Beginnende CNI? Ratschläge?

  • Ersteller des Themas Xanira
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Xanira

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Liebe Leute,

ich habe mich neu angemeldet, weil ich Rat brauche und hoffe, dass uns jemand vielleicht helfen kann bzw. Tipps geben kann.
Es geht um unsere 3 Katzen: Pinky (11 Jahre), Arthus & Merlin (10 Jahre) ::l

Wir haben am Freitag eine Routine-Blutuntersuchung gemacht, da wir der Meinung waren, dass man die Katzenbande mal abchecken sollte. Vom Verhalten her hat sich nichts geändert, sie fressen ganz normal und sind fit.

Umso größer war der Schock, als uns die Tierärztin mitteilte, dass ihre Nierenwerte erhöht sind und es sich um eine beginnende CNI handelt. Ich poste gleich mal die Werte von allen 3en:


Pinky

GERIATRIEPROFIL

Hämatokrit: 42 % (28 - 47)

Erythrozyten: 9,47 T/l (5,5 - 10,0)

Hämoglobin: 14,0 g/dl (9,0 - 17,0)

MCV: 44,2 fl (40 - 55)

MCH: 14,7 pg (13 - 17)

MCHC: 33 g/dl (31 - 34)

Leukozyten: 9,65 G/l (6,0 - 17,0)



DIFFERENTIALBLUTBILD

Segmentkernige: 39,5 % (60,0 - 75) 3,81 G/l (3,6 - 13,5)

Lymphozyten: 55,0 % (15,0 - 30) 5,31 G/l (1,0 - 4,7)

Monozyten: 1,4 % ( - 2) 0,14 G/l (0,0 - 0,6)

Eosinophile: 4,0 % ( - 4) 0,39 G/l (0,0 - 0,6)

Basophile: 0,1 % ( - 1) 0,01 G/l ( - 0,3)



Glukose: 80 mg/dl (70 - 110)

Harnstoff: 72 mg/dl (20 - 82)

Creatinin: 1,67 mg/dl > ( - 1,60)

Gesamtprotein: 8,0 g/dl (6,1 - 8,0)

Albumin: 3,2 g/dl (2,2 - 3,6)

Globuline: 4,8 g/dl (3,5 - 4,8)

Bilirubin, ges.: 0,3 mg/dl ( - 0,5)

ALP: 23 IU/l
( - 40)

ALT: 92 IU/l > ( - 90)

Triglyceride: 29 mg/dl < (50 - 134)

Cholesterin: 304 mg/dl > (70 - 150)

Calcium ges.: 2,38 mmol/l (2,10 - 3,10)

Phosphor: 1,3 mmol/l (0,8 - 1,6)

Natrium: 147 mmol/l (142 - 164)

Kalium: 4,5 mmol/l (3,6 - 5,0)

Chlorid: 112 mmol/l (111 - 130)

Thyroxin, gesamt (T4): 28,6 nmol/l (12,9 - 50,0)



KOMMENTAR BLUTBILD: Lymphozytose

Die Beurteilung von Thrombozyten aus Heparinblut ist leider nicht möglich.

Merlin

GERIATRIEPROFIL

Hämatokrit: 43 % (28 - 47)

Erythrozyten: 9,96 T/l (5,5 - 10,0)

Hämoglobin: 15,2 g/dl (9,0 - 17,0)

MCV: 43,6 fl (40 - 55)

MCH: 15,3 pg (13 - 17)

MCHC: 35 g/dl > (31 - 34)

Leukozyten: 5,59 G/l < (6,0 - 17,0)



DIFFERENTIALBLUTBILD

Segmentkernige: 62,0 % (60,0 - 75) 3,47 G/l (3,6 - 13,5)

Lymphozyten: 31,5 % (15,0 - 30) 1,76 G/l (1,0 - 4,7)

Monozyten: 2,0 % ( - 2) 0,11 G/l (0,0 - 0,6)

Eosinophile: 4,3 % ( - 4) 0,24 G/l (0,0 - 0,6)

Basophile: 0,2 % ( - 1) 0,01 G/l ( - 0,3)



Glukose: 63 mg/dl < (70 - 110)

Harnstoff: 90 mg/dl > (20 - 82)

Creatinin: 2,62 mg/dl > ( - 1,60)

Gesamtprotein: 8,6 g/dl > (6,1 - 8,0)


Albumin: 3,1 g/dl (2,2 - 3,6)

Globuline: 5,5 g/dl > (3,5 - 4,8)

Bilirubin, ges.: 0,2 mg/dl ( - 0,5)

ALP: 19 IU/l ( - 40)

ALT: 94 IU/l > ( - 90)

Triglyceride: 27 mg/dl < (50 - 134)

Cholesterin: 179 mg/dl > (70 - 150)


Calcium ges.: 2,58 mmol/l (2,10 - 3,10)

Phosphor: 1,5 mmol/l (0,8 - 1,6)

Natrium: 147 mmol/l (142 - 164)

Kalium: 4,7 mmol/l (3,6 - 5,0)

Chlorid: 114 mmol/l (111 - 130)

Thyroxin, gesamt (T4): 17,9 nmol/l (12,9 - 50,0)



KOMMENTAR BLUTCHEMIE: geringgradige Azotämie

KOMMENTAR BLUTBILD: Leukopenie, Neutropenie

Die Beurteilung von Thrombozyten aus Heparinblut ist leider nicht möglich.

