12 Jähriger Kater hat Herzprobleme. Brauche Rat.

Diskutiere 12 Jähriger Kater hat Herzprobleme. Brauche Rat. im Herzerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Forenmitglieder, Kurz zur Situation: Mein Kater hat eine Schilddrüsenüberfunktion, die einige Jahre mit Medikamenten (Carbimazol 3/4 von...

Blumentopf

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Hallo Forenmitglieder,

Kurz zur Situation:
Mein Kater hat eine Schilddrüsenüberfunktion, die einige Jahre mit Medikamenten (Carbimazol 3/4 von 5mg Tablette täglich) gut eingestellt war. Jetzt ist sein T4 auf 5,1 gerutscht & er kriegt jetzt 5mg pro Tag. (Kontrolle ob die Dosis reicht, steht noch aus...wurde erst gestern erhöht.)
Ich kam eigentlich zum TA, weil sein gesamter Zustand in wenigen Tagen drastisch schlecht wurde. Kaum Energie, fast nichts gegessen (musste zwangsfüttern), blass, sehr steifer Gang (besonders Hinterbeine lahmten irgendwie), teils auch apathisch...er schien mir auch fiebrig zu sein. Es wurde ein großes Blutbild gemacht, rausgekommen ist nur dass sein T4 auf 5,1 gerutscht ist...sonst hatte er gute Werte. Also auch Niere, Leber usw. Fieber hatte er nicht.
Der TA meinte aber, dass man deutlich Herzgeräusche hörte & sein Herz viel zu schnell schlug.
Also war ich ein 1 Tag später beim Kardiologen. Es wurde Herzultraschall gemacht & Blutdruck gemessen. Aber kein Röntgen gemacht...worüber ich mich gewundert hab. Der Arzt war ziemlich in Eile, weil er meinen Kater als Notfallpatient zwischen Terminen geschoben hat. Viel mit Fragen & Erklären war auch nicht...der Arzt war ziemlich im Stress.
Jedenfalls meinte der Kardiologe, dass sein Herz vergrößert war, auf beiden Seiten irgendwas nicht stimmte. Auch der Blutdruck war sehr hoch...er meinte, dass dieser so hoch war, dass es bereits Schaden im gesamten Körper anrichten würde...zb. zur Blindheit führen kann.
Er gab uns 3 Medikamente für 10 Tage mit & sagte mir, dass ich das Carbimazol erhöhen muss...den Rest sollte ich wohl mit meinem regulären TA besprechen (soll zu dem nach 1 Woche zur Kontrolle). Der ist aber übers Wochenende nicht zu erreichen.
Jetzt stehe ich somit ziemlich perplex da...ich kann nicht einschätzen, ob mein Kater jetzt am Sterben ist bzw. wie seine Lebenserwartung nun aussieht etc. Auch kann ich nicht einschätzen, wie hoch die Dosis der Medikamente ist (was Aufschluss auf den Schweregrad geben würde) & wann eine Wirkung der Medikamente zu erwarten ist. (Mein Kater bekam die Medikamente das erste Mal gestern abend. Er scheint heute aufmerksamer, redet wieder mehr, isst jetzt ca. die Hälfte von seinen Mahlzeiten, geht auch einpaar Schritte mehr...aber er ist weit entfernt von seiner üblichen freudigen & zappeligen Natur.)
Hab bereits recherchiert um irgendeinen Reim draus zu machen, aber würde sehr gerne Leute die Erfahrung dazu haben, um deren Meinung bitten.
Der Kater kriegt jetzt:
- Atenolol 1/4 Tablette 1x täglich (1 Tabl. 25mg) - Beta-Blocker fürs Herz (?)
- Furotab 1/2 Tablette 2x täglich. (1 Tabl. 10mg) - Entwässerungstabletten wegen Blutdruck (?)
- Amodip 1/2 Tablette 1x täglich (1 Tabl. 1,25mg) - nochmals Blutdrucktabletten (?)

Der Kardiologe meinte, dass man evtl. die Entwässerungtabletten, irgendwann absetzen kann.

