Extrem aggressive Katze

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AlterPonk

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Hallo :)
Ich bin neu hier und habe mir bereits einige andere Threads zum Thema Katzenaggression, sowohl hier als auch auf anderen Internetseiten, durchgelesen. Allerdings kann ich viele der Artikel nicht auf unsere Katze anwenden, weshalb ich einen extra Beitrag schreiben wollte. Vielleicht hat ja jemand von euch bereits Erfahrung mit ähnlichen Situationen/Katzen gemacht und kann mir da Ratschläge geben.

Also, beginnen wir mal:
Am 01.03.2018 sind mein Freund und ich zu seinem Bruder gefahren um dessen Katze abzuholen. Wir wollten ihr ein besseres Zuhause bieten.

Vorgeschichte der Katze, soweit bekannt:
Der Bruder meines Freundes hat Kinder, die die Katze (Nomi) ständig grob gegriffen und durch die Gegend "geschmissen" haben. Generell sei nicht gerade fürsorglich mit dem armen Tier umgegangen worden...

Außerdem, so sagte uns der Bruder, habe er die Katze von einer Tierschutzorganisation. Diese habe sie aus einem anderen Haushalt gerettet in dem sie misshandelt worden sei (wie genau konnte uns niemand sagen).

Unsere Nomi musste nun also schon in zwei schwierigen Familien leben und hat in ihrem kurzen Leben (etwa 2 Jahre) viele schlechte Erfahrungen sammeln müssen :-( .

Bei uns:
Auf der Fahrt in ihr
neues Heim wirkte sie auf mich sehr ruhig. Sie legte sich in ihrem Tragekörbchen hin und schaute neugierig aus dem Fenster.
Entgegen des Rates des Bruders hatte ich meinen Finger durch die Gitterstäbe gesteckt, da ich ihr zeigen wollte, dass sie keine Angst zu haben braucht und wir für sie da sind. Sie legte sich auch zu mir auf die Seite und ließ sich von mir streicheln.

Zuhause angekommen war sie sehr ängstlich. Wir ließen sie von selbst aus dem Tragekorb kommen und verzogen uns ins Wohnzimmer um sie nicht mehr zu überfordern als notwendig.
Sie versteckte sich hinter einem Schrank und blieb dort auch für Stunden sitzen ohne sich zu bewegen. Weder futtern noch trinken wollte sie und von putzen schien sie nie was gehört zu haben (was mich sehr verwunderte, da die Katze, die ich von meinem Elternhaus kenne, sich ständig und gerne putzt).

Zwei Tage lang hockte sie bloß dort, nachts kam sie heraus zum fressen und verschwand dann sofort wieder in ihr Versteck. Nur manchmal holte mein Freund sie aus der Ecke heraus, um Zeit mit dem Tier zu verbringen.

Am dritten Tag fing das Chaos an:
Mein Freund hatte die Katze gerade wieder zu sich geholt, als ich bemerkte das sie schwarze Punkte im Fell hat. Wir trugen sie daher ins Bad und kämmten sie einmal durch (so gut es ging, da ihr Fell auch sehr verfilzt war) und schwubs: 3 Flöhe auf dem Badewannenboden :eek:

Daraufhin haben wir die Wohnung umgekrempelt alles gesaugt und gewischt und Wäschesäcke zusammengepackt und dann: auf zum Tierarzt.
Dieser verschrieb der kleinen Nomi ein Flohmittel, das auch sehr schnell und effektiv half :)

Am Sonntag musste ich dann aber zu meinen Eltern, da ich in meiner Heimatstadt einen Termin hatte. Ich musste meinen Freund also mit der Katze alleine zurücklassen und dieser ist recht unerfahren was Katzen angeht.

Erst ging wohl alles gut. Er hat mir Bilder und Videos geschickt wie er bei ihr saß, sie streichelte und sie sich zu ihm legte.
Dann allerdings, änderte sich ihr Verhalten von einer Sekunde auf die andere: Mein Freund hat sie wohl bloß gestreichelt und plötzlich holt sie aus und reißt ihm beinahe den Fingernagel ab. Laut Ärztin darf er 3 Wochen nicht arbeiten mit dem Finger, so sehr hat Nomi ihn verletzt.

Seitdem ist sie wohl ständig nur noch aggressiv. Sie faucht und knurrt sobald sich ihr jemand nähert und lässt sich auch nicht mehr anfassen. Wenn mein Freund nur an ihr vorbei laufen möchte (sie legt sich immer in eine Kiste, als Versteck) schlägt sie nach ihm.

----
Als ich noch da war konnte ich ein solches Verhalten NICHT beobachten. Sie war ängstlich, ja, aber das ist normal, denke ich, da sie in ein neues Zuhause kam, zu völlig fremden Menschen.
Allerdings legte sie sich bereits am dritten Tag zu uns und ließ sich ohne Murren streicheln.