Arthus

GERIATRIEPROFIL

Hämatokrit: 49 % > (28 - 47)

Erythrozyten: 11,94 T/l > (5,5 - 10,0)


Hämoglobin: 16,6 g/dl (9,0 - 17,0)

MCV: 41,2 fl (40 - 55)

MCH: 13,9 pg (13 - 17)

MCHC: 34 g/dl (31 - 34)

Leukozyten: 6,32 G/l (6,0 - 17,0)



DIFFERENTIALBLUTBILD

Segmentkernige: 32,4 % (60,0 - 75) 2,05 G/l (3,6 - 13,5)

Lymphozyten: 59,6 % (15,0 - 30) 3,77 G/l (1,0 - 4,7)

Monozyten: 1,1 % ( - 2) 0,07 G/l (0,0 - 0,6)

Eosinophile: 6,6 % ( - 4) 0,42 G/l (0,0 - 0,6)

Basophile: 0,3 % ( - 1) 0,02 G/l ( - 0,3)



Glukose: 83 mg/dl (70 - 110)

Harnstoff: 86 mg/dl > (20 - 82)

Creatinin: 2,26 mg/dl > ( - 1,60)

Gesamtprotein: 8,6 g/dl > (6,1 - 8,0)


Albumin: 3,5 g/dl (2,2 - 3,6)

Globuline: 5,1 g/dl > (3,5 - 4,8)

Bilirubin, ges.: 0,2 mg/dl ( - 0,5)

ALP: 17 IU/l ( - 40)

ALT: 86 IU/l ( - 90)

Triglyceride: 53 mg/dl (50 - 134)

Cholesterin: 271 mg/dl > (70 - 150)

Calcium ges.: 2,55 mmol/l (2,10 - 3,10)

Phosphor: 1,4 mmol/l (0,8 - 1,6)

Natrium: 146 mmol/l (142 - 164)

Kalium: 4,2 mmol/l (3,6 - 5,0)

Chlorid: 110 mmol/l < (111 - 130)

Thyroxin, gesamt (T4): 26,8 nmol/l (12,9 - 50,0)



KOMMENTAR BLUTCHEMIE: geringgradige Azotämie

KOMMENTAR BLUTBILD: Polyzytämie/Hämokonzentration,

Neutropenie

Die Beurteilung von Thrombozyten aus Heparinblut ist leider nicht möglich.


Zu Arthus & Merlin: Die Tierärztin meinte zu uns, dass wir auf Diätfutter umsteigen sollen, da es bei beiden eine beginnende CNI ist. Sie selbst arbeitet mit dem Futter von Hills.

Zu Pinky: Da meinte sie, dass bei ihr die Werte an der Grenze sind und es ihr aber nicht schaden würde, wenn sie auch das Nierenfutter bekommen würde.

So, das war ihre Info per Telefon. Wir telefonieren aber nächste Woche ausführlich.
Uns schwirren seitdem natürlich viele Gedanken im Kopf. Wir haben uns auch schon etwas mit dem Thema auseinandergesetzt, aber umso mehr wir im Internet lesen, umso unsicherer werden wir. Wir möchten (wie sicher jeder andere Tierbesitzer auch) das Beste für unsere Bande, wobei uns neben dem gesundheitlichen Aspekt auch ihre Lebensqualität wichtig ist. Wir möchten zb nicht, dass sie ein Essen fressen müssen, das sie gar nicht ausstehen können.
Alle 3 sind sehr verfressen. Sie kriegen eigentlich nur Nassfutter mit höherem Fleischgehalt (hauptsächlich Animonda vom Feinsten und Miamor Feine Filets). Trockenfutter kriegen sie nur als Leckerli (bisher aber täglich). Milch und Wasser stehen ihnen auch immer zur Verfügung, wobei wir seit gestern wirklich in jedem Zimmer eine Schale hingestellt haben.

Wir wissen jetzt nicht, was wir ändern sollen. Sollen wir vielleicht "nur" die Phosphatbinder zu ihrem normalen Futter hinzugeben? Sollen wir tatsächlich auf das Diätfutter umsteigen? Wenn ja, soll Pinky das Futter auch bekommen? (wir wüssten nicht einmal wie wir das trennen könnten, da sie auch immer essen übrig lassen und im Laufe des Tages weiter essen; wir sind ja auch arbeiten) Sollen wir noch einen weiteren Test machen lassen (zb Harnprobe) oder sind diese Blutwerte wirklich so eindeutig?

Wir fühlen uns ziemlich überfordert und es ist noch ein Schock, weil wir fast unsere Hand ins Feuer gelegt hätten, dass sie kerngesund sind. :-( Aber wir sind auch unendlich froh, dass wir die Untersuchung gemacht haben und das jetzt wissen und was dagegen machen können.

Ich entschuldige mich schon einmal für den langen Text und bedanke mich bei jedem, der ihn sich durchgelesen hat. :bussi:
 

romulus

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Hallo und herzlich willkommen!

Ich nehme an, die Werte wurden bei IDEXX bestimmt - seit Oktober letzten Jahres gelten andere Obergrenzen für Creatinin, schau mal hier!
Damit wäre "nur" Merlin außerhalb dieser Referenz, die beiden andern nicht. Solltest Du mit dem TA besprechen!

