Fleischanteil im Nassfutter - was heißt das wirklich?

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webwire

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Hallo liebes Forum!
Ich frage mich schon länger, wie das eigentlich genau mit dem Fleischanteil in Katzenfuttern aussieht. Sicherlich wissen wir alle, dass in den Supermarktfuttern nicht nur die häufig befürchteten "4%" enthalten sind. Aber wir sieht das eigentlich in der Realität aus?
Enthalten Supermarktfutter wirklich nur so wenig tierische Anteile, wie immer behauptet wird?
Ist Mittelklassefutter wirklich um so viel besser, wenn es sich "70% Fleischanteil" auf die Dose schreibt?
Zunächst etwas zum Supermarktfutter (oder zumindest zu den SuMaFus von der Firma Mars(Whiskas, Sheba, Kitekat)):

So, habe gerade mit dem Team von Mars gesprochen, die für diese Sorten ja zuständig sind. In den letzten 3 Jahren hat sich da anscheinend einiges getan.

Gleichgelieben ist der Zuckeranteil (Zuckercouleur, Farbstoff) von unter 0,5%. Der Fleisch und Nebenerzeugnissenteil liegt bei alen drei Produkten zwischen 60 und 75%. Das ist für Kitekat eine Steigerung.

Reis ist nur drin, wenns auch draufsteht, steht Getreide drauf, kann Mais, Weizen, Roggen, Gerste etc drin sein, dies wechselt, je nachdem was eingekauft wird.

Dies gilt auch für die pflanzlichen Nebenerzeugnisse, die sind ebenfalls aus diesen Getreiden. Soja wird nicht verarbeitet.

Hoffe, das hilft hier einigen weiter.
Zu finden hier

Es sind also nicht nur 4% tierische Inhaltsstoffe enthalten.

Aufschluss über den Begriff "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" gibt die Firma Finnern (Hersteller von Schmusy, Rinti, Miamor usw.):

  • Auf Tiernahrungsverpackungen müssen entweder einzelne Futtermittelbestandteile oder Gruppen von Einzelfuttermitteln genannt werden.
  • In Deutschland und Europa ist es üblich, Gruppen zu benennen. Vorteil: mehr Flexibilität bei frischer
    Rohstoffauswahl, so dass kontinuierliche Lieferungen gewährleistet sind
Deswegen der Sammelbegriff und keine einzelne Auflistung der Rohstoffe, da die Zusammensetzung der Futter wohl immer etwas variiert.

Die Gruppenbezeichnung "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist gesetzlich vorgeschrieben, auch wenn keine tierischen Nebenerzeugnisse enthalten sind.
Das heißt, dass es nur aus der Bezeichnung "F & tN" keinen direkten Rückschluss auf den Fleischanteil eines Futters gibt!
Das kann positiv, aber auch negativ gewertet werden. ;-)