Der Tierarzt hat die Filzknäule entfernt und das Flohmittel hilft so gut, das bereits am 3-4 Tag nach der ersten Anwendung keine LEBENDEN Flöhe mehr zu sehen waren...

Ich kann mir das Verhalten nicht erklären. Hätte sie noch Flöhe, hätte ich auf Schmerzen, resultierend aus den Bissen, getippt, oder aufgrund der Filzbälle...

Wir wissen nicht weiter :-( vielleicht kann ja jemand von euch helfen - Was können wir tun?
 

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Flosi

Flosi

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Hallo und herzlich willkommen erst einmal ::wgelb

Was du hier schilderst hört sich für mich nach purer Angst aus der Vergangenheit an. Da hilft meines Erachtens nur Geduld nur streicheln wenn sie von sich aus kommt und Zuneigung möchte. Sie scheint ja eine Menge schlechter Erfahrung gemacht zu haben.

Ich glaube nicht dass sie deinen Freund absichtlich verletzt hat. Vielleicht hat sie dich bedrängt gefühlt.

Ich denke ihr müsst ihr ganz viel Zeit geben damit sie vertrauen fasst und vorsichtig an sie heran gehen.
 
Flosi

Flosi

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Wenn du jedoch das Gefühl haben solltest das sie vielleicht Schmerzen haben könnte dann lasse sie beim Tierarzt durchchecken.
 
Eroica

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Herzlich Willkommen hier im Forum!

Ich möchte mich Flosi anschließen, die kleine Maus ist einfach nur verängstigt und verstört, was bei der Vorgeschichte ja auch kein Wunder ist.

Ihr braucht jetzt ganz viel Geduld mit ihr.
Vor allem würde ich sie auf keinen Fall aus ihrem Versteck herausholen, auch nicht um sie zu streicheln.
Sie fühlt sich dann nur bedrängt und hat Angst. Dass sie so gebissen hat, war sicherlich eine "Verzweiflungstat".

Lass´ sie das Tempo bestimmen, in dem Ihr Euch annähert. Sie wird von alleine auf Euch zukommen, wenn Sie erst einmal merkt, dass ihr bei Euch keine Gefahr droht. Sie wird es Euch danken und mit Euch schmusen.
 

zouzounaki

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Hallo :)

Dann allerdings, änderte sich ihr Verhalten von einer Sekunde auf die andere: Mein Freund hat sie wohl bloß gestreichelt und plötzlich holt sie aus und reißt ihm ...

Seitdem ist sie wohl ständig nur noch aggressiv. Sie faucht und knurrt sobald sich ihr jemand nähert und lässt sich auch nicht mehr anfassen. Wenn mein Freund nur an ihr vorbei laufen möchte (sie legt sich immer in eine Kiste, als Versteck) schlägt sie nach ihm.
Hallo,
ich schließe mich den anderen an. Sie hat Angst und das kann man ihr bei der Vorgeschichte nicht verdenken.

Beim TA war sie jetzt ja. Hat er sie untersucht? wie hat sie sich dort verhalten?

Zum besseren Verstehen, könnt ihr überlegen, wo Dein Freund sie gestreichelt hat.
Wenn er so unerfahren ist, vielleicht am Bauch oder an den Beinen? Auf jeden Fall würde ich davon ausgehen, dass das eine kritische Stelle war oder seine Art, die sie an irgendwas schlimmes erinnert hat, die ihr vielleicht weh tut.
Vielleicht irgendwie an dieses "grob gegriffen und durch die Gegend "geschmissen" "
(wie kann man das als Eltern nur zulassen und was sind das für Kinder?)

Dass da irgendwas "wach gerufen wurde" erklärt m.E., wieso sie weiter so angespannt auf ihn reagiert.

Ich kann mir das Verhalten nicht erklären. Hätte sie noch Flöhe, hätte ich auf Schmerzen, resultierend aus den Bissen, getippt, oder aufgrund der Filzbälle...
vielleicht hat sie Schmerzen, aber eben aus anderen Gründen. Vielleicht ist was an der Stelle, die Dein Freund gestreichelt hat.

Tipp wäre auch von mir:
Geduld, das Tier hat doch sehr viel mitgemacht, das ist keine Katze, die entspannt sein kann und dafür, dass sie diese Vorgeschichte hatte, ist sie doch sehr zutraulich.
Nicht mehr irgendwo her- oder rausholen, um "Zeit mit dem Tier zu verbringen", das muss die Katze entscheiden, ob sie Zeit mit dem Menschen verbringen will.
Kommen lassen und -nur dann zum Tierarzt wenn nötig.
Nach 3 Tagen muss man mit so einem verschreckten Tier nur aufgrund von Flöhen nicht unbedingt zum TA, er hätte auch ohne Untersuchung erstmal was aufschreiben können.
 