Die anderen Werte, die Du fett gedruckt hast, sind marginal außerhalb der Norm und sollten nicht überbewertet werden.
Z.B. ist die Bestimmungsbreite bei Leukozyten so breit - nämlich zwischen 6 - 17 !), dass da ein geringfügiges Unter- oder Überschreiten dieser Werte keine pathologische Bedeutung hat.

Besprich die Werte mit dem TA und lass dann zumindest bei Merlin eine Urinuntersuchung machen auf Eiweiß und spezifisches Gewicht, das hilft schon mal weiter.

Und keine Panik schieben - das kann man alles händeln!
 
mortikater

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Ich glaube nicht, dass die Werte von IDEXX sind, die haben andere Referenzwerte. Früher war es 1.9 bei Kreatinin, nach Deinem Link, Edda, ist er ja jetzt rauf gesetzt worden. Deshalb ist wahrscheinlich auch der SDMA-Wert nicht dabei, den hat ja nur IDEXX.

Ob man Phosphatbinder mit Normalfutter für alle drei gibt - darüber kann man schon nachdenken, auch wenn Pinky und Arthus grenzwertig sind. Normales Futter enthält ja in der Regel dreimal so viel Phosphat wie eine Katze braucht.

Aber ich würde auch den Urinstatus checken lassen (spez. Gewicht), um ein paar mehr Fakten an die Hand zu bekommen.
 

romulus

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Also ehrlich geagt - eine kurze Antwort hätte ich mir jetzt schon gewünscht 8O
 

Xanira

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Danke für eure Antworten!::bussi

@romulus: Ich denke nicht, dass die Werte bei IDEXX bestimmt wurden (das würde wahrscheinlich am Befund stehen oder?). Ich weiß auch gar nicht, welche Referenzwerte dann tatsächlich "richtig" sind. Nach IDEXX wären Pinky und Arthus ja wirklich noch im Normbereich. Ich werde das mit unserer Ärztin mal besprechen.
Und die anderen Werte beunruhigen mich eig auch nicht so. Es sind eigentlich nur die Nierenwerte, die uns beschäftigen. Ich habe nur mal alle Werte dick markiert, die nicht der Norm entsprechen (laut unserem Befund).

Wir haben auf jeden Fall vor die Urinwerte von Merlin und auch Arthus so bald es geht zu prüfen!

@FELIDAE4 Danke für den Link, werde ich mir gleich ansehen! :) Wir füttern Animonda vom Feinsten und Miamor Feine Filets (nahrungsergänzung) und es gibt immer wieder auch ein Hühnerfilet. ::bg

Wir wissen einfach nicht, was wir jetzt füttern sollen. Sollen wir das Essen mal so belassen bis wir mehr wissen? Die Ärztin rät uns auf jeden Fall zum Diätfutter. Ich habe die Angst, dass wir einfach die falsche Entscheidung treffen. :|
 
FELIDAE4

FELIDAE4

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@FELIDAE4 Danke für den Link, werde ich mir gleich ansehen! :) Wir füttern Animonda vom Feinsten und Miamor Feine Filets (nahrungsergänzung) und es gibt immer wieder auch ein Hühnerfilet. ::bg

Wir wissen einfach nicht, was wir jetzt füttern sollen. Sollen wir das Essen mal so belassen bis wir mehr wissen? Die Ärztin rät uns auf jeden Fall zum Diätfutter. Ich habe die Angst, dass wir einfach die falsche Entscheidung treffen. :|
bitteschön und gern geschehen...Animonda Senior Nafu hat weniger Phosphat..man könnte den Phosphatbinder untergeben......mein Ömmchen bekommt es schon lange Zeit..aber im Moment mundet es nicht so....

Den Hersteller von Miamor ( Finnern ) hatte ich ja mal angeschrieben ) das Miamor feine Filets hat auch weniger Phosphat..Mist ...hatte die email von denen grade erst letztens gelöscht.....ist halt wie Du schon sagst Ergänzungsfutter.......

Ich würde jetzt Phosphat armes Futter plus Phosphatbinder ausprobieren..und die Werte in einigen Wochen noch mal kontrollieren...wenn sie das Diätfutter futtern würde ich das zwischendurch geben......es ist halt auch Protein reduziert.....nach längerer Einnahme ann es schon zu Muskelabbau kommen...meine persönliche Meinung.....

Aber wie schon gesagt....wichtig finde ich auch die Urinwerte zu kontrollieren...bei meiner Maus wurde vor Jahren erhöhte Nierenwerte fest gestellt...sie bekam ca. drei Monate vorher Metacam......später waren die Nierenwerte wieder i.O. und der UPC Wert war damals auch i.o.

Ich bin da immer etwas vorsichtig...denn manche Erkrankungen wie Blasenentzündung oder z.Bsp. BSD Entzündung können die Nierenwerte erhöhen ohne das eine Erkrankung vorliegt..ich habs jetzt nicht mehr im Kopf...wurde die Schilddrüse auch getestet.....
 
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mortikater

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Wir wissen einfach nicht, was wir jetzt füttern sollen. Sollen wir das Essen mal so belassen bis wir mehr wissen? Die Ärztin rät uns auf jeden Fall zum Diätfutter. Ich habe die Angst, dass wir einfach die falsche Entscheidung treffen. :|
So belassen kann man die Fütterung nicht, zumindest nicht bei den beiden Herren mit doch eher deutlicher Erhöhung. Die Tierärztin rät zum Diätfutter, weil Diät phosphatreduziert ist und das ist auch wichtig. Denn geschädigte Nieren können Phosphat nicht mehr ausreichend ausscheiden, das sorgt für Gewebeverkalkungen und treibt die Progression voran.

