Unterscheidung Garstig.- Mittelklasse.- Premiumfutter

  • Ersteller des Themas Katzenfan
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Evelin

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Ich bekomme viele Futtersorten, die auch im Onlineshop sind hier in den Fachmärkten.
Auch Almo Nature und so viele anderen Sachen auch. Ich kaufe überhaupt nicht Online ein.
Die großen OnlineShops, waren halt zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort einfach da.

Anke
Da
kann ich auch nur sagen: Du Glückliche!

Ich kann nur in Onlineshops bestellen, weil der Fressnapf und andere Zoohandlungen sich in Bezug auf Katzenfutter nur geringfügig vom Supermarktsortiment unterscheiden. In der Kulturhauptstadt Graz bekommt man weder Grau noch Mac's. Da ich einen Kater mit einer Futtermittelunverträglichkeit habe und es nicht mal in Österreich gute Onlineshops gibt, kann ich sogar nur in deutschen Onlineshops kaufen - entweder mit Versandgebühren oder einer Großbestellung, die aber dann ein Risiko ist wegen der Verträglichkeit. Wenn der Shop dann nicht mit der Post versendet sondern mit DPD, DHL oder GLS dann nehme ich noch 1 Stunde Fahrzeit für die Paketabholung in Kauf, weil es in Graz keine Abgabestelle gibt und ich das Futter für meinen Kater brauche.

Ich würde sehr gerne bei uns in ein Geschäft gehen und das Futter dort kaufen.

LG Evelin
 

carloS

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Leider hast du mich u.A. hier falsch verstanden:

Ich bin mit Sicherheit kein "PC-Phobiker" - ganz im Gegenteil, für mich ist der PC so eine "Art Tor zur Welt". :)

Hab ich doch auch nicht gesagt :wink: . Ich meinte nur -genau wie Du eigentlich - dass dieses Tor zur Welt längst nicht mehr nur "Auserwählten", sondern sogar solchen wie mir offensteht.

Es ist nur so, dass ich nicht alles, was ich lese oder höre einfach so glaube, sondern hinterfrage, warum, wieso und weshalb manches so sein soll, wie es dargestellt wird.

Genau das ist der Grund, warum ich, nach eingehender Hinterfragung meines eigenen Ernährungs- und Konsumverhaltens - konsequenterweise, wie ich meine - das meiner nichtmenschlichen Mitbewohner unter die Lupe genommen habe. Aus eigener Initiative !

"Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch" und etwas Petersilie dazu hat mich eben auch als Dauerberieselung - oder gerade deswegen - letztendlich weniger überzeugt als vielmehr erst richtig skeptisch gemacht.

Ich glaube Thesen und Theorien nicht einfach so - ich hätts gern untermauert. Als Untermauerung reichen mir aber nicht noch mehr übernommene Thesen und Theorien oder "Kundenmeinungen". :?

Dito ! sh. oben ! Egal aus welcher Richtung die "Werbung" kommt und in welcher Form sie auftritt.

Zu den Produkten für den ausgewählten Kundenkreis möchte ich noch folgendes sagen:
In den letzten 20 Jahren kamen so einige Leute bei mir an und erzählten mir von ihren tollen Produkten, die ich allerdings n u r bei ihnen kaufen könnte, weil sie aus welchen Gründen auch immer nicht im Geschäft erhältlich seien. - gekürzt/carloS - :?

Und das meinte ich mit "auerwählter" Kundengruppe.

Das war Deinem ersten Text aber wirklich nicht zu entnehmen, und ich bin mir auch nicht sicher, ob man das so auf das Sortiment der Internetshops übertragen kann.

Mittlerweile kann man oben genannte Produkte nicht mehr nur im "kleinen Kreis" kaufen, weil sie auch im Inet käuflich erwerblich sind - was mich annehmen lässt, dass sie mit der Produktion jetzt wahscheinlich schneller hinterherkommen. :wink:

Man kann "auserwählten Kundengruppe" auch Verkauf auf Empfehlung nennen.

