Welche Kriterien sollten Katzenpensionen erfüllen?

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Iinkognito

Guest
Hallo Katzenfreunde,

ich habe mich hier angemeldet, weil ich Ende letzten Jahres eine kleine Katzenpension eröffnet habe. Ich bin nicht hier um Werbung zu machen - deswegen habe ich auch PN und Mailfunktion abgeschaltet - sondern schlicht und einfach, um mich mit Euch über Eure Erfahrungen, Wünsche und Anregungen auszutauschen, denn bei manchen Erfahrungsberichten seitens Katzenhaltern, die ihre Katzen einer Pension anvertraut und dann total krank oder gar geschockt zurückbekommen haben, sträuben sich mir die Nackenhaare.

Aber zuerst einmal möchte ich schildern, wie ich meine (reine) Katzenpension führe:

Das Katzenhaus:
Bislang besteht es aus 2 Räumen (es werden irgendwann 4 sein), die alle durch eine Tür mit Katzenklappe getrennt bzw. verbunden werden können.
Von den beiden größten Räumen führt jeweils ein Weg in´s überdachte, ausbruchssichere Außengehege. Es gibt ein separates Einzelzimmer, welches absolut getrennt vom Katzenhaus ist.

Der Besatz:
Bislang nehme ich maximal 4 Katzen auf. Wenn die beiden anderen Räume fertig sind, werden es final maximal 8 Katzen sein. Mehr Katzen lassen eine individuelle Betreuung nicht zu, wie ich finde.

Die Einrichtung:
Es gibt viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Kratzbäume und Kratztonnen. Alle Versteckmöglichkeiten sind mit waschbaren Bezügen, Decken und Kissen ausgestattet. Es gibt Spielzeug und Kratzmöglichkeiten.

Hygiene:
Es wird täglich alles gereinigt, die Katzenklos mehrmals. In regelmäßigen Abständen und zwischendurch, wenn mal Kot oder Urin aus Versehen neben ein Klo gegangen ist wird mit Desinfektionsmitteln gereinigt, die auch in Tierarztpraxen Verwendung finden. Ebenso werden täglich viel frequentierte Bereiche eingesprüht und abgewischt.
Futternäpfe werden nach jeder Nassfuttermahlzeit gereinigt. Wassernäpfe täglich.

Das Futter:
Jede Katze bekommt morgens und abends (auf Wunsch auch öfter) das Naßfutter, welches sie von Zuhause gewohnt ist. Katzen, die von Haus aus alles gut vertragen und nichts Spezielles haben sollen, bekommen ein Getreide- und zuckerfreies Naßfutter, wie z.B. Animonda vom Feinsten, Leonardo, Premiere, Macs oder vergleichbares.
Trockenfutter steht den ganzen Tag für alle zur Verfügung.
Spezialdiäten und Medikamente müssen mitgebracht werden.

Die Anmeldung:
Ich lege Wert darauf, daß mich neue Kunden vor der ersten Anmeldung besuchen. Ich zeige dann alles und mache die Leute mit dem Ablauf in meiner Pension vetraut.
Wenn diese Leute sich für eine Ameldung entscheiden, dann nehme ich alle notwendigen Daten auf, notiere gewohnte Futtersorten, frage nach Vorlieben und Abneigungen, natürlich nach dem Charakter der Katzen, nach Verträglichkeit mit Artgenossen etc..
In diesem Gespräch erfahre ich schon sehr viel über die Katzen, die mir anvertraut werden sollen und bereite gedanklich deren Einzug vor bzw. gebe die Empfehlung, ob die Katze in eine Kleinstgruppe passen könnte oder lieber gleich einzeln gehalten werden sollte.
Ich gebe eine Erklärung mit, in der die Halter eintragen können, welche Auffälligkeiten ihre Katze kurz vor Pensionsbeginn zeigte bzw. auch einfach die Erklärung, daß ihnen nichts aufgefallen ist.

Ich weise darauf hin, daß ich Katzen, die meines Erachtens nicht mal in eine Kleinstgruppe passen, separiere, um ihnen und den anderen Katzen Stress zu ersparen. Ob der Grund nun extreme Ängstlichkeit oder asoziales Verhalten ist, spielt dabei keine Rolle. Ebenso verfahre ich mit Katzen, die Krankheitssymptome aufweisen, die in einer Gruppe nicht tragbar sind bzw. für die erkrankte Katze in dieser Situation zuviel Stress bedeutet.

Nicht alle sind davon begeistert, denn Einzelhaltung bedeutet einen nicht unerheblichen Aufpreis. Ich möchte damit aber auch vermeiden, daß mir falsche Angaben gemacht werden, um Geld zu sparen. Es gibt tatsächlich Leute, die es sich dann "nochmal überlegen" wollen, obwohl das nur zum Besten ihrer Katze ist.


Vorraussetzungen:
Geschlechtsreife Katzen müssen kastriert sein. Eine vorherige, nachgewiesene Behandlung mit wirksamen Mitteln gegen Flöhe und Würmer muß erfolgen. In der Regel spätestens 2 Tage vor Einstellung in die Pension.
Alle wichtigen Impfungen müssen aktuell und dürfen nicht jünger als 3 Wochen sein.

Der Tagesablauf:
Ich bereite das Frühstück vor. Jede Katze bekommt ihr gewohntes Futter in einem eigenen Napf vor die Nase gestellt und ich beobachte welche Katze wieviel und mit welchem Appetit frisst.
Danach öffne ich den Zugang zum Außengehege. In der Regel gehen die Katzen danach auf´s Töpfchen, die einen drinnen, die anderen lieber draußen und ich kann idealerweise vom ersten Tag an sehen, wer welchen Kot und Urin absetzt.
Auf weichen Kot bzw. kleine Urinmengen reagiere ich dementsprechend.
Ich reinige dann alles, tausche ggf. Decken aus und beschäftige mich schon zu diesem Zeitpunkt mit den Katzen, je nach Bedürfniß und Notwendigkeit.
Über den Tag und den Abend verteilt besuche ich die Katzen mindestens 6 bis 7 mal, schaue einfach nach dem Rechten, spiele und rede mit ihnen, versuche schüchterne zu animieren und ihnen zu vermitteln, daß sie keine Angst haben brauchen, kraule und streichle sie, wenn sie es möchten oder beobachte einfach nur. Außerdem habe ich das Außengehege vom Haus aus gut im Blick und in Hörweite. In naher Zukunft werden obendrein noch Kameras installiert und ich kann dann sogar das Geschehen beobachten, wenn ich mal unterwegs bin.