In frühen Stadien ist aber oft ein Phosphatbinder zum Futter ausreichend, um die Nieren zu entlasten.
 

Xanira

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@FELIDAE4 Danke für deine Antwort! Wir versuchen am Freitag den Urin von Arthus und Merlin zu klauen ::bg und zum Tierarzt zu bringen. Es ist uns ein Anliegen, dass wir alles überprüft wird. Der SMDA-Wert wird auch noch vom Labor nachbestimmt. Wahrscheinlich erfahren wir die SMDA-Werte schon heute.
Ich würde mir natürlich wünschen, dass es etwas nicht so schlimmes ist, wie zb eine Blasenentzündung, aber bezweifle, dass das gleich bei 2 Katzen der Fall ist. Aber wir werden alle Untersuchungen machen, um Klarheit zu haben. :)

@mortikater Ich weiß, dass wir auf jeden Fall was ändern müssen. Wir waren nur nicht ganz überzeugt, dass wir gleich Nierendiätfutter geben sollen, sondern dachten, dass es eben vielleicht für den Anfang reicht, wenn wir Phosphatbinder zum Essen dazugeben.

Wir waren gestern noch bei einer anderen Tierärztin, um eine zweite Meinung einzuholen und auch um die Urinbecher mal zu bekommen. Die Ärztin hat uns auch geraten, dass wir auf Diätfutter umsteigen (auch sie empfiehlt Hills und Royal Canin; was haltet ihr eigentlich von dem Futter?) und sie hat uns auch ein Medikament mitgegeben, das den Druck von den Nieren nimmt (weiß leider gerade den Namen nicht auswendig, aber werde nachsehen, wenn ich dann wieder daheim bin). Es wäre auf jeden Fall zum Spitzen in den Mund und sie meinte, dass es sicher nicht schaden würde.
Sie selbst will auch unbedingt eine Harnprobe sehen, weil man dadurch besser feststellen kann, wie fortgeschritten die Erkrankung ist, aber auch sie war guter Dinge und meinte, dass es jetzt nicht so schlimm aussieht und man noch vieles machen kann. Das hat uns etwas beruhigt, aber ich war leider doch nicht so stark in der Praxis und meine Gefühle sind über mich hergefallen. :-( Es ist wirklich schwierig und ich fühle mit allen mit, die sich damit auseinandersetzen müssen. Vor allem am Anfang scheint es sehr schwer zu sein, weil es nicht den einen „richtigen Weg“ gibt, sondern man sich viel damit beschäftigen muss.
Wir machen es mal so, dass wir ihnen mal ein Nierenfutter geben und die Harnbefunde abwarten. Dann gehen wir zu einem Nierenspezialisten nächste Woche und schauen, was er dazu sagt. In 4-5 Wochen lassen wir noch einmal ein Blutbild machen und entscheiden dann, ob wir weitere Maßnahmen ergreifen. Denkt ihr, dass das so vertretbar ist? Wir möchten ihnen auch nicht unbedingt sofort ein Medikament jeden Tag ins Mäulchen geben. Es ist schon so für sie eine Umstellung wegen dem Futter. Und gerade Merlin, der die höchsten Werte hat, streikt am meisten beim Essen. Er hat zwar Hunger und lässt sich dann auch überreden, aber es dauert. Das normale Futter hat er immer sehr brav gegessen und auch viel. Mach mir Sorgen, dass er durch das Diätfutter jetzt weniger zu sich nimmt. :/
Ich habe noch eine Frage zu den Phoshatbindern. Unsere Tierärztin meinte, dass wir die nicht hinzugeben müssen, weil der Phosphorgehalt im Blut eh normal ist. Was mich auch irritiert hat war ihre Aussage, dass wenn sich die Blute normalisieren, man auch normales Futter wieder geben kann. Das ergibt für mich aber keinen Sinn, denn nur weil die Werte gut sind, ist ja die Niere nicht auf einmal wieder „gesund“, sondern das heißt ja nur, dass durch die Nahrungsumstellung sie nicht mehr so belastet wird und gut damit umgehen kann.

Noch einmal ein großes Danke an alle, die hier geantwortet haben. Es tut gut. ::bussi::l Ich werde euch am Laufenden halten. :)

Was mir jetzt noch eingefallen ist. Wie schafft ihr es positiv zu denken? Ich versuche mir ständig zu sagen, dass die Werte ja noch nicht so hoch sind und wir sie bestimmt irgendwie in den Griff bekommen. Aber dann kommen immer diese grausamen Gedanken. Es ist so furchtbar. Wieso geht man immer von der schlimmsten Situation aus. :-( Gibt es etwas, was euch geholfen hat damit besser umzugehen bzw positiver zu denken? Ich habe von vielen Besitzern gelesen, dass ihre Katzen CNI schon seit Jahren haben und sie stabil sind (auch im weiteren Freundeskreis gibt es solche Erfahrungen). Das ist aber auch das einzige, was mich bisher aufmuntern konnte. Die Hoffnung, dass wir die Krankheit in den Griff bekommen bzw stabil halten können.
 