Hm, ist zwar jetzt glaube ich ziemlich o.T., weil es sich ja in weiten Teilen nicht auf Katzenfutter bezieht, aber ich hab' noch nie mit sowas zu tun gehabt, vielleicht, weil ich in solchen Kreisen als "beratungsresistent" bekannt bin und deshalb nicht "auserwählt" ?

Mein Fazit: Wenn ich erst "aufgeklärt" werden muss, warum das Produkt so toll ist, dann lass ich die Finger davon.

Ja schon, in den o.g. Fällen hast Du sicher auch recht, aber was tut denn die "ganz normale" Werbung allabendlich im Fernsehen anderes ? Oder beim TA ? Jeder will uns glauben machen, sein Produkt sei unentbehrlich und das beste. Ich finde es in dem Zusammenhang schon bemerkenswert, dass es gerade nicht die "alternativen" Anbieter sind ( Internetshops muss man sich normalerweise schon selber suchen ), die uns mit Werbung überschwemmen, sondern doch viel eher die "konventionellen", wenn man von Deinen speziellen Erfahrungen mal absieht und "Missionare" aussen vor lässt ::? .
LG
Marion

PS: bin überholt worden, Mortikater hat es auf den Punkt gebracht ! ::bg
 

webwire

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Wie willste 'was dazu lernen, wenn Du Dich 'raushältst Hilke :wink: ?
Was meinst Du, wie oft ich mit Halbwissen in's Fettnäpfchen getappt bin ?
Solange man etwas daraus lernt, find' ich das ganz o.k. ::bg.
Ja ::w Ich bleib erstmal beim mitlesen und geb dann meinen Senf dazu, wenn ich mal wirklich was weiß. ::bg (Und ich glaub so unaufgeklärt bin ich gar nicht in Bezug aufs Futter, aber manchmal gibt lässt man sich doch von Halbwahrheiten leiten).

Warum? Die Aussage das viele Hersteller kein Taurin zufügen, hat doch trotzdem gestimmt.
Ja, ich dachte aber es wäre gar kein Taurin im Kafu enthalten. :oops: ::bg Aber das ist ja quatsch. Taurin ist ja auch in tierischen Erzeugnissen enthalten, also wird es auch wohl im Katzenfutter drin sein. Nur die Frage bleibt, ob die enthaltene Menge auch ausreicht...

Aber laut Stifutung Warentest war ja immer genug Taurin enthalten. Und eigentlich vertraue ich auch auf das Urteil dieser... Aber wahrscheinlich gehen sie von der Dosis Taurin in der empfohlenen Futtermenge (400g/Tag/Durchschnittskatze) aus. Und meine schaffen und kriegen keine 400g, daher wäre es daher schonmal zu wenig
 

mousecat

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Wurden eigentlich Grau, Vet-Concept, Petnature und Co mal
irgendwo unter die Lupe genommen? Unabhängig getestet?
 
mortikater

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Ich glaube am 29.08. gibt es ein Heft von Stiftung Warentest, in dem Katzenfutter getestet wurde. Habe aber keine Ahnung, welche Sorten. Das werde ich mir wahrscheinlich doch mal kaufen.
 

mousecat

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Frisby

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Da kann ich auch nur sagen: Du Glückliche!

Ich kann nur in Onlineshops bestellen, weil der Fressnapf und andere Zoohandlungen sich in Bezug auf Katzenfutter nur geringfügig vom Supermarktsortiment unterscheiden. In der Kulturhauptstadt Graz bekommt man weder Grau noch Mac's.
Ihr habt doch einen Dehner in Graz? Hat der kein Katzenfutter? Der in Wien führt einiges an höherwertigen Sorten. Und als kleiner Trost: 2009 eröffnet bei euch ein Mega-Zoo, der hat auch Grau!
 

karthaeuser1

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Kitty-Cat

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Ich glaube, das sind einfach Traumata von den Tupperware-Partys!::bg Das muß man erst mal verarbeiten.
::bg Kann gut sein, aber ich meinte damit eher den Direktvertrieb oder ein auschließlicher Verkauf in wenigen Online-Shops von Artikeln, die kein Mensch im Laden kaufen würde, weil ihm vorher keiner gesagt hat, wie sehr er sie wirklich braucht. :wink:

Das preisliche Argument (teurer) trifft eigentlich auch nicht zu.
Nicht immer, denn ich seh es noch ganz deutlich vor mir, dass gerade die nur sparsame Fütterung (Katzi braucht davon deutlich weniger) bei den hochwertigen Sorten den Preis wieder "reduzieren" und das Futter am Ende nicht teurer als normales Futter wäre.