Auf Wunsch schicke ich den Katzenbesitzern auch Fotos und kurze Videos via Whatsapp und informiere sie über Unpäßlichkeiten, die ich für behandlungsbedürftig halte.

Meine Erfahrungen bislang:
Die Einschätzung der Katzen durch ihre Besitzer ist nicht immer richtig, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Da gibt es unbemerkte Abszesse oder "ein bißchen Durchfall", der sich viel mehr als Wasserfall darstellt oder unentdeckte Blasenentzündungen.
Es wandert auch schon mal die "extrem liebe" Katze, die sich mit allen und jedem versteht, ins Einzelzimmer, weil sie am liebsten Ihresgleichen töten würde.
Es gibt Katzen, die sich eher aus allem raushalten, aber auch solche, die gern auf Artgenossen zugehen, neugierig sind und verspielt. Wichtig ist, daß jeder Charakter seinen Platz finden kann, um so entspannt, wie nur möglich zu sein. Spielplätze, Rückzugsorte, Aussichtspunkte auf allen Ebenen sind unerläßlich.

Ich notiere mir Vorlieben, Abneigungen und Auffälligkeiten natürlich und am Ende der Pensionszeit erhält der Besitzer eine kurze Einschätzung meinerseits und vielleicht auch die ein oder andere Empfehlung - insbesondere, wenn es sich um junge Katzen in Einzelhaltung handelt, die bei mir sogar einen Kumpel gefunden haben. Mir tut´s dann sehr leid, daß die Katze wieder in Einzelhaltung, womöglich reine Wohnungshaltung geht.
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Für mich ist das nicht nur ein Geschäft, sondern nicht zuletzt ein Anliegen. Ich liebe Katzen und möchte, daß es ihnen in der Fremde so gut, wie nur möglich geht. Angesichts des Aufwandes, den ich betreibe, ist der Tagespreis für eine Katze eher ein Hungerlohn. Manche entscheiden sich aber trotzdem lieber für eine preiswertere Pension, auch wenn dort nicht selten 30 bis 40 Katzen in einer Gruppe zusammen leben müssen oder versuchen mit mir zu handeln oder fragen mich gar wofür ich denn soviel Geld nehme ;)
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Von Euch würde ich nun gern wissen, worauf Ihr in einer Katzenpension besonderen Wert legen würdet.

Anregungen, Kritik, Fragen ... Alles ist herzlich willkommen, damit ich es noch besser machen kann
 
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zouzounaki

Guest
Hallo,
da Du nach Erfahrungen fragst, wie es die Menschen gern hätten, nur ein paar Anmerkungen, was mir aufgefallen ist
In diesem Gespräch erfahre ich schon sehr viel über die Katzen, die mir anvertraut werden sollen und bereite gedanklich deren Einzug vor bzw. gebe die Empfehlung, ob die Katze in eine Kleingruppe passen könnte oder lieber gleich einzeln gehalten werden sollte.
...
Ich weise darauf hin, daß ich Katzen, die meines Erachtens nicht mal in eine Kleinstgruppe passen, separiere, um ihnen und den anderen Katzen Stress zu ersparen. Ob der Grund nun extreme Ängstlichkeit oder asoziales Verhalten ist, spielt dabei keine Rolle.
Aus meiner Erfahrung. Ich hatte sehr, sehr viele Jahre eine extrem gut sozialisierte, liebe, entspannte, sehr menschenbezogene Katze, die man jederzeit auf den Arm nehme konnte, die nicht biss, wenn sie runter wollte, sondern nur zappelte, die nie scheu war, sich nie verkroch, auf alles zuging und durchaus auch zu Besuchen bei anderen Katzenbesitzern mitgenommen werden konnte, wenn ich also mal länger weg war und sie mitnahm. Freigängerin, tagsüber auf der Pirsch, nachts im Haus. Kam, wenn sie gerufen wurde (und wollte ::bg)

In ihren jungen Jahren (Anfang des Jahrtausends) gab es leider ein paar Mal die Notwendigkeit sie in einer Pension unterzubringen.

In der Pension- und das war eine richtig gute, die ich lang gesucht hatte, mit Außengehege- war diese absolut entspannte Katze bei der Ankunft aber total gestresst. Fauchte (wie sonst nie) und saß in ihrem Korb, der in die geräumige Einzelbox gestellt wurde.

Die Pension sah am Anfang immer Einzelhaltung vor, damit die Katze sich einlebt und dann, je nach Verfassung, Zugang zur Gruppe.
Das waren mehr als 8 Katzen, natürlich keine 40, aber das Gehege auch auf dem Land und ausreichend groß. Passte.
Da alle Katzen nicht in ihrem Revier waren, war das Zusammensein kein Thema, aber die ersten 2-3 Tage war jede Katze echt "durch den Wind". Das wusste die Betreiberin und beruhigte damit eher die Katzenhalter.
(Bei Abholung lief sie auch recht entspannt im großen Gehege umher. Kam meist auf mich zu, wenn sie mich sah, ging dann ausnahmsweise schnell ins Körbchen und zu Hause war alles wie immer. Meist wollte sie gleich eine Runde im Revier drehen, kam abends heim und schlief selig auf ihrer Decke).

:prof:Was ich sagen will: Wie sich die Katze zu Hause verhält, wird Dir nicht sagen, wie sie in der Gruppe ist und wie sie Anfangs ist, die ersten Tage in der Pension ist, sagt nichts drüber aus, ob sie gut in die Gruppe passen wird.

Die Aussage zum "asozialen Verhalten" finde ich kritisch, da es eine menschliche Wertung ist. Was soll das sein?
Die sollte zur Beschreibung einer Katze aus dem Vokabular gestrichen werden, sorry.

Ebenso verfahre ich mit Katzen, die Krankheitssymptome aufweisen, die in einer Gruppe nicht tragbar sind bzw. für die erkrankte Katze in dieser Situation zuviel Stress bedeutet.
In eine Pension, die kranke Katzen aufnimmt, würde ich meine Katzen niemals geben, auch nicht, wenn die Katze in der Nähe in Einzelhaltung ist.