Leider habe ich keine weiteren Zahlen..also Blutdruckwert o.ä. War wie gesagt alles ziemlich chaotisch & ich war froh, dass der Arzt meinen Kater überhaupt reingelassen hat.

Vielen Dank im voraus!
 
06.11.2021
#1

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Gast

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romulus

romulus

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Hallo und herzlich wllkommen!
Zur Schilddrüse kann ich nichts sagen, bin nicht in dem Thema drin.
Aber zum Herz:
Beide Herzkammern (oder Vorhöfe?) sind offensichtlich vergrößert, auf jeden Fall aber nicht voll leistungsfähig und muss deshalb medikamentös unterstützt werden. Ein Röntgenbild braucht es dazu nicht zwingend, Ultraschall ist viel wichtiger und aussagekräftiger.
Atenolol ist ein Betablocker, der v.a. die zu hohe Herzfrequenz senkt, damit das Herz nicht überlastet ist.
Furotab ist ein Entwässerungsmittel, was er wohl eher wegen einer möglichen Lungenstauung bekommt (die durch Herzleistungsschwäche entsteht)
Amlodipin ist ein Blutdrucksenker.

Diese Medikamente sind außerordentlich wichtig, von einem Kardiologen verordnet, und Du solltest sie wie vorgeschlagen geben. Du siehst ja selbst, dass es ihm damit offensichtlich besser geht.
Beim nächsten Besuch bei dem Kardiologen wird er vermutlich und hoffentlich nicht so überlastet sein und Dir alle Deine wichtigen Fragen unbedingt beantworten!
 

Blumentopf

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romulus: Erstmal vielen Dank, dass du dir Zeit für mich genommen hast. Bei dem Entwässerungsmittel hab ich grad gelesen, dass man die nur 1-3 Tage geben sollte...ansonsten wird der Elektrolythausalt oder so beeinfträchtigt & man muss das kontrollieren & evtl. sogar irgendwie versorgen. Davon hat der Kardiologe nichts gesagt, der meinte nur, dass man "irgendwann" die evtl. absetzen kann. Und er meinte auch, dass ich erst 1 Woche später zur Kontrolle zu meinem regulären TA gehen soll. Das sind also weitaus mehr als 3 Tage Entwässerungstabletten, plus ohne Check von Elektrolyten usw.. Das kommt mir fragwürdig vor. Was sagst du dazu?

Was den Beta-Blocker betrifft...heute ist der 2. Tag (also hat er es 2x bekommen) & seine Herzfrequenz ist immer noch genauso extrem hoch wie ohne Tabletten, auch im Ruhezustand pumpt das Herz als würde er grad um sein Leben rennen. Ich checke mehrmals am Tag. Ist das normal, dass es solange keinerlei Wirkung zeigt bzw. wann fängt sowas an zu wirken?

Ja, ich gebe bisher alles so wie der Kardiologe es sagt. Naja, ob es meinem Kater signifikant besser geht, weiß ich nicht mehr. Heute früh bis zum Zeitpunkt als ich hier die Anfrage geschrieben hab, lief es besser...jetzt seit abends ist er wieder schlechter. Hat die letzte Mahlzeit komplett verweigert & musste wieder zwangsernährt werden, ist wieder blass, liegt nur rum & seine Hinterbeine sind extrem steif. Er ist fast so schlecht wie er ohne Medikamente war.
Erwarte ich zuviel oder ist das ein Zeichen, dass die Tabletten nicht ausreichend wirken (oder gar überdosiert sind & er evtl. jetzt einen zu niedrigen Blutdruck hat?) oder irgendwas anderes noch falsch im Körper läuft?
Wie ist es mit deiner Erfahrung, wie schnell & durchgängig am Tag diese Medikamente wirken? Ist es normal, dass es so ein auf & ab gibt?

