Kristalle, HWI, Diabetes

  • Ersteller des Themas mel1985
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mel1985

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Hallo liebe Foris,

unser Kater hat im Juni die Diagnose Diabetes bekommen. Wir haben Futter umgestellt und spritzen Insulin.
Da bisher eine Einstellung auf das Insulin nicht möglich war, haben wir gestern einige Untersuchungen machen lassen. Herausgekommen ist eine Blasenentzündung mit Kristallen in der Blase.
Wir haben jetzt Diätfutter mitbekommen sowohl trocken als auch nass. Dieses soll Struvitsteine auflösen bzw. neuen vorbeugen.
Das Problem ist, dass in diesem Futter Zucker und Unmengen an Kohlenhydraten sind. Da stellen wir uns mit dem Diabetes ein Bein. Trockenfutter hält den Blutzucker grundsätzlich hoch und sollte gar nicht gefüttert werden.
Wir müssen aber den Infekt wegbekommen, weil auch dieser den Blutzucker beeinflusst.
Ein weiteres Problem ist, dass wir den Urin nicht regelmäßig kontrollieren können. Unser Kater ist Freigänger und beim TA geht Urin abnehmen nur unter Narkose.
Eigentlich dachte ich, dass HWI mit Antibiotika behandelt werden. Wenn ich unseren TA richtig verstanden habe, möchte er das nicht, weil wir eben den Urin nicht nachkontrollieren können. Mit dem Futter können wir in Bezug auf den HWI und die Kristalle nichts verderben.
Vielleicht wisst ihr ja eine Futtersorte, die im Zusammenhang mit dem Diabetes besser geeignet ist. Jedenfalls schon mal vielen Dank für eure Unterstützung im Voraus.
 

romulus

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Hallo und herzlich willkommen ::w

Wenn Dein Kater Struvitkristalle hat, ist sein Urin-pH zu hoch, also alkalisch - weißt Du zufällig den gemessenen pH-Wert?
Du solltest Dir auf jeden Fall Teststreifen besorgen, am besten Uralyt U, die kannst Du online in einer Apotheke bestellen oder vor Ort in Deiner Apotheke holen. Diese Messungen sind sehr wichtig, damit der pH im optimalen Bereich zwischen 6,2 und 6,5 liegt und nicht zu tief absinkt.

Ich habe einen recht umfangreichen Bericht über die Möglichkeiten der Urinansäuerung geschrieben wegen meinem Struvitkater, kannst Du hier nachlesen, da steht alles Wesentliche in Kurzfassung drin.-
Wichtig ist aber, dass Du über diese Krankheit gut informiert bist, dann kannst Du das recht easy händeln.
Schau doch mal rein und stelle dann Deine Fragen!
 

romulus

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Herausgekommen ist eine Blasenentzündung mit Kristallen in der Blase.

Eigentlich dachte ich, dass HWI mit Antibiotika behandelt werden. Wenn ich unseren TA richtig verstanden habe, möchte er das nicht, weil wir eben den Urin nicht nachkontrollieren können.
Das verstehe ich nun überhaupt nicht - wenn im Urin Bakterien festgestellt wurden (wurde das??), muss ein AB gegeben werden, unabhängig davon, ob man nachkontrollieren kann. Bakterien im Urin gehen nicht von allein weg - daher nochmal die Frage. hat er tatsächlich welche festgestellt, kannst Du da bitte mal nachfragen?
Es kann durchaus sei, dass die Struvitkristalle von dem HWI herrühren und dann wäre die einzig richtige Therapie die Behandlung des HWI und eine Bekämpfung der Kristalle ist dann nur so lange nötig, bis der Infekt und die Kristalle verschwunden sind.
 

mel1985

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Hallo Romolus,

dein Bericht war sehr aufschlussreich.

Ich war heute Morgen noch etwas aufgewühlt von der Diagnose. Ich habe inzwischen ausführlich gegoogelt und bin etwas beruhigter.

Den aktuellen ph-Wert weiß ich leider nicht. Unser TA hat nur von Kristallen gesprochen. Wir haben die auf dem Ultraschall dann auch gesehen. Die Vermutung, dass es Struvitsteine sind, habe ich nur angestellt, weil auf dem Futter steht, dass es diese auflösen soll.

Auch die Idee mit den Bakterien stammt von mir :oops:. Da ich selbst schon öfter mit HWI zu tun hatte, lag das für mich auf der Hand. Tante Google hat mich aber schon belehrt. Das die Steinchen an der Blasenwand kratzen und die Entzündung von daher kommt, macht Sinn. Ist mir schon mal sympathischer als Bakterien. Aber ich werde da sicherheitshalber nochmal nachfragen.

Die Messstreifen werde ich besorgen. Ich hoffe wir kriegen das irgendwie hin, denn unser Tiger nutzt sein Klo leider nur äußerst selten. Draußen sehe ich da keine Chance. Aber als wir mit der Diabetesbehandlung angefangen haben, habe ich auch Probleme gesehen, die heute keine mehr sind.

Unser TA hat uns RC Urinary mitgegeben - sowohl trocken als auch nass. Trockenfutter gibt es hier aber nur noch bröckchenweise als Leckerchen zum Blutzucker messen und dann auch nur das getreidefreie mit wenig Kohlenhydraten. Das haben wir direkt verbannt. Das Nassfutter enthält Zucker und scheidet deshalb für unseren Diabetiger aus.