AlterPonk

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Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mir schon gedacht das man Nomi nicht sonderlich dabei unterstützen kann, dass sie sich schneller einlebt und sich wohl fühlt. Ruhe wird wohl das beste in dieser Situation sein.

Mein Freund stellt sich jetzt, da sie ihn mehrfach angegriffen hat, nur ziemlich stur... Er war sogar kurz davor sie ins Tierheim zu bringen, obwohl wir, bevor wir uns für Nomi entschieden haben, ganz genau wussten dass es sich um eine misshandelte Katze handelt und ich ihm auch gesagt habe, dass Katzen Raubtiere sind und er sich sehr wahrscheinlich auf ein solches Verhalten einstellen muss.

Bei meiner Recherche nach Lösungsmöglichkeiten bin ich auf Pheromonstecker/Spray gestoßen.
Sollte sich ihr Verhalten auch in Zukunft nicht ändern, meint ihr diese Stecker könnten da helfen?
Sie hat nach ihm geschlagen, bloß weil er an ihr vorbei gelaufen ist. Mit diesen Steckern sollen Katzen sich angeblich schneller/besser entspannen?

Beim TA war sie jetzt ja. Hat er sie untersucht? wie hat sie sich dort verhalten?
Da wir auch nichts über ihre medizinische Vorgeschichte wissen, hat der Tierarzt sie untersucht, gewogen, entwurmt und ihr das Flohmittel verschrieben.
Sie war sehr ruhig. Hat nur einmal gemaunzt, als sie aus der Transportbox geholt wurde, ansonsten hat sie alles über sich ergehen lassen.

Auch beim Tierarzt hat sie sich hingelegt... Ich interpretiere das als eine Art Angst-Mechanismus ::? Klein machen, Kopf und Schwanz einziehen... Ich habe bei diesem Gedanken die Vorgeschichte im Kopf und denke, dass man ihr auf diese Weise weniger leicht Schmerzen zu fügen kann ::?
Vielleicht lese ich zu viel darein; von den Katzen aus meiner Kindheit kenne ich es allerdings nur so (beim TA): Ausweg finden und so schnell wie möglich weg :D und das obwohl jede Katze mit Zuwendung und Liebe aufgewachsen ist.

Nach 3 Tagen muss man mit so einem verschreckten Tier nur aufgrund von Flöhen nicht unbedingt zum TA, er hätte auch ohne Untersuchung erstmal was aufschreiben können.
Theoretische gebe ich dir da Recht... nun waren wir allerdings da und wir hatten noch einen kleinen Grund:
Ihr Fell war zusätzlich an vielen Stellen sehr verfilzt. Eine Stelle war der Po. Da hat sich ein Filzknäul/Flohnest komplett von der rechten bis zur linken Seite gezogen. Ihr Kot klebte daran, was alles wohl noch schlimmer machte. Der Tierarzt hat sich daher auch um die Verfilzungen im Fell gekümmert. Wenige Stunden nach dem Tierarztbesuch fing sie auch das erste Mal an sich etwas zu putzen. Für mich daher auch ein Zeichen, dass die Knäule dringend entfernt werden mussten um ihr Wohlsein zu steigern...


Da sie ihre Menschen in der Familie des Bruders auch angegriffen hat, fragen wir uns ob sie dieses Verhalten jemals ablegen wird...
Mein Freund wird sie nun erstmal in Ruhe lassen, nur noch streicheln wenn sie zu ihm kommt. Außerdem habe ich ihm euren Gedanken mitgeteilt, dass es sich vielleicht trotz der tierärztlichen Untersuchung um eine schmerzende Stelle am Körper handelt, weshalb sie so ausrastet. Wenn er sie streichelt, wird er darauf achten wo.

Danke :wink:
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Hallo ::wgelb

eine hübsche Maus habt ihr da ::l
Ich schließe mich auch den anderen an...
In der Familie des Bruders war sie auch aggressiv, da sie ja auch dort nicht gut behandelt wurde, speziell durch die Kinder.
Ich glaube sie braucht viel, viel Ruhe und muss erstmal verstehen, dass es auch Menschen gibt, die ihre Signale lernen wollen.
Lasst sie einfach in Ruhe, macht ihr gemütliche Plätze am Fenster und ganz wichtig, auch in der Höhe. Da fühlen sich Katzen i.d.R. am wohlsten.
Also ein hoher Kratzbaum, oder ein Platz auf einem Schrank etc.

Irgendwann wird sie merken das ihr nichts von ihr wollt, ich glaube nur so könnt ihr das Vertrauen erlangen und dann wird sie auch zu euch kommen.
Später wäre dann auch Clickertraining eine gute Sache, wenn sie Spaß daran hat....