Was aber vorraussetzen würde, dass die Katzen das Futter erstens akzeptieren, zweitens vertragen und drittens wissen, dass sie davon weniger brauchen. ;-)
 

Evelin

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Ihr habt doch einen Dehner in Graz? Hat der kein Katzenfutter? Der in Wien führt einiges an höherwertigen Sorten. Und als kleiner Trost: 2009 eröffnet bei euch ein Mega-Zoo, der hat auch Grau!
Unser Dehner hat schon ein bissi Katzenfutter aber leider weder Grau noch Mac's. Das mit dem Mega-Zoo höre ich das erste Mal, da bin ich aber gespannt.

LG Evelin

(Gehört jetzt nicht zum Thema aber als Bespiel für die Auswahl: Leider bekomme ich bei unserem Dehner nicht mal einen bestimmten Dünger der in einer Filiale in Deutschland sehr wohl im Sortiment ist und er kann auch nicht von dort geschickt werden.)
 

Frisby

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Unser Dehner hat schon ein bissi Katzenfutter aber leider weder Grau noch Mac's. Das mit dem Mega-Zoo höre ich das erste Mal, da bin ich aber gespannt.
Unser Dehner hat jetzt auch nicht gerade das, was als "Premium" bekannt ist, aber immerhin Bozita, Animonda und almo.
Das mit Megazoo hab ich aus dem Internet, ich hoffe, das stimmt ::w

(Gehört jetzt nicht zum Thema aber als Bespiel für die Auswahl: Leider bekomme ich bei unserem Dehner nicht mal einen bestimmten Dünger der in einer Filiale in Deutschland sehr wohl im Sortiment ist und er kann auch nicht von dort geschickt werden.)
Wahrscheinlich hat das unserer auch nicht, bei Dünger bin ich aber nicht so wählerisch....:wink:
 
mortikater

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Ich hätte da auch noch mal eine Frage an die Experten.

Ich habe heute im Rahmen einer Anfrage an RC folgende Aussage mitgeteilt bekommen:

...braucht der Hersteller gemäß den Deklarationsvorschriften nicht anzugeben, ob sich die Angabe des Fleischanteils auf den Anteil vor oder nach der Verarbeitung bezieht.
Wird in diesem Fall Rohfleisch eingesetzt, reduziert sich der Fleischanteil durch die Erhitzung und Sterilisierung (Wasserverluste, Gewebsverluste) bei der Herstellung auf 6-8 % im fertigen Futter, eingeschlossen der Anteil von unverdaulichen Sehnen und Bindegewebe.


Ist das so?

Und was bedeutet das? Macht es jeder wie er will? Kann man dann überhaupt Deklarationen vergleichen?
 

Katzenfan

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Ich hätte da auch noch mal eine Frage an die Experten.
...dürfen auch Laien antworten? :wink:

Ich habe heute im Rahmen einer Anfrage an RC folgende Aussage mitgeteilt bekommen:
..das findet man auch auf den Webseiten von RC..
Manche Firmen werben mit Frischfleisch als erstem Inhaltsstoff, ROYAL CANIN nicht. Warum?
Laut der Futtermittelverordnung ist der Hersteller verpflichtet, die Zutaten nach dem Rohgewicht absteigend aufzulisten. So kann Frischfleisch aufgrund seines hohen Wassergehaltes ganz oben auf der Liste stehen und den Anschein erwecken, der bedeutendste Nahrungsbeitrag zu sein. Im Falle von Fleisch ist es technologisch möglich, dieses der Rezeptur frisch oder getrocknet hinzuzufügen. Mischt man es frisch ein (z.B. 25 % Lammfleisch), dann bleiben nach dem Erhitzen vom Lamm nur noch 4 % bis 5 % Eiweiß übrig. Nehmen wir weiter an, dass diese Nahrung auch 20 % Mais, 20 % Reis, 15 % getrockneten Fisch, 10 % Geflügelfett und 10 % Pflanzenöl enthält, so kann der Hersteller dennoch in großen Lettern „Lamm“ auf die Verpackung schreiben. Tatsächlich wird man aber nur 4 % bis 5 % Proteine aus dem Lammfleisch finden, während im fertigen Futter der größte Mengenanteil auf das Getreide entfällt.
http://www.royal-canin.de/allgemein...r-ernaehrung/reihenfolge-der-deklaration.html
Ehrlich gesagt bin ich darüber auch schon mehrmals gestolpert und könnte es mir nur mit dem Unterschied zwischen Nafu und Trofu vorstellen. Also die sogenannte Feuchtsubstanz und Trockensubstanz und das Angaben von beiden Futterarten nicht ohne Umrechnung miteinander vergleichbar sind.

Und was bedeutet das? Kann man dann überhaupt Deklarationen vergleichen?
Vorsichtiges Jein. Vergleichen ohne zu rechnen vermutlich nicht wirklich. Nehmen wir mal RP

Du hast den Rohproteingehalt (Eiweißgehalt) dafür gibt es Bedarfs-Anhaltswerte und es zählt die Gesamtmenge.

Viel Rohprotein kann bedeuten > hoher Fleischanteil. Das kann viel Muskelfleisch und wenig fettes Fleisch bedeuten oder wenig Muskelfleisch und viel fettes Fleisch. (fettes Fleisch = geringeren Eiweißanteil). Bei viel Fett müsste dann aber auch der Rohfettanteil höher sein.

Viel Rohprotein kann aber auch bedeuten > weniger Fleisch und viele andere tierische Eiweißquellen (Ei, Fischmehl etc.) Je mehr andere tierische Eiweißquellen umso weniger Fleisch um den Rohproteingehalt nicht zu übertreiben.

Die dritte Variante wäre viele proteinärme Komponenten (z.B. Getreidemehle) einzusetzen und dann aber auch viel Fleisch um auf den Bedarfswert zu kommen

Die letzte Möglichkeit ist dann proteinärmere Komponenten (z.B. Getreidemehle) und viele andere tierische Eiweißquellen (Ei, Milch, Fischmehl) und wenig Fleisch

Mal sehen ob Phillip noch etwas dazu sagen kann/will...
 
mortikater

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Na, Dich rechne ich schon halbwegs zu den Experten...

Viel Rohprotein kann bedeuten > hoher Fleischanteil. Das kann viel Muskelfleisch und wenig fettes Fleisch bedeuten oder wenig Muskelfleisch und viel fettes Fleisch. (fettes Fleisch = geringeren Eiweißanteil). Bei viel Fett müsste dann aber auch der Rohfettanteil höher sein.

Viel Rohprotein kann aber auch bedeuten > weniger Fleisch und viele andere tierische Eiweißquellen (Ei, Fischmehl etc.) Je mehr andere tierische Eiweißquellen umso weniger Fleisch um den Rohproteingehalt nicht zu übertreiben.

Die dritte Variante wäre viele proteinärme Komponenten (z.B. Getreidemehle) einzusetzen und dann aber auch viel Fleisch um auf den Bedarfswert zu kommen

Die letzte Möglichkeit ist dann proteinärmere Komponenten (z.B. Getreidemehle) und viele andere tierische Eiweißquellen (Ei, Milch, Fischmehl) und wenig Fleisch

Mal sehen ob Phillip noch etwas dazu sagen kann/will...
Von Transparenz kann man nach meinem Gefühl danach nicht reden. Wahrscheinlich ist das auch der Sinn der Sache. Dem Verbraucher so komplizierte Inhalte an die Hand zu geben, damit er nicht mitreden kann.
 

mousecat

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Wie ist das dann eigentlich mit der Zutatenreihenfolge, wenn
Fleischmehl an erster Stelle steht, ist dann auch mehr Fleischmehl,
als das an zweiter Stelle erscheinende Getreide enthalten?
 

