Luca und Lilly - Ein Spanier und eine Russin - hoffentlich bald ein Team

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Spatz

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Hallo ihr Lieben,

nachdem vor 4 Wochen leider meine geliebte Seelenkatze Spatz über die Regenbrücke gehen musste, habe ich nun den Schritt gewagt und nach längerer Suche mir wieder eine neue Fellnase für meinen einsamen Kater Luca geholt.

Luca: 10 Jahre, sehr sozial, lieb, eher ängstlich, schmusig, sehr verspielt, freundlich, kommt sehr gut mit anderen Katzen klar. Er ist vom Kopf her noch ein Teenager, spielt viel und ist sehr aktiv.

Lilly: 2 Jahre, sehr lieb, schmusig, sozial, freundlich, hat mit älteren Katzen und Hunden zusammen gewohnt.

Beide aus dem Tierschutz. Luca habe ich nun seit 10 Jahren, er kam aus Spanien. Lilly kommt aus Russland, war dort bei einer PS und kennt das Mehrkatzenleben.

Gestern ist die kleine Maus hier angekommen und ich habe sie zuerst in Ruhe in "ihrem" Zimmer, dem Schlafzimmer, raus gelassen. Dort hatte ich alles mit Klo, Futter, Schlafplätzen, Kratzbaum etc. ausgestattet. Außerdem geht der Balkon dort raus. Sie war von Anfang an sehr neugierig,
mutig, schmusig und hat einen sehr entspannten Eindruck gemacht. Letzte Nacht hat sie dicht an mich gekuschelt geschlafen und benimmt sich im Schlafzimmer schon so als sei sie zu Hause. Sie frisst, schläft, nutzt Klo, Balkon und Kratzbaum.
Luca wollte natürlich wissen was da los ist, aber ich habe ihn erstmal nicht dazu gelassen. Habe ihm ihren Kennel zum Schnuppern gegeben und er war sehr interessiert, aber nicht aggressiv.
Einige Stunden später waren beide Katzen sehr entspannt, ruhig und benahmen sich ganz normal wie immer.
Daher habe ich sie für ca. 20min zusammen gelassen. Schnuppern, schauen, rumlaufen, mal ein Gefauche und Geknurre. Aber es war relativ friedlich. Jedoch war Luca sehr sehr neugierig und wollte sie beschnuppern, was Lilly gar nicht mochte. Sie hat sich zusammen gekauert und ihn angeknurrt und gefaucht. Er hat diese Distanzierungsaufforderung erkannt und etwas mehr Abstand gelassen, war aber immer wieder neugierig und versuchte es erneut. Einmal gab es auch ein vorsichtiges nach ihr tatzen. Aber es war nicht aggressiv. Eher so, dass er sie die Distanzen ausloten wollten und er Lilly nicht geheuer war.
Da ich das Gefühl hatte, dass es für sie dann etwas zu viel wurde, habe ich sie über Nacht getrennt. Morgens waren beide normal und schmusig. Haben viel mit mir geredet.
Mittags hatte ich einen weiteren Besuch der anderen. Er war in ihrem Zimmer und es wiederholte sich das von gestern. Er rückt ihr auf die Pelle, sie knurrt oder faucht ihn an. Er lässt Abstand und nähert sich gleich wieder an. Habe nebenbei mit beiden gespielt, Leckerchen verteilt, mit ihnen lieb geredet und gestreichelt. Da ich das Gefühl hatte es sei zu viel, erst einmal wieder Trennung, wo beide sich schnell beruhigten.
Nun das Blöde: abends ist Lilly mir entwischt und zu ihm gelaufen. Ich bin hinterher und erstmal war alles wie vorher. Dann aber gab es einen Schrei und Lilly flüchtete in die Küche unter den Schrank. Luca hinterher und saß davor. Habe versucht beide zu beruhigen und Luca ging weg. Lilly lief in ihr Zimmer. Seitdem habe ich beide getrennt. Sie sind weiterhin friedlich und ruhig allein, wollen gerne beide zum anderen/oder raus. Ich sehe keine Angst oder Aggression.
Ich habe Feliwaystecker in der Dose und bereits Decken etc. ausgetauscht. Beiden gut zugeredet und gelobt wenn Luca defensiv war.
Die Körperhaltung von beiden nicht aggresiv und es gab auch keine Tätlichkeiten.

Dennoch habe ich so Angst etwas falsch gemacht zu haben :cry:.
Bitte schimpft mich nicht aus oder seid sauer. Ich habe wirklich alles gut geplant, Bücher gelesen, Ruhe walten lassen etc. Nun aber bin ich total unsicher und habe Angst, dass es nicht klappen könnte.
Ich wäre euch so dankbar, wenn ihr mir vll. etwas Mut machen könntet und mir Tipps geben könntet, wie ich nun am besten weiter vorgehe.
Ich habe beide so lieb gewonnen und möchte wirklich alles richtig machen.

Ganz liebe Grüße
Franzi
 
Eroica

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Ich habe vor ein paar Jahren hier eine sehr schwierige Zusammenführung gehabt, als wir unseren Rønnie mitgebracht haben.

Ich persönlich schwöre auf die Gittertür.

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So können sich die Katzen annähern, ohne jedoch aufeinander loszugehen.

Vielleicht wäre das auch eine gute Lösung für Dich.
 