Lady N

Lady N

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Hallo

Zum Thema Medikament ins Mäulchen: Mein Kater bekommt Semintra (flüssig) und SUC (ist auch flüssig). Ich gebe Medikamente nur im Notfall ins Maul … er ist extrem sensibel. Entweder mische ich das Medikament mit einer kleinen Menge Soße vom Nassfutter und etwas Futter … schleckert er meist sehr gern. Oder ich vermische (Semintra) mit Leckerlies von Orijen. Die sind ganz weich … mache ich zum Brei und klebe den dann z.B. an Leckerlies die gerade „IN“ sind. Funktioniert eigentlich sehr gut.;-)
 
mortikater

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Wir waren gestern noch bei einer anderen Tierärztin, um eine zweite Meinung einzuholen und auch um die Urinbecher mal zu bekommen. Die Ärztin hat uns auch geraten, dass wir auf Diätfutter umsteigen (auch sie empfiehlt Hills und Royal Canin; was haltet ihr eigentlich von dem Futter?) und sie hat uns auch ein Medikament mitgegeben, das den Druck von den Nieren nimmt (weiß leider gerade den Namen nicht auswendig, aber werde nachsehen, wenn ich dann wieder daheim bin). Es wäre auf jeden Fall zum Spitzen in den Mund und sie meinte, dass es sicher nicht schaden würde.
Alle Tierärzte empfehlen Diätfutter, das ist einfach so. Sie müssen es auch nicht fressen...50 % aller Katzen verweigern Diätfutter, weil es nicht nur weniger Phosphat, sondern auch weniger Protein enthält und instinktiv bevozugen Katzen viel Protein.

Aus meiner persönlichen langjährigen Erfahrung mit CNI-Katzen würde ich sagen, dass ich Normalfutter mit Binder in frühen Stadien geben würde, vielleicht Nierendiät zusätzlich.

Ich vermute, dass Dir diese neue Tierärztin SUC gegeben hat?
 

Xanira

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@Lady N Ah okay, so geht das also auch. :) Unsere Tierärztin meinte, dass man es am besten direkt ins Mäulchen geben soll. Hab nämlich auch gefragt, ob wir es wo druntermischen können.

@mortikater Das Medi heißt Semintra. Habt ihr damit positive Erfahrungen machen können?
Ist es eig nicht trotzdem besser Nierenfutter zu geben (falls die Katze es frisst), statt normalem Futter mit Binder? Das würde mich am meisten interessieren. Wenn sie das Nierenfutter nicht essen, dann ist für mich klar, dass ich es dann mit dem normalen Futter + Binder probiere oder 50/50.
Ich will natürlich auch den 3en mit dem Nierenfutter nicht schaden. Die Nieren entlastet es sicher, aber die Miezis selbst sollen ja nicht "schwächer" werden, weil sie zu wenig Proteine bekommen. :| Die Ärztin meinte, dass Hills und Royal Canin da schon so viel forschen/Erfahrung haben und das Futter super für die Tiere abgestimmt ist. Es würde sozusagen auffallen, wenn es den Tieren schlecht gehen würde durch ihr "Spezialfutter". Auf Zooplus (wo ich bisher immer das Futter bestellt habe) stehen eigentlich auch nur positive Beiträge.
 
mortikater

mortikater

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Semintra gibt man eigentlich erst, wenn eine Proteinurie vorliegt und nicht generell bei CNI-Katzen.

Bei Semintra steht: Reduzierung der Proteinurie bei chronischen Nierenerkrankungen (CNE) bei Katzen.

https://www.semintra.de/produktinformation.aspx

"Den Druck von den Nieren nehmen", das ist eine sehr unwissenschaftliche Erklärung. ACE-Hemmer und AT1-Rezeptor-Antagonisten (Semintra) wirken blutdrucksenkend. CNI-Katzen haben oft Bluthochdruck oder entwickeln ihn im Verlauf der Krankheit. Deshalb gehört eine Blutdruckkontrolle auch zum guten CNI-Management. Leider haben die meisten Tierärzte noch nicht mal ein Meßgerät.

Bei einer Katze, die keinen Hochdruck hat, kann Semintra sehr wohl schaden, weil der Blutdruck möglicherweise zu stark abgesenkt wird.

Bei echtem Bluthochdruck (über 180) sind ACE-Hemmer und AT1-Rezeptor-Antagonisten nicht ausreichend, da braucht man einen sehr viel effektiveren Calciumcanalblocker.

Die drei Eckpfeiler erfolgreichen CNI-Managements sind

- Phosphatreduktion
- Bekämpfung einer möglichen Proteinurie
- Blutdruckkontrolle

Zu wenig Protein bekommen CNI-Katzen mit der Diät nicht. Moderne Nierendiäten sind bedarfsgerecht konzipiert (früher war das ein Problem, weil man Forschungsergebnisse vom Hund auf die Katze übertragen hat, die Katze hat aber einen viel höheren Bedarf.)

Nierendiät ja oder nein - das ist so eine Glaubensfrage. Ich verlinke dir mal einen Artikel der Tierärztin Barbara Welsch, sie schreibt:

Während in frühen Stadien der CNI der Einsatz von Phosphatbindern mit dem gewohnten Futter ausreicht, um die Phosphataufnahme auf ein unbedenkliches Maß zu reduzieren, wird bei fortgeschrittener Erkrankung die Kombination mit einer Nierendiät empfohlen.

http://www.hundkatzepferd.com/archive/900554/Chancen-nutzen.html

Bei meinem Kater Mika wurde im Alter von 6 Jahren CNI festgestellt, er wurde 16 Jahre und starb nicht an der CNI, sondern an einem Lungentumor. Bei ihm hat lebenslang ein Phosphatbinder ausgereicht bis auf eine Phase, in der er eine Krise hatte.