Bekommt sie später Freigang?
Wenn nicht, fände ich eine zweite Katze (kein Kater) sehr sinnvoll. Eine Katze an die sie sich anschließen kann, die ihr Sicherheit gibt.
Sie ist noch so jung, sie sollte nicht ihr Leben alleine in Wohnungshaltung verbringen...Der Mensch alleine reicht nicht aus...

LG Jo
 
Öhrchen

Öhrchen

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Hallo,

Sie ist noch so jung, sie sollte nicht ihr Leben alleine in Wohnungshaltung verbringen...Der Mensch alleine reicht nicht aus...

LG Jo
ich denke, da liegt ein Teil des Problems. Solch unvermittelte Agressivität zeigen oft Katzen, die nicht sozialisiert sind. Ihr wisst ja nichts über die erste Familie. Aber Nomi erinnert mich an die absichtlich produzierten (sorry für den Ausdruck) Rassemischlingskatzen, die unter schlechten Bedingungen möglichst billig großgezogen, und meist viel zu früh von der Mutter getrennt und abgegeben werden. Wenn die Tiere dann in Einzelhaltung landen, lernen sie nicht, ihre Kräfte einzuteilen. Denn das erfahren sie erst ab ca der 8. Woche von Wurfgeschwistern und Katzenmutter.
Wenn das so wäre, könnte man es nicht mehr ändern, aber vielleicht Nomis Verhalten besser einordnen.
Sie mit einer anderen Katze (die dann gut sozialisiert sein sollte) zu vergesellschaften, wird sicher nicht einfach, kann sich aber sehr lohnen. Einerseits bessere Auslastung, durch Spiel und Auseinandersetzen mit dem Artgenossen. Andererseits kann ein Teil der Sozialisierung optimaler Weise noch erlernt werden. Denkt mal darüber nach?
 

zouzounaki

Guest
Da sie ihre Menschen in der Familie des Bruders auch angegriffen hat, fragen wir uns ob sie dieses Verhalten jemals ablegen wird...
Diese Überlegung und Wertung ihres Verhaltens verstehe ich nicht.

Du schreibst, dass die Katze dort "grob gegriffen und durch die Gegend geschmissen" wurde. Also misshandelt.

Wie kann man da von "Angriff" des Tieres reden?

Das war schlicht Verteidigung, das einzige, was das Tier in einem solch furchtbaren Umfeld tun konnte.

Sie wird das sicher ablegen- aber möglicherweise ein Leben lang auch empfindsamer reagieren.
Das ist bei Menschen, die früh Schlimmes durchgemacht, ausgeliefert waren, nicht anders.


Mein Freund wird sie nun erstmal in Ruhe lassen, nur noch streicheln wenn sie zu ihm kommt. Außerdem habe ich ihm euren Gedanken mitgeteilt, dass es sich vielleicht trotz der tierärztlichen Untersuchung um eine schmerzende Stelle am Körper handelt, weshalb sie so ausrastet. Wenn er sie streichelt, wird er darauf achten wo.
na, das klingt schon mal gut.
 

zouzounaki

Guest
ich kann der Schilderung kein "unvermittelte" Aggressivität entnehmen, nur eine aktuell und aus Sicht der Katzenhalter unerklärbare und ein Tier, das allen Grund hat, wachsam zu reagieren.

Wenn die Tiere dann in Einzelhaltung landen, lernen sie nicht, ihre Kräfte einzuteilen. Denn das erfahren sie erst ab ca der 8. Woche von Wurfgeschwistern und Katzenmutter.
Wenn das so wäre, könnte man es nicht mehr ändern, aber vielleicht Nomis Verhalten besser einordnen.
Sie mit einer anderen Katze (die dann gut sozialisiert sein sollte) zu vergesellschaften, wird sicher nicht einfach, kann sich aber sehr lohnen
Wir haben die Schilderung eines 2jährigen Tieres, das in der ersten Familie misshandelt wurde, in der zweiten von den Kindern "grob gegriffen und geschmissen wurde" und das nun innerhalb von ca. 20-22 Monaten seines Lebens in der 3. Familie landet.

Überlegungen zur fehlenden Sozialisation der Katze sind m.E. fehl am Platz, das Tier hat in den doch wenigen Monaten seines Lebens bei nicht sozialisierten Menschen gelebt.
Das sollte man zur Einordnung seines Verhaltens nicht vergessen.

Man sollte nicht erwarten, dass ein Tier, dass etwa 20 Monate bei verschiedenen, nicht sozialisierten Menschen gelebt hat, sich in gerade mal 14 Tagen bei netten Menschen gleich so verhält, wie eine Katze, die noch nie schlechte Erfahrungen machen musste.

Man tut dem Tier einfach furchtbares Unrecht, wenn man das außer acht lässt und nur von seiner angeblich unvermittelten Aggressivität, Rasseproblemen o.a. spricht.
 