Nicht alle sind davon begeistert, denn Einzelhaltung bedeutet einen nicht unerheblichen Aufpreis. Ich möchte damit aber auch vermeiden, daß mir falsche Angaben gemacht werden, um Geld zu sparen. Es gibt tatsächlich Leute, die es sich dann "nochmal überlegen" wollen, obwohl das nur zum Besten ihrer Katze ist.
Siehe oben. Dieses entweder-oder ist nicht stimmig mit dem Verhalten von Katzen in einer neuen Umgebung.
Das könnte auch der Grund sein, wieso die Katzenhalter Abstand nehmen.

Und was heißt erheblicher Aufpreis? Meine Pension hatte zur Beobachtung die ersten Tage die Einzelhaltung, danach wusste die katzenerfahrene Pensionsbetreiberin, dass sich die Katzen meist beruhigen und startete die Zusammenführung, die problemlos verlief.
Der Preis war gleich, da die EZ zum Gesamtpaket gehörte.

Meine Erfahrungen bislang:
Die Einschätzung der Katzen durch ihre Besitzer ist nicht immer richtig, um es mal vorsichtig auszudrücken.
...
Es wandert auch schon mal die "extrem liebe" Katze, die sich mit allen und jedem versteht, ins Einzelzimmer, weil sie am liebsten Ihresgleichen töten würde.
Das ist die Frage: Wann stellst Du das fest? lässt Du jede Katze erstmal in die Gruppe? und bleibt die Katze dann im Einzelzimmer?

Von Euch würde ich nun gern wissen, worauf Ihr in einer Katzenpension besonderen Wert legen würdet.
Für den absoluten Ausnahmefall, dass ich meine Katze(n) wieder in eine Pension geben würde: Dass der Betreffende mir in seinen Äußerungen zeigt, dass er Wissen um die Spezies Katze hat. Ausreichend Platz, Außengehege, Mahlzeiten, so wie beschrieben klingt das schon gut.

Anregungen, Kritik, Fragen ... Alles ist herzlich willkommen, damit ich es noch besser machen kann
s.o. Mir ist nicht klar, wann Du entscheidest, dass die Katze nichts für die Gruppenhaltung ist und ob es dann dabei bleibt.

Dass selbst anfängliche Einzelhaltung deutlich mehr kostet, finde ich kritisch und was an Angaben noch fehlt: Wie groß ist das Katzenhaus?
 

Iinkognito

Guest
Hallo,

lieben Dank für Deine Rückmeldung. Deine Antwort hat mir gezeigt, daß Einiges vielleicht nicht so klar rübergekommen ist. Habe ich mich so mißverständlich ausgedrückt?

Hallo,
da Du nach Erfahrungen fragst, wie es die Menschen gern hätten, nur ein paar Anmerkungen, was mir aufgefallen ist

Aus meiner Erfahrung. Ich hatte sehr, sehr viele Jahre eine extrem gut sozialisierte, liebe, entspannte, sehr menschenbezogene Katze, die man jederzeit auf den Arm nehme konnte, die nicht biss, wenn sie runter wollte, sondern nur zappelte, die nie scheu war, sich nie verkroch, auf alles zuging und durchaus auch zu Besuchen bei anderen Katzenbesitzern mitgenommen werden konnte, wenn ich also mal länger weg war und sie mitnahm. Freigängerin, tagsüber auf der Pirsch, nachts im Haus. Kam, wenn sie gerufen wurde (und wollte ::bg)

In ihren jungen Jahren (Anfang des Jahrtausends) gab es leider ein paar Mal die Notwendigkeit sie in einer Pension unterzubringen.

In der Pension- und das war eine richtig gute, die ich lang gesucht hatte, mit Außengehege- war diese absolut entspannte Katze bei der Ankunft aber total gestresst. Fauchte (wie sonst nie) und saß in ihrem Korb, der in die geräumige Einzelbox gestellt wurde.
Worauf führst Du dieses extrem veränderte Verhalten zurück? Wenn Deine Katze selbst in fremden Katzenhaushalten völlig entspannt war, dann ist es sehr verwunderlich, daß sie in der Pension so reagierte. War sie nur das erste Mal so "ängstlich" oder jedesmal, wenn sie in diese Pension gebracht wurde?

Die Pension sah am Anfang immer Einzelhaltung vor, damit die Katze sich einlebt und dann, je nach Verfassung, Zugang zur Gruppe.
Das waren mehr als 8 Katzen, natürlich keine 40, aber das Gehege auch auf dem Land und ausreichend groß. Passte.
Wieviele Katzen wurden denn dort maximal aufgenommen und wie groß waren die Räume?

Da alle Katzen nicht in ihrem Revier waren, war das Zusammensein kein Thema, aber die ersten 2-3 Tage war jede Katze echt "durch den Wind". Das wusste die Betreiberin und beruhigte damit eher die Katzenhalter.
Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, daß viele Katzen erstmal vorsichtig und mißtrauisch sind, aber das ist längst nicht immer der Fall. Ich habe die Erfahrung gemacht, je entspannter die Katzenbesitzer sind, desto entspannter die Katzen. Wenn unentspannte Besitzer das Katzenhaus verlassen, dann verhält sich die Katze auch gleich ganz anders.


(Bei Abholung lief sie auch recht entspannt im großen Gehege umher. Kam meist auf mich zu, wenn sie mich sah, ging dann ausnahmsweise schnell ins Körbchen und zu Hause war alles wie immer. Meist wollte sie gleich eine Runde im Revier drehen, kam abends heim und schlief selig auf ihrer Decke).
Du warst sicher auch ganz glücklich, daß sie wieder da war :)

:prof:Was ich sagen will: Wie sich die Katze zu Hause verhält, wird Dir nicht sagen, wie sie in der Gruppe ist und wie sie Anfangs ist, die ersten Tage in der Pension ist, sagt nichts drüber aus, ob sie gut in die Gruppe passen wird.
Das habe ich auch nicht gesagt! Doch es gibt gewisse Anhaltspunkte, die einem schon eine Menge über das mögliche Sozialverhalten einer Katze gegenüber Artgenossen sagen. Man muß nur die passenden Fragen stellen.

Die Aussage zum "asozialen Verhalten" finde ich kritisch, da es eine menschliche Wertung ist. Was soll das sein?
Die sollte zur Beschreibung einer Katze aus dem Vokabular gestrichen werden, sorry.
Asozial = Unsozial und bedeutet nichts anderes, als von der Norm abweichend. Eine Katze, die die Sprache und "normalen" Verhaltensweisen Ihresgleichen nicht versteht wird sich diesen gegenüber unsozial=asozial verhalten.
Der Mensch hat fälscherlicherweise einen wertenden Begriff daraus gemacht. Aber ich kann auch gern auf diesen Ausdruck verzichten, wenn sich jemand daran stößt.