Pardona

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Erst mal ja, eigentlich...
aber wenn da nun an zweiter, dritte, fünfter, siebter etc.
und wie auch immer Stelle wiederum Getreide bzw. Getreideprodukte
(Mais, Maiskleber, Reis, Weizen, Haferfasern...)
oder auch andere pflanzliche Zutaten/Produkte
zu finden sind summiert sich das und kann
dann letztlich zusammen wieder mehr ergeben als erst genanntes Fleischmehl.
So ein Futter könnte dann im Grunde genau das selbe sein
wie eines was mit einer Sammeldeklaration a la Brekkies mit
Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, ....
deklariert ist. Nur eben mit offener Deklariert.

Grüße
Pardona
 

Katzenfan

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Na, Dich rechne ich schon halbwegs zu den Experten....
Nein, ich verfüge auch nur über Halbwissen, bin aber teilweise recht kritisch was Aussagen und glaubwürdigkeit von Quellen angeht..

Von Transparenz kann man nach meinem Gefühl danach nicht reden. Wahrscheinlich ist das auch der Sinn der Sache. Dem Verbraucher so komplizierte Inhalte an die Hand zu geben, damit er nicht mitreden kann
Nein, hier stehen wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. Die Verunsicherung der Verbraucher geschieht in meinen Augen durch sich selbst und zahlreiche Meinungsvorgeber aus dem Internet. Es ist gängige Praxis andere Produkte "schlecht" zu reden um den eigenen Absatz zu steigern. Als weitere Ursache der Verunsicherung sehe ich einige selbsternannte "Internetdetektive". Dazu später mehr..

1) Zunehmende internationale wirtschaftliche Verflechtungen im Bereich der Herstellung von Heimtiernahrung sowie mangelhafte Transparenz der Märkte führen dazu, dass nur wenig aussagekräftige Informationen darüber verfügbar sind, welche Rohstoffe und Ausgangserzeugnisse bei der Heimtierfutterherstellung eingesetzt werden.
Große Futtermittelhersteller beziehen ihre Rohstoffe aus aller Welt oder lassen in Drittländern für den heimischen Markt produzieren. Diese Umstände führen dazu, dass sowohl die Herkunft der Futterkomponenten als auch deren anteilsmäßige Gehalte in den Produkten Gegenstand von Annahmen und Abschätzungen bleiben.

Das ist die Aussage des Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Stellungnahme vom Mai 2006 zum Thema "Trockenfutter für Heimtiere kann Schimmelpilzgifte enthalten"

2) Ungefähr 62 Millionen EU-Haushalte haben ein Haustier (am häufigsten sind Katzen mit 60 Millionen, gefolgt von Hunden mit 59 Millionen). Die Größe des EU-Marktes wird auf ungefähr 6 Millionen Tonnen Heimtierfuttermittel, die von ungefähr 450 Unternehmen erzeugt werden, im Wert von ungefähr 9 Milliarden EUR pro Jahr geschätzt. Die direkte Beschäftigung wird auf 21 000 Personen geschätzt, die indirekte auf 30 000 Personen.

Jedes Unternehmen verfolgt grundsätzlich das Ziel Gewinn zu erwirtschaften. Dabei macht es keinen Unterschied ob es sich um ein großes oder kleines Unternehmen handelt. Auch die "Kleinstunternehmen" müssen wirtschaftlich handeln. Dabei ist die gesamte Branche sowohl in der EU als auch im Ausland an gesetzliche Regelungen gebunden. Natürlich gibt es aber "Spielraum" der auf unzureichende Definationen oder "Lücken" in den Vorschriften basiert. Genau diese Punkte werden "Werbewirksam" und zur "Verkaufförderung" genutzt.

Beispiel: Die Bezeichnung "Geflügelfleischmehl" ist in der aktuellen Futtermittelverordnung nicht definiert und damit unzulässig, wird aber noch häufig von Anbietern als Synonym für "Geflügelmehl" verwendet. Die Kontrolle dieser Regelungen ist in Deutschland Ländersache und somit kann es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt werden.
Such mal im Internet wieviele Webseiten Geflügelfleischmehl ausdrücklich empfehlen und dolle Unterschiede herausstellen.