Natürlich macht man bei CNI-Katzen regelmäßige Kontrollen und bekommt durch die Kontrolle der Werte auch Sicherheit, ob die Fütterung in Ordnung ist. Der Phosphatwert ist allerdings nur bedingt aussagekräftig, danach kann man nicht gehen.
 
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Xanira

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Danke für deine ausführliche Antwort. :herz:
Ich bin momentan (wie wahrscheinlich fast jeder, der sich zum ersten Mal mit dieser Erkrankung beschäftigt) sehr überfordert. Ich versuche so viel es geht zu lesen und in mich aufzusaugen, um die optimale Lösung zu finden (die es wahrscheinlich so ja gar nicht gibt) und das macht einen ziemlich fertig. :-( Ich hoffe, dass es bald besser wird.

Ich merke, dass du dich schon viel damit auseinandergesetzt hast und ich danke dir wirklich vom Herzen, dass du das mit mir (und auch anderen teilst). ::l ::bussi

Also du würdest mir empfehlen normales Futter mit Phosphatbindern mal zu nehmen, den Harn zu untersuchen (ob überhaupt eine Proteinurie vorliegt) und den Blutdruck zu messen? Also noch kein Diätfutter verwenden oder andere Medis? Und dann in einem Monat schauen, ob sich die Werte vl verbessert haben?
Kann ich da wirklich normales Futter verwenden (sie essen alle gerne zb Animonda Vom Feinsten) oder mich trotzdem nach einem Nassfutter mit besonders niedrigem Phosphatgehalt umschauen?

Und gibt es einen besonders empfehlenswerten Phosphatbinder? Wir haben jetzt mal Recoactiv Renaltan bestellt und heute zum Futter dazugegeben. Sie haben es normal gefuttert. Was mich jedoch etwas irritiert: Ist es normal, dass in den Phosphatbindern selbst Phosphor drinnen ist? Und wieso muss man das eigentlich nicht zu jeder Mahlzeit dazugeben? Bei der Anwendung steht, dass man zb 1x10 ml oder zb 2x5ml auf den Tag verteilt zum Essen gibt. Dh. ich gebe 10ml in der Früh zum Futter und das wirkt dann den ganzen Tag?
Wahrscheinlich ist es eine blöde Frage, aber ich musste sie jetzt stellen, weil sie mich doch bisschen beschäftigt. :oops:

Es ist schön zu hören, dass Mika so lange mit der Krankheit gelebt hat. :) Scheint ein sehr tapferer und starker Kerl gewesen zu sein. :herz:
 
mortikater

mortikater

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Ja, CNI ist ein äußerst komplexes Thema, deshalb muss man sich am Anfang auch nicht gleich mit möglichen Begleiterscheinungen wie Anämie, Oxalat etc. beschäftigen, wenn man Glück hat, bleibt man auch verschont.

Ich stand am Anfang genauso wie der Ochs vorm Berge, habe mich im Lauf der Jahre aber in die Materie verbissen, weil Mika mein Augenstern war. Er hat übrigens aufgrund eines Fütterungsfehlers (kein Phosphatbinder) mit einem bildschönen Phosphatwert einen sekundären Hyperprathyreoidismus entwickelt (die Nebenschilddrüse schüttet Parathormon aus und senkt damit den Phosphatspiegel, der Beginn eines Teufelskreises.) Er stand mit einem Bein im Grab, aber wir konnten das Ruder durch Diät noch mal rum reißen. Bis dahin war das fast gar nicht bekannt, dass es keinen "sicheren Bereich" beim Phosphatwert gibt. Mika wurde quasi zu Lebzeiten zur Legende und diente bei Fortbildungen für Tierärzte als Beispiel.

Ich bin mit den heutigen Phosphatbindern nicht mehr so vertraut, ich habe Ipakitine genommen. Neu war damals Renalzin von Bayer, davon hat Mika aber ohne Ende gebrochen. Inzwischen haben sie es vom Markt genommen.

Ich habe Recoactiv Renaltan gegoogelt. Da steht nun aber auch, dass es zu jeder Mahlzeit gegeben werden muss. So verstehe ich das.

Verabreichen Sie Renaltan mit dem Futter. Sie können es pur oder direkt über das Futter geben. Die Gabe kann gemäß den Fütterungsgewohnheiten über den Tag aufgeteilt werden. Die gesamte Tagesmenge beträgt 10 m (aufteilbar auch in 2 Mahlzeiten a 5 ml, je nach Freßgewohnheit)

Frisst die Katze einmal am Tag, 10 ml, frisst sie zweimal am Tag 2 x 5 ml usw.

Das ist auch absolut logisch. Der Binder bindet das Phosphat direkt beim Fressen, eine Langzeitwirkung gibt es nicht.

Wenn Deine Katzen diesen Binder akzeptieren, würde ich den auch nehmen, das ist ja schon Gold wert. Ist es normal, dass der Phosphatbinder Phosphat enthält? Phosphat und Calcium muss man immer im Zusammenhang sehen, das sind Gegenspieler. Das Calcium/Phosphatverhältnis in normalem Futter liegt bei 1.2 : 1.Calcium muss immer höher sein.

Bei Recoactiv Renaltan ist das Verhältnis 2:1, also deutlich mehr Calcium, deshalb bindet es auch.