In eine Pension, die kranke Katzen aufnimmt, würde ich meine Katzen niemals geben, auch nicht, wenn die Katze in der Nähe in Einzelhaltung ist.
Das ist mir zu allgemein. Was ist mit chronisch kranken Katzen? Z.B. CNI?
Oder wenn die Katze sich vertreten hat und humpelt? Diabetes? Hat einen Abszess?
Dürfen deren Besitzer nicht erwarten, daß man auch solche Katzen in Pflege nimmt? Ich würde solche Katzen nicht ablehnen, aber je nach Schwere der Erkrankung eine Einzelhaltung empfehlen. Das kostet mehr. Ist ja auch ein wesentlich höherer Aufwand.

Siehe oben. Dieses entweder-oder ist nicht stimmig mit dem Verhalten von Katzen in einer neuen Umgebung.
Das könnte auch der Grund sein, wieso die Katzenhalter Abstand nehmen.
Da weiß ich jetzt nicht genau, was Du meinst. Hilf mir auf die Sprünge.
Wieso sollten Katzenhalter Abstand nehmen?


Und was heißt erheblicher Aufpreis? Meine Pension hatte zur Beobachtung die ersten Tage die Einzelhaltung, danach wusste die katzenerfahrene Pensionsbetreiberin, dass sich die Katzen meist beruhigen und startete die Zusammenführung, die problemlos verlief.
Der Preis war gleich, da die EZ zum Gesamtpaket gehörte.
Ich denke, da hast Du etwas mißverstanden. Es geht nicht um eine Box oder Abteil, in der Katzen eingewöhnt werden. Sowas kostet nichts extra. Ganz klar.

Es geht darum, daß eine Katze einen ganzen Raum, in dem man sonst mehrere Katzen aufnehmen könnte, für sich allein bekommt, weil sie total aggressiv ist oder krank und somit mehr Pflege und erhöhte Aufmerksamkeit benötigt.

Das ist die Frage: Wann stellst Du das fest? lässt Du jede Katze erstmal in die Gruppe? und bleibt die Katze dann im Einzelzimmer?
Das Einzelzimmer ist, wie gesagt weit weg von der Gruppenhaltung, kann also nicht der Zusammenführung dienen. Ich habe, wie gesagt, Türen zwischen den einzelnen Räumen, die ich schließen kann. Sie sind jeweils mit Katzenklappen versehen, die man auch schließen kann. Man sieht sehr schnell, wie Neuankömmlinge auf ihre Artgenossen reagieren. Katzen, die sich eh schon öfter bei mir begegnet sind, lasse ich gleich zusammen, wenn sie sich gut verstehen oder gar angefreundet haben.

Für den absoluten Ausnahmefall, dass ich meine Katze(n) wieder in eine Pension geben würde: Dass der Betreffende mir in seinen Äußerungen zeigt, dass er Wissen um die Spezies Katze hat. Ausreichend Platz, Außengehege, Mahlzeiten, so wie beschrieben klingt das schon gut.
Das sollte Voraussetzung sein. Da gebe ich Dir vollkommen Recht.
Was ich aber nicht verstehe: Warum würdest Du Deine Katze nur noch in Ausnahmefällen in diese Pension geben?


s.o. Mir ist nicht klar, wann Du entscheidest, dass die Katze nichts für die Gruppenhaltung ist und ob es dann dabei bleibt.
Das ist von Fall zu Fall verschieden und kann man nicht verallgemeinernd sagen. Das ist von vielen Faktoren abhängig.
Extremfälle, wo Katzen schon ausrasten, wenn sie auf fremden Territorium ihresgleichen nur durch eine Scheibe sehen, gehen in Einzelhaltung. Ganz klar! Ich möchte in meiner Pension bei solchen Extremfällen keine Sozialisierungsversuche veranstalten. Daa würde auch in der meist kurzen Zeit nicht viel bringen.

Dass selbst anfängliche Einzelhaltung deutlich mehr kostet, finde ich kritisch und was an Angaben noch fehlt: Wie groß ist das Katzenhaus?
Ich habe nicht gesagt, daß anfängliche Einzelhaltung mehr kostet! Viel mehr habe ich gesagt, daß unsoziale, aggressive und Katzen, die erkranken, bei denen zuvor Gruppenhaltung und damit ein anderer Preis vereinbart wurde, in Einzelhaltung gehen, zu ihrem eigenen und aller anderen Schutz bzw. um der betroffenen Katze Stress zu ersparen. Das kostet dann mehr.

Katzenhaus und Außengehege sind 60 qm groß.


Nochmals Danke für Deine Antwort. Ich finde es sehr aufschlußreich, welch Mißverständnisse entstehen können.
 
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Julchen94

Julchen94

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Auch wenn Du "unerkannt" bleiben möchtest, würde mich schon interessieren in welchem Teil Deutschlands Du Dich aufhältst ::w und was Du ca. nimmst wenn Du eine Katze in Einzelhaltung aufnimmst.
Die Preisunterschiede zur Gruppenhaltung sind doch sicher anders.

Eine gute Katzenpension zu finden ist gar nicht so leicht.

Baghira und Ming waren mehrfach in einer wirklich guten Pension hier im Ort, in den letzten Jahren habe ich ihnen das aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr angetan. Baghira war chronisch krank, d.h. Schilddrüsenüberfunktion mit schlechten Leberwerten. Er musste natürlich morgens und abends mit Medikamenten versorgt werden. Die Leitung der Katzenpension ist eine gelernte Krankenschwester, super lieb und nett und sehr sauber.
Wenn die beiden dort waren bin ich immer sehr beruhigt in den Urlaub gefahren. Der Kontakt zur Pension wurde per whats app gehalten. Dann kam abends schon mal ein Video von den beiden. Das fand ich immer klasse.

Im letzten Jahr waren Angel und Luntik zum ersten Mal in einer Pension für 10 Tage. Sie wurde mir empfohlen und ich habe sie mir auch vorher angeschaut. Alles sauber, die Dame so knapp an die 60 Jahre alt und sehr nett. Eine Tierärztin für den Notfall wohnte sogar mit im Haus.

Die Pension hat diverse Räume, die man mit Gittern zu machen kann und ein großes Außengehege. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass Angel bitte nur das Futter frisst, was ich eingepackt habe, da die junge Dame etwas empfindlich ist und von anderem Futter schnell Durchfall bekommt.