Vor 2 Jahren habe ich einer meiner Katzen an Darmkrebs verloren...mehrere Tierärzte haben ständig Fehldiagnosen mit nutzlosen Medikamenten gestellt. Da war es auch so, dass 1 Tag nach Medikamenten es kurz am Tage besser wurde & nachts wieder bergab...am 2. Tag war sie schlimmer als je zuvor. Jeden Tag beim TA & trotzdem ging es immer schlechter. Tage später wurde sie erlöst, weil eine OP gezeigt hatte, dass da nichts mehr zu machen war...sie hätte von 1 Tag erlöst werden müssen. (Sie hatte einen Darmverschluss mit Darmdurchbruch, Bauchraum voller Eiter.)
Somit frage ich mich jetzt mit meinem Kater die ganze Zeit, ob ich ihn hier unnötig quäle, obwohl es sowieso keine Hoffnung gibt.
Was sagst du dazu? Gewinnt man hier nur einige Tage oder Wochen, wo die Katze nur ein Schatten von sich selbst ist? Oder kann eine Katze noch einige Monate oder gar 1 Jahr mit Freude Leben?
 
Tatjana462

Tatjana462

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romulus hatte Dir die Medikamente für das Herz und den Blutdruck sehr gut erklärt. Das Dumme ist nur, solange die Schilddrüse eine Überfunktion hat, kann alles andere leider auch nicht in Ordnung kommen. Siehe hier::

Die Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze - Kleintierpraxis Haberkern (kleintierpraxis-haberkern.de)

Ich habe mal einige Stellen herausgegriffen, weil sie bei Deinem Kater zutreffen - so wie Du es beschrieben hast.

"Wichtig ist zu vermerken, das etwa jede 4. Katze schlechter frisst und sogar Phasen hat, in denen sie gar nicht fressen mag. Ebenso zeigen manche Katzen statt Hyperaktivität zunehmend Mattigkeit bis Apathie.
Weitere Symptome sind vermehrtes Trinken und Harnabsatz, „Herzrasen“, Erbrechen und Haarverlust durch vermehrtes Lecken.

Bei einem erhöhten Wert liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor. Es sind dann meist auch die Leberenzymwerte deutlich erhöht...
Viele Katzen mit einer Schilddrüsenüberfunktion weisen kardiologische Auffälligkeiten auf. Das kann man mit einem Herzultraschall abklären.
Einige Katzen zeigen einen erhöhten Blutdruck, welcher die Nieren und die Augen schädigen kann.


Eine Überfunktion der Schilddrüse sollte bei einer Katze immer therapiert werden. Dies ist auf 4 Arten möglich: medikamentell, chirurgisch, diätetisch oder mittels Radiojodtherapie."

Oder hier: Schilddrüsenüberfunktion - Deutsches Schilddrüsenzentrum (deutsches-schilddruesenzentrum.de)

"Typische Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sind:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Hoher Blutdruck
  • Nervosität
  • Innere Unruhe
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Haarausfall
  • Stimmungsschwankungen bis hin zur Aggressivität
  • Erschöpfung und Kraftlosigkeit ?"
Das A und O ist aus meiner Sicht, dass der Schilddrüsenwert wieder in den Referenzbereich kommt. Dann greifen auch die Herzmedikamente besser. Anfangs sind in kurzen Abständen Blutkontrollen vonnöten, damit der Schilddrüsenwert nicht in eine Unterfunktion rutscht. Erst wenn sich alles eingepegelt hat, können die Blutkontrollen in größeren Abständen vorgenommen werden.

Leider habt Ihr noch einen längeren Weg vor Euch. Es muss sich mit den Medis erst alles einspielen.
Ich wünsche Deinem Katerchen (wie heißt es denn?) gute Besserung! 🍀❤🍀
 
Martina59

Martina59

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Bei dem Entwässerungsmittel hab ich grad gelesen, dass man die nur 1-3 Tage geben sollte...ansonsten wird der Elektrolythausalt oder so beeinfträchtigt & man muss das kontrollieren & evtl. sogar irgendwie versorgen.
Hallo,
Ich hatte auch einen Kater mit vergrößertem Herzmuskel und er hat exakt die gleichen Medikamente in der gleichen Dosis bekommen, und zwar über Jahre. Probleme mit dem Elektrolythaushalt hat er nie gehabt.
Es ist immer gut sich zu informieren, aber leider ist es oft so, dass es zu allem und jedem Berichte im Netz gibt, die sich teilweise auch widersprechen.
Ich würde dir also raten, dass du dir einen Tierarzt suchst, dem du vertrauen kannst und der dir die Dinge in Ruhe erklärt. Bestimmt hast du ja von dem Kardiologen einen Bericht für den Haustierarzt bekommen.
Zu den Hinterbeinen: leider können durch die reduzierte Herztätigkeit Thrombosen in den Beinen entstehen. Wenn die Pfoten sich sehr kalt anfühlen oder der Kater Schmerzen bekommt, musst du sofort zum Tierarzt. Ich möchte dir aber keine zusätzliche Angst machen, das muss nicht passieren, nur weil du die Hinterbeine erwähnt hast.