Spatz

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Tatsächlich habe ich heute eine Gittertür besorgt und angebracht. Leider habe ich hier Altbautüren mit komischen Maßen und ganz besonderen Angeln. Sodass ich es miit Powerklett und einigen Hilfsmitteln befestigt habe. Ich habe auch den Anbringungort einmal wechseln müssen, weil Luca große Angst vor der Tür hat und sie in seinem Fluchtweg stand. Nun ist sie am Schlafzimmer/Katzenzimmer. Nicht soo ideal, weil direkt neben der Wohnungstür und mein Nachbar ein Idiot ist. Und der Flur ist auch recht eng. Aber eine Alternative gibt es in meiner 2Zimmer Wohnung nicht.
Er sitzt jetzt und guckt. Sie jault ihn an. Kein Fauchen sondern Jaulen. so wie ein lang gezogenes hohes Miiiiiaaaaauuuuoo.
Ich selbst bin total nervös und durch den Wind
 
Rosi

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Nach dem, was Du so erzählst sehe ich da eigentlich gar kein Problem. Beide Katzen sind nicht aggressiv, sondern eher am anderen interessiert. Lilly ist wie Du sagst mit älteren Katzen aufgewachsen. Mir scheint, diese Herrschaften waren anscheinend nicht mehr so aktiv wie Luca. Offensichtlich ist sie es nicht gewohnt zum Spielen aufgefordert zu werden und das irritiert sie.

Luca weiß aber damit umzugehen und beachtet es, wenn sie total ablehnend wird, indem er immer wieder auf Distanz geht bevor er es erneut versucht. Ich denke, die beiden werden sich schon zusammen raufen. Die Gittertür finde ich gut, um immer mal eine Ruhephase einzulegen, besonders halt nachts und wenn Du nicht da bist, damit sich da kein Stress aufbaut.

Lilly ist ja gerade erst angekommen. Selbst Kitten, die normal ganz einfach zusammenzuführen sind, fauchen sich schon mal zwei Tage lang an. Kein Grund schon nervös zu werden. ::knuddel
 
Flora

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Ich habe bei deiner Beschreibung der Lage auch ein gutes Gefühl...

Hier sind zu meinem 12jährigen Kater Gringo auch zwei "Jungspunde" eingezogen. Ihm tut das sichtlich gut und mittlerweile spielen sie auch miteinander. Es geht nur nicht von einem Tag auf den anderen.

Lass Luca und Lilly einfach Zeit, sich kennenzulernen. Das wird schon ::knuddel !
 

Spatz

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Ich danke euch von Herzen ::bussi
Das hat mir Mut gemacht und mich erleichtert.
Ich bin eben total unsicher, weil ich beide Katzen so wahnsinnig lieb habe und alles richtig machen will. Habe schon diverse Ratgeber, Internetseiten und Erfahrungsberichte hier gelesen. Aber irgendwie macht es mich auch nervös, weil es so viele Wege gibt und ich oft nicht weiß was jetzt ideal wäre. Katzen reagieren ja auch oft unerwartet.
Ich hoffe sehr, dass die Gittertür hält trotz meines miesen handwerklichen Geschicks und sich mein Katzenhasser Nachbar nicht beschwert über das gelegentliche Gejaule/Miauen.
Zwischenstand heute: nachdem gestern erstmal wieder Miaue/Gejaule war (sie fauchen gar nicht, sondern miauen oder jaulen irgendwie so komisch. Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen?) wurde es dann später ruhiger und sie haben auch ruhig in der Nähe der Tür gelegen (nicht mit Sichtkontakt, aber neben der Tür). Da es um 23h wieder mit Miauen los ging, habe ich beide abgelenkt und mit etwas schönem beschäftigt als positivem Abschluss. und dann heute Nacht Tür zu. So konnten wir alle runter fahren und schlafen. Lilly heute Nacht wieder an/auf mir ::l
Heute Vormittag Gittertür: wieder Miauen mit Schwanz schlagen, dann Ruhe und einer von beiden ging weg oder saß nur da, Zwischenzeit auch Beschwichtigen (Weg gucken). Leider dann aber zwei mal Sprung gegen das Gitter mit buschigem Schwanz. einmal sie und einmal er. Beide versuchen trotz Gitter zum anderen zu kommen und frickeln ab und zu am Gitter rum. Von der nicht 100% Seite steht daher die Kommode fest am Rahmen.
Jetzt ist erstmal Ruhe. Luca liegt bei mir im Wohnzimmer und Lilly tobt im Schlafzimmer rum.
Mein genereller Eindruck: Beide sind sehr interessiert am anderen, aber total unsicher. Bei Luca kenne ich dieses kehlige tiefe Miauen wenn er unsicher oder ängstlich ist (neue Umgebung, Kennel). Lilly kann ich nicht so gut einschätzen, sie hat keine Angst, aber will auch nicht dass er ihr zu nahe kommt. Wenn sie ihr hohes langes Miauuu macht wirkt es so wie "bittteee tu mir nichts, lass miiich". Er ist daraufhin immer sofort zur Stelle und guckt. Aggression kann ich bis auf den Sprung gegen das Gitter nicht erkennen. Luca frisst auch neben dem Gitter, auch Leckerchen, und lässt sich schmusen. Lilly frisst generell lieber wenn ich nicht da bin und ist auch nicht mit Leckereien bestechlich. Aber man kann mit ihr Schmusen und Spielen dort in der Nähe.
Ganz gut ist, dass beide den Sichtschutz und die Erhöhung (Kommode, Schränkchen etc - Tipp aus Buch) nutzen um sich anzunähern. Und auch dass sie ohne Sicht auf den anderen komplett entspannen können und normal sind. Lediglich putzt Lilly sich recht häufig. Da weiß ich nicht, ob sie generell sehr reinlich ist, es Stressputzen ist oder mit den Gerüchten zu tun hat. Sie putzt sich zB auch wenn ich sie gestreichelt habe oder wir gespielt haben ::?