Beispiel: Der Begriff "Premium" beruht auf bestimmten Qualitätsansprüchen, die die Futtermittelhersteller selbst an ihre Produkte stellen. Diese Qualitätsansprüche können vielfältig und unterschiedlich sein. Über das was der Verbraucher individuell unter Qualität versteht, sagt der Aufdruck auf der Verpackung nichts, aber auch gar nichts aus.

Hier kommt noch ein weiterer Punkt zum tragen den viele vergessen. Die Futtermittelbranche für Nutztiere und Heimtiere verfolgen unterschiedliche Ziele. Die ersteren verfolgen nicht das unbedingte Ziel das die Nutztiere ein biblisches Alter erreichen und langfristig gesund bleiben. Ein Schlachttier muss schnell schlachtreif sein und wenig in der Aufzucht kosten. Bei Heimtieren sieht der Ansatz ganz anders aus. Je länger die 60 Millionen Katzen in der EU leben umso mehr kann auch Katzenfutter verkauft werden.

3) Die Kennzeichnung von Heimtierfuttermitteln wurde in der EU "heiß" diskutiert. Eine Änderung in "Angabe aller Futtermittel-Ausgangserzeugnisse in absteigender Reihenfolge nach Gewicht und Angabe aller Futtermittelzusatzstoffe" wurde verworfen.

Diese hätte negative Auswirkungen auf Forschung, Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der EU-Futtermittelindustrie, da diese ihre Rezepturen offenlegen müsste und ihr insbesondere durch den hohen Anteil von markenlosen Erzeugnissen, die speziell für den Einzelhandel produziert werden, höhere Kosten entstehen würden.

Kleine und mittlere Unternehmen, die zu „besten Marktpreisen“ kaufen, wären dadurch besonders betroffen, da sie nicht im selben Maße wie die großen, multinationalen Unternehmen Schwankungen bei der Rohstoffversorgung ausgleichen können.

Auch die genaue Bezeichnung der Nebenerzeugnissen die ja meist einen mit wenig ansprechenden Namen tragen hätte Auswirkungen auf den Markt und die Umwelt. Natürlich könnte man aus Sicht der Heimtierbesitzer über diese "Argumente" streiten.:wink:

4) Es findet eine zunehmende Verunglimpfung der Heimtierindustrie statt. Damit auch eine Verunsicherung der Katzenfutter-Käufer. Siehe dazu "Schwarzbuch Tierfutter - Katzen würden Mäuse kaufen" Die Darstellung der Heimtierfuttermittel Vereinigung wird vielfach nicht zur Kentniss genommen "Die vom Autor erzählte Geschichte sei eine geschickte Mischung aus Tatsachen, Gerüchten, Spekulationen und Fakten, die in keinem Zusammenhang mit dem Thema stünden. Es werde der Eindruck erweckt, die Industrie habe sich dazu verschworen, die Konsumenten hinters Licht zu führen. Viele Behauptungen des Autors werden aus Kreisen der Industrie und Tierliebhabern als „hirnrissig“ bezeichnet.

Sex und Crime Sells - Man könnte also auch fragen ob hier nicht einfach ein Buch verkauft werden sollte. Es ist nun mal Tatsache das Sachbücher also welche mit Fakten, sich nicht so gut verkaufen und auch nicht diesen Bekanntheitsgrad erreichen. Siehe Bild-Zeitung und FAZ

Gerade im Internet ist es Mode "vermeitliche Skandale" aufzudecken. Da werden Inhaltsstoffe analysiert, mit Datenbanken und Studien abgeglichen und anschließend zerissen.

Sobald ein Stoff irgendwo als "bedenklich" oder sogar "gefährlich" genannt wird, geht die Welle durch Foren und private Webseiten. Siehe BHA/BHT. Das die Gefährlichkeit erst in einer Dosis auftritt die, die Menge im Futter um ein 100 faches übersteigt - wird einfach weggelassen. Es liest sich einach besser wenn man pauschal eine "Warnung" aussprechen kann. Lies mal beide Beispiel-Absätze.