Ich wünsche dir und dem Kater alles Gute und dass ihr noch eine schöne gemeinsame Zeit verbringen könnt.
 
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Blumentopf

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Tatjana: Danke für deine Anwort. Die Schilddrüsenüberfunktion hat mein Kater schon seit Jahren & war gut eingestellt, erst seit kurzem ist der T4 wieder schlechter geworden. Er hatte auch mal einen schlechteren T4 als 5,1 & trotzdem ging es ihm gut. Etwas unruhiger, aber er hat immer gegessen, immer gespielt...so wie immer. Ich denke seine Symptome sind jetzt ausschließlich wegen Herz & Blutdruck.
Ja, ich denke wir haben einen langen Weg vor uns.
Vielen Dank für deine netten Worte. Sein Name ist Yuki.

Martina: Danke, dass du deine Erfahrung geteilt hast. Wieviele Jahre hat dein Kater mit diesen Medikamenten überlebt & wie war es am Ende? Gab es bei ihm irgendwelche Nebenwirkungen?
Wegen den Entwässerungstabletten usw. habe ich bei Vetpharm (Clinipharm Clinitox) nachgeschaut. Da gibts eine Datenbank über alle Medikamente für Tiere. Dosis, Wirkung, Nebenwirkungen, Indikationen, Kontraindikationen, Wechselwirkungen usw wird da beschrieben, mit Studien hinterlegt. So wie ich verstehe, ist das ein Institut für Veterinärpharmakologie. Ich denke, dass die Angaben dort auch offiziell anerkannt sind, also auch Tierärzte diese Datenbank nutzen.
Kennst du die Seite?

Ich hab jedenfalls mit dem Tierarzt heut telefoniert. Sie meinte, dass das mit den Elektrolyten passieren kann & man das regelmäßig checken sollte, wenn Furotab länger gegeben wird. Aber 1 Woche sei wohl nicht dramatisch, sodass ein Check noch nicht unbedingt notwendig ist. Evtl. wird Furotab sowieso dann abgesetzt, je nachdem was die Untersuchung am Freitag ergibt.
Sie meinte auch, dass es ca. 1 Woche dauert bis die Medikamente ordentlich Wirkung zeigen...also es normal sei, dass ich bisher keine wirkliche Verbesserung sehen kann.

Mein Kater ist jedenfalls fast unverändert schlecht. Er scheint nur etwas aufmerksamer, redet etwas mehr, schmust etwas mehr & manchmal isst er etwas mehr (großteilig muss ich ihn aber weiterhin zwangsfüttern). Auch will er immer noch nicht laufen, nach 2-3 Schritten ist er wieder platt & läuft extrem steif & humpelt. Der Kardiologe hatte seine Beine am Freitag abgecheckt (ziemlich grob drauf rumgedrückt) & meinte, da wäre alles in Ordnung, weil er den Puls da gut fühlt usw. Also von Thrombosen war keine Rede...aber evtl. hat er einfach nicht ordentlich abgecheckt?
Naja, das mit dem Vertrauen zum TA ist so ne Sache. Man weiß erst, dass ein TA nicht gut ist, wenn es am Ende für die Katze schlecht ausgeht. Man ist also immer nur hinterher schlauer, manchmal auch wenns schon zu spät ist.
 
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Blumentopf

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Martina: Was ich noch fragen wollte. Wie war dein Kater in seinen letzten Jahren...normal wie vor der Krankheit oder war er sichtbar angeschlagen, mit wenig Energie, wenig Appetit etc. Also meine Frage ist, was für eine Lebensqualität er mit den Medikamenten erreichen konnte?
 