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Anseba

Anseba

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Hallo,

ich schließe mich den anderen an und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass eine richtig aggressiven Katze mit viel Zeit sehr verschmust werden kann.

Meine Katze war 6 Jahre lang in einem zu Hause in dem sie misshandelt wurde, auch mit kleinen Kindern, kam dann wegen Aggressivität ins Tierheim (natürlich ist das Tier immer an allem Schuld und muss dann weg..) und ist dann bei mir gelandet. Anfangs ließ sie sich nicht anfassen und wenn doch, hat sie auch urplötzlich nach einem geschlagen und gebissen.

Wie schon geschrieben wurde ist es wichtig der Katze ihren Freiraum zu lassen und sie nicht zu bedrängen. Und bitte nehmt es ihr nicht übel wenn sie euch kratzt oder beißt, sie weiß es in dem Moment einfach nicht besser, da das eine Notreaktion ist.
Sollte sie später richtiges Vertrauen zu euch gefasst haben kann man daran arbeiten ihr beizubringen, dass Krallen nichts in der menschlichen Haut verloren haben (daran arbeiten wir hier z.B. gerade).

Habt Geduld, sie wird es euch später danken, dass ihr ihr ein gutes zu Hause gegeben habt.

Und bitte denkt über eine zweite, gut sozialisierte Katze nach, das kann ihr (und euch) sehr helfen :D
 
Flosi

Flosi

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Überlegungen zur fehlenden Sozialisation der Katze sind m.E. fehl am Platz, das Tier hat in den doch wenigen Monaten seines Lebens bei nicht sozialisierten Menschen gelebt.


Man tut dem Tier einfach furchtbares Unrecht, wenn man das außer acht lässt und nur von seiner angeblich unvermittelten Aggressivität, Rasseproblemen o.a. spricht.

Der Antwort kann ich mich voll und ganz anschließen gebt der Maus einfach Zeit Vertrauen aufzubauen und überfordert sie nicht.
 
Öhrchen

Öhrchen

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Was ich mit "unvermittelter Aggressivität" meine, sind diese Angriffe ohne konkreten Anlaß (Freund geht an ihr vorbei) Klar, wenn jemand sie streicheln will, und sie kratzt und beißt, dann ist das sehr wahrscheinlich Reaktion auf die negativen Erfahrungen, die sie mit Menschen gemacht hat.
Aber dieses von jetzt auf gleich austicken, gerne auch mal ohne erkennbaren Anlass anspringen und kratzen/beissen, kenne ich eben von unsozialisierten Katzen, und zwar völlig unabhängig davon, ob sie ansonsten schlechte Erfahrungen machen mußten.

Dafür kann Nomi ja nichts, und auch ihre neuen Dosis nicht. Es soll kein Stigma sein, sondern lediglich ein weiterer Erklärungsansatz.
 
Rosi

Rosi

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Diese Katze ist es gewöhnt, dass sie einfach geschnappt und irgendwo herum geschleppt wird, wie eine Puppe. Leider hat man den Kindern in diesem Haushalt nicht klar gemacht, wie man mit einem Tier umgeht. Es ist kein Wunder, dass sie so reagiert, zumal ihr oder zumindest Dein Freund sie ja auch aus ihrem Versteck geholt habt. Natürlich hat sie dann jedes Mal Angst wieder geschnappt zu werden, sobald jemand in ihre Nähe kommt.

Wenn ich mir die beiden Fotos anschaue, dann sehe ich auf dem zweiten Foto eine Katze, deren Augen nur Angst ausstrahlen. Sie fühlt sich absolut nicht wohl.

Das Verhalten, dass Du schilderst zeigt, dass sie eigentlich gerne dabei sein möchte und Streicheleinheiten auch zu schätzen weiß, aber da ist immer die Angst dabei, dass man ihr gleich weh tun könnte. Sie muss erst wieder Vertrauen lernen, dazu gehört auch, dass man sie nur streichelt, wenn sie es wirklich will und beim kleinsten Signal sofort damit aufhört. Vielleicht möchte sie sich nur ankuscheln, aber nicht angefasst werden. Das erklärt, warum sie von alleine kommt, dann aber die streichelnde Hand angreift.

Ich hatte mal einen Freigang Kater, nicht ängstlich, sondern sehr selbstbewusst. Er mochte schmusen, aber nur, wenn er es wollte. Er hatte wohl auch gelernt, dass niemand auf seine Signale reagierte, weshalb auch er ohne Vorwarnung zubiss. Es hat einige Zeit gedauert bis er merkte, dass wir aufhören, wenn er Warnsignale sendet und dann hat er diese auch wieder gezeigt. Er lag gerne auf dem Sofa dabei, aber streicheln war nur kurz gestattet. Wenn Monsieur den Kopf zum Schlafen hinlegte, hatte man aufzuhören, sonst schnappte er.