A) Achtung!
Guarkernmehl, in vielen Katzenfutter enthalten, ist mit Pentachlorphenol und Dioxin belastet. Im Guarkernmehl einer indischen Firma die auch nach Europa importiert wurden Pentachlorphenol (PCP) und Dioxin nachgewiesen. Pentachlorphenol ist ein technisches Biozid zur Pilzbekämpfung, das früher zur Konservierung von Holz, Textilien und Leder verwendet wurde. Die Anwendung von Pentachlorphenol ist seit 20 Jahren verboten, unter anderem wegen der Verunreinigungen mit Dioxin. Nach der deutschen Rückstandshöchstmengenverordnung darf PCP in Lebensmitteln nicht angewandt werden und nicht nachweisbar sein (Nachweisgrenze 0,01 Milligramm pro Kilogramm). Für Dioxine gibt es für Guarkernmehl keine Höchstmenge. Kauft kein Katzenfutter das Guarkernmehl enthält.

B) Guarkernmehl mit Pentachlorphenol und Dioxin belastet
Erste Laborergebnisse der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung bestätigen die Verunreinigung eines Verdickungsmittels mit Pentachlorphenol (PCP) und Dioxin - keine Gesundheitsgefahr für den Verbraucher.

Die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung überprüft derzeit, in welchem Umfang pflanzliches Guarkernmehl, das als Lebensmittelzutat in kleinen Anteilen als Verdickungsmittel eingesetzt wird, mit Rückständen des Pilzbekämpfungsmittels Pentachlorphenol (PCP) und Dioxinen verunreinigt ist.

Dies teilte das baden-württembergische Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum am Montag (8. August 2007 ) in Stuttgart mit. Da nur relativ geringe Anteile von zum Teil deutlich unter ein Prozent des Verdickungsmittels im fertigen Lebensmittel vorhanden sind, verdünnen sich die Schadstoffe so stark, dass nach derzeitigem Kenntnisstand nicht von einer Gesundheitsgefährdung für den Verbraucher ausgegangen werden kann.

Guarkernmehl von anderen Produzenten wird ebenfalls untersucht, hier ergaben sich keine Auffälligkeiten. Da Guarkernmehl auch zur Herstellung bestimmter Heimtierfuttermittel Verwendung finden kann, erfolgen auch in diese Richtung Kontrollen. Erste Untersuchungsergebnisse auf PCP verliefen negativ.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kitty Pride

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Auch die genaue Bezeichnung der Nebenerzeugnissen die ja meist einen mit wenig ansprechenden Namen tragen hätte Auswirkungen auf den Markt und die Umwelt.
Und das ist doch ein Knackpunkt. Ich möchte wissen was für Fleisch verwendet wird und ungefähr wieveil davon im Futter landet.
Ich kann verstehen, daß das für den normalen Katzenbesitzer nicht auf der Dose stehen soll, aber selbst auf Anfrage bekommt man nur ungenaue Aussagen mit denen man wenig anfangen kann.
Ich empfinde auch die 4% Sorten als Verdummung des Kunden. Ich weiß warum das gemacht wird, aber eine Sorte die Bunter Fleischmix mit viel Schwein heißt wäre für mein Empfinden "ehrlicher".

Ich kann die Barfer gut verstehen, denn sie sind konsequent. Sie möchten wissen was in ihrem Futter an Zutaten enthalten ist und setzen dies um.
Ein Käufer von Dosenfutter kann nur versuchen abzuschätzen.
 

Anfänger

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Und was bedeutet das? Kann man dann überhaupt Deklarationen vergleichen?
Jein ::w
Aus der Deklaration kannst du beispielsweise den Kohlenhydratgehalt in der TS bestimmen. Alles was da mehr als 10% Kohlenhydrate enthält, geht für mich nicht mehr als Katzenfutter durch.
Ansonsten brauchst du für die meisten Kriterien die genauen Aussagen der Hersteller - das kannst du nur über Nachfragen erreichen. Die Angabe auf der Dose allein reicht kaum aus.