Zu Deinen Fragen:

Ja, ich würde spez. Gewicht des Urins und Vorliegen einer Proteinurie testen, den Blutdruck kontrollieren lassen und erst mal Normalfutter mit Binder geben. Keine anderen Medikamente bis zur nächsten Kontrolle bzw. Vorliegen der Ergebnisse der Urintests. Natürlich kann man auch teilweise Nierendiät geben, schaden tut es bestimmt nicht. Wichtig ist eigentlich, dass gut und gerne gefressen wird.

Ich bin bei einem exzellenten Tierarzt, Katzenspezialist und CNI-Fachmann. Der verordnet Semintra nicht, wenn keine Indikation vorliegt. Mein Mika hat übrigens nie eine Proteinurie enwickelt. Meine zweite CNI-Katze Mette hatte eine - die bekam dann auch Semintra.
 
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Xanira

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Dankeschön für die Erklärung zu den Phosphatbindern. Jetzt ergibt alles einen Sinn. :)
Jetzt ist mir leider aber noch eine Frage dazu eingefallen. Und zwar: Es steht, dass man 10 ml pro Tag verwenden soll. Schadet es der Katze, wenn sie davon mehr bekommen würde? Ich gehe davon aus, dass die Firma von einer gewissen Menge an Futter/Tag ausgeht. Aber nicht jede Katze futtert gleich viel. Wäre es da nicht sinnvoller zu sagen, wie viel ml man zb pro 100g benötigt?

Ich kann zb bei meiner Bande gar nicht einschätzen, wer wie viel isst. In der früh kann ich es noch in etwa feststellen, aber wenn ich dann in der Arbeit bin, liegt auch Futter zur Verfügung und wer das dann isst, weiß ich zb nicht. Am Abend kann ich es zum Teil steuern, aber da sie untertags auch immer wieder mal was essen, verschlingen sie die Abendmahlzeit nicht auf einmal. Dh. auch da bleibt was übrig und dann "opfert" sich vielleicht jemand und futtert den Rest, damit wieder was neues auf den Teller kommt. (meistens unsere Pinky xD)
Also was ich mich jetzt frage ist folgendes: Wenn ich jetzt zb in der Früh normales Futter gebe und ich gebe 5ml Phosphatbinder dazu. Dann gehe ich in die Arbeit und sie kriegen (sofern sie alles aufgegessen haben, was eigentlich immer der Fall ist) noch das Nierendiätfutter. Gegen 5, wenn ich dann wieder daheim bin, kriegen sie wieder normales Futter mit 5ml Phosphatbinder. Jetzt wäre meine Frage; was ist wenn ein Kater in der Früh das Futter mit den 5ml gefuttert hat, dann etwas vom Diätfutter und am Abend dann wieder ein Futter mit 5ml Phosphatbinder und dann will er zb noch mehr. Dann müsste ich über 10ml geben. Wie kann ich wissen, dass ich das richtig dosiere?
Und dazu kommt noch, dass das Futter wahrscheinlich auch sofort aufgegessen sein sollte. Oder kann man es mit dem Binder stehen lassen?
Tut mir leid, wenn das zu viele Fragen zu dem Thema sind. Habe Angst, dass ich bei der Dosierung was falsch mache. :| Wenn es nur eine Katze wäre, dann wäre es auch leichter, aber bei 3 ist es echt schwierig.

Ich habe heute mit unserer Haustierärztin gesprochen und bei den SMDA- Werten ist folgendes rausgekommen: Pinky´s Wert ist an der Grenze (aber angeblich noch im Normbereich, aber eben schon sehr grenzwertig). Der Wert von Arthus war falsch negativ (so hat sie das bezeichnet). ::? Angeblich war sein Blut etwas zu dickflüssig bzw konnten sie es nicht gut auswerten. Und bei Merlin konnten sie es prinzipiell nicht auswerten, weil wir bei ihm nur 1 Röhrchen mit Blut hinbekommen haben (er war zu gestresst bei der Blutabnahme....böser Rasierer hihi).
Wir werden den Wert einfach noch mal testen lassen, wenn wir die zweite Blutabnahme in paar Wochen machen. Aber was das jetzt genau für Pinky heißt, weiß ich auch nicht. Die Tierärztin meinte, dass ihr das Nierendiätfutter nicht schaden wird. Aber ich vertraue ihr da nicht hmmm.
Ich habe sie auch auf SUC angesprochen und das kannte sie nicht. Das kann ja gar nicht sein oder? Wenn man sich mit dem Thema etwas auseinandersetzt, dann muss das einem ja bekannt sein oder? Es hat mir zumindest gezeigt, dass sie in dem Bereich zu wenig Erfahrung hat, deshalb vertraue ich ihr da am wenigsten, was die Empfehlungen angeht. Unsere Tierärztin aus der Tierklinik werde ich wahrscheinlich am Montag darauf ansprechen, wenn wir die Harnbefunde abholen.
Am meisten gespannt bin ich, was der Nierenexperte sagt. Zu ihm wollen wir nächste Woche gehen, wenn wir alle Befunde endlich haben. :)

Damit ich noch was Schönes poste, möchte ich euch mal Bilder von meinem Trio zeigen ::l :
 

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romulus

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Was für schöne Kerlchen das sind ::l
Zu dem Phosphatbinder möchte ich noch anmerken, dass niemals alles Phosphat aus der Nahrung gebunden wird, der Organismus braucht Phosphat für viele Enzyme und sonstige Stoffwechselvorgänge wie z.B. den Zellaufbau, nur das Zuviel an Phosphat macht Probleme bei angegriffenen Nieren und im Fertigfutter ist leider immer zu viel drin.
Ich denke, wenn der tägliche Phosphatbinder im Futter aufgebraucht ist, schadet es nicht, wenn die Katze danach noch unsupplementiertes Futter bekommt.
Aber frag das mal den Nierenspezi, wenn Du sowieso dort einen Termin hast, wäre interessant zu wissen, ob das so stimmt!
 