Sollte ich denn immer dabei sein wenn sie sich am Gitter begegnen? oder eher nicht. Kann ich also auch mal die Wohnung verlassen trotz Gitterkontakt? Und wie lange dauert diese Gitterphase ca? Irgendwo hab ich gelesen nicht zu lange, aber auch so dass sie sich darüber positiv begegnen und es kein Miauen etc mehr gibt? Da bin ich echt ratlos. Geht das denn schnell mit dem Anfreunden übers Gitter oder kann es Wochen dauern? oder sollte man dann irgendwann trotz Jaulen etc aufmachen?

Ganz ganz lieben Dank für euere offenen Ohren/Augen und euren Rat! Das bedeutet mir viel und hilft uns dreien sehr ::l

Liebe Grüße
Franzi
 
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Spatz

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Hallo ihr Lieben,

es tut mir so leid, dass ich schon wieder schreibe, obwohl noch niemand geantwortet hat :cry:.

Eigentlich lief es seit dem Gitter immer etwas besser. Sie miauten sich zwar noch an, aber konnten auch schon in der Nähe des anderen entspannen. Ich clickerte, lobte, übte ganz viel. Luca schien schon recht entspannt wenn er sie sah, legtwesich auch gemütlich hin, gähnte und fraß in der Nähe. Lilly maunzte ihn noch an, aber schien neugierig und wollte gern raus...

Heute Abend dann riesen Rückschritt. Lilly ist, dadurch dass die Kommode nicht richtig davor stand, aus dem Schlafzimmer entwischt und Luca hat sie sofort attackiert. Ist auf sie drauf, großes Geschreie, Katzefellknäul.. Habe beide sofort getrennt und Lilly sich im Schuhregal verkrochen.
Aber keiner verletzt und keine Fellbüschel.
Habe dann Luca ins Schlafzimmer gesperrt. Quasi Reviertausch wider Willen. Musste dann die Tür schließen, weil Lilly sich sonst nicht raus getraut hätte. Jetzt sitzt sie bei mir in der Küche und traut dem Frieden wohl noch nicht so recht.
Ich bin total niedergeschlagen, traurig umd deprimiert :cry:. Hatte wirklich gedacht ich könne sie bald zusammen lassen..
Ich weiß auch nicht ob ich richtig gehandelt habe, aber ich hatte so Angst um Lilly.
Habe so Angst, dass es nicht klappt und sie sich hassen könnten :cry:.
Bin fix und fertig...
 
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Brummi

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Tut mir leid, dass ich dir nicht helfen kann.
Bei uns liefen die Zusammenführungen immer verhältnismäßig gut ab.
Eine Gittertüre haben wir nicht gebraucht.
Kontaktiere doch einfach mal Wally, vielleicht kann sie dir weiterhelfen.::w

-
 
Eroica

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Kontaktiere doch einfach mal Wally, vielleicht kann sie dir weiterhelfen.::w
Der Hinweis kam bestimmt wegen der Zusammenführung mit unserem Rønnie.

Das war wirklich sehr schwierig und langwierig, aber die Geduld und der Aufwand haben sich gelohnt, heute habe ich eine stressfreie Dreier-Gemeinschaft.

Vielleicht liest Du mal meinen Bericht von damals nach: Unser Rønnie kommt in die Familie

Ich war zwischendurch auch echt verzweifelt. Ich habe bei Petra (Mortikater) auf dem Sofa gesessen und Rotz und Wasser geheult weil ich dachte, das wird nie was.

Da Deine beiden sich nicht verletzen und ja eigentlich auch beide sehr sozial sind, bin ich der Meinung, dass das mit Geduld und Liebe in ein, zwei Monaten was werden wird.

Ich verfolge auf jeden Fall Deinen Thread und will helfen wie ich kann. ::knuddel
 
Rosi

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Heute Vormittag Gittertür: wieder Miauen mit Schwanz schlagen, dann Ruhe und einer von beiden ging weg oder saß nur da, Zwischenzeit auch Beschwichtigen (Weg gucken). Leider dann aber zwei mal Sprung gegen das Gitter mit buschigem Schwanz. einmal sie und einmal er.
Das hörte sich in Deiner ersten Schilderung etwas anders an. Da muss die Gittertüre wohl noch einige Zeit herhalten.