Ehrlich gesagt wollen wir auch nicht schon wieder Futter umstellen. Das hatten wir jetzt schon wegen dem Diabetes und sind froh uns eingependelt zu haben. So von heute auf morgen wie unser Tierarzt sich das vorstellt, geht das ja auch nicht.
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind diese Nahrungsergänzungsmittel auch erfolgversprechender zur Behandlung der Steine als dieses Diätfutter? Leider enthalten die auch oft Zucker. Wenn man abschätzen könnte, dass die Steine binnen von ein paar Tagen verschwinden, wäre dass auszuhalten. Über Wochen/Monate finde ich das keine gute Lösung. Guardacid fällt da leider auch raus.

Ich denke ich werde mal deinen Tipp mit dem reinen Methiononpulver ausprobieren. Wenn es dass in Kapselform gibt, ist das ja super zum drüberbröseln über das Futter.

So furchtbar hartnäckig scheinen diese Biester ja nicht zu sein. Wir müssen die aber unbedingt loswerden um bei unserer Großbaustelle Diabetes voranzukommen.

Dank deiner schnellen Hilfe werde ich die Sache jetzt aber um einiges beruhigter angehen.
 

romulus

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Ich schicke Dir gleich eine pn mit der genauen Bezeichnung der Kapseln, am besten über´s I-net zu bestellen - sie haben keinerlei Zusatzstoffe, nur reines Methionin, und sind daher gerade für Deinen Diabeteskater zu empfehlen.
 

mel1985

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Vielen, vielen Dank für die superschnelle Hilfe - auch und vor allem im Namen unseres Katers.
 

romulus

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Dafür sind wir hier doch da ::w
Ich bestelle übrigens meisten hier, weil die auch (relativ) günstige Großpackungen haben!
 

PurzelFeli

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HALLO ::wgelb
Benötigst du Unterstützung bei der "Grossbaustelle Diabetes" ? Dann möchte ich dir das Forum - Diabeteskatzenvolk.com - gerne ans Herz legen.
Das hätte ich auch empfohlen.
Es kann sein, dass der HWI mit dem hohen Zucker zusammen hängt.

Bitte füttere kein Futter vom Tierarzt. Es gibt gutes Futter ohne Zucker und Getreide auch im Handel. Einiges kann man auch bei Struvit füttern.

Viele Gute Infos findest Du beim Diabeteskatzenvolk.

Wir bekamen eine sehr gute Unterstützung im letzten Jahr dort.
 
Cheyenne31

Cheyenne31

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Hallo ::wgelb


Beim Diabetiker ist es oft so, dass die Keime als erstes da sind und den ph-Wert des Urins verändern, und somit dann die Kristalle entstehen. Der zuckersüße Urin eines Diabetikers ist eine herzliche Einladung für Keime. Auch zeigen Diabetiker selten äußerliche Symptome, wenn sie einen HWI haben; man merkt es oft nur am hohen oder extrem schwankenden BZ-Wert.

Ich würde eine gezielte Harnuntersuchung (Nachweis der Bakterien, Bestimmung, Antibiogramm) beim TA veranlassen. Sind Keime vorhanden, dann gibt es das richtige AB. Bei Diabetiker muss die AB-Gabe mindestens 14 Tage betragen (süßer Urin, lecker für hartnäckige Keime). Nach Abschluß des AB dann noch mal eine Bestimmung des Harns machen lassen, ob die Dinger auch wirklich weg sind. Verschwinden die Keime, verschwinden auch die Kristalle.

Sind keine Keime vorhanden, dann sind harnansäuernde Tabletten wohl angebracht. Auch wenn diese etwas Zucker enthalten, sind sie aufgrund der geringen Menge (kleine Tabletten) für Diabetiker geeignet. Das musst du dann mal ausprobieren, ob der BZ wirklich steigt.

Tatsache ist, du bekommt den Diabetes erst zufriedenstellend eingestellt, wenn die Infektion weg ist. HWI ist einer der Hauptverdächtigen, wenn's mit dem BZ und den Ketone rauf und runter geht.

Am wichtigsten ist jetzt mal, dass die Kristalle verschwinden. Die Dinger sind nämlich nicht so ohne, wenn sie die Harnröhre verstopfen …..
 

mel1985

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Hallo,

wir haben gestern Abend eine halbe Kapsel L-Methionin gegeben und heute Morgen auch.
Der Teststreifen zeigt grün an. Vom Farbton her würde ich sagen ph-Wert 6,2. Das ist meines Wissens perfekt.
Kann es sein, dass das L-Methionin so schnell angeschlagen hat?

Schönen Sonntag euch allen.
 

romulus

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Ja, Methionin wirkt ja praktisch sofort, wenn es den Verdauungstrakt passiert. pH 6,2 ist super, besser geht gar nicht!
Ein paar Stunden nach dem Futtern wird der pH alkalisch, das ist normal, deshalb sollte man möglichst nüchtern oder 3-4 Std. nach dem Fressen den pH messen, wenn das möglich ist.
Und die Akzeptanz macht keine Probleme, oder?
 

mel1985

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Hallo Romolus,

dein Tipp war Gold wert.
Ich war sehr überrascht, dass das so schnell geht. Vor allem das wir prompt den richtigen Wert getroffen haben - mit so wenig Methionin.

Wir hatten ein bisschen über 2 Stunden vorher gefüttert.

Einen nüchternen Wert zu erwischen, müssen wir bei unserem Freigänger wohl dem Zufall überlassen.

Das Zeug scheint tatsächlich nach nichts zu schmecken. Unser Mäkelkater futtert wie gewohnt. Ich bin begeistert.

Vielen lieben Dank nochmal.
 

romulus

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Freut mich sehr ::w
Vor allem anfangs immer wieder mal messen, dass er nicht in den sauren Bereich unter 6 rutscht.
 

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