Die bei der Schlachtung anfallenden frischen Materialien wie Innereien, Pansen, Herz, Lunge, Leber, Niere etc., sind als Fleisch und nicht als Nebenerzeugnisse zu bezeichnen.
Das ist ein Punkt, der mir besonders am Herzen liegt. In den letzten Jahren erscheinen immer mehr "Mittelklassefutter" auf dem Markt, die sich mit "70% Fleischanteil" betiteln. Mein liebstes Beispiel hierfür ist Mac's. Nur vorweg: ich finde das Futter sehr gut.
Aber: Mac's verwendet laut Sandras Tieroase folgende Nebenerzeugnisse:
vom Rind: Herz, Leber, Lunge, Pansen, Nieren, Euter
von Geflügel und Pute:
Herz, Leber, Magen, Fleischabschnitte
vom Lamm:
Herz, Leber, Lunge, Pansen
Diese sind also, wenn man Finnern glauben darf auch als "Fleisch" zu bezeichnen oder zumindest ein großer Teil davon. Inwiefern kann ich also davon ausgehen, dass dieses Futter so viel hochwertiger ist als eines, dass sich keine 70% Fleischanteil auf die Fahnen schreibt?
Ich bin mir sicher, dass die Hersteller von Mac's, Ropocat, Leonardo etc. diese kleine "Lücke" geschickt ausnützen und der hohe Fleischanteil in diesen Futtern nicht mit Muskelfleisch zu erklären ist. ::bg
  • Als „tierische Nebenerzeugnisse“ gelten Stoffe, die aus der Weiterverarbeitung als Erzeugnis hervorgehen wie z. B. Tiermehl, Fleischknochenmehle, Futterknochenschrot, Federmehl, Blutmehl, Grieben, Tierfett.
  • Solche Materialien werden hauptsächlich bei Trockenfutter eingesetzt, z.T. auch aus produktionstechnischen Gründen, weil die Verarbeitung von Frischfleisch an bestimmte Produktionsvoraussetzungen gebunden ist.
Das finde ich auch interessant. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch die normalen Supermarktfutter eher mit Fleisch und frischen Nebenerzeugnissen hergestellt werden und lange nicht so viele Schnäbel, Federn usw. darin landen, wie viele denken mögen.
Im Trockenfutter kann ich mir diese Nebenerzeugnisse gut vorstellen, da sie in Form von Mehl verarbeitet werden. Aber Trockenfutter ist ein anderes Kapitel. ;-)

Wer also sicher gehen will:

  • RINTI, MIAMOR, SCHMUSY u.a. Dosenfuttersorten unseres Sortiments enthalten keine tierischen Nebenerzeugnisse.


Noch zu ein paar Dingen, die gerne falsche Rückschlüsse ziehen lassen:

"Geflügelfleischmehl ist hochwertiger als Geflügelmehl":
Der Gesetzgeber schreibt genau vor, was auf einer Verpackung stehen darf und was nicht. Ein Beispiel: Sie lesen auf einer unserer Verpackungen "Geflügelmehl". Sie lesen auf einer anderen, viel billigeren Verpackung "Geflügelfleischmehl". Sicher denken Sie, dass "Geflügelfleischmehl" hochwertiger als "Geflügelmehl" sei - die Sache hat nur einen Haken: Die Bezeichnung "Geflügelfleischmehl" ist in der aktuellen Futtermittelverordnung nicht definiert und damit unzulässig, wird aber noch häufig von anderen Anbietern als Synonym für "Geflügelmehl" verwendet. Es handelt sich keineswegs um einen hochwertigeren Rohstoff mit höherem Fleischanteil, wie man vielleicht annehmen könnte. Die Kontrolle dieser Regelungen ist in Deutschland Ländersache. Ganz konkret kann dies im Einzelfall bedeuten, dass eine Behörde in Nordrhein-Westfalen eine Formulierung nicht akzeptiert, die in Bayern noch geduldet wird. Den Qualitätsanforderungen von ROYAL CANIN genügt dies häufig nicht. Alle bei ROYAL CANIN verwendeten Rohstoffe entsprechen dem hohen Qualitätsmaßstab für die menschliche Ernährung. Bestimmte Rohstoffe wie etwa Geflügelköpfe, Füße oder Federn werden von uns nicht eingesetzt...
aus einer Mail des Admins an RC siehe Post #5

"In unserem Tierfutter werden nur Teile von solchen Tieren verwendet, die auch für den menschlichen Verzehr zugelassen sind"
Wenn so etwas auf einem Futter steht erweckt es schnell den Anschein, dass andere Futterhersteller auch Dinge von Tieren verwenden, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind.
Das ist gesetzlich verboten! Nicht für den Verzehr zugelassene Tiere werden auch nicht zu Tierfutter verarbeitet! Gleiches gilt für tote Heimtiere, BSE-Kühe etc.
Nur Rohmaterial, das von für den menschlichen Verzehr geeignet befundenen Tieren stammt, darf zur Futtermittelherstellung verwendet werden.
Quelle