Lilly ist, dadurch dass die Kommode nicht richtig davor stand, aus dem Schlafzimmer entwischt und Luca hat sie sofort attackiert. Ist auf sie drauf, großes Geschreie, Katzefellknäul. Habe beide sofort getrennt
Dumm gelaufen, kann man da nur sagen. Lass Dich davon aber jetzt nicht abschrecken und mach einfach weiter mit dem Klickertraining. Du warst offensichtlich schon auf einem guten Weg. ::knuddel

Wally's Erfahrungen mit Rønnie können Dir sicher weiter helfen. Manchmal dauert es einfach etwas länger und bei Dir ist der Zeitraum der Zusammenführung ja noch sehr kurz. :wink:
 

Spatz

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Hallo ihr Lieben,

entschuldigt etwas verspätetet, das Forum ging gestern bei mir irgendwie nicht.

ganz lieben Dank für eure lieben und aufbauenden Worte ::knuddel. Das bedeutet mir wirklich viel ::l
Ich werde die Geschichte, die ihr genannt habt,  in Ruhe studieren. Danke,  dass ihr mir zuhört und Hilfestellung gebt!::bussi

Eigentlich lief es seit der letzten Schilderung wieder besser und es herrschte relative Ruhe bis auf gelegentliches Anmiaue.
Gestern Abend habe ich dann nochmal einen Reviertausch gemacht, was sogar gut klappte. Lilly hat mit Feuereifer den Rest der Wohnung erorbert, ist umher gewirbelt, überall rum geklettert und hatte sichtlich Freude an dem neuen Spielplatz. Leider war nach dem Tausch dann extremer Krawall angesagt. Lilly war ganz ruhig und entspannt. Aber Luca war wie von Sinnen, hat gejault, laut miaut und wie verrückt versucht das Gitter zu überwinden (exessiv dran rum gekratzt, hoch geklettert etc). Er war total außer sich und ließ sich durch nichts beruhigen.  Ganze zwei Stunden ging das so, bis er abließ... Ich dachte schon jetzt kehrt Ruhe ein und dann das Riesen Fiasko: nachts um 4h schafft Luca es irgendwie trotz Türen ins Schlafzimmer und stürzt sich sofort auf Lilly. Riesen Geschrei, sie versucht zu fliehen und er springt immer wieder wie besessen auf sie. Es gab immer wieder ein Knäul und ich versuchte verzweifelt die zwei zu trennen. Dabei hab ich mich selbst doll an der Hand verletzt, was blutete, war mir aber egal. Lilly ist dann den Kratzbaum hoch, hinterher und hat sie runter geworden. Dabei hab ich ihn dann endlich packen und aus dem Zimmer werfen können. Lilly war total verängstigt und hat sich erstmal versteckt, kam aber so nach 20min wieder raus - unverletzt.
Ich bin dann am Boden vor der Tür zusammen gebrochen und hab Rotz und Wasser geheult :cry:. Eigentlich war ich in dem Moment schon überzeugt, dass das nie mehr etwas gibt und einer von beiden ausziehen muss. Heute Nacht hab ich dann beide durch zwei feste Türen getrennt und es konnte Ruhe einkehren. Heute an der Gittertür wiederholt sich leider der Stress von gestern: er versucht mit aller Macht einzudringen, sie hat mittlerweile Angst vor ihm und versteckt sich dann.

ich derweil echt fertig mit den Nerven. Ich erkenne ihn gar nicht wieder. Er war sonst immer ein eher ängstlicher Softie,  sehr lieb zu anderen Katzen, verspielt, sozial,  schmusig und umgänglich. Jetzt wirkt er wie ein hoch aggressiver Verrückter :cry:.  Dabei ist Lilly mittlerweile sehr freundlich und sucht netten Kontakt ganz ohne Aggression.
Werde nochmal das Gitter doppelt dreifach sichern und nur noch Sichtkontakt ermöglichen, wenn ich zu Hause bin.
Hätte sonst echt Angst dass er sie umbringt... obwohl ich nicht glaube dass das realistisch wäre...
Hatte so gehofft, dass es nun jeden Tag etwas besser wird..  Ja es ändert sich. Lilly wird immer heimischer und offener, Luca immer weniger unsicher. Aber diese terretoriale Aggression die von ihm ausgeht schockiert mich.
Ich habe schon alles mögliche getauscht, Decken, Betten, Näpfe, Spielzeug. Widme beiden ganz viel Zeit, füttere am Gitter, spiele mit jedem, schmuse ganz viel und versuche dass Luca sich weiterhin nicht zurück gestellt fühlt.
Aber Durchbruch sieht anders aus... Ok, es sind jetzt erst 6 Tage und ich sollte Geduld haben. Dennoch belastet mich die Situation: die Trennung der Wohnung, zwei Katzen Haushalte,  zwei mal ganz viel Zeit widmen und trotzdem si viel Feindseligkeit zwischen zwei Fellnasen die ich liebe.

Entschuldigt meinen langen Jammerpost. Ich bin gerade so traurig und niedergeschlagen :cry:.

Ich drück euch ::knuddel
 
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Entschuldigt meinen langen Jammerpost. Ich bin gerade so traurig und niedergeschlagen
Da gibt es nichts zu entschuldigen. Dafür sollte so ein Forum ja da sein! ::bussi

Ich verstehe Dich so gut. Meine beiden Kater sind während der Zusammenführung, die fast 4 Monate (!) gedauert hat, auch zweimal übel aneinander geraten, weil sie versehentlich aufeinander trafen.

