10 Jahre alter Kater pinkelt und schreit

Diskutiere 10 Jahre alter Kater pinkelt und schreit im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; hallo! Erst mal eine Hintergrundgeschichte, unten kommen dann meine eigentlichen Fragen :lol:: Wir haben ein mittlerweile großes Problem mit...

folienstift

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hallo!



Erst mal eine Hintergrundgeschichte, unten kommen dann meine eigentlichen Fragen :lol::


Wir haben ein mittlerweile großes Problem mit meinem 10 Jahre alten EKH-Haus-Kater:
Ich habe ihn im Alter von ca. 6 Monaten bekommen, er war bereits kastriert. Bis vor etwa 1-1,5 Jahren war er ein wahrer Engel, hat super gehört, war nie aggressiv, auffällig oder machte sonst in irgendeiner Weise Schwierigkeiten, verträgt sich bis heute auch wunderbar mit unseren beiden anderen Katzen (weiblich, 10 und 3, beide problemlos).



Erst, als ich meinen Freund kennenlernte, begannen die Probleme: immer wieder pinkelte er in die Wohnung, am liebsten unter den Esszimmertisch, hinter unseren Ofen im Wohnzimmer und natürlich vor meine Zimmertür (oder aus Protest anfangs auf das Kopfkissen meines Freundes). Das alles machte er bevorzugt nachts oder wenn keiner daheim war, also verbrachte er die Nächte auf unserem Dachboden (keine Sorge, der ist so groß, wie eine ganze Wohnung :D), woraufhin er seinen Größenwahnsinn ein wenig runterschraubte. Zumindest dachten wir das damals, weshalb er von meinem Vater aus Mitleid nachts wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Mittlerweile lieben sich mein
Freund und das Monster auch, auch hat Katerchen gelernt, dass er nun nicht mehr der einzige Mann an meiner Seite ist.
Nun jedoch fing er an, sich zu „beschweren“, wenn mein Freund UND ich nicht so viel Zeit für ihn hatten, ihn mal nicht beachteten, wenn er maunzend auf uns zulief oder er mal im Hochsommer nicht auf unseren Bäuchen vor dem Fernseher schlafen durfte.
Er scheint auf den Geschmack gekommen zu sein, uns mit diesem Verhalten wegen jeder (für uns) Kleinigkeit zu bestrafen. So schafft er es, wenn die Eltern aus dem Urlaub kommen, aus Protest wegen ihrer langen Abwesenheit (anders können wir uns das nicht erklären, denn er pinkelte immer vor das Zimmer desjenigen, mit dem er "Streit" hatte oder natürlich an dessen Lieblingsaufenthaltsort, auch war er brav, als sie weg waren. Zudem kamen sie „etappenweise“ nach Hause, weshalb des kein Zufall sein kann, dass er gerade an den Abenden der Ankunft wieder zugeschlagen hat), in einem unbeobachteten Moment, als alle oben waren, Urin und Kot (von allem nur recht wenig, also keine "Toilettenportion") unter den Tisch und hinter den Ofen zu verteilen.


Nach dem letzten Attentat und der leidvollen Feststellung, dass der gesamte Boden unter der Ofenplatte sich mit seinem Urin vollgesogen hat, muss der Kater nun auf der Bühne schlafen und auch dort die Zeit verbringen, wenn niemand zu Hause ist. „Freigang“ hat er momentan nur, wenn jemand im unteren Stockwerk des Hauses ist (er pinkelt nur, wenn er unbeobachtet ist).:cry:

Seine Katzentoiletten (er hat zwei, benutzt im Normalfall aber nur eine) sind beide auf dem Dachboden, waren dort auch schon immer und werden nur selten von der kleinen Katzendame benutzt, was aber bisher nie ein Problem war. Er mochte zu kleine und abgedeckte Toiletten gar nicht, also hat er nun eine in der Größe eines Nagerkäfigs und eine normale Katzentoilette, die er problemlos angenommen hat. Auch das Streu ist seit 10 Jahren dasselbe und geputzt werden sie auch jeden Tag.

Das zweite Problem, das sich aus dem ersten ergibt, ist, dass er ununterbrochen miaut (und zwar aus voller Kehle, der arme ist manchmal schon ganz heiser). Und zwar die gesamte Zeit über, wenn er oben eingeschlossen ist (eingeschlossen sein hat er schon immer gehasst).
Auch benutzt er oben das Klo nur zum Pinkeln, alles andere kommt überall hin, nur nicht ins Klo (hier also genau umgekehrt, wie in der Wohnung) und manchmal, wenn er unten frei herumlaufen darf. Er steht dabei nicht vor der Tür und miaut, sondern läuft im ganzen Wohnzimmer / dem Dachboden herum und schreit aus vollster Kehle.

