AB beim Züchter ja oder nein?

Diskutiere AB beim Züchter ja oder nein? im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Hallo, ich finde diese Diskussion sehr interessant. Ich persönlich bin kein Freund von permanenten Antibiotikagaben - bisn aber sehr froh, dass...
Stipsie2000

Stipsie2000

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Hallo,

ich finde diese Diskussion sehr interessant.

Ich persönlich bin kein Freund von permanenten Antibiotikagaben - bisn aber sehr froh, dass es das gibt.

Ich hatte, bis ich im vergangenen Dezember die Mandeln entfernt bekommen habe, locker 6-9 mal im Jahr eitrige Mandelentzündungen - ergo genauso
oft Antibiotikaeinnahme. Ohne Antibiotika hätte ich permanent flachgelegen.

Grundsätzlich finde ich es gut, wenn ein Züchter (nicht Vermehrer) Antibiotika im Hause hat. Ich gehe in diesem Fall aber auch davon aus, dass es im Notfall verabreicht wird und dass, wenn auch keine medizinische Ausbildung vorhanden ist, zumindest Erfahrungen vorliegen.
Das heißt eben auch, dass die Medikamente nicht bei einem winzigen Niesen sofort in das Lebewesen gestopft werden.

Das hat für mich nicht zwingend etwas mit der medizinischen Ausbildung zu tun, sondern mit Bildung durch Erfahrung, belesen und ja, auch ein bissl mit gesundem Menschenverstand.

Und das traue ich einem erfahrenen Züchter zu. Und sofern dieser sich das auch zutraut und im Idealfall eben mit einem guten TA in Kontakt steht, um evtl. Fragen telefonisch zu erörtern, wenn er sich vielleicht doch unsicher ist - umso besser.
 

Nickl

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hallo,

Davon abgesehen gehen Resistenzen außerhalb von Krankenhäusern gegen Null. Das ist ein reines Kliniks-Problem.

wie ist das hiermit zu vereinbaren?


http://www.bfr.bund.de/cm/343/frage...tibiotika-einsatzes-in-der-tierproduktion.pdf


http://www.bfr.bund.de/cm/343/aktue...problem_aus_veterinaermedizinischer_sicht.pdf


mich würde das interessieren, da ich hier bei meinen Medizinern, sei es Human- oder Veterinärmediziner auch immer auf unterschiedliche Meinungen stosse


und warum wird über das Tierärztliche Dispensierrecht diskutiert?




Wem geben wir denn jetzt Deiner Meinung nach ein AB. Totkranken Katzen schon mal nicht und schon gar nicht rechzeitig. Was muß man denn erleiden um Deiner Meinung nach eines ABs würdig zu sein?


das habe ich mich damals auch gefragt...


aus meiner Familie wäre damals fast jemand an einer postoperativen Infektion gestorben, da die Ärzte wissentlich trotz vorliegendem Antibiogramm erst tagelang mit einem als resistent gekennzeichneten AB therapiert haben, da das einzige als sensibel gelistete AB ein Reserve-AB war.Die Therapie wurde nur auf Beschwerde hin umgestellt.


Mein Kater bekam nach einer vergleichbar ähnlich schweren Op bereits beim ersten Fieberschub sofort eine Dreifachantibiose.


somit ist mir die Notwendigkeit von AB`s durchaus bewusst. Allerdings auch nicht um jeden Preis, wie ich es leider auch schon von einem früheren TA erlebt habe.

Aber um auf das Thema Züchter und AB zurückzukommen

Deine Horrorvorstellungen hat überhaupt niemand verbreitet. Aber mir ist ein Züchter lieber, der ein Notfall-Ab zur Hand hat, als einer der beim sterben zusieht.
ich denke, ihr habt beide recht. Ihr betrachtet es in meinen Augen aus zwei völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. Z.B. eine akute Notsituation und AB-Gabe generell bei, nennen wir es mal "kleinen Wehwehchen"

Das ist wie schwarz und weiss, dazwischen ist es grau.

lg
Silvia


 

Nishiki

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Da gehts um die Landwirtschaft und nicht um geliebte Heimtiere oder Menschen. Teilweise wird da vorbeugend behandelt oder um das Wachstum zu beschleunigen. Das macht ja keiner bei Heimtieren.