Mein persönliches Fazit:
SumaFus sind nicht unbedingt minderwertiger als Mittelklasse oder Premiumfutter und "Fleischanteil" steht nicht für "Muskelfleischanteil" im jeweiligen Futter.
Dieser sollte direkt auf der Dose stehen oder beim Hersteller zu erfragen sein, wenn man sicher gehen will.
Was allerdings die konstante Verwertung nur einer bestimmten tierischen oder pflanzlichen Rohstoffquelle angeht kann man sich eher auf die "hochwertigeren" Futter verlassen. Hier ist meist genau aufgeführt, welche Tiere verwendet werden und welches Getreide u.U. in das Futter wandert.
Dies kann beim SuMaFu variieren und erklärt vermutlich auch den günstigeren Preis, da natürlich eher der Preis konstant gehalten werden soll und daher das eingekauft wird, was grade günstig zu bekommen ist. ;-)
Dies soll aber nicht heißen, dass qualitativ schlechtere Zutaten verwendet werden!
Für mich ist SuMaFu gut fütterbar, solange die Katzen keine Allergien oder sonstige durch die Ernährung beeinflussbare Erkrankungen haben.

Und jetzt würde mich interessieren, was ihr dazu denkt. ::bg
 

Moo

Guest
Kann man das mal pinnen? Die Frage mit den 4% taucht ja in jedem zweiten Futterthread auf.

Super erklärt :wink:

Ich persönlich kaufe normalerweise kein Supermarktfutter, außer welches, das keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse, Getreide etc. enthält. Das stört mich an vielen Sorten dort nämlich, nicht der Fleischanteil (da stört mich nur, dass in der Sorte Hühnchen beim einen Mal 60% Rindfleisch und beim anderen Mal 60% Schweinefleisch enthalten sein können, meinen Katzen ist das aber vermutlich piepe :wink:), reines Muskelfleisch finde ich nun nicht besonders artgerecht.
Außerdem mag ich es nicht, wenn zur Konservierung einfach nur "Antioxidantien und EG-Zusatzstoffe" verwendet werden bzw. das draufsteht, ich wüsste gerne welche genau. Und deswegen jedes Mal den Hersteller anzuschreiben ist mir zu mühsam.
Naja, und ich kaufe gerne Biofutter. Das gibt es da auch nicht.
Mein Problem ist also hauptsächlich die ungenaue Deklaration und die ungeklärten pflanzlichen Anteile.

Schmusy enthält keine tierischen Nebenerzeugnisse? Das glaube wer will, ich habe in den Dosen schon öfter Aterien etc. gefunden, das ist garantiert kein reines Muskelfleisch.
 

rettungsbunny

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Das hast du super Zusammengefasst Hilke ::w

Die wichtigsten Infos kurz und prägnant auf den Punkt gebracht *freu*
 

Vanny1984

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Mir geht es bei der Bewertung der Qualität von Futter überhaupt nicht um den Anteil an reinem Muskelfleisch. An so einem Beutetier, was eine Katze in der Natur fangen würde, dürfte davon anteilmäßig sogar ziemlich wenig sein.

Mir geht es darum, dass das Futter in erster Linie aus tierischen Bestandteilen besteht, eben wie das Beutetier. In den Futtersorten, die mir "nicht in die Tüte kommen", wird hingegen gern mit ungenau deklariertem, pflanzlichem Zeugs gestreckt. Und das wahrscheinlich deutlich jenseits der Mageninhalt-Grenze von 4-6%.

Deshalb finde ich übrigens auch die Begriffe "Premiumfutter", "Mittelklassefutter" und "Supermarktfutter" total irreführend. Auch in Supermärkten und Drogerien findet man Futter mit einer anständigen Zusammensetzung. Und was genau "Premium" nun von "Mittelklasse" abgrenzen soll, da scheiden sich die Geister sowas von enorm und man findet eigentlich keine "harten Fakten", die die Unterscheidung eindeutig nachvollziehbar machen.