Xanira

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@romulus Genau, also alles wird sicher nicht gebunden. Aber kann es nicht sein, dass wenn man zu viel vom Phosphatbinder gibt, dann eben auch zu viel gebunden wird, sodass die Katze zu wenig Phosphat bekommt? Denn wie du eben geschrieben hast, die Katze braucht ja auch Phosphat. Aber ich werde das den Nierenspezialisten fragen und dann berichten. :)

Leider war die Urinsache eine reine Katastrophe für uns und es ist noch immer nicht vorbei. Ich habe mir am Freitag extra freigenommen, damit wir die Harnproben von beiden Burschen bekommen. Ich sags euch, ich glaube echt, dass die Miezis das gespürt haben und wollten, dass wir durchdrehen. ^^ Bis ca 12 Uhr haben alle nur ihr großes Geschäft verrichtet. Dann haben wir tatsächlich 2 ml Harn von Merlin bekommen (Tierärztin meinte aber, dass 10 ml ideal wären). Dann haben wir weiter gewartet und das hat sich dann den ganzen Tag so gezogen. Es war dann schon halb 5 und sie wollten einfach nicht Pipi gehen :schreien:. Ich dachte schon, dass ich echt narrisch werd xD.
Gott sei Dank hat sich dann wenigstens Merlin erbarmt und hat noch die restlichen 8ml gemacht. Wir haben also am Freitag nur die Probe von Merlin bekommen.
Morgen kommt meine Mum zu uns und wirds versuchen, weil wir arbeiten müssen. Wenn das morgen auch nicht klappt, dann werden wir es mal mit dem speziellen Katzenstreu versuchen (dann ersparen wir uns den Stress, dass wir den Harn gut auffangen mit der Schaufel).
Aja Arthus war auch am Freitag kurz Pipi machen, aber da habe ich leider die Schaufel falsch gehalten (wären von der Menge aber sowieso keine 10 ml gewesen).

Ich habe mir echt nicht gedacht, dass es so mühsam wird. :dash2:
 

Xanira

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So, ich habe jetzt mal die Harnbefunde von beiden:

Merlin:
UPRO 32mg/dL
UCRE 324 mg/dL
UPC: 0,1
Spezifisches Gewicht: 1030

Arthus:
UPRO 71mg/dL
UCRE 309 mg/dL
UPC: 0,23
Spezifisches Gewicht: 1030

Leider war heute eine andere (junge) Ärztin da. Sie meinte, dass die Werte gut sind und wir einfach in 4 Wochen schauen müssen, wie und ob sich die Blut,- und Harnwerte ändern.
Laut IDEXX ist ja ein UPC von unter 0,2 gut. Beim Arthus ist ja der Wert etwas drüber, also im Bereich "grenzwertig". Ich hoffe, dass dieser Wert in 4 Wochen niedriger sein wird.

Das spezifische Gewicht sollte am besten über 1035 liegen oder? Leider sind auf dem Befund keine Referenzwerte. Die Ärztin meinte aber, dass es ein "guter" Befund ist. Wir werden aber damit im Laufe der Woche zum Nierenspezialisten gehen. Bin schon sehr gespannt, was er dazu sagt.
 

Xanira

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Kurzes Update zur Dosierung von Recoactiv. Hab folgende Antwort bekommen:

"Das Renaltan muss unbedingt zu den Mahlzeiten gegeben werden. Beispiel: wenn die betroffene Katze drei mal am Tag frisst, sollte die empfohlene Fütterungsmenge von 10 ml auf diese drei Mahlzeiten aufgeteilt werden.
Wenn Sie wirklich strikt 50-50 Nierenfutter und normales Futter verabreichen, reichen 5 ml pro Tag.
Für Ihre besonders hungrige Katze muss die Menge Renaltan nicht nach oben angepasst werden, wichtig ist nur, dass das Renaltan zu jeder Mahlzeit (normales Futter) verabreicht wird."

Auf die Frage, ob das Futter mit dem Phosphatbinder auch später gefuttert werden kann, kam folgende Antwort:
"Das ist kein Problem. Das Futter muss nicht auf einmal gefressen werden, der Phosphatbinder verliert nicht an Wirkung."


Ich persönlich bin nicht so ganz zufrieden mit der Antwort. Kann ja nicht egal sein, wie viel eine Katze am Tag isst. Da müsste man doch die Menge des Phoshphatbinders anpassen hmm. :unsicher: Also wenn eine Katze 200g futtert und eine andere 300g/Tag, dann muss man beiden jeweils 10ml geben. Find das etwas unlogisch. ::?
Momentan geben wir die Hälfte (also 5ml) vom Phoshatbinder hinzu, weil sie zur Hälfte Nierenfutter bekommen.

Morgen haben wir endlich den Termin beim Nierenspezialisten. :) Bin gespannt, was er sagen wird und hoffe, dass er uns gute Ratschläge geben wird.
 
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