Fazit war dann, dass es den beiden dort wohl gut ging, sie waren bei Abholung freundlich und gar nicht verstört. Der Raum war sauber, alles soweit ok - BIS AUF DIE FUTTERNÄPFE MIT DIVERSEN SORTEN, die für alle zugänglich waren:twisted::twisted: weil die Türen offen standen damit alle ins Außengehege gehen konnten. Meine Angel sah irgendwie etwas angegriffen aus...

Zuhause kam sie dann erstmal auf die Waage, da waren 350 g weg und der nächste Gang zur Katzentoilette brachte dann Durchfall ans Tageslicht.
Ich habe dann mit der Pension telefoniert und ihr das auch mitgeteilt.

Was ich im nächsten Urlaub mache weiß ich auch noch nicht. Vielleicht gehen die beiden dann die die Pension wo Baghira und Ming immer waren.

So hat mir das da wirklich gut gefallen, aber das viele Futter und alles durcheinander fressen geht gar nicht.
 

zouzounaki

Guest
Worauf führst Du dieses extrem veränderte Verhalten zurück? Wenn Deine Katze selbst in fremden Katzenhaushalten völlig entspannt war, dann ist es sehr verwunderlich, daß sie in der Pension so reagierte.
Mich verwundert Deine Frage sehr.
Zu erwarten, dass eine Katze in einer fremden Umgebung mit den ganzen Katzen, deren fremden Gerüche (das sind zig Info für die Katze) usw. sich nicht anders verhält und es merkwürdig zu finden, dass sie ganz anders ist als zu Hause.

Die wirklich erfahrene Betreiberin der Pension sah das wie gesagt völlig anders- und zutreffend. Nach 2-3 Tage war alles wieder gut.

Woher soll die Katze denn wissen, dass sie in einer Pension und nicht beim Tierarzt oder sonst wo ist, wo sie sich oft auch ganz anders als zu Hause verhalten? Und woher, dass sie in 2-3 Wochen wieder heim kommt? Woher, dass all die fremden Gerüche und Info, die sie darüber bekommt, ihr nicht gefährlich werden?

Asozial = Unsozial und bedeutet nichts anderes, als von der Norm abweichend. Eine Katze, die die Sprache und "normalen" Verhaltensweisen Ihresgleichen nicht versteht wird sich diesen gegenüber unsozial=asozial verhalten.
das ist die Frage, was Du damit meinst und wann Du ein Verhalten als "nicht normal" bewertest.
Eine Katze, die eine fremde Katze angreift, verhält sich völlig normal und artgerecht. Da ist nichts "unsoziales". Das meinte ich mit dem Wissen zur Spezies.

Da weiß ich jetzt nicht genau, was Du meinst. Hilf mir auf die Sprünge.
Wieso sollten Katzenhalter Abstand nehmen?
Du hast geschrieben, welche Kriterien Du bei der Auswahl der Katzen und ob Gruppe oder Einzel zugrunde legst und wann Du zu Einzelhaltung rätst. Und dass einige wegen der Kosten in Einzelhaltung Abstand nehmen. Und meine Antwort hierauf war, dass es vielleicht nicht nur die Kosten sind.

Ich habe damals mit etlichen Pensionen telefoniert. Und da gab es auch die ein oder andere Aussage, die mich zweifeln liess, ob der Pensionsbetreiber sich wirklich mit Katzen auskennt.

Wenn er z.B. sich wundert, dass meine absolut verträgliche Katze Anfangs faucht und damit wohl "aggressiv" reagiert.
Das hätte mir sehr zu denken gegeben (oder so wie eine Aussage damals, dass sich Katzen- die Freigänger sind- im "Winter" (also nur, weil der Kalender das anzeigt) draußen erkälten :wand: )

Es geht darum, daß eine Katze einen ganzen Raum, in dem man sonst mehrere Katzen aufnehmen könnte, für sich allein bekommt, weil sie total aggressiv ist oder krank und somit mehr Pflege und erhöhte Aufmerksamkeit benötigt.
Da stand ja nichts dazu. Daher war es unklar, was gemeint ist.

Das Einzelzimmer ist, wie gesagt weit weg von der Gruppenhaltung, kann also nicht der Zusammenführung dienen.
Das war dort anders. Die Einzelboxen standen in der Nähe, so dass sich die Katze an die Gerüche und Geräusche gewöhnen konnte und dann nach 1-2 Tagen zu den anderen gelassen werden konnte. Das war dann auch kein Problem.

Was ich aber nicht verstehe: Warum würdest Du Deine Katze nur noch in Ausnahmefällen in diese Pension geben?
Nimm es mir nicht übel, aber diese Frage verwundert mich noch mehr, wie Deine oben genannte Verwunderung darüber, dass eine absolut sozialisierte entspannte Katze, die jeden Umzug problemlos mitmachte, in einer Katzenpension anfangs ganz anders ist.
Aber vielleicht hab ich Deine Frage missverstanden.

Für Katzen sind Ortswechsel purer Stress, ob sie ihn zeigen oder nicht. Die Pension ist absoluter Stress, allein die Anzahl der Gerüchte, ob 8 oder 15 Katzen ist dabei recht unerheblich. Sie ist irgendwo fremd, auch wenn sie es beim 2. mal vielleicht schneller erkennt.

Das beste, wenn man in Urlaub fährt ist, jemand, der nach den Katzen regelmäßig schauen, neben Futter geben, sich mit ihnen beschäftigt, ideal natürlich, wenn er als Sitter gleich ganz da bleiben kann.
Für die Katze sollte sich nicht viel ändern. Freigang, wie gewohnt oder eben zu Hause mit den anderen sein.
Daher nur im Ausnahmefall, damals wie heute.


Das ist von Fall zu Fall verschieden und kann man nicht verallgemeinernd sagen. Das ist von vielen Faktoren abhängig.
Extremfälle, wo Katzen schon ausrasten, wenn sie auf fremden Territorium ihresgleichen nur durch eine Scheibe sehen, gehen in Einzelhaltung. Ganz klar! Ich möchte in meiner Pension bei solchen Extremfällen keine Sozialisierungsversuche veranstalten. Daa würde auch in der meist kurzen Zeit nicht viel bringen.
Das ist genau das Problem, das ich bereits im ersten Beitrag angesprochen habe.
Du setzt das Verhalten der Katze in ihrer Ausnahmesituation fälschlich mit fehlender Sozialisation gleich.
Du urteilt schnell und aufgrund falscher Annahmen und Du nimmst der Katze die Chance, sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen.
Du musst sie gar nicht sozialisieren, das dürften die meisten Katzen sein, aber wenn man ihr arttypisches Verhalten in ihrer Ausnahmesituation als "unsozialisiert" missversteht, kommt man zu so einer Überlegung.