Wenn Ihr dieser Katze ein besseres zuhause bieten wollt, müsst Ihr sie von alleine kommen lassen und ihr nichts aufdrängen und sei es noch so gut gemeint. Nur so kann man das zerstörte Vertrauen wieder aufbauen.
 

TrüffelchensDosi

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Liebe Stefanie,
zuerst: ich finde es ganz toll, dass ihr diesem verhinderten kleinen Schmuser (das wird er bestimmt noch / wieder...!) eine Chance gegeben habt. Wir mussten bei unseren beiden ehemaligen Streuner-Katzen, die mit Menschen sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatten, mehrere Monate warten, bis sie in die Nähe unserer Hände kamen. Jetzt sind sie zwei Jahre bei uns und seit etwa einem halben Jahr kommen sie auf unseren Schoß und wollen eine Bauchmassage... ::bg
Also bitte nicht aufgeben! Es dauert einfach... Bei uns Menschen sagt man, dass wir bei einer einzigen schlechten Erfahrung zehn gute Erfahrungen brauchen, bis wir nach der schlechten wieder Vertrauen fassen können. Und wir können solche Sachen ausdiskutieren und uns erklären... :roll: Katzen können das nicht...
Vielleicht noch ein Tipp: wir haben unseren Angshasen auf Anraten des Tierarztes Neurexan von Heel gemörsert über das Futter gegeben. Es ist ein Naturheilmittel, das indirekt beruhigend und "entstressend" wirkt. Es ist zwar eigentlich für den Menschen, hat sich aber bei ängstlichen Katzen und Hunden bewährt, es wird immer mehr von Tierärzten empfohlen. Und: Keine Angst, es dämpft oder beruhigt nicht direkt. Du wirst damit deine Katze nicht "zudröhnen" oder sowas... Sonst würde ich es auch nicht empfehlen. Es hilft einfach beim Abbau von Stresshormonen, wirkt also eher indirekt. Wir haben es in den ersten 1,5 Jahren immer dann gegeben, wenn stressige Situationen auf uns zukamen: Tierarztbesuche, Besuch bei uns oder andere Dinge... Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.... Ich wünsche dir ganz viel Geduld und Gelassenheit, der Katze wünsche ich, dass sie gut bei euch ankommen kann. Nur Mut! Ihr habt das Richtige getan!!! Ganz liebe Grüße von Susanne mit Trüffelchen und Cathy
 

zouzounaki

Guest
Aber dieses von jetzt auf gleich austicken, gerne auch mal ohne erkennbaren Anlass anspringen und kratzen/beissen, kenne ich eben von unsozialisierten Katzen, und zwar völlig unabhängig davon, ob sie ansonsten schlechte Erfahrungen machen mußten.
Hast allgemein auch recht, dass das sein kann, aber ich würde dringend davon abraten, unerfahrene Katzenhalter, die eine (misshandelte) Katze aus ihrem Rückzug hervorholen, ohne dass es Not tut, darin zu bestärken, dass mit der Katze was nicht stimmt, wenn sie so reagiert.

Diese Katze hier ist offenbar so sozialisiert, dass sie trotz der Misshandlung ihrer ersten 2 Jahre beim Tierarzt problemlos untersucht werden kann.

Sie lässt sich streicheln und reagiert vielleicht für den Menschen aus "ohne erkennbaren Anlass"- damit ist nicht gemeint, dass die Katze keinen Anlass hat.

Man vergleiche das mal mit einem anhaltenden Stresssyndrom bei Menschen, wie Menschen das nach einer Misshandlung erwerben können.
Die werden auch "getriggert" durch eine "Nichtigkeit", die in ihrem Gehirn aber die Erinnerung an das Trauma weckt, so, als ob das gerade stattfindet.
Das ist eine Prägung= das Gehirn feuert Infos und man reagiert darauf. Als Kind oder Tier eben mit Flucht oder Angriff. Ganz hilflose erstarren dann und machen nichts mehr.

Das ist aber keine fehlende Sozialisation und rein von der Hirnforschung gibt es keinen Grund anzunehmen, dass das bei hoch entwickelten (Säuge)Tieren anders funktioniert.

Dafür kann Nomi ja nichts, und auch ihre neuen Dosis nicht. Es soll kein Stigma sein, sondern lediglich ein weiterer Erklärungsansatz.
der meines Erachtens aus der Darstellung überhaupt nicht hervor geht- im Gegenteil- und bei unerfahrenen Katzen/Tierhaltern die Gefahr birgt, das Tier/seine angeblich fehlende Sozialisation als das Problem zu sehen.
Wird ja auch daran deutlich, dass später ausgeführt wird, sie sei ja schon bei den misshandelnden Haltern zuvor "aggressiv" gewesen.

Nichts für Ungut, ich kritisiere hier niemanden, sondern nehme nur Partei für das Tier.
 
