâtés, Dosen und Döschen, Tüten und so weiter. Ich war in 3 unterschiedlichen Läden und habe z.Zt. ein Futterangebot zuhause, da wird mancher Supermarkt neidisch.
Bei Winston feine Lachs Pâté mit Garnelen von Rossmann war das Eis gebrochen und das als ehemalige Strassenkatze. Somit bekommt sie Futter und Bachblüten in den Bauch. Sammy gönnt ihr alles, bis auf die Aldileckerlis, die sind wohl exclusiv für ihn. :P
Anfassen kann ich die Kleine nicht, sie ist extrem scheu, aber sie hatte vorhin an meinem Finger geschnuppert - das ist doch ein Anfang, zu einer Berührung fehlten da ca. 3mm.
Wenn jemand von Euch Erfahrungen mit sehr scheuen Katzen, vielleicht auch ehemaligen Streunern, gemacht hat, da bin ich wirklich sehr neugierig.
Erstmal erleichterte Grüsse, Alberta
 

Anonymous

Gast
Hallo Alberta,

das ist aber schön! Wie bin ich froh, zu hören, daß Mara futtert!

Ich habe Dich durch mein Posting vielleicht etwas erschreckt. Aber mir steckt der Schrecken, gleich bei zwei gesund aussehenden Tieren nicht erkannt zu haben, daß sie alles andere als gesund sind, bis heute in den Knochen.

Was die sehr scheuen Katzen anbetrifft: wir hatten ganz früher mal einen extrem änstlichen und scheuen Kater vom Bauernhof. Er hat die ersten drei Monate unter der Werkbank meines Vaters verbracht und kam nur nachts, wenn sicher alle schliefen, zum fressen in die Wohnung. Ich weiß nicht mehr genau, was meine Mutter alles gemacht hat, ich war erst zehn oder so. Aber er wurde zum größten Schmuser, den wir jemals gehabt hatten (unsere, also meines Mannes und meine, Katzenbagage heute mal ausgenommen :wink: )
Scheue Katzen brauchen unendlich viel Zeit und Geduld, irgendwann kommt jede mal an. Manche bleiben immer sehr scheu, aber die meisten suchen irgendwann Menschennähe, und bei Deiner Mara sieht es ja jetzt schon danach aus.
Und ich möchte noch mal betonen, daß es besonders für ängstliche und scheue Katzen sehr wichtig ist, daß sie sich in einem bestimmten Raum oder Bereich erst einmal sicher fühlen lernen, und daß dieser ihnen für die ersten Tage alleine gehören sollte, ohne andere Katzen.

Viele Grüße,

Neckarhex
 

Anonymous

Gast
Bei Winston feine Lachs Pâté mit Garnelen von Rossmann war das Eis gebrochen und das als ehemalige Strassenkatze.
:lol:
Toll, sie hat gefressen :D , na ging ja schneller, als ich dachte. Sag ich doch, das sie irgendwann der Hunger übermannt, und dann wird reingehauen, was das Zeug hält. Wie gesagt, der scheue Kater meiner Freundin, hatte eine Woche gebraucht, danach hat er aber auch reingehauen und alles wieder aufgeholt.
Jetzt hoffe ich mal, dass die Bachblüten ihr übriges tun und Mara so langsam aber sicher Vertrauen fasst. Kann aber noch eine Weile dauern, bis sie sich anfassen lässt, also nicht verzagen und mutlos werden, irgendwann wird es soweit sein, dass sie euch vertraut und mit euch schmust, kann aber wirklich Wochen dauern.