Ich habe nicht gesagt, daß anfängliche Einzelhaltung mehr kostet!
Gut, oben steht es halt anders. Dass es erheblich mehr kostet. Ist ja egal, das ist Deine Entscheidung und wenn die Katzenhalter das tragen, ist das ja ok.

Nochmals Danke für Deine Antwort. Ich finde es sehr aufschlußreich, welch Missverständnisse entstehen können
ja, daher redet man ja darüber.
Missverständnisse entstehen wenn Info fehlt, auf allen Seiten. Katzen, Katzenhalter, Pensionsbetreiber.
Manche Deiner Äußerungen halte ich für jemand, der Katzen pflegen will für schwierig, um es vorsichtig auszurücken- welche, habe ich beschrieben. Dass Du das Wissen um die Spezies hast, würde ich anhand Deiner Äußerung hier, nicht bejahen.

Du wolltest eine Rückmeldung. Nimm Dir einfach, was passt und ignoriere den Rest.::w
 

Iinkognito

Guest
Mich verwundert Deine Frage sehr.
Zu erwarten, dass eine Katze in einer fremden Umgebung mit den ganzen Katzen, deren fremden Gerüche (das sind zig Info für die Katze) usw. sich nicht anders verhält und es merkwürdig zu finden, dass sie ganz anders ist als zu Hause.

Die wirklich erfahrene Betreiberin der Pension sah das wie gesagt völlig anders- und zutreffend. Nach 2-3 Tage war alles wieder gut.

Woher soll die Katze denn wissen, dass sie in einer Pension und nicht beim Tierarzt oder sonst wo ist, wo sie sich oft auch ganz anders als zu Hause verhalten? Und woher, dass sie in 2-3 Wochen wieder heim kommt? Woher, dass all die fremden Gerüche und Info, die sie darüber bekommt, ihr nicht gefährlich werden?


das ist die Frage, was Du damit meinst und wann Du ein Verhalten als "nicht normal" bewertest.
Eine Katze, die eine fremde Katze angreift, verhält sich völlig normal und artgerecht. Da ist nichts "unsoziales". Das meinte ich mit dem Wissen zur Spezies.


Du hast geschrieben, welche Kriterien Du bei der Auswahl der Katzen und ob Gruppe oder Einzel zugrunde legst und wann Du zu Einzelhaltung rätst. Und dass einige wegen der Kosten in Einzelhaltung Abstand nehmen. Und meine Antwort hierauf war, dass es vielleicht nicht nur die Kosten sind.

Ich habe damals mit etlichen Pensionen telefoniert. Und da gab es auch die ein oder andere Aussage, die mich zweifeln liess, ob der Pensionsbetreiber sich wirklich mit Katzen auskennt.

Wenn er z.B. sich wundert, dass meine absolut verträgliche Katze Anfangs faucht und damit wohl "aggressiv" reagiert.
Das hätte mir sehr zu denken gegeben (oder so wie eine Aussage damals, dass sich Katzen- die Freigänger sind- im "Winter" (also nur, weil der Kalender das anzeigt) draußen erkälten :wand: )


Da stand ja nichts dazu. Daher war es unklar, was gemeint ist.


Das war dort anders. Die Einzelboxen standen in der Nähe, so dass sich die Katze an die Gerüche und Geräusche gewöhnen konnte und dann nach 1-2 Tagen zu den anderen gelassen werden konnte. Das war dann auch kein Problem.


Nimm es mir nicht übel, aber diese Frage verwundert mich noch mehr, wie Deine oben genannte Verwunderung darüber, dass eine absolut sozialisierte entspannte Katze, die jeden Umzug problemlos mitmachte, in einer Katzenpension anfangs ganz anders ist.
Aber vielleicht hab ich Deine Frage missverstanden.

Für Katzen sind Ortswechsel purer Stress, ob sie ihn zeigen oder nicht. Die Pension ist absoluter Stress, allein die Anzahl der Gerüchte, ob 8 oder 15 Katzen ist dabei recht unerheblich. Sie ist irgendwo fremd, auch wenn sie es beim 2. mal vielleicht schneller erkennt.

Das beste, wenn man in Urlaub fährt ist, jemand, der nach den Katzen regelmäßig schauen, neben Futter geben, sich mit ihnen beschäftigt, ideal natürlich, wenn er als Sitter gleich ganz da bleiben kann.
Für die Katze sollte sich nicht viel ändern. Freigang, wie gewohnt oder eben zu Hause mit den anderen sein.
Daher nur im Ausnahmefall, damals wie heute.



Das ist genau das Problem, das ich bereits im ersten Beitrag angesprochen habe.
Du setzt das Verhalten der Katze in ihrer Ausnahmesituation fälschlich mit fehlender Sozialisation gleich.
Du urteilt schnell und aufgrund falscher Annahmen und Du nimmst der Katze die Chance, sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen.
Du musst sie gar nicht sozialisieren, das dürften die meisten Katzen sein, aber wenn man ihr arttypisches Verhalten in ihrer Ausnahmesituation als "unsozialisiert" missversteht, kommt man zu so einer Überlegung.


Gut, oben steht es halt anders. Dass es erheblich mehr kostet. Ist ja egal, das ist Deine Entscheidung und wenn die Katzenhalter das tragen, ist das ja ok.


ja, daher redet man ja darüber.
Missverständnisse entstehen wenn Info fehlt, auf allen Seiten. Katzen, Katzenhalter, Pensionsbetreiber.
Manche Deiner Äußerungen halte ich für jemand, der Katzen pflegen will für schwierig, um es vorsichtig auszurücken- welche, habe ich beschrieben. Dass Du das Wissen um die Spezies hast, würde ich anhand Deiner Äußerung hier, nicht bejahen.

Du wolltest eine Rückmeldung. Nimm Dir einfach, was passt und ignoriere den Rest.::w
Ich denke, Du bist einfach ein schwieriger Mensch, der ziemlich eingefahren ist und garnicht wirklich liest, was andere schreiben. Du weichst auf konkrete Fragen aus und lenkst ab, indem Du Deinem Gegenüber einfach etwas unterstellst, wenn Du selbst Informationen rausrücken sollst. Sehr schade! Ich dachte, man kann hier ganz sachlich über derlei Dinge reden.

