Zeitlicher Abstand bei Wiedervergesellschaftung?

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lux aeterna

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Hallo,

zunächst mal die Vorgeschichte:

Zurzeit suche ich eine Zweitkatze für meine bald 9jährige Katze. Meine Katze ist sehr sozial, leider musste ich meinen Kater Ende Oktober einschläfern lassen, so dass sie jetzt - erstmalig in ihrem Leben - allein unter Menschen ist.

Die Suche nach einer Zweitkatze gestaltet sich nicht so einfach,
da
  • reine Wohnungskatzen
  • einzeln zu vermitteln
  • sehr sozial mit Artgenossen (meine Katze ist eine penetrante Artgenossenbeschmuserin, auch wenn die andere Katze sich bedrängt fühlt und sie abwehrt) und
  • etwa gleichaltrig
schwer zu finden sind.

Aber das ist gar nicht mein eigentliches Thema, ich erwähne das nur als Hinweis darauf, warum es ein bisschen dauert.

Ich bin sehr aktiv bei der Suche, stehe mit diversen TH, Tierschutzorgas usw. in Kontakt, durchforste täglich die einschlägigen Suchmaschinen, habe selbst eine Anzeige geschaltet. Bis jetzt hat sich noch kein passendes Tier gefunden, aber gut, ich bin da zuversichtlich.​

Anlass meiner Frage: Ein Freund weist mich ständig daraufhin, dass ich langsam unter Zugzwang stehe, da "man eine Katze spätestens nach einem Vierteljahr Alleinsein nur noch schwer oder gar nicht mehr vergesellschaften kann."

Ich kann das kaum glauben - natürlich versuche ich baldmöglichst eine Zweitkatze zu finden, aber bleiben mir da wirklich nur 3 Monate Zeit?! :schock:

Danke für Hinweise von Vergesellschaftungserfahrenen!
 
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Nordwind

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Hallo lux aeterna,


es tut mir sehr leid, dass du deinen Kater Ende Oktober einschläfern lassen musstest !


Also ich sehe das nicht so, dass eine Vergesellschaftung in so einen engen Zeitraum unbedingt gemacht werden muss.

Erstmal muss deine Katze den Verlust auch verarbeiten, auch Katzen trauern und brauchen Zeit bis sie sich auf einen neuen Katzenpartner einstellen können.

Du schreibst, dass deine Katze sehr sozial ist und das ist eine sehr gute Voraussetzung für eine Vergesellschaftung.

Ich finde es gut, dass du dir Zeit lässt um eine geeignete Samtpfote zu finden, würde da auch nichts überstürzen, mit einer guten Auswahl schaffst du die bestmöglichen Vorbedingeungen für eine Zusammenführung.

Du schaust ja intensiv und ich bin überzeugt, dass du in absehbarer Zeit auch eine Samtpfote findest die zu dir und zu deiner Katze passt !

Alles Gute !

Liebe Grüße

Susanne
 
Bolle

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Ich denke auch nicht, dass das Zeitfenster für eine neue, erfolgreiche Zusammenführung so knapp bemessen ist. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Sympathien von Katzen häufig an ein bestimmtes Tier geknüpft sind, das nicht grundsätzlich austauschbar ist. Mit ein bisschen Feingefühl bei der zukünftigen Partnerwahl wird das jedoch bei euch bestimmt werden. Lieber ein Tier sorgsam ausgewählt und dabei etwas Zeit lassen, als irgendein ggf. unpassendes Tier in einer vorlegten Zeitspanne vorsetzen und damit unnötige Probleme riskieren.
 
lux aeterna

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Danke Ihr zwei, das beruhigt mich schon mal etwas :nicken:

Meine Katze hat sich nach dem Tod des Katers zwar etwas enger an mich angeschlossen, aber sie schaut/horcht immer noch, wo denn der Kater ist.

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Sympathien von Katzen häufig an ein bestimmtes Tier geknüpft sind, das nicht grundsätzlich austauschbar ist. Mit ein bisschen Feingefühl bei der zukünftigen Partnerwahl wird das jedoch bei euch bestimmt werden. Lieber ein Tier sorgsam ausgewählt und dabei etwas Zeit lassen, als irgendein ggf. unpassendes Tier in einer vorlegten Zeitspanne vorsetzen und damit unnötige Probleme riskieren.
Ja, so sehe ich das auch. Meine Katze hat den Kater sehr geliebt, obwohl ihre Sympathien überhaupt nicht erwidert wurden. Auch bei Begegnungen mit anderen Katzen ging sie immer vorsichtig, aber offen und sehr freundlich auf andere Katzen zu (im Gegensatz z.B. zu Hunden, denen sie grundsätzlich fauchend gegenübertritt). Ich frage daher bei Inseraten, bei denen "verträglich mit Artgenossen" o.ä. steht, wie sozial die jeweilige Katze ist. Oft heißt es dann seitens der TH, Tierschutzvereine, Besitzer: Ja, er/sie mag andere Katzen, reagiert aber genervt, wenn sie von der anderen Katzen bedrängt wird. Tja, die Konstellation hatte ich ja (wobei mein Kater andere Katzen grundsätzlich nicht mochte), und diesmal möchte ich schon im Vorfeld eine evtl. passende Partnerkatze besser auswählen, meiner Katze zuliebe.
 
lux aeterna

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Noch mal eine kurze Rückmeldung, für alle, die wie ich ihre Zweifel haben, wieviel Zeit man verstreichen lassen darf, bis eine neue Zweitkatze ins Haus kommt.

Zwischenzeitlich lebte im März/April für 4 Wochen ein Kater hier bei uns, aber in Summe sind bis zum endgültigen Einzug der neuen Zweitkatze 10 Monate vergangen, also fast 1 ganzes Jahr. Und es lief reibungslos, siehe hier: https://www.katzen-links.de/forum/m...lschaftung-alter-9-and-12-jahren-t164376.html

Mein persönliches Fazit: Lieber etwas länger nach einer Zweitkatze suchen und in Ruhe auswählen, bis das vom Alter und Wesen her passende Tier gefunden ist ::w
 
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drache53

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ich kann mich dem, was du da geschrieben hast, nur anschließen.
Als am 14.9.12 Carlas langjähriger Kumpel Casimir eingeschläfert werden mußte, hat es sogar länger als ein Jahr gedauert, ebenfalls mit einem ca. dreiwöchigen Versuch mit einer anderen Katze (wurde in eine Familie vermittelt, wo es dann gepasst hat).
Am 2.10.13 kamen dann zwei 4 1/2 jährige Spanier zu uns und es hat beinahe vom ersten Tag an hervorragend harmoniert, obwohl Carla damals schon 15 1/2 Jahre alt war.
Besser länger schauen und auch Trauer braucht ja ihre Zeit für Mensch und für Tier.
Ich halte nicht so ganz viel von diesen mühsamen Zusammenführungen bei denen dann manchmal bestenfalls herauskommt, dass die Tiere sich aus dem Weg gehen oder vielleicht tolerieren. Es kommen ja auch nicht alle Menschen miteinander aus, bei Tieren ist das auch nicht anders, warum sie dann dazu zwingen.
Ich freue mich, dass es bei dir gut klappt.
Christina
 
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