Wenn jemand von Euch Erfahrungen mit sehr scheuen Katzen, vielleicht auch ehemaligen Streunern, gemacht hat, da bin ich wirklich sehr neugierig.
Ja wie schon erwähnt war der Kater meiner Freundin ein besonders schwieriger Fall, extrem ängstlich und panisch. Wir haben ihn bei einem Alkoholiker rausgefischt (jedenfalls war die Wohnung voller Alkflaschen), der aus irgendwelchen Gründen seine Maine Coon Katze schwanger werden ließ. Was ihm da als Welpe passiert ist, können wir nur mutmaßen. Jedenfalls war er so panisch, das er, wenn jemand auf ihn zuging, die Wände hochsprang und sich in der Tapete festkrallte 8O . Es hat Wooooochen gedauert, ehe er uns einigermaßen vertraut hat. Dabei haben ihm sehr die zwei anderen Katzen geholfen, zu denen er viel schneller Zugang fand. Die Katzen haben sozusagen als Vorbild fungiert, er hat also an ihnen beobachtet, das überhaupt nichts schlimmes passiert, wenn die Menschen Katzen streicheln, und hat gesehen, wie sie immer zu uns zum spielen und schmusen kamen. Das hat er sich eine Weile mit angeschaut. Außerdem war das Schlafzimmer seine Zone, es durfte also niemand (die Kinder, Besuch) weiter ins Schlafzimmer gehen, dort hatte er einen ruhigen Rückzugsort, in dem er auch sicher war, wo auch der Tageslärm nicht hinkam. Wochenlang hat er unter dem Bett gewohnt, aber der Platz war ideal, weil er nachts mitbekam, wie die anderen beiden Katzen zu meiner Freundin ins Bett kamen und dort rumschnurrten. Tja und irgendwann war es dann soweit, da kam er ganz vorsichtig auch ins Bett gekrabbelt. Es hat dann zwar noch 'ne ganze Weile gedauert bis er das Schlafzimmer verließ und die restliche Wohnung in Beschlag nahm, aber das Eis war gebrochen.
Das ganze ist letztes Jahr im Oktober passiert, heute nun, ein halbes Jahr später, ist er der Boss in der Wohnung (von Ängstlichkeit keine Spur mehr), spielt Chef über die anderen beiden Katzen und schläft mit bei den Kindern, ja liegt sogar im Kinderzimmer, wenn die Kinder laut rumtoben. Bei fremden Leuten/Besuch ist er zwar immer noch ängstlich und verkrümelt sich erstmal, aber ansonsten ist er frech wie Oscar.
 

Aristo

Gast
Hallo Alberta,

schön, dass es vorwärts geht!
Für das Vertrauen zu Dir kann ich nur wiederholen, was Wolke geschrieben hat: Geduld, Geduld und nochmals viel Geduld!
Mäuschen war auch so eine vorsichtiger Kandidatin, die nach dem ersten Erkundungsgang drei Tage hinterm Fernseher gewohnt hat. Ich habe mich dann einfach ruhig mit einem Buch auf die Couch gesetzt und siehe da, irgendwann kam das Näschen, mit einer Katze hintendran, um die Ecke :-) Ich habe sie nicht gedrängelt, dass ich sie streicheln will (obwohl es mich in den Händen gejuckt hat ;-) ), aber sie kam dann ganz von allein zum Schmusen auf die Couch. Und das, obwohl sie sonst so schreckhaft und vorsichtig war und teilweise noch ist. Wer weiß, was die Kleine erlebt hat vor unserer Zeit?

Ich drücke Dir weiter die Daumen, der Anfang ist ja nun gemacht :-)
 

Myre

Gast
Hallo Alberta

Glückwunsch zum kleinen Vielfraß. Ich kann deine Erleichterung nachempfinden. Mit guten Ratschlägen zu scheuen Katzen kann ich nicht dienen, da ich nie den Mut hatte, eine Tierheimkatze zu holen (also Hut ab) und meine Katzen bis jetzt ganz zutraulich waren und sind.

3 1/2 Tage ist aber noch eine sehr kurze Zeit, besonders für eine erwachsene Katze, die nicht nur schönes erlebt hat. Sie wird sich dir nach und nach nähern, denke ich. Die Beziehung zwischen Katzen und ihren Dosis entwickelt sich nach meiner Erfahrung ein ganzes Leben lang, sodaß, auch wenn sie dir lange Zeit enttäuschend scheu vorkommen sollte, selbst nach Jahren noch Fortschritte zu erwarten sind.

Dass anfassen muss ja übrigens auch nicht der Höhepunkt der Katzenhaltung sein. Viele Katzen lieben es total, wenn man einfach liebevoll mit ihnen spricht. Die beiden Kater in meinem Leben waren/sind keine Schoßkatzen, dafür um so "gesprächiger" und sehr, sehr gesellig.
 