Körperliche Ursachen sind ausgeschlossen, der Kater, wie bereits erwähnt, kastriert, geimpft, gesund und kein Freigänger. Seine Beweggründe sind auch klar und nachvollziehbar. Mir wurde geraten, den Kater weitgehend zu ignorieren, damit er lernt Aufmerksamkeit nur dann zu bekommen, wenn ICH das will und er sich abgewöhnt, dauernd beachtet zu werden, was aber nur bedingt geholfen hat. Deshalb meine Frage:

Wie kann man ihm das Protest-Pinkeln und das jaulen abgewöhnen?

Kennt jemand einen Trick, ihm auch die Anwesenheit auf dem Dachboden etwas schmackhafter zu machen, damit er nicht mehr so unglücklich ist? Leckerlis etc haben bisher nicht geholfen.




So. Das war aber viel Text. Ich würd mich freuen, wenn jemand eine Idee hätte, wie wir das in den Griff bekommen könnten!


Danke im Voraus!
folienstift
 
14.09.2007
#1

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Gast

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Hatzeruh`s Mama

Hatzeruh`s Mama

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Hallo,

erstmal herzlich Willkommen bei uns.

Warst Du mit dem Kater beim TA und hast sowohl ihn als auch seinen Urin untersuchen lassen?
 

folienstift

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Danke für die schnelle Antwort!

Ja, mit ihm sei auch soweit alles in Ordnung. Es sei nur reiner Protest. Er pinkelt auch wirklich nur, wenn ihm was nicht passt und dann gezielt dahin, wo es die betroffene Person auch nicht übersehen kann. Oder meckert eben vor sich hin, weil er unglücklich ist, ansonsten ists das liebste Katerchen, das man sich vorstellen kann und auch seine 10 Jahre merkt man ihm nicht an.
Wir können nur eben nicht vermeiden, dass mal jemand wegfährt oder wieder zurückkommt :wink:, weshalb eine Ursachenbehebung nicht wirklich möglich ist. Meine Eltern sind beide berufstätig, meine Mutter momentan oft im Ausland, was ihm dann wieder nicht passt und mein Freund und ich studieren beide, haben also auch eher einen unregelmäßigen Tagesrhythmus, der sich auch noch alle 3 Monate ändert.
Mein Freund und ich wollen im nächsten Jahr zusammenziehen und den Kater eigentlich mitnehmen. Es könnte sein, dass er sich dann eher an das geregeltere Dasein mit nicht gleich so vielen Leuten, die dauernd unterwegs sind, gewöhnt (oder es noch schlimmer findet, als jetzt schon, da er dann auch noch in eine neue Umgebung kommt). Mitnehmen werde ich ihn aber müssen (und möchte das ja auch), da meine Eltern ihn auf keinen Fall in diesem "Zustand" behalten wollen. Da er schon sehr auf mich fixiert ist, könnten wir vielleicht aber Glück haben. Das hoffe ich jedenfalls mal... :?
Im Moment müssen wir das aber hier und jetzt beseitigen, ist ja für ihn auch nicht toll, unzufrieden zu sein...

lg
folienstift
 
Hatzeruh`s Mama

Hatzeruh`s Mama

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Mitnehmen werde ich ihn aber müssen (und möchte das ja auch), da meine Eltern ihn auf keinen Fall in diesem "Zustand" behalten wollen.
Der Kater ist doch seit 10 Jahren bei Euch, oder ...?

Bitte entschuldige, ich möchte ehrlich sein, ohne Vorwürfe zu machen:

Es entsetzt mich, dass der arme Kerl auf dem Dachboden hausen muss, während die beiden anderen Katzen bei Euch sein dürfen. Katzen sind extrem reinliche Tiere, die niemals aus Trotz in der Gegend herumpieseln- oder koten. Euer Kater ist hochgradig unglücklich, sonst würde er sich so nicht benehmen.

Mehr mag ich zu dem Thema im Moment nicht schreiben, vielleicht findet sich noch jemand, der sich mit der Situation auseinandersetzen mag.

Nur eins noch: Was wirst Du machen, wenn er in Deiner eigenen Wohnung weiter unsauber ist?
 

flunschkugel

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::w

Unsauberkeit ist bei Katzen ein ziemlich deutliches Notsignal: "es ist was nicht in Ordnung, Hilfe". Mag sein, daß er aus Protest pinkelt, die für euch Kleinigkeiten sind. Für ihn sind es offenbar gravierende Dinge. Ihn deswegen aber auf den Dachboden ohne Kontakt und irgendwelche Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbannen finde ich schon etwas heftig. Das ununterbrochene Geschrei kannst du schon mal abstellen, indem er nicht weggesperrt wird.