Ich hatte allerdings hier auch den Vorteil, dass die Gittertür eine richtige Tür war, die wir immer drin lassen konnten und verschlossen haben, wenn wir das Haus verlassen haben. So konnten die Katzen immer zumindest Blickkontakt aufnehmen.

Es ist furchtbar nervenaufreibend, so etwas durchzuziehen, aber es lohnt sich meist wirklich.
Und Deine beiden sind ja erst ein paar Tage zusammen, von daher kann man jetzt auf keinen Fall schon sagen, dass es klappt oder auch nicht.
 

Spatz

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Da gibt es nichts zu entschuldigen. Dafür sollte so ein Forum ja da sein! ::bussi

Ich verstehe Dich so gut. Meine beiden Kater sind während der Zusammenführung, die fast 4 Monate (!) gedauert hat, auch zweimal übel aneinander geraten, weil sie versehentlich aufeinander trafen.

Ich hatte allerdings hier auch den Vorteil, dass die Gittertür eine richtige Tür war, die wir immer drin lassen konnten und verschlossen haben, wenn wir das Haus verlassen haben. So konnten die Katzen immer zumindest Blickkontakt aufnehmen.

Es ist furchtbar nervenaufreibend, so etwas durchzuziehen, aber es lohnt sich meist wirklich.
Und Deine beiden sind ja erst ein paar Tage zusammen, von daher kann man jetzt auf keinen Fall schon sagen, dass es klappt oder auch nicht.
Ganz ganz lieben Dank ::bussi

4 Monate... uff das ist wirklich lange... hattet ihr denn auch Aggressionen an der Tür? oder wieso hat es so lange gedauert? Wie seid ihr mit den Zwischenfällen umgegangen?

Ich habe in einem Buch gelesen, dass jeder Zwischenfall die Chancen auf ein Happy End verringern bzw. sogar ganz beenden kann. Aber im Internet steht auch ganz oft, dass man die Katzen einfach "machen lassen soll", weil das "normal" sei.
Das widerstrebt mir sehr. Ich kann hier keine Kämpfe mit unbekanntem Ausgang tolerieren. Ich sterbe vor Angst bei jeder Attacke und habe das Gefühl, dass es die Stimmung zwischen den Katzen nur vergiftet und nicht "bereinigt".

Ja das mit der Gittertür hier ist wirklich suboptimal, obwohl ich sie von einer Katzenfreundin habe, die damit schon 6 junge wilde Kater miteinander vergesellschaftet hat. Aber bei ihr passte es eben auch 100% auf die Tür, meine Tür hat einen blöden Rahmen.

Im Moment bin ich aber auch total unsicher, wie ich überhaupt mit der Gittertür weiter mache. Denn sobald sie dran ist rastet Luca aus und versucht wie ein Besessener durch zu kommen. Kratz, beißt, buddelt, springt davor... exsessiv, als sei es das wichtigste auf der Welt. Nun bin ich unsicher, ob ich ihn "bestrafen" soll, wenn er das macht (also nur klatschen oder nein rufen), ob ich ihn mit Leckerchen ablenken soll (ist ja dann eher positive Bestärkung) oder ob ich es stur ignorieren soll, obwohl es mich verrückt macht, Lilly davon Angst bekommt und es nicht 100% sicher ist, dass er es nicht doch schafft. Oder soll ich vll die Gittertür ganz verschließen soll, also gar keinen Sichtkontakt mehr erlauben oder macht es das nur noch schlimmer, also verzögert die Zusammenführung?
Habe heute zig mal ihn angemahnt als er das gemacht hat und irgendwann ihn ganz separiert. Jetzt wieder Reviertausch wider Willen. Luca ist im Schlafzimmer Tür ganz zu, Lilly im Rest der Wohnung. Zwischendurch hatte ich ihn im Wohnzimmer und sie im Rest.

Zur Erklärung: ich habe eine 60qm Zweiraumwohnung und die Gittertür ist am Schlafzimmer (Lillys Zimmer). Das Wohnzimmer ist Lucas Zimmer. Flur, Küche, Bad werden derzeit abwechselnd von einem der beiden mitgenutzt. Eigentlich sollte Lilly ganz im Schlafzimmer bleiben, aber sie ist so aktiv und braucht viel Platz um ihre Energie und Entdeckerdrang loswerden zu können. Die Küche ist ihr neuer Lieblinsgplatz, da liegt sie am liebsten auf dem Kühlschrank oder der Mikrowelle. Aber ich weiß nicht ob es richtig ist Luca immer wieder in Wohnzimmer oder Schlafzimmer einzusperren. Es ist ja hier "seine" Wohnung/Revier, er die Erstkatze, und eigentlich hasst er es eingesperrt zu sein. Habe Angst, dass ich ihn damit noch mehr vergräme :-(.

Meine Mutter hat heute vorgeschlagen, dass ich Luca zu ihr bringen könnte (sie wohnt aber 120km entfernt), falls es gar nicht klappt oder vorübergehend. Bringt das etwas? Die aggressive Erstkatze vorübergehend woanders unterzubringen, damit sich ihr Territorialverhalten abschwächt? und die neue Katze sich sicherer fühlt? Und kann man nach einer Woche überhaupt schon sagen, dass das nichts mehr wird?

Ich bin ratlos, ängstlich und traurig :cry:

Aber froh, dass es euch gibt ::bussi

Liebe Grüße
Franzi
 
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Ja, meine Lilly ist einige Male gegen das Gitter gesprungen und wäre wohl auch gern mal auf Rønnie losgegangen.