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Iinkognito

Guest
Auch wenn Du "unerkannt" bleiben möchtest, würde mich schon interessieren in welchem Teil Deutschlands Du Dich aufhältst ::w und was Du ca. nimmst wenn Du eine Katze in Einzelhaltung aufnimmst.
Die Preisunterschiede zur Gruppenhaltung sind doch sicher anders.

Eine gute Katzenpension zu finden ist gar nicht so leicht.

Baghira und Ming waren mehrfach in einer wirklich guten Pension hier im Ort, in den letzten Jahren habe ich ihnen das aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr angetan. Baghira war chronisch krank, d.h. Schilddrüsenüberfunktion mit schlechten Leberwerten. Er musste natürlich morgens und abends mit Medikamenten versorgt werden. Die Leitung der Katzenpension ist eine gelernte Krankenschwester, super lieb und nett und sehr sauber.
Wenn die beiden dort waren bin ich immer sehr beruhigt in den Urlaub gefahren. Der Kontakt zur Pension wurde per whats app gehalten. Dann kam abends schon mal ein Video von den beiden. Das fand ich immer klasse.

Im letzten Jahr waren Angel und Luntik zum ersten Mal in einer Pension für 10 Tage. Sie wurde mir empfohlen und ich habe sie mir auch vorher angeschaut. Alles sauber, die Dame so knapp an die 60 Jahre alt und sehr nett. Eine Tierärztin für den Notfall wohnte sogar mit im Haus.

Die Pension hat diverse Räume, die man mit Gittern zu machen kann und ein großes Außengehege. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass Angel bitte nur das Futter frisst, was ich eingepackt habe, da die junge Dame etwas empfindlich ist und von anderem Futter schnell Durchfall bekommt.

Fazit war dann, dass es den beiden dort wohl gut ging, sie waren bei Abholung freundlich und gar nicht verstört. Der Raum war sauber, alles soweit ok - BIS AUF DIE FUTTERNÄPFE MIT DIVERSEN SORTEN, die für alle zugänglich waren:twisted::twisted: weil die Türen offen standen damit alle ins Außengehege gehen konnten. Meine Angel sah irgendwie etwas angegriffen aus...

Zuhause kam sie dann erstmal auf die Waage, da waren 350 g weg und der nächste Gang zur Katzentoilette brachte dann Durchfall ans Tageslicht.
Ich habe dann mit der Pension telefoniert und ihr das auch mitgeteilt.

Was ich im nächsten Urlaub mache weiß ich auch noch nicht. Vielleicht gehen die beiden dann die die Pension wo Baghira und Ming immer waren.

So hat mir das da wirklich gut gefallen, aber das viele Futter und alles durcheinander fressen geht gar nicht.
Hallo Julchen,
tut mir leid, ich werde meinen Standort nicht preisgeben. Ich bin nur an einem Austausch zwischen Katzenhaltern interessiert, die darüber nachdenken, ihre Katze in eine Pension zu geben bzw. es schon getan haben oder die, die sich Gedanken machten, was ihnen in einer Katzenpension wichtig wäre, wenn sie eine in Anspruch nehmen würden.

Trotzdem habe ich eine Frage an Dich:
Warum hast Du die Pension gewechselt? Scheinbar hat bei Deinen anderen beiden Katzen in der ersten Pension ja alles gut geklappt.

350 gr ist schon eine Hausnummer! In welcher Zeit ist denn das passiert?
Das sollte absolut nicht sein. Deswegen beobachte ich meine Gäste, wenn mir auffällt, daß breiiger Kot in den Kaklos ist, was auch bei gewohntem Futter passieren kann. Meistens krieg ich das aber eh sofort mit. Das ist halt der Vorteil, wenn man nur wenige kätzische Gäste hat. Bei 20 oder 30 Katzen funktioniert das nicht mehr.

Ich würde an Deiner Stelle wirklich nochmal die erste Pension aufsuchen und genau abklären, ob es auch in Gruppenhaltung gewährleistet ist, daß Deine Mäuse nur das gewohnte Futter bekommen. Wenn die Unverträglichkeit sowohl NaFu, als auch TroFu betrifft dürfte das extrem schwierig werden, wenn noch andere Katzen im Raum untergebracht sind.
 

Iinkognito

Guest
Ich möchte hiermit die Moderatoren bitten diesen ganzen Thread zu löschen.

Ich habe den Thread nicht erstellt, um irgendwelchen Profilierungssüchtigen (Nicht julchen!) eine Plattform zu bieten.
Unter einem sachlichen Austausch stelle ich mir etwas anderes vor.
 
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Nika

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Ich habe jetzt nichts unsachliches gelesen. Und Kritik sollte ja schon erlaubt sein, bei einem so heiklen Thema. Den Thread jetzt löschen zu lassen, obwohl sich die Beteiligten wirklich viel Mühe mit ihren Posts gemacht haben, finde ich nicht in Ordnung - das wäre ja dann verschenkte Zeit gewesen. Die Meinungen sollte man schon zugestehen. Du willst einen sachlichen Austausch und antwortest anderen Schreibern "was hast Du geraucht ?" - sachlich ist für mich etwas anderes.

Ich hoffe, der Thread bleibt noch offen, auch ich habe meine Erfahrungen mit einer Katzenpension gemacht - nur jetzt keine Zeit für lange Texte.
 
Julchen94

Julchen94

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Ich fände es auch schade den Thread zu löschen.

Wir haben uns damals sehr spät entschieden in den Urlaub zu fliegen.
Da war die andere Pension schon ausgebucht.
Da müsste man nachfragen wie es dort mit dem Futter in Gruppenhaltung ist. Ich bin da generell nicht sehr von begeistert und habe Baghira und Ming immer im Einzelzimmer gebucht. ::bg

Die Gewichtsabnahme damals war schon nicht ohne und ganz schön viel für 10 Tage. Ich weiß auch nicht warum man überall Futter hinstellen muss, noch dazu wenn einige der Katzen nur Schrott fressen. Für Angel ist das gar nichts.

