Blutzuckerwerte Pankreatitis

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mel1985

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Wir wissen seit längerem, dass unser Kater eine Diabetes hat und spritzen Insulin. Die Ursachenforschung hat ergeben, dass er eine chronische Pankreatitis hat. Wir haben die Insulindosis langsam gesteigert und die Blutzuckerwerte sanken eine Zeitlang. Irgendwann wurden sie dann aber wieder schlechter. Wir haben die Insulindosis gesenkt und die Werte sanken wieder. Als wir mit der Dosis sehr niedrig waren, bewegten
sich die Werte kaum noch. Zu dieser Zeit haben wir auch erfahren, dass Katerchen Pankreatitis hat. Weil wir Ketone hatten, haben wir uns nach langem Zögern entschieden, die Dosis wieder zu steigern. Es war das selbe Spiel wie oben beschrieben. Wir sind jetzt wieder dabei zu senken. Die Blutzuckerwerte sind nur vereinzelt unter 300, sonst immer im 300er-Bereich. Bevor wir erneut gesenkt haben, waren wir bei 400 und mehr.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ist es mit einer chronischen Pankreatitis überhaupt möglich, die Blutzuckerwerte gut einzustellen?

Wir haben unserem Tiger 14 Tage lang ein Schmerzmittel gespritzt. Das ist jetzt ca. 3 Wochen her. An den Blutzuckerwerten hat es nichts gemacht. Ich dachte eigentlich, ein Schmerzmittel ist entzündungshemmend. Das hätte doch die Blutzuckerwerte zumindest ein bisschen senken müssen, oder?

Am Sonntag haben wir morgens nicht gespritzt, weil unser Kater nicht genug gefressen hatte. Der Morgenwert lag bei 323, nach 6 Stunden hatten wir 411 und vor der Abendspritze 377. Wie kann es ohne Insulin möglich sein, dass die Werte sinken. Über den Tag war das Fressverhalten jedenfalls völlig normal.

Wir sind total ratlos.
 
vilma

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Schreib doch am besten mal zizah (Ina) per PN an, sie hat eine Katze mit beiden Krankheitsbildern und kann dir sicher weiterhelfen.
 

zizah

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Sorry Mel, dass ich Deine pn erst heute beantwortet habe, aus unerfindlichen Gründen bekomme ich keine Benachrichtigung über pn´s. Schau mal in Dein Postfach.
 
shaana

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Hallo Mel,
kannst dich gerne per PN melden.
 
shaana

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Welches Insulin gibst du eigentlich?
 

mel1985

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Hallo Gaby,

danke für das Angebot, ich melde mich nach den Feiertagen gerne bei dir.

Wir geben Lantus.

Ich wünsche ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

Melanie
 
shaana

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Gerne doch. Erst einmal ruhige Feiertage
 
shaana

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Nicht jeder möchte sich in einem Diabetesforum beraten lassen. Es gibt immerhin 3 davon mit unterschiedlichen Einstellungsmethoden. Da muss man schon vorher wissen, welchen Weg man gehen will.
 

PurzelFeli

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Nicht jeder möchte sich in einem Diabetesforum beraten lassen. Es gibt immerhin 3 davon mit unterschiedlichen Einstellungsmethoden. Da muss man schon vorher wissen, welchen Weg man gehen will.
Tja...dann Pech gehabt. Dann verlässt man sich halt auf den TA.

Muss doch jeder selber wissen. Denke, dass wird die Erstellerin auch selber erkennen, welches der Foren für sie passen könnte. Muss man nur Google fragen. Auch bei FB gibt es eine gute Gruppe.
 
shaana

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Stimmt. Eine gute Gruppe gibt es da. :lol:
 

mel1985

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Wir haben gestern mal wieder das Gewicht von unserem Kater kontrolliert. Das ist längere Zeit auf der Strecke geblieben. Ergebnis: Unser Kater hat in 8 Wochen 800g zugenommen. Wir sind jetzt bei 6,9 kg. Ich denke das ist für eine normale Hauskatze zu viel. Bei der Diabetesdiagnose im Juni hatte er 4,9 kg. Es ist allerdings so, dass unser Kater keine Unmengen frisst. Wenn ich hier so mitlese, welche Mengen teilweise verputzt werden, hat er das aber auch noch nie getan - trotz Diabetes. Der Hinweis aus einem der einschlägigen Foren dazu: Wenn die Katze unter der Insulintherapie immer weiter zunimmt, dies aber nicht soll, ist die Dosis zu hoch. Wie ist den eure Meinung dazu?
 