Kathy

Registriert seit
22.08.2002
Beiträge
2.227
Gefällt mir
0
Hallo, Alberta!
Mein Oskar ist ja auch ein Fundtier-keiner weiß ob Straßenkater oder mit Familie ausgesetzt. Er lebte auch viele Tage in unserem Gästezimmer und versteckte sich unter einer riesigen Truhe... Bei ihm brach nach und nach das Eis über das Spiel. Mit einer Spielangel bekam ich ihn neben viel sprechen und anblinzeln dazu, mir ein wenig zu vertrauen.
Die BB haben meiner Meinung nach auch eine Menge bewirkt!
Er ist zwar immer noch sehr ängstlich Menschen gegenüber aber mit seiner Busenfreundin Whoopi ist er ein selbstbewustes Katerchen wie es im Buche steht!
Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit für dich, ihr Vertrauen zu gewinnen.
 

SilviaHunger

Registriert seit
02.10.2002
Beiträge
753
Gefällt mir
0
Hallo Alberta,

na das ist ja eine schöne Nachricht. :lol: :lol: :lol: Der Hunger machts möglich, was? :lol: :lol: :lol: Bestimmt fasst sie jetzt bald mehr vertrauen, wenn sie merkt, dass ihr nur Gutes geschieht.

Viel Spaß mit den beiden :!: :!: :!: Gruß,

Silvia
 

linda

Registriert seit
20.01.2003
Beiträge
152
Gefällt mir
0
Hallo Alberta!

Ich freu mich auch, dass Mara jetzt frisst... Einen Tipp zum Thema scheu sein: Bei meiner Pauli muss ich, grade wenn sie frisst, sehr darauf achten, dass sie durch nichts gestört wird, da ist manchmal schon das kleinste Geräusch Auslöser zum weglaufen. Also noch mehr, als das bei Katzen sowieso nötig ist auf ruhige Bewegungen und ruhiges Sprechen und vor allem Geräuscharmut achten.

Grüße, Linda
 
Thema:

Ach je...

Ach je... - Ähnliche Themen

  • Ach, was könnte mit ihm sein?

    Ach, was könnte mit ihm sein?: Einige von euch wissen ja, dass vor etwa einem Monat unser Kater plötzlich verstorben ist. Manchmal war ich im TH und habe mich nur in ein Zimmer...
  • Zwei Herzen, ach, in meiner Brust...

    Zwei Herzen, ach, in meiner Brust...: Hallo ihr lieben, folgende Situationen spielen sich hier regelmäßig ab: Pattex-Katze Lini (heißt so, weil sie am liebsten den ganzen Tag an mir...
  • Ach ja, die Teppiche

    Ach ja, die Teppiche: Hallo zusammen! Ich habe heute mal eine Frage an euch. Wenn unser Kater über einen Teppichläufer oder über eine Badematte laufen möchte, dann...
  • ach die gute gute Mieze

    ach die gute gute Mieze: Vor einigen Tagen brachten unser Tiger eine Maus geschleppt, die dann stundenlang bespielt wurde. In einem unbeobachteten Moment war das Mäuschen...
  • Ähnliche Themen
  • Ach, was könnte mit ihm sein?

    Ach, was könnte mit ihm sein?: Einige von euch wissen ja, dass vor etwa einem Monat unser Kater plötzlich verstorben ist. Manchmal war ich im TH und habe mich nur in ein Zimmer...
  • Zwei Herzen, ach, in meiner Brust...

    Zwei Herzen, ach, in meiner Brust...: Hallo ihr lieben, folgende Situationen spielen sich hier regelmäßig ab: Pattex-Katze Lini (heißt so, weil sie am liebsten den ganzen Tag an mir...
  • Ach ja, die Teppiche

    Ach ja, die Teppiche: Hallo zusammen! Ich habe heute mal eine Frage an euch. Wenn unser Kater über einen Teppichläufer oder über eine Badematte laufen möchte, dann...
  • ach die gute gute Mieze

    ach die gute gute Mieze: Vor einigen Tagen brachten unser Tiger eine Maus geschleppt, die dann stundenlang bespielt wurde. In einem unbeobachteten Moment war das Mäuschen...
  • Top Unten