Bakterien haben einfach das Problem, daß sie resistent gegen ABs sein können. Und das schon immer, nicht erst seit der Erfindung von ABs. Selbst in Jahrmillionen alten abgeschlossenen Bakterienkulturen konnten Resistenzen nachgewiesen werden. Das gehört zu diesen "Tierchen".

Ein AB wirkt deshalb nicht immer, aber meist. Das ist doch mit jedem Medikament so. Ohne die Erfindung von ABs wäre uns gar nicht aufgefallen. Wir wären gleichmäßig an resistenten und nicht-resistenten Keimen gestorben.

aus meiner Familie wäre damals fast jemand an einer postoperativen Infektion gestorben, da die Ärzte wissentlich trotz vorliegendem Antibiogramm erst tagelang mit einem als resistent gekennzeichneten AB therapiert haben, da das einzige als sensibel gelistete AB ein Reserve-AB war.Die Therapie wurde nur auf Beschwerde hin umgestellt.
Und genau so hauen sich manche die Krankenhaushütte mit resistenten Keimen voll. Dort wird sich Dein Angehöriger den Keim auch geholt haben, wenn das da immer so läuft. Das Antibiogramm gilt natürlich ab dem Zeitpunkt ab dem es da ist und dann stellt man um. Das ist gar kein Problem. Vorher kann man aber wirklich nur raten.
Wenn man ganz viel Pech hat, bekommt man allerdings gar kein Antiobiogramm.


Bei Wehwehchen braucht keiner ein AB, das ist klar. Wird aber oft genug verschrieben. Manchmal auch weil Wochenende ist und niemand weiß wie es einen Tag später aussieht. Da ist eine Verschreibung mit den Worten "wenn es schlimmer wird, dann geben Sie das" deutlich geschickter.

Babys (Menschen wie Katzen) sind allerdings sehr viel schneller totkrank als ein Erwachsener. Daß Züchter oder auch Tierschützer sich mit ABs ausrüsten, wenn sie es mit Babys zu tun haben, ist völlig richtig. Wertvolle Zeit muß man nicht verplempern. Und wenn ein Züchter mal daneben liegt, liegt er auch nicht öfter als ein TA daneben. Chloramphenicol ist erst mal Standard bei Kitten die abnehmen.
Die Züchter werden das sicher nicht auf dem Schwarzmarkt bezogen haben, sondern beim TA mit entsprechender Einweisung und Einigkeit.

Daraus einen AB-Skandal konstruieren zu wollen ist nicht sinnvoll und vermeidet auch keine einzige Resistenz, denn ein septisches Kitten wird wohl keiner zuerst zerlegen um ein Antibiogramm zu machen.
 

MarlonLilly

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Hallo ,

auch ich finde das Thema sehr interessant.
Ich selbst habe für mich vor einiger Zeit immer Antibiotika im Haus gehabt , ich habe chronisch mit den Nasennebenhöhlen zu tun und leider kommt es meist am Wochenende und wird innerhalb weniger Stunden (meist über Nacht) so schlimm das mit das Trommelfell reißt. Wenn ich rechtzeitig AB nehme kann ich genau das verhindern , also hatte ich immer etwas da.
Das gleiche bei einem Familienmitglied , sie hat immer und immer wieder eine Sepsis im Arm (bedingt durch fehlende Lympfknoten etc.) natürlich auch immer am Wochenende , es kommt so schnell und ist so verdammt gefährlich wenn man nicht sofort dagegen angeht mittels AB , so das ich auch in diesem Fall meistens dafür Sorge das Ab im Haus ist.

Resistenzen kenne ich auch , ich musste irgendwann mal das Ab wechseln weil es einfach nach der 6. Anwendung nicht mehr anegschlagen hat , aber zum Glück gibt es ja genug.
Das selbe nun auch bei dem Familienmitglied , nach dem etwa 8. mal wirkt es nicht mehr , so das nun ein anderes an der Reihe ist.