Rønnie dagegen ist sofort auf Tom und/oder Lilly zugestürmt, was Tom sofort als Angriff verstanden hat. Deshalb haben wir Rønnie auch in der ersten Zeit mit Geschirr und Leine ins Zimmer geholt, wenn die beiden anderen da waren. So konnte er sich bewegen, aber eben nicht unkontrolliert auf die beiden losgehen.

Eigentlich wollte er nur spielen, aber Tom und Lilly sind ganz schlecht sozialisiert, sie haben ihn einfach nicht verstanden - vielleicht lag es auch daran, dass Rønnie nur dänisch gesprochen hat.

Vielleicht liest Du meinen Thread mal durch, da habe ich beschrieben, was wir so allesangestellt haben.

Deine beiden für eine Zeit komplett zu trennen halte ich für kontraproduktiv. Dann fängst Du komplett wieder neu an, wenn er dann mal zurück kommt. Ich persönlich würde Dir empfehlen, eine wirklich stabile Gittertür zu beschaffen. Schade, dass Du so weit weg wohnst, sonst könnte ich Dir da vielleicht behilflich sein.

Mir haben auch viele gesagt, lass sie einfach zusammen, sie machen das unter sich aus. Aber das sehe ich genau wie Du, ich konnte es nicht ertragen, wenn sie aufeinander losgehen.
 

Spatz

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Ich bin mir eben unsicher, weil es seit den Zwischenfälle wirklich viel schlechter wurde. Während vorher schon Kontakt übers Gitter möglich war, ist es jetzt nur noch Aggression (Luca) und Angst (Lilly).
Ich habe bei ähnlichen Fällen (Aggression zwischen Katzen) gelesen, dass man wenn es so aus dem Ruder läuft, erstmal für ein paar Tage komplett trennen soll, damit sich alle Beteiligten beruhigen und über den Vorfall Gras wachsen kann. Und dass man dann, wenn die ängstliche Katze wieder sicher ist und der Aggressor sich beruhigt, es vll sogar vergessen hat, nochmal von vorne anfängt.
Ich war ja schon mal soweit, dass beide entspannt waren, wenn ich dabei saß. Nun ist es schlimmer als am Anfang, von daher wäre von vorne anfangen vll gar nicht so schlecht? und dann erstmal nur Gitter in meinem Beisein inkl Leckereien etc.?
Den Thread habe ich tatsächlich bereits studiert, aber irgendwie klang es bei euch ruhiger, friedlicher und unter besseren räumlichen Gegegebheiten :oops:. Jedenfalls habt ihr die Zusammenführung perfekt gemeistert und nicht so viel Chaos wie hier :-(. Hier war ja von Anfang an Aggression im Raum und es wurde ganz viel Gejault. Nur das Luca am Anfang noch zurück haltend und extrem neugierig war. Lilly war defensiv aber bestimmt. Nach den Vorfällen wurde Luca offensiv aggressiv und Lilly ängstlich.

Tatsächlich sind meine Eltern aktuell in NRW und meine Schwester wohnt dort. Aber selbst wenn: die Türen hier sind Sondermaße und Sonderanfertigungen :roll:. Solche bekommt man in keinem Baumarkt, sondern müsste ein Schreiner bauen. Und das wäre irre teuer :|.

Lilly ist aktuell das erste mal richtig entspannt und schläft tief und fest auf dem Kühlschrank. Habe ihr da nun ein Bettchen drauf gestellt und sie ist super glücklich damit. Da oben war der Kater noch nie und ich glaube sie fühlt sich dort richtig sicher, auch weil sie alles im Blick hat. Ihr früherer "Sicherheitsort", wo sie sich zurück ziehen konnte ist ja nun durch den Vorfall und die Revierwechsel "vergiftet":cry:.
Aber wirklich sicher ist sie auf dem Kühlschrank nicht, denn Luca hat einfach nur noch nicht mitbekommen, dass sie dort sitzt und sucht im Schlafzimmer nach ihr... noch...
Sie tut mir echt leid, sie ist so klein und lieb, total offen und freundlich. Kommt hier den weiten Weg her, freut sich über alles und bekommt dann auch noch auf den Deckel von einem doppelt so großen älteren Kater :cry:. Mache mir da echt Vorwürfe... ob ich nicht zu sehr nach Herz statt auf Verstand bei der Auswahl gehört habe :oops:. Aber ich liebe beide und will nur das allerbeste für jeden
und nun müssen wir da alle drei durch ...

Alles Liebe


PS.: kleine Anekdote am Rande: ich habe zwar bereits 6 verschiedene Spielangeln, gefühlt 2000 Mäuse und Bälle, aber bin irgendwie süchtig danach noch mehr zu kaufen. Hab dann auf dem Weg zur Kasse mit weiterer Angel und Mäusen sowie Katzenfutter und Leckerchen noch Katzen Postkarten und einen Katzenmagnet mitgenommen. Da fragte mich die Verkäuferin an der Kasse "Hat ihre Katze heute Geburtstag?" :D
 
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Hallo, ich kann deine Probleme bei der Zusammenführung durchaus nach empfinden.
Wir hatten vor 4 Jahren auch eine recht schwierige Zusammenführung, als wir für unseren Kater Flecki ein halbes Jahr nach dem Tod seines Kumpels feststellten, das er alleine immer "unbeweglicher" und total ruhig wurde, für ihn einen neuen Kumpel aus dem TH geholt haben.
Wir hatten Flecki und seinen ersten Kumpel Moritz als Streuner aufgenommen und dabei ihn als absolut verträglichen Kater und total unterwürfig gegenüber dem Moritz in den vergangen Jahren erlebt.