Martina59

Martina59

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Er hatte diese Erkrankung geerbt und war weitgehend symptomfrei. Es war zufällig aufgefallen als er noch ganz jung war, beim Abhören vor einer Impfung. Man hätte das also gar nicht gedacht wenn man ihn so gesehen hat.
Er hatte allerdings auch keine Schilddrüsenbeteiligung. Es kann schon sein, dass sich die Beschwerdebilder in deinem Fall vermischen.
Wenn du kein gutes Gefühl hast und meinst dass es dem Kater nicht gut geht, musst du die Woche ja nicht abwarten und kannst früher zu deinem Tierarzt gehen. Ich kann sehr gut verstehen dass du dir große Sorgen machst.
Liebe Grüße
 
romulus

romulus

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Ich würde auch schnellstmöglich einen Termin beim Haus-TA machen und alles genau mit ihm besprechen.
Du wirst ja verrückt, wenn Du noch so lange warten musst und nicht genau weißt, ob das alles so richtig ist.
Ruf am besten gleich dort an und lass Dir einen Termin geben, man kann sich ja von dort aus auch telefonisch mit dem Kardiologen besprechen, wenn Du keinen Befund vorliegen hast!
 

Blumentopf

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Wollte mal kurz ein Update machen:
Waren heute beim TA, weil ich kein gutes Gefühl hatte. Mein Kater war sehr ausgetrocknet/dehydriert, hatte massive Verstopfung (seit den Entwässerungstabletten) & weiterhin war sein Zustand noch immer schlecht (will nicht essen, sehr steif beim Laufen, liegt nur rum etc.).
Ich hab ihm gestern abend keine Entwässerungstabletten nochmals gegeben, obwohl der TA das vorher so angeraten hatte. (Heut morgen konnte er dadurch dann endlich wieder Kot absetzen.)
Jedenfalls beim heutigen Termin kam raus, dass er relativ hohes Fieber hatte. (Am Mittwoch, beim ersten Termin mit Blutuntersuchung hatte er noch keins...evtl. aber am Freitag, beim Herzultraschall...das wurde dort nicht nochmal gemessen.). Und wie ich schon dachte, extrem dehydriert war.
Er bekam eine Infusion, Spritze gegen Fieber (& Tabletten für 6 Tage), ein Entzüngungshemmer & Schmerzmittel. Morgen soll ich nochmals zur Infusion kommen. Weiterhin meinte mein TA, dass ich die Entwässerungstabletten nun komplett absetzen soll. Somit es auch richtig war, dass ich gestern abend bereits (gegen vorigen Rat) die Tabletten abgesetzt hab.
Weiterhin besteht Verdacht auf eine Beinthrombose. Komischerweise beim Kardiologen wurde da nichts festgestellt, aber mein Haus-TA meinte heute, dass sie in einem Bein weniger Puls fühlt als beim anderen...das ist auch das Bein, womit er humpelt. (Mit dem anderen läuft er zwar steif, aber humpelt nicht.) Er hat auch Schmerzen in dem Humpel-Bein, kann es nicht ordentlich strecken & angefasst mag er da auch nicht werden.
Jedenfalls bleibt weiterhin unklar, woher das Fieber plötzlich kommt. Ich hab den Verdacht, dass es von der Verletzung am Schwanzansatz kommt, wo der Kardiologe wahrscheinlich mit dem Rasiergerät in die Haut geratscht ist, also meinen Kater verletzt hat. (Der Kardiologe hat davon aber nichts gesagt, ich sah es erst Zuhause.) Mein Kater hat sich dort viel abgeleckt & jetzt ist es total Wund. Mein Haus-TA hat ne Salbe dafür gegeben.

Jetzt sind wir vom Termin wieder Zuhause & meinen Kater geht es schlagartig viel besser. Er hat sofort nach Essen gefragt & hat ordentlich reingehauen (heute früh vorm Termin musste ich ihn noch zwangsfüttern!). Er läuft auch fast wieder völlig normal. Kein Humpeln, nur minimal steif... man muss genau hinschauen um überhaupt ein Problem festzustellen. Er kann jetzt auch wieder hochspringen & zügig gehen. Er redet auch wieder soviel wie vorher, ist sehr lebhaft & aufmerksam.
Er ist fast so, als wäre er nie krank gewesen. Kann natürlich nur ein kurzfristiger Aufschwung sein & abends wieder schlechter werden...
 