Damit es nicht ganz so OT ist , unsere Vorsitzende von der Katzenhilfe die ebenfalls häufig (Tierschutz)Kitten grosszieht hat auch eine halbe Apotheke im Haus , unter anderem auch Antibiotika. Das finde ich auch soweit okay , weil sie es ganz bestimmt nicht unnötig einsetzt , sondern nur dann wenn wirklich Not am Mann ist und ich schätze sie so ein das sie durchaus genügend Erfahrung hat um zu wissen wann es nötig ist und wann nicht. Wenn möglich wird das ganze auch mit dem Ta zuvor abgesprochen , wenn nicht wird sie dort trotzdem sobald es geht vorstellig.
Also grundsätzlich finde ich es okay , vorausgesetzt man ist wirklich in der Lage es einzuschätzen wann es wirklich nötig ist und wann nicht. Ich habe für meine Katzen keinerlei Antibiotika im Haus und traue mir auch nicht zu , da immer richtig zu entscheiden , für meinen Teil würde ich mich da besser fühlen wenn ein Ta sich das zuerst anschaut.
 

cjh27

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Hmm,

ein schwieriges Thema.

Das Thema Resistenzbildung hat für mich viel mehr mit dem massenhaftem Gebrauch in der Massentierhaltung zu tun als darum, ob man einem einzelnem Kitten ein AB gibt.

Insofern finde ich es OK wenn auch nicht völlig unproblematisch, wenn sich ein erfahrener Züchter/Tierschützer bei einem erwartetem Wurf vorsorglich ein Antibiotikum besorgt und es im Notfall (!) auch ohne Tierarzt gibt. Sofern ein Tierarzt erreichbar ist sollte die AB Gabe mit diesem abgesprochen werden.

Wie schon geschrieben wird sich derjenige das AB dann in der Regel durch den Tierarzt bekommen haben. Da wird es dann auch verschiedene Tierarzttypen geben: solche, die fast jedem ein Antibiotikum mitgeben würden als auch welche, die sich sehr genau anschauen, wem sie ein AB mitgeben.

Als problematisch sehe ich hier fast schon etwas anderes an: Der Tierhalter muß in der Lage sein, andere Probleme erkennen zu können.

z.B: wird eine AB-Gabe nicht viel helfen, wenn ein Kitten eine schwere Gaumenspalte hat oder zu sehr unterentwickelt ist.

Ich hätte da die Angst, dass ein Kitten Antibiotikum bekommt - obwohl es eigentlich hätte eingeschläfert werden sollen damit es nicht weiter leiden muß.

Christine
 

dagi

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Viele Resistenzen entstehen bestimmt auch durch unsachgemäßen Gebrauch von AB.
Diese müssen zwingend einige Tage länger eingenommen werden, als die Erkrankung "erkennbar" ist.
Und ich höre doch auch öfter mal, daß eben nicht konsequent die Dauer und Dosierung eingehalten wird.

Schon benannt wurde der "vorsorgliche" Einsatz in den "Fleischfabriken".

Für mich selber kann ich abzählen, wie oft und wieviel AB ich in meinem Leben bekommen habe...
Ich habe aber auch schon von "Vertretungsärzten" mitbekommen, wie bei einem Schnüpfchen mal eben AB verschrieben werden.
Und ich bin felsenfest der Überzeugung, daß es diese leichtfertige Verschreiberei ist, ebenso wie leichtfertiger Umgang oder "vorsorglicher" Umgang.

Ähnlich geht es in TA-Praxen zu.
Es gibt TÄ, die schreiben -je nach Mode- und egal welche Krankheit mal flugs ein AB auf.
Funktioniert aber nicht bei viralen Sachen, und aufgrund der Vorerkrankungen, sollte man (bestenfalls TA und Tierhalter gemeinsam) schon genauer abwägen welches Mittel wie in die Katze kommt.

Antibiogramme kennt doch der gewöhnliche Tierhalter nicht wirklich, vielen ist schon der eine Besuch beim TA fast zu viel.