GLG, Vanny
 

Sandra_Luzie

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Deshalb finde ich übrigens auch die Begriffe "Premiumfutter", "Mittelklassefutter" und "Supermarktfutter" total irreführend. Auch in Supermärkten und Drogerien findet man Futter mit einer anständigen Zusammensetzung. Und was genau "Premium" nun von "Mittelklasse" abgrenzen soll, da scheiden sich die Geister sowas von enorm und man findet eigentlich keine "harten Fakten", die die Unterscheidung eindeutig nachvollziehbar machen.
Das sehe ich genauso und ich befürchte, das Futter wird allein aufgrund des Herstellers in die jeweiligen Kategorien einsortiert.
 
mortikater

mortikater

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Und jetzt würde mich interessieren, was ihr dazu denkt. ::bg
Hast Du super zusammengetragen und geschrieben!

Ich habe für meine Gruppe von sieben Individualisten einen Futter-Mix von Whiskas bis Porta.

Über den Fleisch-Anteil habe ich mir nie große Gedanken gemacht, das war mir bekannnt, daß der bei Whiskas höher ist als beim oftmals als besser dargestellten Lux/Shah.

Im Großen und Ganzen vertraue ich auch darauf, daß die Futterhersteller ihre Klientel am Leben erhalten will und daß man die gesetzlichen Vorschriften einhält. Whiskas erklärt übrigens auf seiner Seite, daß sie keine gentechnisch veränderten Produkte einsetzen.

Die pflanzlichen Proteine im Whiskas sind mir auch gefühlsmäßig ein bißchen suspekt, aber meine mäkeligen Maine Coons sehen das anders. Meine Marnie frißt als Alleinfutter fast nur Whiskas senior Huhn. Mika steht völlig auf Felix Ofenschmaus. Was mich speziell bei den Portionsbeuteln von Whiskas und Felix stört, ist der geringe Fettanteil. 2,5 - 4,5 %. Das finde ich zu wenig für ein Alleinfutter.
 

Katzenfan

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Deshalb finde ich übrigens auch die Begriffe "Premiumfutter", "Mittelklassefutter" und "Supermarktfutter" total irreführend. Auch in Supermärkten und Drogerien findet man Futter mit einer anständigen Zusammensetzung. Und was genau "Premium" nun von "Mittelklasse" abgrenzen soll, da scheiden sich die Geister sowas von enorm und man findet eigentlich keine "harten Fakten", die die Unterscheidung eindeutig nachvollziehbar machen.
Das deckt sich übrigens mit einer Aussage von Marcel Wanner, Direktor des Instituts für Tierernährung der Universität Zürich. Wobei ich meine im Kopf zu haben das der Begriff "Premium" tatsächlich vom Hersteller vergeben wird. Über die Kriterien die zu diesem Namen führen erfährt man in der Regel nichts. Die Palette reicht von gleichbleibener Produktzusammensetzung - Sortenrein - hochwertigere Zutaten bis zu speziellen QS-Systemen und Herstellungsverfahren.

[........."Normales Futter ist absolut einwandfrei" Dass Tierfreunde für ihre Lieblinge so tief in die Tasche greifen, nützt der Tierfutter-Industrie mehr als dem geliebten Vierbeiner. Denn, so Marcel Wanner, Direktor des Instituts für Tierernährung der Universität Zürich: «Normale Alleinfutter für Hunde und Katzen sind absolut einwandfrei und decken die Bedürfnisse des Tiers ab.» Zwar enthalte Premium-Tiernahrung erlesenere Zutaten als das günstigere Produkt - etwa Weizenkeimöl statt synthetische Vitamine oder relativ hochwertiges Fleisch statt Schlachtnebenprodukte. Für eine artgerechte Ernährung ist laut Wanner ein solcher Luxus aber unnötig. Entscheidend ist, dass das Tier die Nährstoffe erhält, die es benötigt. «Ob das Eiweiss von Crevetten stammt oder von sonst woher, ist für die Gesundheit des Tiers unwesentlich», so Wanner.....]
 