mel1985

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Des weitern ist mir noch nicht so ganz klar, was unter einer Gegenregulation zu verstehen ist. Hier habe ich den Hinweis, dass dann der Zuckerwert zu schnell abfällt. Absolut in Ordnung wären, wenn ich mich recht erinnere, 50 mg/dl pro Stunde. Das wären dann in 6 Stunden 300 mg/dl. Da müsste dann meines Erachtens aber der Blutzuckerwert vor der Spritze auch dementsprechend hoch sein. Müsste man nicht in Abhängigkeit von diesem Wert beurteilen, was zu schnell ist und was nicht?
Bei unserem Kater ist es jedenfalls so, dass er bei einem Abfall von über 100 mg/dl innerhalb von 5-6 Stunden immer total platt ist. Wie soll das aussehen, wenn der Abfall noch größer ist?
 
shaana

shaana

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Es gibt so etwas wie Insulinmast. Das kann man auch nachlesen. Aber ich würde nicht generell sagen, dass es zu viel Insulin ist.
Was die Gegenregulierung angeht: ein Abfall um mehr als 50mg/h oder ein sehr niedriger Wert bringt die Leber dazu Glucagon auszuschütten. Das hält den BZ für 1-3 Tage oben.
 

mel1985

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Danke, shaana.
Ist es dann aber überhaupt möglich, zu viel Insulin zu spritzen bzw. dies zu erkennen? Wenn ich ehrlich bin, wäre die einzig logische Reaktion für mich eine Unterzuckerung.

Die Leber setzt also bei einem Abfall von über 50mg/h den Gegenspieler des Insulins ein. Das hält aber nicht lange an. Das stellt sich für mich so dar, dass es also total egal ist, wie schnell der Wert fällt. Es zählt also nur der Wert, bei dem wir ankommen. Richtig?

So gesehen, macht es schon Sinn, die Dosis immer weiter zu erhöhen, bis Werte unter 200 mg/dl eintreten.
 

mel1985

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Also gehe ich jetzt mal davon aus, dass bei einem Abfall von 100 mg/dl oder mehr innerhalb von 5-6 Stunden noch keine Gegenregulation vorliegt. Trotzdem ist unser Kater dann immer total erschlagen. Müssen wir damit leben?

Ich lese auch überall, dass Katzen mit unbehandeltem Diabetes bzw. zu wenig Insulin Unmengen fressen und trinken. Bei uns ist das aber eher umgekehrt. Mit steigender Insulindosis frisst unser Kater mehr und mehr. Ab einer gewissen Insulinmenge ist er kaum noch satt zu kriegen. Senken wir die Dosis normalisiert sich das wieder bzw. schlägt ins Gegenteil um. Das hält uns dann vom weiteren Senken ab. Mit dem Trinken ist es genauso. ::?
 
shaana

shaana

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Hallo Mel,
es kommt schon auch darauf an, wie schnell der Wert fällt. Wenn du mit 400 anfängst und der Kater nach 3 Stunden bei 100 wäre, dann ist das für den Körper das Signal Glucagon auszuschütten. Genau wie bei einer tatsächlichen Unterzuckerung.
Wenn er normal in hohen Werten ist, dann fühlt er sich bei niedrigen Werten erst mal unwohl.

Es ist auch möglich, eine Katze in eine Insulinresistenz zu spritzen. Wenn du bislang keinen Erfolg mit Lantus hattest, würde ich einen Wechsel auf Levemir vorschlagen.
 

mel1985

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Hallo Shaana,

danke für die schnelle Rückmeldung. Was ist denn bei Levemir anders als bei Lantus?

Das man eine Insulinresistenz auch erspritzen kann, hatte ich auch schon gelesen.
Grundsätzlich ist bei einer Insulinresistenz doch die Aufnahme der Glukose in die Zelle - mit Hilfe des Insulins - gestört. Wie soll das bei einem anderen Insulin anders sein. Ich zweifle nicht daran, dass das funktionieren könnte, es würde mich einfach interessieren.

Mal schauen, was unser TA dazu meint. Es war schon ein zäher Kampf an Lantus zu kommen nachdem wir mit Caninsulin auch nichts erreicht hatten.
 
shaana

shaana

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Die Depotbildung ist bei Levemir anders. Lantus bildet das Depot im Unterhautfettgewebe, Levemir im Blut (kurz und knapp). Außerdem wirkt es bei Katzen meist konstanter und länger. Der Nadir kann sich etwas nach hinten verschieben.
Ich habe fast alle meiner Betreuungsfälle auf Levemir umgestellt.
Einen Versuch wäre es allemal wert.sein
 

mel1985

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Na spitze. Das hätte mir mal früher jemand sagen sollen.
Macht für mein laienhaftes Verständnis auch mehr Sinn, dass Depot im Blut zu bilden. Da soll es ja auch wirken.

Mal schauen, ob sich unser TA darauf einlässt.
 
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Diabetes mellitus 12

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