Das war schlagartig vorbei, als dann vor 4 Jahren der in etwa gleichaltrige neue Kater Paulchen bei uns einzog.
Flecki entwickelte sich zum absoluten Macho und er griff Paulchen dann ständig mit lautem Kampfgejaule hinterlistig von hinten an.

Diese Zusammenführung dauerte bei uns von Ende November bis Anfang Mai, bis wir sie erst dann auch "unbesorgt" wirklich mal einige Stunden alleine lassen konnten.
Wir haben auch von Anfang an eine Gittertür im Einsatz (zunächst war Neuzugang Paulchen wegen starken Schnupfen 4 Wochen in einem Raum in Quarantäne und hatte nur Sichtkontakt durch eine Scheibe, dann wurde durch die Gittertür auch Schnupperkontakt möglich.
Nach einigen Tagen mit dem Gittertür-Kontakt haben wir dann beide nur in unserem Beisein beide zusammen in einen Raum gelassen.

Wir mussten ständig wie ein Schiedsrichter zwischen den beiden stehen.
Damit wir nicht ständig blutige Hände bei Fleckis Attacken abbekamen, habe ich als "verlängerten Arm" solch eine Messlatte aus Holz einfach ruhig zwischen die beiden gehalten, damit sie etwas Abstand behielten.

Uns hat dabei die Gittertür absolut geholfen, ohne diese Tür hätten wir kaum eine Chance gehabt, das sie sich langsam immer mehr aneinander gewöhnt hätten.
Den Durchbruch haben wir allerdings nur so nach und nach durch die Tabletten "Zykléne" für Flecki bekommen. Nur durch diese Tabletten wurde er nicht ständig so aggressiv und angriffslustig und konnte sich dadurch so langsam an Paulchen gewöhnen.

In diesen beiden Threads habe ich die Eingewöhnung versucht zu beschreiben, leider sind wohl durch den neuen Server alle dort gezeigten Bilder verschwunden.
https://www.katzen-links.de/forum/m...-kumpel-verloren-neue-katze-dazu-t164549.html

https://www.katzen-links.de/forum/m...uft-schwieriger-schwerhoerigkeit-t165156.html

Ich kann dir die Tabletten nur dringend empfehlen, das hat schon vielen bei der Zusammenführung geholfen.

Heute gibt es zwar auch immer wieder mal zwischen beiden diverse Auseinandersetzungen um zu klären, wer der dicke Boss ist, die aber immer harmlos verlaufen.
Die meiste Zeit des Tages verbringen unsere beiden Senioren jetzt zusammen friedlich in einem Raum und ich kann sagen, das sich die Geduld richtig gelohnt hat...…. Paulchen hat inzwischen gelernt, das auch er sich mal wehren und Grenzen setzten muss.

Vor einigen Monaten haben wir noch 2 Kitten-Mädchen dazu bekommen, bei den beiden hat Flecki seltsamerweise überhaupt kein Macho-Gehabe an den Tag gelegt und die beiden Kleinen können sich fast alles bei ihm erlauben......Paulchen verträgt sich sowieso mit allen Lebewesen, egal ob Tier oder Mensch.

Ich drücke dir alle Daumen, das du es mit viel Geduld (und vielleicht tatsächlich mit den Zykléne Tabletten) auch schaffst, das sie in einiger Zeit friedlich zusammen leben können.

Liebe Grüße Waltraud

So sahen bei uns immer wieder die "Kampfszenen" aus, dazu dann das ewige Gejaule von Flecki ……
 

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Spatz

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Ganz lieben Dank, Waltraud, für deinen Erfahrungsbericht und Hilfe!

Tatsächlich habe ich sogar Zylkene hier, da Luca so ängstlich ist was Transporte angeht. Leider nur ist er extrem pingelig was das Fressen angeht und hat es egal in was nicht genommen. Tabletten eingeben ist bei ihm auch chancenlos, er bekommt sofort Panik, wenn man ihn festhält und schreit & urniert vor Angst. Ich glaube das wäre dann auch eher kontraproduktiv :|

Zur Gittertür: ich hätte soooo gerne eine richtige Tür. Aber ich bin alleinstehend, weiblich, zwei linke Hände... und die Tür müsste wie gesagt wahrscheinlich auch extra geschreinert werden wegen der Sondermaßen. Das einzige was ich machen könnte wäre eine Kommode vor die Gittertür schieben, damit sie sich definitiv nicht unten durch zwängen ::?