Sandra_Luzie

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Super Thread, super erklärt ::t2
Vielen Dank für deine Mühe, webwire!
Liebe Hilke,

bei diesem Dank schließe ich mich gerne an. Den Inhalt deines Threads versteht man auch, wenn man kein Lebensmittelexperte ist oder zu denen gehört, die etwas schwer von Begriff sind oder einfach nur immer wieder aufs Neue überfordert, wenn sie die Futterdosen in der Hand halten. (So wie ich zum Beispiel :oops:).
 
mortikater

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Zitat von admin;2246458[I:
: «Normale Alleinfutter für Hunde und Katzen sind absolut einwandfrei und decken die Bedürfnisse des Tiers ab.» [/I]
Wobei aber der Test von Stiftung Warentest gezeigt hat, daß nicht alles Alleinfutter ist, was sich Alleinfutter nennt bzw. offensichtlich auch nennen darf.

Almo fiel wegen Fettmangel durch und Fett gehört wohl auch zu den "Bedürfnissen".
 

Sandra_Luzie

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Ist jetzt nicht aufs Fleisch speziell bezogen, aber diese Frage in Sachen Premium-Mittelklasse-SuMa-Einteilung brennt mir schon lange unter den Nägeln:

Gibt es eigentlich heutzutage noch richtig schlechtes Katzenfutter, das man besser nicht verfüttern sollte?

Ich denke, jeder Futterhersteller hat doch heute genügend Kenntnis darüber, was in einem Futter drin sein muss und was nicht drin sein darf. Oder sehe ich das zu naiv?
 

Moo

Guest
Hmm, die billigen Trockenfutter kämen mir auf keinen Fall in die Katze. Da ist dann nämlich wirklich mehr Getreide als sonstwas drin, und ich glaube nicht dass das auf Dauer ungefährlich ist.

Und natürlich die ganzen Ergänzungsfutter, die als Alleinfuttermittel deklariert sind.
 

Katzenfan

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Almo fiel wegen Fettmangel durch und Fett gehört wohl auch zu den "Bedürfnissen".
Almo ist in der Tat ein Sonderfall...:wink:
Mit dem Fettvergleich muss man aber vorsichtig sein. Fett ist ein großer Energielieferant und hätte ein Futter mit "hochwertigen" Bestandteilen zusätzlich noch einen hohen Fettanteil stimmt die Gesamtenergiebilanz des Futters nicht mehr. Zu viel Energie im Futter = dicke Katze. Sheba ist so ein Fall und der Fettgehalt wurde von Stiftung-Warentest bemängelt. Dazu der Hersteller:

Sheba-Importeur Masterfood stellt dazu fest: «Im Produkt Sheba sind besonders hochwertige fleischliche Rohmaterialien enthalten. Im Vergleich zu anderen preiswerteren Produkten enthält Sheba einen viel höheren Fleischanteil. Der Energiewert von Sheba liegt gemäss den Empfehlungen des europäischen Verbands für Heimtiernahrung im oberen Bereich.»
 

Moo

Guest
Naja, dann ist die Katze halt einfach schneller satt und man füttert weniger. Deswegen weniger Fett zuzufügen finde ich schon etwas seltsam (und gefährlich, wenn es dann wirklich zu wenig wird, fettlösliche Vitamine und so). Oder noch schlimmer, Füllstoffe/Ballaststoffe ins Futter zu packen ("Light-Futter"). Normalerweise muss ja gar kein Fett zugefügt werden, wenn man nicht gerade Pute oder Hühnchen ohne Haut nimmt, der Fettgehalt ist dann schon hoch genug.

Bei den Barfmahlzeiten habe ich bestimmt auch einen höheren Fettgehalt als jedes Dosenfutter, besonders bei Lamm und Ente, aber davon reichen auch 600 Gramm täglich für vier Katzen...

Was hat Stiftung Warentest denn genau bemängelt und wie hoch war der Fettanteil im Sheba?
 