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Martina59

Martina59

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Es freut mich dass es dem Kater besser geht. Das kommt vermutlich durch die Infusion und die Medikamente gegen Fieber und Schmerzen.
Wenn er eine Thrombose hat, sollte er auch einen Blutverdünner bekommen damit sich das wieder löst. Wahrscheinlich möchte die Tierärztin aber erstmal die akuten Probleme in den Griff kriegen.
Der Kater kann auch einen Virus-Infekt (Erkältung vielleicht) haben, da gibt es schnell mal Fieber. Hatte ich auch schon mal bei einer Katze, Quelle der Infektion bis heute unbekannt. Eine Wunde müsste schon hoch entzündet und vereitert sein, dass es dadurch Fieber gibt. (Wieso hat der Kardiologe am Schwanzansatz rasiert????)
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen dass es dem Kater weiterhin gut geht.
 

Blumentopf

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Ich kann nur hoffen, dass es nur eine Erkältung ist. Jetzt ist es Mitternacht & sein Zustand ist weiterhin gut...der Appetit hat etwas nachgelassen, aber er isst zumindest irgendwas.
Er läuft weiterhin gut, zeigt auch in einigen Momenten wieder Verspielheit & kuschelt mit seinen Katzenkumpel. Generell kann man sagen, dass das Leben zu ihm zurückgekehrt ist...dachte wirklich nicht, dass ich ihn jemals noch so sehen werde. Ich hoffe echt, dass das jetzt so gut bleibt.
Der Kardiologe hat am Schwanzansatz (unten, also direkt vor dem Popo) rasiert um dort Blutdruck zu messen. Mein Kater hat da jetzt nun fast auf der gesamten Stelle eine rote, raue Wunde & ich muss ihn ständig davon abhalten daran rumzuputzen.
Mein Haus-Tierarzt meinte nun, dass es evtl. doch keine Thrombose war, weil mein Kater so gut auf sie Schmerzmittel reagiert hat. Das Schmerzmittel ist Metacam (ich denkt so wirds geschrieben) & sie meinte, die Wirkung von dem würde viel zu schwach sein um Schmerzen einer Thrombose zu lindern. Sie meinte man musste bei einer Thrombose richtig harte Schmerzmittel benutzen, also sowas wie opiumartiges Zeug, wo die Katzen richtig zugedröhnt sind.
Aber ich bin mir da nicht so sicher...ich denke, das war nur teilweise verstopft...deswegen waren die Schmerzen jetzt auch nicht so rießig, wie bei einem kompletten Verstopfung der Adern.
Naja, evtl. wird sie ihm morgen noch was gegen eine Thrombose vorsorglich spritzen.
Vielen Dank für deine netten Worte. :)
 
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Martina59

Martina59

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Hallo,
Wie geht es denn dem Kater mittlerweile?
Das würde mich wirklich sehr interessieren. Berichte doch bitte weiter.
 

Blumentopf

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Tja, leider geht`s meinem Kater wieder schlechter....und da ist jetzt die Herzkrankheit & der Blutdruck das kleinste Problem. (Hatten heute Blutdruck gemessen, war sogar zu niedrig, sodass ich nun die Blutdrucktablettendosis halbieren soll.) Thrombose in den Beinen wurde angesprochen, ist aber jetzt erstmal im Wind verweht, weil er scheinbar wieder gut läuft, also bisher nicht nochmal einen Rückfall hatte. Aber Thromboserisiko hat er natürlich weiterhin.