Aktueller Stand: bin fix und fertig mit den Nerven. Die Katzen schreien jetzt vier Stunden ohne Pause wie zwei hängende Schallplatte.. so laut und durchdringend... ich werde noch wahnsinnig ... Ich hatte erst versucht mit geschlossener Tür dann Gittertür... aber ganz egal: dann jaulte Luca ohne Ende, kratzte, tobte ohne auch nur eine Pause. Lilly versteckte sich. Ich hab ihn ständig versucht da weg zu scheuchen, aber er war unerbittlich. Nach 2 Stunden ging es mir so auf den Puffer und ich hatte Sorge, dass die Nachbarn sich beschweren (ist direkt neben Wohnungstür).. sodass ich ihn ins Wohnzimmer sperrte, da konnte ich das Jaulen besser ignorieren und er hat sich auch beruhigt ohne den indirekten Kontakt zu Lilly. Allerdings ging es dann auf der anderen Seite los. Lilly, die nun die Vorzüge der Rest Wohnung kennt und extrem menschenbezogen ist kann es nicht mehr ertragen im Schlafzimmer eingesperrt zu sein, trotz Balkon, Tonnen Spielsachen, Deckenspanner, Tunnel usw.
Sie schreit zwar nicht so laut und nervig, aber auch süßes Miaue geht einem nach einer Stunde ohne Luft holen auf den Keks. Sie ist auch ein paar mal die Gittertür hoch geklettert und hat für ihre Größe maximal Terz gemacht.
Ende vom Lied: hab sie raus gelassen und sie ist gleich zu ihrem neuen Platz auf dem Kühlschrank gerannt. Jetzt schreit Luca wieder.:x
Ich werde noch wahnsinnig.... meine Katzen- und Tierliebe wird gerade auf eine harte Probe gestellt :|

Es muss doch mal Frieden hier einkehren.. :cry:
 
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Wir sind gerade dabei weg zu fahren, ich werde dir nachher noch schreiben, wie wir es schaffen die Tabletten einzugeben.
Hast du weiche Leckerli Stangen/Würstchen da, die man mit der Tbl. füllen und weich drumherum kneten kann?
 

Spatz

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Hallo Fellnasen Freunde,

ein kleines, leider wenig optimistisches Update.

Lilly wohnt nun in der Küche auf dem Kühlschrank und kommt nur noch für Fressen und Klo runter. Sie scheint nicht verängstigt zu sein, aber total verunsichert und vor Luca hat sie defintiv Angst.
Luca schreit mir den ganzen Tag die Ohren voll. Er miaut ohne mal eine Minute Pause, ob ich mich mit ihm beschäftige oder ihn ignoriere. Entweder er schreit, motzt oder erzählt. Das aber ohne Unterlass. Ich habe deswegen schon so Kopfschmerzen und werfe ihm ab und zu nur etwas zum Fressen hin damit er während des Kauens mal nicht miaut.

Da die Gittertür das ganze nur noch forcierte und immer weniger hielt, habe ich sie gestern deinstalliert. Stattdessen dann ganz viel Reviertausch und jeder konnte mal überall hin oder hatte Knast. Das hat allerdings eher das Gegenteil bezweckt. Lilly ist dadurch noch unsicherer, weil sie nun überall den Kater vermutet und riecht. Ich glaube auf dem Kühlschrank liegt sie auch deswegen so gerne, dort war er noch nie. Luca ist durch die Tauscherei nun noch mehr angefixt und noch weniger bereit auf irgendetwas zu verzichten. Er hasst das Eingesperrtsein und macht seinem Frust nun deutlich Luft.

Heute neuer Anlauf Gittertür. Dieses mal am Wohnzimmer (Lucas Zimmer) und nicht dem Schlafzimmer (Lillys) Dort haben beide mehr Platz um sich mit mehr Abstand anzunähern. Und wären nicht direkt neben der Wohnungstür, sodass die Nachbarn weniger mitbekommen. Problem dort, dass er da auch der Seite wäre, die bei einem Sprung nachgibt. Habe doppelt und dreifach Klett, Klebeband, Tape angebracht, das Netz nochmal in sich vernagelt und geklebt. Hat mich eine Stunde gekostet.
Und hat dann genau eine Minute dem 6kg Kater stand gehalten. Tür fiel Richtung Lilly und er ging wieder auf sie los. Zum Glück konnte ich sehr schnell trennen. Aber das Fiasko natürlich perfekt. Lucs noch mehr Aggro und offensiv gegen die Tür, Lilly nun total verschreckt und ängstlich.
Hatte es nochmal versucht es besser zu fixen und dann wütend aufgegeben. Gittertür weg. Das Ding benutze ich nie wieder. Klett, Kleber, Katzen... das geht einfach nicht. Va wenn man da oft durch muss und der Kater so exzessiv ist.

Es bleibt also aktuell: eine ängstliche zurück gezogene Lilly, ein nerviger dauer miauender Luca.

Seit 16h versuche ich daher heute einen Schreiner, Handwerker. whatever zu finden, der eine richtige Gittertür baut. Habe schon in 4 Facebook Gruppen gepostet, bei Ebay Kleinanzeigen und in diversen Whats App Gruppen. Morgen rufe ich bei der Hausverwaltung an. Hoffe dass ich das bezahlen kann, so viel über für sowas habe ich... aktuell arbeitslos und krank. .. leider nicht :|.

Im Moment scheint es für mich ohnehin unvorstellbar dass das jemals etwas wird. Bin mit den Nerven am Ende und das wirkt sich direkt auf meine Krankheit aus :cry:.

Ich liebe beide Katzen, aber aktuell ist es für uns drei einfach nur schrecklich :cry:
 
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