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Trulla-la

Trulla-la

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Hast allgemein auch recht, dass das sein kann, aber ich würde dringend davon abraten, unerfahrene Katzenhalter, die eine (misshandelte) Katze aus ihrem Rückzug hervorholen, ohne dass es Not tut, darin zu bestärken, dass mit der Katze was nicht stimmt, wenn sie so reagiert.

Diese Katze hier ist offenbar so sozialisiert, dass sie trotz der Misshandlung ihrer ersten 2 Jahre beim Tierarzt problemlos untersucht werden kann.

Sie lässt sich streicheln und reagiert vielleicht für den Menschen aus "ohne erkennbaren Anlass"- damit ist nicht gemeint, dass die Katze keinen Anlass hat.

Man vergleiche das mal mit einem anhaltenden Stresssyndrom bei Menschen, wie Menschen das nach einer Misshandlung erwerben können.
Die werden auch "getriggert" durch eine "Nichtigkeit", die in ihrem Gehirn aber die Erinnerung an das Trauma weckt, so, als ob das gerade stattfindet.
Das ist eine Prägung= das Gehirn feuert Infos und man reagiert darauf. Als Kind oder Tier eben mit Flucht oder Angriff. Ganz hilflose erstarren dann und machen nichts mehr.

Das ist aber keine fehlende Sozialisation und rein von der Hirnforschung gibt es keinen Grund anzunehmen, dass das bei hoch entwickelten (Säuge)Tieren anders funktioniert.


der meines Erachtens aus der Darstellung überhaupt nicht hervor geht- im Gegenteil- und bei unerfahrenen Katzen/Tierhaltern die Gefahr birgt, das Tier/seine angeblich fehlende Sozialisation als das Problem zu sehen.
Wird ja auch daran deutlich, dass später ausgeführt wird, sie sei ja schon bei den misshandelnden Haltern zuvor "aggressiv" gewesen.

Nichts für Ungut, ich kritisiere hier niemanden, sondern nehme nur Partei für das Tier.
Diesen Worten möchte ich, mich in vollem Umfang anschließen.

Es ist ganz sicher ein Unterschied ob - egal welches Lebewesen - schlecht sozialisiert aus Mangel an sozial umgänglichen Formen oder ob (wie hier) definitiv grobes (Fehl-)Verhalten zu bestimmten (Re-)Aktionen führt bzw. führen kann.


Und das diese Katze ganz miserabel behandelt wurde dürfte nach den Beschreibungen recht klar sein



Was ich aber für die TE noch anmerken möchte.....
Es wird häufig bei problematischem Umgang zw. Mensch und Tier empfohlen das die Person füttert auf die das Tier (über-)reagiert.
In diesem Fall also am besten vom Mann.

Und das bitte ohne aufhebens und drumrum getue.
Napf füllen, ein klares Signal geben und abstellen. Fertig. Und dann bitte auch unbedingt vom Futterplatz entfernen. Zumindest bis ein gewisses Vertrauen entsteht.

Bei mir wird immer mit einer Gabel ans Schälchen geklopft. Ein unverwechselbarer Ton der sonst auch nie vorkommt.


Keine Übergriffigkeit durch zufassen oder gar raus holen aus Ecken, unter Sofa etc. wurde ja schon gesagt.

Da möchte ich gerne noch zufügen...

  • Nicht auf das Tier zugehen - schon gar nicht frontal (wenn nicht anders zu machen dann seitlich gedreht)
  • Lautes aufgeregtes Sprechen wenn irgend machbar vermeiden
  • Schreien sowieso - das ein Paar sich mal streitet gehört in jede Beziehung, aber wie oft redet man laut über mehrere Räume miteinander. Das kann eine Katze wie diese sehr verunsichern - triggern
  • Kinder würde ich auf jeden Fall fern halten
Soviel zum vermeiden, nun noch ein wenig - positives erleben alssen....

  • in der Nähe auf den Boden setzen und vorlesen, oder miteinander reden - damit sie sich an eure Stimmen gewöhnt
  • leises Schuhwerk tragen - sprich die Strassenschuhe sofort ausziehen wenn man heim kommt und Puschen oder dicke Socken tragen
  • wie unabsichtlich Leckereien in die Richtung der Katze purzeln lassen - ich denke direkt werfen könnte Stress auslösen, wirklich als ob man murmelt
  • wenn zu einem direkten Anschauen kommt 2-3x kurz zwinkern. Das signalisiert Ich will dir nix


Es gäbe sicher noch einige weitere Möglichkeiten, aber erstmal langsam anfangen.


Ich finde es jedenfalls toll das ihr gerade solch eienr Katze eine Chance gebt. Hut ab das würde sogar manch erfahrene nicht wollen.


Nur Mut, auch für den Mann im Haushalt. Mit Geduld und ganz viel Verständnis schafft ihr das.
 