Du sagtest, er sei beim TA untersucht worden, so richtig herauslesen konnte ich aber nicht, daß sein Urin bereits untersucht wurde. Habt iMhr es mit Feliway/ Felifriend versucht?
 

Petra-01

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Wie wäre es denn mit einem weiteren Katzenklo in der unteren Etage?
Und wegsperren finde ich auch recht grausam, vor allem da du schreibst daß er es hasst weggesperrt zu werden. :cry:
Da würde ich auch plärren!

Versucht es mal mit noch mehr Klos, ganz viel loben für richtiges Verhalten und evtl. würde ich Bachblüten von einem Profi für ihn mischen lassen oder einen Homöopathen um Rat fragen, wenn es ein psychisches Problem ist könnte das helfen.

Und bitte mal den Urin untersuchen lassen, es kann sein daß er Schmerzen hat beim pinkeln!! und deshalb auffällig ist.
 

folienstift

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vielen dank erst mal für eure antworten!

ja, vom tierarzt wurde die gesamte palette an möglichkeiten untersucht. kater ist kerngesund.

der dachboden ist riesig, besteht aus 3 räumen und er haust ohnehin schon immer gerne da, hat da auch durchaus seine eigene "möblierung" und beschäftigungsmöglichkeiten. was ihn stört ist lediglich, dass nun die tür zugeschlossen ist (auch nur dann meckert er). klar, dass es ihm nicht gefällt, doch ist es leider nicht möglich, ihn nachts unten zu halten, das erlaubt der herr des hauses nicht. verständlich, er hat in 10 jahren eigenhändig das gesamte haus renoviert, da duldet er es nicht, dass die katze alles vollpinkelt... entweder die bühne oder den kater weggeben war sein ultimatum. das zweitere kommt nicht in frage und im moment kann ich mir auch keine eigene wohnung leisten, weshalb diese zwischenlösung (was sie ja auch bleiben soll) unumgänglich ist.
auch ein weiteres klo bringt gar nichts, er ist ja nicht inkontinent oder zu faul, seine toiletten zu benutzen, sondern richtet die pissattacken ausschließlich gegen einen der in seinen augen schuldigen (er pinkelt ja auch nur dann, wenn ihm mal wieder was nicht passt).

die anderen katzen interessieren sich nicht dafür, ob er oben oder unten ist, die drei sind voneinander sehr unabhängig, schlafen auch grundsätzlich in unterschiedlichen räumen/plätzen.

es ist auch nicht so, dass er da oben vereinsamt, denn sobald jemand zu hause ist, darf der kater wieder im gesamten haus herumlaufen. er ist insgesamt kürzer alleine, als in gesellschaft, dürfte sich also daran gewöhnen (vor allem, weil er ohnehin kein dauerschmuser ist und seine eigenen wege geht. schmuseeinheiten bekommt er wie gewohnt abends, so wie immer, tagsüber mochte er das noch nie).

mir ging es bei meinen fragen auch nicht um ursachenforschung, die kennen wir bereits, können sie jedoch nicht immer vermeiden (es lässt sich nunmal nicht vermeiden, dass man arbeitet/jemand aus der familie verreist). eher war meine frage, ob jemand von euch tipps hat, wie man ihn daran gewöhnen kann, sich in geschlossenen räumen wohler zu fühlen und natürlich wie man das protestpinkeln verhindern kann oder ihm abgewöhnen kann, sich als der boss des hauses zu fühlen, denn genau das ist (auch laut tierarzt) sein problem. vielleicht hat jemand eine ähnliche erfahrung gemacht und konnte seiner mieze diesen "kriegerischen größenwahsinn" abgewöhnen... :wink:

danke nochmal!
lg f.
 

Petra-01

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ok, dann probier es mal mit Bachblüten oder Homöopathie, so wie du es beschreibst kann ich mir vorstellen daß Bachblüten helfen könnten!!
Da bleibt dann an Tipps.
 

folienstift

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danke schön... werde mich mal schlau machen, was davon in frage kommen könnte. nächste woche steht ohnehin wieder ein kontrolltermin an, vielleicht weiß mein ta da ein passendes mittel/eine passende adresse :-)

er meinte letztes mal, ich solle gerade sein miauen ignorieren (er miaut alle gerne mal an, wenn er in den raum kommt, den raum verlassen möchte oder natürlich was will, etc.... sehr kommunikativ war er schon immer... ), damit er lernt, dass er nicht immer im mittelpunkt steht... meint ihr, das ist sinnvoll? würde er das miauen nämlich einschränken, könnte er auch bei uns im schlafzimmer schlafen (ansonsten kriegen wir kein auge zu, weil er vor uns sitzt und jammert, dass er dann doch lieber aufmerksamkeit oder raus will... alles schon ausprobiert... )
 
Thema:

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