Allerdings habe auch ich von unserer Praxis AB mitbekommen, als es meinen Tieren schlecht ging. Jeweils in Absprache, und, wenn möglich (Zeitfaktor), nach den Angaben des Antibiogramms.
Leichtfertig fände ich, z.B. bei einer schweren Augeninfektion
a) zu warten
b) die Behandlung auch nur um einen Tag zu verkürzen, weil Miez grad das AB nicht will.
Einer der Gründe, warum ich lieber noch mal den TA löchere und eventuell die letzte Dosis noch mal nach besorge (wenn Katz die Pille ausgespuckt hat).


Es gibt einfach Unterschiede an Krankheiten.
Es gibt u.a. die einfache Nebenhöhlenentzündung, da braucht es kein AB
und dann gibt es die schwereren Verläufe, da sollte tunlichst schnell ein passendes AB gegeben werden.
Die Unterschiede sollte ein Arzt erkennen.
Allerdings denke ich auch, daß (wie erwähnt) auch ein Patient nach dem x-ten Male weiß: ...ohoh, jetzt wird es aber Zeit.

Dabei sollte auch der jeweilige Arzt den Patienten kennen, da auch oft genug Patienten unterwegs sind, die eben einfach gerne "Was" verschrieben bekommen.

Ich denke, bei verantwortungsvollem Einsatz, mit Rücksprache und Erfahrungswerten ist sicherlich ein AB-Einsatz auch von Nicht-Medizinern weniger ein Problem,
als Max Mustermann eines mitzugeben, der es dann unsachgemäß verwendet.

Als Beispiel dazu: vor einigen Monaten bekam eine ältere Dame wegen starker Schmerzen und Hautrötungen Schmerzmittel, Spritzen und AB...Diagnose: irgendwelche Viren vermutlich (der behandelnde Arzt weiß bis heute nicht, was es war. Könnte eine Form von Gürtelrose gewesen sein). Die ältere Dame hat aber das AB nur ganze zwei Tage überhaupt genommen, und die Schmerzmittel (ohne den Arzt zu fragen) nach gutdünken eingenommen::?

Bei solchen Beispielen, denke ich, daß AB beim verantwortungsvollen Züchter wesentlich besser aufgehoben sind.

Ich sehe in dem Fall, wegen dem dieser Beitrag began, keine Leichtfertigkeit im Umgang, sondern eher eine lebensnotwenige "Erstversorgung".
Wenn ich nun bedenke, daß die Erstversorgung durch eine medizinisch involvierte Person geschieht, dann ziehe ich den Hut vor der Einsatzbereitschaft ein Leben zu retten.
 

Elmo

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Hallo Christine,

Das Thema Resistenzbildung hat für mich viel mehr mit dem massenhaftem Gebrauch in der Massentierhaltung zu tun als darum, ob man einem einzelnem Kitten ein AB gibt.
wie bereits erwähnt würde ich meinem Kitten auch ein Antibiotikum geben, um es zu retten (nicht dass hier der Eindruck entsteht ich hätte was gegen ABs - sie sind sehr wertvoll in meinen Augen), aber ich denke dennoch, dass durchaus auch der unkritische Antibiotikumgebrauch im Heimbereich (sei es an Mensch oder an Haustier) einen guten Teil zur Resistenzbildung von Antibiotika beiträgt.
Es ist zwar derzeit "in" das alles auf die Tiermast zu schieben, aber dennoch ist eine sehr wichtige Ursache der "Heimbereich".
Das steht hier beispielsweise auch so (ich hoffe mal das der Artikel nicht von Ratten-Eingeweidelesern geschrieben wurde, ist ja nicht ganz abwegig):

"...Eine wichtige Ursache für die zunehmende Resistenzentwicklung ist die unkritische Verschreibung von Antibiotika in der Humanmedizin. Häufig werden Antibiotika bei viralen Infektionen (vor allem bei Atemwegsinfektionen) verordnet, obwohl diese nur bei bakteriellen Infektionen wirksam sind.45,54 D. h. Antibiotika werden häufig ohne
gesicherte Indikation und ohne vorausgehende Diagnostik eingesetzt, z. T. auch weil Patienten gezielt nacheinem Antibiotikum fragen. ..."