Nika

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Meine erste Katze fand ich schwerstverletzt in einer Mülltonne. Sie lag neben ihrer toten Schwester, auch mit schwersten Kopfverletzungen. meine Katze wurde 17 Jahre alt und hat sich leider NIE von diesem Trauma richtig erholt.

Sie war von Anfang an auch sehr aggressiv gegenüber Männern. Das führte wirklich soweit, dass ich sie wegsperren musste, wenn zB mein Bruder zu Besuch kam. Sie hat ihn wirklich aktiv attackiert, wie eine Furie ist sie auf ihn los. Sogar von meinem Mann hat sie sich all die Jahre NIE anfassen lassen, aber ihn zumindest geduldet. Wobei er mit der Katze eh nie viel am Hut hatte und daher auch von ihr nichts forderte. Angegriffen hat sie ihn eigentlich auch nicht, sie akzeptierten die gegenseitige Anwesenheit.

Im fortgeschrittenen Alter adoptierte meine Katze dann ein kleines Kitten, die beiden mochten sich sehr und sie taute etwas mehr auf. Aber bei Fremden - da war sie wie ausgewechselt und wirklich unberechenbar.

Ich konnte sie jedoch zu jeder Zeit anfassen und streicheln. Mir hat sie nie ein Haar gekrümmt. Ich habe sie sehr geliebt.

Was ich mit meinem Post sagen möchte: Es gibt leider auch Katzen, die bestimmte Verhaltensweisen auch nach Jahren nicht ablegen. Meine Katze war so eine.

Ich hoffe jedoch in Eurem Fall, dass sich das Zusammenleben anders entwickelt und sich die Katze doch noch öffnet und sich in Sicherheit und geborgen fühlt. Ich wünsche es Euch.
 
*Sumpfbiber*

*Sumpfbiber*

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Sachsen
Unsere Diva kommt auch aus dem Tierheim, wurde angeblich bei einem Kinderheim aufgefunden. Im Tierheim lag sie auf einem Hochbrett und sobald ich mich ihr näherte, knurrte, fauchte und schlug sie mit der Pfote nach mir. Angeblich war sie nicht vermittelbar deshalb. Das konnte und wollte ich nicht akzeptieren. Ich hatte den Eindruck, dass es die pure Angst war, die Diva so reagieren lies. Ich wollte sie haben und nahm sie sofort mit.

Diva saß 14 Tage nur unter der Couch, kam auch nachts nur zum fressen, Pippi machen raus. Wir ließen sie machen. Nach 14 Tagen wollte ich das nicht zu einem Ritual bei ihr werden lassen und wir schraubten die Beine der Couch ab. So saßen wir wieder fast 14 Tage beinahe auf dem Fußboden. Diva verzog sich jetzt in die Höhle in einen Kratzbaum. Wir ließen sie und merkten, dass sie uns aus der Höhle ganz genau beobachtete. Eines Tages oder eher nachts, kam sie unvermittelt ins Bett, legte sich zu den Beinen und von da an, suchte sie immer öffter unsere Nähe. Kam in alle Zimmer mit, um das Haus zu erkunden und wurde freier uns freier. Anfangs konnten wir sie nur mit einem Finger am Köpfchen zwischen den Ohren mal streicheln und wenn sie wieder Angst bekam, ließen wir sie einfach gehen. Immer und immer wieder haben wir sie angeschaut und ein paarmal kurz die Augen geschlossen, dann sie wieder ignoriert. Beobachte deine Maus mal, ob sie dir antwortet, wenn du das machst. Katzen senden sehr sehr feine Signale, wenn sie etwas nicht mehr wollen. Manchmal ist es nur ein kurzes Schmatzen, die Ohren verändern sich, manchmal ist es nur die Pupille, die sich verändert. Auf jeden Fall, kann man es sehen, wenn man das Tier gut beobachtet und lesen lernt. Gut beobachten, das Tier lesen können, ist das A und O, bei Tieren wie unseren, deren Urvertrauen so zerstört und missbraucht wurde. Heute ist Diva ein Kampfschmuser. Es ist 6 Jahre her, dass sie zu uns kam und sie hat heute noch Situationen, wo sie ängstlich und panisch wegstürmt. Besonders bei Kindern, sieht man sie selten. Kommen fremde ins Haus, flüchtet sie immer erst einmal in die obere Etage.

Habt Geduld, viel Geduld. Deine Maus erinnert mich sehr an unsere Diva. Ich glaube, dass ihr es schaffen könnt, ihr wieder so viel Vertrauen zu geben, dass sie merkt, nicht alle Menschen sind schlecht.
 
Trulla-la

Trulla-la

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Schön wenn Leute sich anmelden, eingies an Tipps und Unterstützung bekommen und sich dann nicht mehr blicken lassen.

Sehr sehr schade
 

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