Wenn wir dieses Jahr fahren, dann erst im September. Ich hoffe, dass dann die Pension von damals nicht ausgebucht ist und ich die beiden dort unterbringen kann.
Ming bleibt zuhause und hat einen Katzensitter. Unser Garten ist eingezäunt, dann kann sie raus und hat ihre gewohnte Umgebung.
Vom Prinzip her können die beiden Zwerge auch zuhause bleiben, aber ich habe immer Angst, dass sie mich suchen und dann über den Zaun gehen.
Da bringe ich sie lieber in eine Pension.

Ich denke, in Pensionen ist es generell schwierig, bei Gruppenhaltung zu gewährleisten, dass alle nur ihr Futter fressen. Hat man chronisch kranke Katzen dabei mit CNI oder SDÜ oder Pankreatitis, müssen diese mehrere kleine Mahlzeiten fressen und oft auch Spezialfutter. Ich bin kein Freund der Gruppenhaltung und bevorzuge Einzelzimmer. Da kann man den ganzen Tag Futter stehen lassen. Das ist wesentlich einfacher.
 

Iinkognito

Guest
Hallo Nika,

unter einem sachlichen Austausch stelle ich mir etwas anderes vor, als daß was zouzounaki macht, nämlich etwas zusammenreimen und Schlüsse ziehen, die an den Haaren herbeigezogen sind.
Das hat nichts mit Kritik zu tun, sondern mit Angriff und Provokation.


Hallo Julchen,

Du hast vollkommen Recht. Katzen, die ausschließlich Spezialnahrung bekommen und auf keinen Fall etwas anderes fressen dürfen, müssen zwingend in Einzelhaltung.

Ich würde an Deiner Stelle jetzt schon buchen, sofern Du jetzt schonweißt, wann genau Du in Urlaub fahren möchtest. Tierpensionen sind saisonal stark frequentiert. Ferienzeit, lange Wochenenden (Pfingsten etc.) und Feiertage werden oft schon Monate im vorraus gebucht. Einige meiner Stammkunden buchen gleich mehrere Termine auf einmal, denn bei derzeit 4 Gästen bin ich zu Stoßzeiten schnell an der Aufnahmegrenze.

Zwei zusammengehörige Katzen in einem Einzelzimmer unterbringen zu lassen ist natürlich eine gute Wahl, sofern das Zimmer groß genug ist, aber vielen ist das zu teuer.
Manche wollen auch unbedingt artgleiche Gesellschaft für Ihre Einzelkatze. Merkwürdigerweise! Vielleicht haben sie Angst, daß ihre Katze sich langweilt?
Ich persönlich beschäftige mich sehr viel mit meinen Gästen. Im Einzelzimmer übernachte ich sogar zuweilen, wenn eine Katze sehr anhänglich ist oder nur in der Nacht aus Ihrem Versteck kommt.

Sofern es das Naßfutter betrifft, kann ich gewährleisten, daß die Katze ihr gewohntes Futter bekommt. Es ist zwar in den ersten Tagen eine etwas aufwendigere Sache, aber Katzen sind ja intelligent und begreifen schnell. Das Futter einfach stehen lassen funktioniert natürlich nicht. Wenn eine Katze ihr Futter nicht sofort frisst, dann bekommt sie es eben ein paar Mal angeboten. Nur so kann ich auch sehen, ob sie wirklich etwas davon frisst.

Was würdest Du Dir sonst noch für Deine Schätzchen wünschen, was nicht eh in den meisten Pensionen Standard ist?
 

Apropo

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Ich persönlich habe seit ich erwachsen bin meine Katzen noch nie in eine Pension gegeben und werde es wahrscheinlich auch nie tun. Da fahre ich lieber nie wieder in den Urlaub.

Als ich klein war hat meine Mutter unseren Kater in eine Pension gegeben und er kam mit einem bösen Schnupfen zurück an dem er dann starb. Ok, das ist jetzt über 30 Jahre her, es hat sich einiges geändert. Wahrscheinlich denken viele Pensionsbesitzer schon etwas anders als damals bzw. haben mehr Wissen. Und auch die tierärztlichen Möglichkeiten sind besser als früher. Aber ich hab da einfach ein kleines Trauma zurück behalten.

Aber wenn es, warum auch immer, mal nicht anders gehen sollte, dann würde ich aus diesem Grund auch auf Einzelhaltung bestehen. Und zwar in eigenem Zimmer. Durch Gitter getrennt würde mir nicht reichen.
 
Julchen94

Julchen94

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Angel ist etwas schüchtern und fremden Menschen gegenüber anfangs sehr skeptisch. Obwohl sie ja nun mit Durchfall wieder kam war sie sehr ausgeglichen und zufrieden als ich sie abgeholt habe. An Zuwendung hat es dort in der Pension nicht gemangelt.

Auch in der anderen Pension bekamen meine alten Schätzchen sehr viel Zuwendung, was ich für zwingend notwendig halte. Baghira war ein mäkeliger Fresser. Sabine hat es immer wieder geschafft, ihn zum Fressen zu bewegen und sich notfalls dazu gesetzt. Sie wusste, dass ich sehr unruhig war und hat dann abends vom Fressen mal ein Video geschickt, so war man dann immer beruhigt.

Wie gesagt, getrennte Fütterung, Sauberkeit und Zuwendung sind so die Punkte, die ich für wichtig halte. Ein medizinisches Grundwissen ist natürlich auch von Vorteil, so dass man manche Krankheiten/Humpeln/Nickhaut vorgezogen erkennt bevor es schlimmer wird.

An Zuwendung hat es in der zweiten Pension auch nicht gemangelt, die Tierärztin war immer in greifbarer Nähe. In beiden Pensionen sind Außengehege, so dass die Katzen raus können.

Ich weiß leider noch nicht wann wir Urlaub machen und kann das erst kurzfristig buchen.

@apropo: ich bin auch kein Urlaubsmensch, aber meine Woche Türkei im Frühjahr oder im Herbst tut unheimlich gut. Die Woche brauche ich...
 

Iinkognito

Guest
Hallo Apropo,

tut mir leid, daß Du so eine schlimme Erfahrung machen mußtest, aber
ja, es hat sich viel geändert, auch seitens der Gesetze.

Es kann nicht jeder einfach so mal eben eine Katzenpension eröffnen. Dazu bedarf es einer Genehmigung seitens des Veterinäramtes und man muß einen Sachkundenachweis erbringen.

Ich denke, in einem persönlichen Gespräch mit einem Pensionsbetreiber wird man schnell feststellen, ob jemand einfach nur Geld damit verdienen will oder ob die ihm anvertrauten Katzen auch wirklich am Herzen liegen.
 
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