(Quelle: DART Deutsche Antibiotika- Resistenzstrategie Herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit,gemeinsam mit
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Daher ist es auch folgerichtig, dass der Gesetzgeber insofern einen Riegel vorgeschoben hat als dass jedes Antibiotikum heutzutage verschreibungspflichtig ist um da zumindest theoretisch einen Riegel vorzuschieben.

Und man sollte sich schon fragen, ob "wir Züchter" nur weil wir Katzen vermehren nun besser geeignet sind als Ärzte zu entscheiden wann welches AB angezeigt ist, wenn die Ärzte das schon nur unzureichend hinbekommen.

Insofern finde ich es OK wenn auch nicht völlig unproblematisch, wenn sich ein erfahrener Züchter/Tierschützer bei einem erwartetem Wurf vorsorglich ein Antibiotikum besorgt und es im Notfall (!) auch ohne Tierarzt gibt. Sofern ein Tierarzt erreichbar ist sollte die AB Gabe mit diesem abgesprochen werden.
Und ab wann ist man wohl erfahren genug um das Zeugs schon im Vorfeld zu bekommen?

Ich fand das Beispiel mit den antibiotischen Augentropfen ganz gut. Ich hab davon tatsächlich auch welche zu Hause, die sind noch übrig. Die waren auch schon hier als neulich eine Katze ein "dickes Auge" hatte, es handelte sich nämlich um einen Rest. Trozdem hab ich dann das "dicke Auge" nicht einfach mit den vorhandenen Augentropfen behandelt (so harmlos die nun auch sein mögen) sondern bin mit Katz zum TA gefahren und habe meinen TA schauen lassen, ob vielleicht eine Hornhautverletzung bei dem Auge vorliegt. Das kann man nämlich nicht unbedingt mit blossem Auge erkennen - und daher finde ich persönlich das total wichtig, dass mein TA mit Kontrastmittel und Speziallicht das genau anschaut bevor irgendwas in ein Katzenauge reingetropft wird. Danach hab ich dann den Rest aufgebraucht, aber nicht vorher.
Das macht doch irgendwie auch Sinn, oder?

Wie schon geschrieben wird sich derjenige das AB dann in der Regel durch den Tierarzt bekommen haben. Da wird es dann auch verschiedene Tierarzttypen geben: solche, die fast jedem ein Antibiotikum mitgeben würden als auch welche, die sich sehr genau anschauen, wem sie ein AB mitgeben.
Ein guter Tierarzt wird mit Sicherheit nicht einfach "irgendwem" ein Antibiotikum mitgeben, und ich persönlich würde zu so einem TA auch nicht gehen wollen.

Als problematisch sehe ich hier fast schon etwas anderes an: Der Tierhalter muß in der Lage sein, andere Probleme erkennen zu können.

z.B: wird eine AB-Gabe nicht viel helfen, wenn ein Kitten eine schwere Gaumenspalte hat oder zu sehr unterentwickelt ist.

Ich hätte da die Angst, dass ein Kitten Antibiotikum bekommt - obwohl es eigentlich hätte eingeschläfert werden sollen damit es nicht weiter leiden muß.
Ich finde das ist ein ganz wichtiger Punkt. Nicht nur bei Kitten, sondern bei jeder eigenmächtigen Medikation.
Wie schnell kann man sich als Laie in etwas verrennen und/oder wichtige Dinge übersehen. Ich hab schon erlebt, dass eine unerfahrene Tierärztin bei einer Stute eine Mastitis übersehen und statt dessen auf Beinbruch behandeln wollte....
Daher hätte ich gerne, dass ein guter und erfahrener Tierarzt meine Tiere behandelt und nicht ich (und das übrigens, obwohl ich hoffentlich doch kein Vermehrer bin... - wobei mich diese Unterscheidung: "Züchter darf Kittenleben retten mit eigenmächtigen AB-Gaben, Vermehrer nicht" auch etwas gewundert hat.).

Ich bin aber nach wie vor sicher, dass es noch mehr Züchter gibt, die das genauso sehen.

Liebe Grüße
Andrea
 
Thema:

AB beim Züchter ja oder nein?

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