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mortikater

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Almo ist in der Tat ein Sonderfall...:wink:
Mit dem Fettvergleich muss man aber vorsichtig sein. Fett ist ein großer Energielieferant und hätte ein Futter mit "hochwertigen" Bestandteilen zusätzlich noch einen hohen Fettanteil stimmt die Gesamtenergiebilanz des Futters nicht mehr. Zu viel Energie im Futter = dicke Katze. Sheba ist so ein Fall und der Fettgehalt wurde von Stiftung-Warentest bemängelt. Dazu der Hersteller:

Sheba-Importeur Masterfood stellt dazu fest: «Im Produkt Sheba sind besonders hochwertige fleischliche Rohmaterialien enthalten. Im Vergleich zu anderen preiswerteren Produkten enthält Sheba einen viel höheren Fleischanteil. Der Energiewert von Sheba liegt gemäss den Empfehlungen des europäischen Verbands für Heimtiernahrung im oberen Bereich.»
Das spricht dann aber eher dafür, daß der Fleischanteil nicht zu hoch sein sollte, denn Fett kann nicht durch Eiweiß kompensiert werden. Ist auch wichtig für Haut und Fell. Außerdem - Fett belastet die Nieren nicht, Eiweiß schon.
 

Moo

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Im Fleisch ist doch normalerweise genügend Fett :wink: Von daher würde ich Fett- und Fleischanteil nicht unbedingt getrennt betrachten.
 

Katzenfan

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Ich denke, jeder Futterhersteller hat doch heute genügend Kenntnis darüber, was in einem Futter drin sein muss und was nicht drin sein darf.
Im Prinzip wissen das wohl die meisten aber nicht die Katze kauft ein sondern der Mensch. Leider ist es nun mal so, das die Vorstellung von appetitlichem Aussehen und gesunden Zutaten bei Mensch und Tier ziemlich auseinandergehen. Letzendlich entscheidet also der Käufer was und in welcher Zusammensetzung hergestellt wird und der Futterhersteller steht vor dem Problem beides unter einen Hut zu bringen.

Ein Beispiel wäre Zucker. Die Zugabe von Zucker in diesen üblichen minimalen Mengen ist nach Ansicht von Fachleuten absolut nicht gesundheitsschädlich, weder Zahnprobleme noch andere Krankheiten, wie z. B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) werden dadurch hervorgerufen. Er wird halt nur zugegeben damit Herrchen und Frauchen sagen können - das sieht schön lecker aus und nicht so unappetietlich grau und fade. Kauft jetzt keiner mehr Dosen mit Minianteilen an Zucker wird die Industrie mit Sicherheit eine andere Möglichkeit finden. Vielleicht erlesene Kräuter, exotische Früchte oder was auch immer...
 

Moo

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Petra, ja, so verstehe ich das auch.

Ich habe beim Barf ja auch das "Problem", dass meine Katzen das Futter nicht mehr fressen, sobald ich zusätzliches Fett zugebe, also füttere ich einfach kein Geflügel ohne Haut mehr. Dann braucht es auch kein zusätzliches Fett, ich lande normalerweise trotzdem bei etwa 8% Fettanteil oder mehr, und das ist mehr als in jedem konventionellen Nassfutter drin ist.

Nachdem ich mir nicht vorstellen kann, dass für das Katzenfutter nur das feinste Filet verwendet wird, glaube ich nicht dass da noch extra Fett zugefügt wird. Das hängt halt einfach davon ab, wie viel Fett im Fleisch ist.

Dass der Proteingehalt nicht ins Unermessliche steigen sollte, ist schon klar, aber das tut er normalerweise nur bei reiner Muskelfleischfütterung (mageres Fleisch, keine Herzen, keine Mägen). Dann landet man bei knapp unter 20%, aber das schafft auch kein Dosenfutter.
 
mortikater

mortikater

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Dass der Proteingehalt nicht ins Unermessliche steigen sollte, ist schon klar, aber das tut er normalerweise nur bei reiner Muskelfleischfütterung (mageres Fleisch, keine Herzen, keine Mägen). Dann landet man bei knapp unter 20%, aber das schafft auch kein Dosenfutter.
Aber genau das ist das Problem von Almo, Porta, Miamor feine Filets etc.

Thunfisch und Hühnerfleisch-Filets enthalten eben nicht genug Fett, das müßte man supplementieren.
 

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