Jetzt zum großen Problem:
Das hohe Fieber ist wieder da....die Antibiotika haben nicht angesprochen. Er hat ne AB-Spritze für 2 Tage bekommen & dann hab ich wie der TA gesagt hat, die Tabletten 2x tägl. gegeben. Heute ist sein 2. Tag der Tabletten (AB ist insgesamt 4 Tage.) Waren wie gesagt heut beim TA und mein Kater hatte 39.9°C. (Vor 4 Tagen hatte er 40.3°C)
Der TA meinte, dass das sehr schlecht ist & es dann wahrscheinlich Viren sind. Er hat einen Test auf Leukose, FIV & FIP machen lassen....Montag/Dienstag kommen die Ergebnisse.
Und wenn diese Tests keinen Aufschluss geben, dann könnte es Krebs sein. Dann müsste man ein Krebs-Gesuche starten usw.
Aber bei seinem jetztigen Zustand eine Operation oder Chemotherapie zu überleben, halte ich für null. Und wenn der Krebs schon hohes Fieber auslöst, dann ist dieser bereits weit fortgeschritten & müsste sofort angegangen werden.
Somit ist das Gesuche sowieso umsonst. Ob nun Virus oder Krebs...da kann man ihm dann nur noch paar letzte schöne Tage durch ausreichende Medikamente machen & das wars.
Ich hab mich jetzt nur auf den Virus-Test eingelassen, weil Leukose & FIV ansteckend sind...ich hab hier noch andere Katzen. Und all dieser Kram ist ja unheilbar.
 
lux aeterna

lux aeterna

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Danke für Deine Rückmeldung! Das klingt in Summe nicht gut... ab einem gewissen Alter kann das gesamte gesundheitliche System von Tieren leider sehr schnell kollabieren, wenn sie einmal angeschlagen sind, dann kommt schnell eins zum andern, leider.

Mein Kater Rufus ist vor vielen Jahren an einer Aortenthrombose verstorben. Er war auf der gesamten Hinterhand lahm, weil der Unterkörper nicht mehr ausreichend durchblutet war. Bei der Untersuchung waren übrigens keine Thromben mehr feststellbar, die hatten sich wieder aufgelöst, aber sein Blutkreislauf kam nicht mehr in Gang.

Meine Katze Moira, Herzprobleme, CNI, hatte Glaukome (erhöhter Augeninnendruck) entwickelt - typischerweise geht das mit generellem Bluthochdruck einher, aber auch bei ihr war der Blutdruck niedrig, wie die Messungen ergaben, zur Verwunderung der TÄ - manchmal bleibt ein solches Geschehen im Körper einfach rätselhaft bzw. die Symptome untypisch.

Ich drücke die Daumen, dass es für Deinen Kater eine eindeutige Diagnose und Prognose gibt, die Dir die Entscheidung erleichtert, wie immer die ausfallen mag.
 
Strexe

Strexe

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Es tut mir sehr leid, zu lesen, dass es deinem Süßen so schlecht geht.

Aus der Ferne ist es sehr schwer, eure Situation zu beurteilen. Inwieweit ein vergrößertes Herz solche Probleme verursachen kann, weiß ich nicht. Bei unserem Bandit ging es damals ganz schnell. Wir wussten nichts von seiner HCM und als es ihm schlecht ging, mussten wir ihn wegen eines Lungenödems auch schon erlösen lassen. Andere Katzen leben wiederum viele Jahre unterstützt durch Medikamente mit HCM.

Bei Boost war es mit der Diagnose schon schwieriger. Es fing mit Verdauungsproblemen ( Erbrechen ) an und auf dem Schall wurde Flüssigkeit im Bauchraum gefunden. Zunächst stand FIP als Verdacht im Raum, aber das Labor konnte den Verdacht nicht bestätigen. Auf mehreren Schallbildern innerhalb von zwei Monaten wurde dann entdeckt, dass die Milz sehr schnell viel größer wurde und das ist oft ein Zeichen für Krebs. Die Flüssigkeit im Bauchraum stammte aus der Milz. An welchem Krebs Boost dann erkrankt war, wollten wir mittels OP bzw. Biopsien nicht mehr herausfinden lassen, weil Boost schon knapp 15 Jahre alt war und ein Lymphom bzw. der vermutete Darmkrebs nicht operabel gewesen wäre.

Vielleicht könnte ein Schall des Bauchraums schon etwas Aufschluss geben und dich in deiner Entscheidungsfindung unterstützen.

Alles Gute für euch. 🍀
 
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