Es ist gängige Praxis andere Produkte "schlecht" zu reden um den eigenen Absatz zu steigern.
Kannst du dafür Beispiele nennen?
Einen Punkt an dem ich das sehe ist folgende Aussage: "Nur die Tiernahrungsindustrie ist in der Lage ausgewogenes Futter herzustellen. Von selbstgemachtem Futter bekommen Tiere Mangelerscheinungen!"
Diese Aussage ist Humbug! Klar bin ich ein Laie - meine Katze wird trotzdem seit Jahren hauptsächlich mit selbstgemachtem Futter ernährt. Mauzi ist definitiv gesund, hat laut BB und Aussage der TÄ keine Mangelerscheinungen und wird für ihre körperliche Verfassung von der TÄ bewundert :wink:
Warum also behaupten große Unternehmen, dass man seine Katze nicht mit selbstgemachtem Futter ernähren könnte? Tja, warscheinlich um die eigene Monopolstellung zu erhalten.

Beispiel: Die Bezeichnung "Geflügelfleischmehl" ist in der aktuellen Futtermittelverordnung nicht definiert und damit unzulässig, wird aber noch häufig von Anbietern als Synonym für "Geflügelmehl" verwendet. Die Kontrolle dieser Regelungen ist in Deutschland Ländersache und somit kann es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt werden.
Such mal im Internet wieviele Webseiten Geflügelfleischmehl ausdrücklich empfehlen und dolle Unterschiede herausstellen.
Dabei spielt es sicherlich eine Rolle, dass es den Begriff "Geflügelfleischmehl" und "Geflügelmehl" in dieser Unterscheidung in Amerika gibt. So falsch ist die Aussage "Besser Geflügelfleischmehl als Geflügelmehl" gar nicht, aber halt nur auf amerikanische Futtersorten bezogen. Gerade bei TroFu wird in Foren ja nunmal hauptsächlich Ami-Futter verwendet :wink:

Bei Heimtieren sieht der Ansatz ganz anders aus. Je länger die 60 Millionen Katzen in der EU leben umso mehr kann auch Katzenfutter verkauft werden.
Na wenn du meinst. Dann müsste der Ansatz doch aber auch in der Lebensmittelbranche wirken. Umso länger die Leute leben, desto mehr können die Produzenten doch auch verkaufen. Folgere ich daraus, dass alle Lebensmittel super gesund sind?

...und um mal wieder zu meiner Lieblingsfrage zu kommen:
Wenn die Heimtierindustrie doch so ein großes Interesse an der Tiergesundheit hat, warum wird dann weiterhin Trockenfutter verkauft und als Alleinfutter angepriesen? Da sehe ich persönlich keine Logik :wink:
 

Garibaldi

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4) Es findet eine zunehmende Verunglimpfung der Heimtierindustrie statt. Damit auch eine Verunsicherung der Katzenfutter-Käufer. Siehe dazu "Schwarzbuch Tierfutter - Katzen würden Mäuse kaufen" Die Darstellung der Heimtierfuttermittel Vereinigung wird vielfach nicht zur Kentniss genommen "Die vom Autor erzählte Geschichte sei eine geschickte Mischung aus Tatsachen, Gerüchten, Spekulationen und Fakten, die in keinem Zusammenhang mit dem Thema stünden. Es werde der Eindruck erweckt, die Industrie habe sich dazu verschworen, die Konsumenten hinters Licht zu führen. Viele Behauptungen des Autors werden aus Kreisen der Industrie und Tierliebhabern als „hirnrissig“ bezeichnet.
Mich wundert nur, dass z.B. Masterfood nicht massiv gegen dieses Buch vorgegangen ist. Es gab zwar eine Verfügung, die aber schon nach 2 Wochen aufgehoben wurde. Weitere Rechtsmittel wurden nach meinen Informationen nicht von Masterfood eingeleitet. Total hirnrissig kann der Inhalt ja dann doch nicht gewesen sein.

Gruß

Uwe
 
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